Infrastrukturprojekte Hamburg

  • So ist es, sie würde hinter Hasselbrook schon direkt auf Oberleitung wechseln, aber rein theoretisch bis Bargteheide noch auf eigenem Bahnkörper unterwegs sein, ab Ahrensburg Gartenholz bisher geplant eingleisig.

  • Es freut mich, dass die S4-Planung voran kommt. Das Abendblatt hat dieses Wochenende noch einen Artikel zur S4 veröffentlicht. Das Projekt soll etwa 350 Mio. Euro kosten. Die Idee eines Umsteigebahnhofs Ahrensburg-West U1/S4 finde ich gut. Laut Stadtplan liegt eine Straße zwischen dem bestehenden U1-Bahnhof und der S4-Strecke. Die Umsetzung scheint also nicht gerade preiswert, wenn der U-Bahnhof verlegt und neu gebaut werden müßte.


    http://www.mobil.abendblatt.de…hof-fuer-Delingsdorf.html

  • ^^ So richtig weiss ich aber nicht wem der Umsteigebahnhof nuezen soll. Die Idee an sich ist sicherlich nicht furchtbar, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Kosten und Nutzen am Ende in einer vernuenftigen Relation zueinander stehen.


    Die U1 Aussenaeste im Nordosten sind sicherlich die verkehrlich am wenigsten notwendigen U-Bahnen im Grossraum Hamburg. Nice to have - aber heute wuerde man sie wohl kaum noch einmal so bauen.


    Die Bummel-U1 ist im Hamburger Norden IMHO einfach zu langsam und fahert zu selten, als dass sie einen echten Verkerhrsmerwehrt darstellt: Ausser natuerlich fuer die vergleichsweise wenigen Menschen die nun rein zufaellig im direkten Einzugsgebiet von so abgelegenen Stationen wie Kiekut oder Schmalenbeck wohnen.


    Langer Rede kurzer Sinn: Wenn es nicht eine Moeglichkeit gibt das Ganze sehr billig zu loesen, dann sollte man lieber man schauen ob sich das Geld nicht anderswo im HVV-Netz sinnvoller anlegen laesst.


    Insgesamt bleibt die S4 (egal ob mit oder Ohne Umsteigebahnhof) wohl zusammen mit der U4 das wichtigste und sinnvollste OePNV-Projekt in HH und ich hoffe auch, dass es endlich mal in Bewegung kommt. Interessant wird auch wie und in welcher Form der Verkehrsvertrag nach 2018 aussehen wird. Schliesslich muss irgendwer die neue Linie auch betreiben und mit etlichen Jahren Vorlauf Fahrzeuge bestellen! Wir wissen doch alle aus Erfahrung, dass neue Bahnfahrzeuge praktisch nie puenktlich kommen und stets ersteinmal jahrelang Kinderkrankheiten haben.


  • Die U1 Aussenaeste im Nordosten sind sicherlich die verkehrlich am wenigsten notwendigen U-Bahnen im Grossraum Hamburg. Nice to have - aber heute wuerde man sie wohl kaum noch einmal so bauen.


    ???
    Wusstest du das im Berufsverkehr ~6.30 - 7.30
    An der Station Hoisbüttel, die zweite Station in einem deiner unwichtigen Aussenaeste die Sitzplatzbelegung schon ca 30-50 % Beträgt.


    Ab 7.30 ist der Park&Ride Parkplatz z.B. in Ohlstedt zu 90-100 % belegt und ca. 150 Fahrräder stehen vor dem Bahnhof. Von den Massen die aus den Gelenkbussen kommen, ganz zu schweigen.


    Die Außenäste tragen sehr stark zur Verminderung des PKW Berufsverkehrs Richtung Innenstadt bei. Und dieses ist ja auch erklärtes Ziel des HVVs die Menschen davon abzubringen mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.


    Es ist wahrlich richtig, das in der Mittagszeit an diesen Stationen nur wenig los ist, aber: "verkehrlich am wenigsten notwendigen U-Bahnen im Grossraum Hamburg." :nono:
    Ich bin sogar noch dafür den Außenast Ohlstedt über Duvenstedt nach Tangstedt zu erweitern, sehr billig, da komplett oberirdisch und die Kaufpreise für die Felder über die der Zug rollen muss sind zu vernachlässigen.
    Und die Station Tangstedt direkt an der Bundesstraße Seegeberger Chaussee mit einem großen P&R Parkhaus davor. Das wurde Berufsverkehr saugen. Und am Kompostwerk keinen stören.


  • ..dem kann ich als ehemaliger Duvenstedter nur zustimmen. Die U-Bahnstation Ohlstedt ist im Berufsverkehr eine durchaus wichtige Station, genauso wie Hoisbüttel, in deren Umgebung (liegt in SH) verdichteter Wohn-und Gewerberaum enstanden ist.


    Des Weiteren ist der Schulverkehr nicht zu verachten (-> Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt und Wohldorf-Ohlstedt haben z.Zt. sehr große Anteile an schulpflichtigen Kindern)


    Richtig ist allerdings auch, dass außerhalb der Stoßzeiten der Zustrom an Fahrgästen relativ gering ist und die U-Bahn wegen ihrer langen Fahrzeit Richtung Innenstadt verhältnismäßig uninteressant ist. - Eine Verlängerung nach Norden dieses Astes halte ich daher nicht für sonderlich attraktiv ,zumal massive Bürgerproteste (Walddörfer = Gallische Dörfer) & der nötige Weiterbau durch das NSG Wohldorfer Wald ebenfalls Hindernisfaktoren darstellen könnten.


    In den 1960er Jahren plante man einst, die S-Bahn über Poppenbüttel hinaus zu verlängern. Dies wäre m.E. die sinnvollste aller Optionen (gewesen).


    Da allerdings im Achsenkonzept dieser Außenbereich als Zwischenraum angesehen wird, halte ich die Verlängerung der U- als auch der S-Bahn für höchst unwahrscheinlich. Gleichzeitig wächst allerdings der Individualverkehr aus den Kreisen Segeberg / Storman enorm an - dies spürt man nicht nur auf den Straßen, sondern besonders auf den P&R Plätzen Ohlstedt und Poppenbüttel

  • Wusstest du das im Berufsverkehr ~6.30 - 7.30 An der Station Hoisbüttel, die zweite Station in einem deiner unwichtigen Aussenaeste die Sitzplatzbelegung schon ca 30-50 % Beträgt.


    Nein, das wusste ich nicht Waxo - aber Du kannst ganz beruhigt sein: Ich meinte in der Hauptsache den anderen der zwei U1-Aeste - naemlich nicht den nach Ohlstedt, sondern den nach Grosshansdorf. Siehe hier.


    Das ist auch derjenige Ast um den es ginge, wenn man denn unbedingt den zuvor angesprochenen Umsteigebahnhof mit der neuen S4 errichten wollte (der Ohlstedter Ast kreuzt die Bahnlinie nach Luebeck nicht - er kommt nicht mal in deren Naehe). Der Grosshansdorfer Ast ist meines Wissens der am wenigsten frequentierte im ganzen Hamburger U- und S-Bahn System. Daher ist er teilweise auch nur eingleisig ausgebaut.


    Ich sehe also noch nicht recht wem ein Umsteigebahnhof nuetzen sollte - ausser denjenigen wenigen Reisenden, die auf sehr seltenen und kaum nachgefragten Relationen unterwegs sind. Die absolute Mehrheit derjenigen die mit der neuen S4 aus Nordosten kaemen wuerde wohl in der S4 in Richtung Stadt sitzenbleiben, auch wenn sie umsteigen koennte. Von daher denke ich immer noch es waere zwar 'nice to have' aber wahrscheinlich waere das Geld dafuer anderswo im Netz besser angelegt.


    Hier noch ein interessanter Artikel der sich mit der Auslastung von U-Bahnen am Beispiel der U1 befasst - meine Empfehlung als Abendlektuere :D


    PS: 30-50% Auslastung der Sitzplaetze um 7h morgens waeren nebenbei paradiesische Umstaende auf dem Suedast der S3 - vergleichbar weit entfernt vom Hbf. Was ich so hoere liegt auf der Route auch weit aussen die Auslastung frueh morgens schon bei weit ueber 100% gemessen an Sitzplaetzen.

  • @ midas / #703: Eine Verknüpfung von zwei Bahnlinien steigert erstmal deren Attraktivität. In diesem Fall können Fahrgäste der S4, die aus dem Norden kommen, durch das Umsteigen in die U1, bis Volksdorf, Farmsen, Wandsbek Markt gelangen und umgekehrt. Der Nord-Osten wäre vor Ort also besser vernetzt. Ob der Kosten-Nutzen-Faktor positiv ausfällt, wird die Planungsphase zeigen.


    In den Hauptverkehrszeiten wird die U-Bahn-Station Ahrensburg-West heute im 10-Minuten-Takt bedient. Ach die S4 soll zur HVZ im 10-Minuten-Takt fahren. In der übrigen Zeit ist ein 20-Minuten-Takt für die Gewährung einer Anschluss-Verbindung allerdings suboptimal.


  • PS: 30-50% Auslastung der Sitzplaetze um 7h morgens waeren nebenbei paradiesische Umstaende auf dem Suedast der S3 - vergleichbar weit entfernt vom Hbf. Was ich so hoere liegt auf der Route auch weit aussen die Auslastung frueh morgens schon bei weit ueber 100% gemessen an Sitzplaetzen.


    Ach Midas...
    Du Vergleichst hier die alle 10 Minuten fahrende Ohlstedt-Hoisbüttel U1 mit der 20 Minuten S3 ? zwischen Stade und Neugraben? Oder mit der alle 10 Minuten zwischen Neugraben und Rest?
    Bei der du vom hören sagen eine 100 % Sitzauslastung (ab welcher Haltestelle?) Ist doch auch Egal?!


    Was willst du jetzt mit diesem Vergleich erreichen?



    Die Außenhaltestellen greifen den Berufsverkehr ab.


    Wird bei Haltestellen wie Dollern / Agahtenburg das gleiche sein. Bin dort auch nur einmal mit der Bahn gefahren, und war alleine auf dem Bahnsteig, Nebenzeit und mit mir waren zwei weitere an Bord.


    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen,
    Morgens:
    Die alle 10 Minuten S3 ist bis zur Oberkante Voll wenn sie Hbf ankommt. Die alle 5 Minuten U1 am Hbf hat noch Stehplätze ohne Sardinen gefühl.
    Die S1 aus Poppenbüttel/Flughafen ist morgens übrigens dagegen noch recht leer.
    -->
    Leichte Änderungen hier im Zitat:

    (Der S1 Aussenast im Nordosten sind sicherlich die verkehrlich am wenigsten notwendigen S-Bahnen im Grossraum)


    Ausser natuerlich fuer die vergleichsweise wenigen Menschen die nun rein zufaellig im direkten Einzugsgebiet von so abgelegenen Stationen wie Kiekut oder Schmalenbeck wohnen.


    Wieviel steigen da so am Tag ein oder aus? (weniger als in Dollern?)


    Schwach frequentierte gibt es auch in der Stadt.
    Haltestellen wie Kornweg/Hoheneichen, da kann man zur Hauptverkehrszeit die Einsteiger fast an zwei Händen abzählen. (Kein hören sagen, eigene Augen.)
    -->
    Leichte Änderungen hier im Zitat:

    Die vergleichsweise wenigen Menschen die nun rein zufaellig im direkten Einzugsgebiet von so abgelegenen Stationen wie Kornweg oder Hoheneichen wohnen?!


    Nun zum Thema Fahrzeit und Bummel U-Bahn. 35 Minuten von Ohlstedt zum Hbf? 42 Minuten von Großhansdorf?
    Autofahrende Arbeitskollegen verbringen manchmal 15 Minuten mit Parkplatzsuche und dem Gang, vom gefundenen Parkplatz zur Arbeit.


    Mit Maps24 bekomm ich 40 Minuten mit dem Auto von Ohlstedt zum Hauptbahnhof. Also Bummel U-Bahn schneller als flitze Auto


    Von Großhansdorf hat das Auto dank Autobahn leichte Vorteile
    34 Minuten zu 42 hier herrscht morgens aber meistens Stau.


    Daher ist er teilweise auch nur eingleisig ausgebaut.


    Blankenese Wedel ist auch nur eingleisig. sind das auch nicht notwendige Stationen, oder ist zweigleisig am Ende des Astes nur einfach nicht nötig, da sich die Züge sich nicht begegnen. (Praktischer ist es sicherlich 2 Gleise zu haben.)

    10 Mal editiert, zuletzt von Waxo Khana ()

  • Du Vergleichst hier die alle 10 Minuten fahrende Ohlstedt-Hoisbüttel U1 mit der 20 Minuten S3 ? zwischen Stade und Neugraben?


    Ja natuerlich. Im Berufsverkehr von morgens um 5:55 bis 8:55 faehrt die S3 von Buxtehude - was immerhin weiter entfernt vom Hauptbahnhof liegt als die besagten U1-Endpunkte - fuer drei Stunden im 10-Minuten Takt mit Vollzugen, und nicht wie Du sagst im 20 Minuten Takt. In Neugraben werden diese (soweit ich weiss, ich bin bei weitem kein Bahnexperte) durch Ankuppeln auf neun-Wagen-Zuege verstearkt und zusaetzlich durch eine Verdichtung des Taktes auf 5 Minuten mit in Neugraben einsetzenden S31 Zuegen. Auf dem besagten U1-Ast ist gilt der 10-Minuten-Takt uebrigens nur gut halb so lange, naemlich von 6:25 bis 7:45. So ganz abwegig ist mein Vergleich doch also nicht, oder?


    Bei der du vom hören sagen eine 100 % Sitzauslastung...


    Es ist etwas mehr als Hoerensagen. Es ging vor einiger Zeit durch die Medien, dass die Fahrgastzahlen auf der Route so stark gestiegen waren, dass oft schon am Startbahnhof Buxtehude alle (!) Sitzplaetze belegt sind - spaetestens aber in Neugraben. In Harburg gab es im Berufsverkehr dann teilweise das Problem, dass die Zuege so voll waren, dass ueberhaupt niemand mehr einsteigen konnten und zahlreiche Fahrgaeste regelmaessig ueberhaupt nicht mehr aus Harburg in Richtung Innenstadt kamen. Entsprechend stauten sich die Menschen auf dem Bahnhof bis der Bahnsteig voll war. Ob sich das inzwischen gebessert hat weiss ich nicht. Das Problem hier scheit zu sein, dass - im Gegensatz zur Hochbahn - bei der S-Bahn die Fahrzeugreserven so extrem eng gestrickt sind, dass es nicht moeglich ist Abhilfe zu schaffen und mehr Zuege bzw laengere Zuege fahren zu lassen - selbst wenn man wollte.


    Was willst du jetzt mit diesem Vergleich erreichen?


    Ich wollte damit nur zeigen, dass ich letztendlich nicht so recht daran glaube, dass jemand (Die Stadt Hamburg, das Land Schleswig-Hostein oder wer auch immer) groessere Summen Geld in die Hand nehmen wird um die Nordost-Aeste der U1 mit der neuen S4 zu verknuepfen oder gar weiter auszubauen (zum Beispiel nach Tangstedt, was Dein Vorschlag war). Nebenbei: Es geht darum was ich fuer halbwegs realistisch halte und nicht darum was ich gerne haette. Es ist nicht so, dass ich den U1 Fahrern (also u.A. Dir) solche Verbesserungen nicht goenne - ich denke aber, dass einfach andere Ecken im HVV die knappen Gelder dringender brauchen und sie wohl auch bekommen werden: Im Wesentlichen sehe ich da den Kapazitaetsausbau S3-S31 (Stichwort 'S32'), den Weiterbau der U4 und den Bau der S4-ost und spaeter S4-west.

  • Ich fürchte ja, dass alle netten Überlegungen, Strecken wie die Nordost-Äste der U1 zu verlängern, ziemlich unrealistisch sind. Schon die oben vorgeschlagene Verlängerung über Ohlstedt hinaus dürfte bereits am Wohldorfer Wald scheitern. Sonst sicher ein netter Gedanke, zumal an dieser Stelle des Umlandes tatsächlich eine direkte Schnellbahnverbindung mit der Hamburger City fehlt. Das trifft noch stärker auf die ebenso schwer über Poppenbüttel hinaus zu verlängernde S1 zu. Auch dort sind Naturschutzgebiete im Weg (Alsterlauf).


    Da muss man sich an die Realitäten halten und die lauten derzeit U4 und S4. Und hoffentlich eines Tages auch wieder Stadtbahn/Tram.


    EDIT:
    Durch Zufall bin ich auf die Kleinbahn Wohldorf gestoßen, die bis 1961 den Wohldorfer Wald durchquerte (zuletzt als Straßenbahn deklariert). Also doch alles schon mal dagewesen. Die Strecke ist heute ein Wanderweg. Aber ob die Vision einer Verlängerung der U1 an dieser Stelle dadurch realistischer ist?

  • Das gibt mir mal die Chance für eine Frage:


    Ich habe bisher noch nicht wirklich verstanden, warum man diese Station umsetzen will. Klar, Nahverdichtung im ÖPNV-Netz ist super. Aber meines Erachtens, ist die Notwendigkeit in anderen Hamburger Gebieten um ein Vielfaches höher, z.B. an der Uni oder in Wandsbek, Wilhelmsburg und Harburg.


    Die Ecke Thomasstraße liegt derart gut vernetzt zwischen Altona, Diebsteich und Bahrenfeld, dass ich mich frage, ob diese Station wirklich von derart hohem Nutzen sein kann? Ich wohne zwar nicht in der Gegend, aber wenn ich dort unterwegs bin, finde ich die Wege nach Altona oder Bahrenfeld keineswegs weit.


    Weiß jemand mehr? Wohnt jemand in der Gegend?

  • Ich wohne zwar auch nicht in Ottensen, aber für mich hat Ottensen seit jeher eine S-Bahnstation: den Bahnhof Altona an der Ottenser Hauptstraße.


    Die neue Station wäre ja eher sowas wie "Ottensen-Nord" oder so. Von Kosten und Fahrtzeiten einmal abgesehen aber trotzdem sicher keine schlechte Idee in dem hochverdichteten Stadtteil.

  • @ Elbjunge
    Ich wohne nicht weit weg und sehe schon einen Nutzen. Gerade durch die Nachverdichtung in dieser Ecke (Phönixhof, Kühnehöfe) sind die Busse (Linie 2 und 3) morgens oft überfüllt. Wenn der Bus Richtung Altona wegen parkender Autos und Lieferwagen in Ottensen aufgehalten wird, dann verpasse ich schon mal meine Zugverbindung. Die S-Bahn Haltestelle brächte einen realen Vorteil.


    @ f-r-a-n-k
    Als Bahrenfelder würde ich sie eher "Bahrenfeld-Ost" nennen. Von dort werden vermutlich die meisten Passagiere zusteigen.

  • Ich kenne Ottensen noch ganz gut und habe da mal fuer ein knappes Jahrzehnt gewohnt. Der Name der Station ist in der Tat etwas irrefuerend, denn der Bahnhof der Ottenser ist wie F-r-a-n-k schon sagte der Bahnhof Altona. Allerdings scheint das mit den Stationsnahmen auf der S1 so eine Sache zu sein: Der Bahnhof Bahrenfeld liegt ja auch eher naeher an Othmarschen als am eigentlichen Bahrenfeld usw...


    Ich denke zwei Dinge sprechen fuer den neuen Bahnhof:


    Er ist mit relativ ueberschaubaren Mitteln zu realisieren und schliesst eine Luecke im Netz. Der Abstand der Stationen Altona und Bahrenfeld muesste gegenwaertig einer der weitesten im S-Bahn Netz in der inneren Stadt sein. In den vergangenen Jahren ist entlang der S1 sehr viel neues Wohnen und Gewerbe in entstanden (Bahrenpark, Kuehnehoefe, etc) und ich nehme an die Passagierzahlen der S1 mit Start/Ziel in diesem Gebiet rechtfertigen inzwischen einen weiteren Halt.


    Vor allem Aber hat der Bahnhof einen weiteren sehr greifbaren Vorteil: Einen Umstieg zur Metrobuslinie 2. Die Linie 2 erschliesst ein sehr grosses und dicht bewohntes Areal, das keinen eigenen Schnellbahnanschluss hat. Jeden Morgen und jeden Nachmittag schaufelt die Metrobuslinie 2 Massen von Pendlern aus Bahrenfeld und Lurup etc zum Altonaer Bahnhof. Dabei muessen die rappelvollen Gelenkbusse durchs enge Ottensen. Sehr oft stehen die Busse dabei im Stau. Ein Falschparker oder ein liegengebliebener Lieferwagen in der Grossen Rainstrasse und der Verkehr bricht komplett zusammen. (Alle Buslinien muessen hier durch!) In Zukunft koennte ein grosser Teil der Pendler aus dem Metrobus 2 schon an der neuen S-Ottensen in die S-Bahn in Richtung Innenstadt steigen und wuerde dadurch jeden Tag mindestens 5 Minuten pro Richtung sparen (und weit mehr wenn es hinterm Mercado mal wieder fuer die Busse nicht weiter geht).

  • Midas, Du darfst gerne "Frank" sagen bzw. schreiben. Ist einfacher...


    Zum Argument mit der Metrobuslinie 2: leuchtet ein. Aber hatten wir hier nicht neulich irgendwo das Argument, dass eine Bushaltestelle im Zweifel schneller weg ist als man gucken kann?;-)


    Davon abgesehen dürfte die neue Station, ob nun "Ottensen", "Ottensen-Nord" oder "Bahrenfeld-Ost" sicher Sinn machen. Ich kann mich erinnern, dass wir mal zum Altamira wollten, etwas essen. Da merkt man dann auf einmal, wie groß Ottensen vom Bahnhof Altona aus gesehen dann doch ist...

  • Aber hatten wir hier nicht neulich irgendwo das Argument, dass eine Bushaltestelle im Zweifel schneller weg ist als man gucken kann?;-)


    Ja hatten wir. Das hatte ich allerdings in dem Zusammenhang gebracht, dass eine Bushaltestelle bzw eine neue Buslinie in der Regel (allein) nicht ausreicht um in grossem Stile Investitionen auszuloesen - also insbesondere in Investitionen in Immobilien die ggf ueber 25 bis 30 Jahre abgeschrieben werden.


    Dass der M2 an der neuen Station NICHT haelt steht glaube ich nicht zur Befuerchtung. Sein Linienweg geht an dieser Stelle ziemlich alternativlos unter der S1 hindurch. Genau hier soll auch die neue S-Bahn-Haltestelle entstehen.

  • Dann muss man auch für das anvisierte Neubauquartier Neue Mitte Altona in der Kurze der S1 - und damit am Nordrand des Quartiers - auch eine neue Station einplanen.


    --


    Nur wird - glaube ich - die S-Bahnstation Ottensen keineswegs zu einer Entlastung der Busse führen. Solange den Menschen im Bereich Behringstraße, Friedensalle und Co, die Wege zu weit sind und nicht konsequent an Verbesserungen des Busnetzes gearbeitet wird, wird sich glaub ich kaum etwas ändern. Eine Stadtbahn könnte da eher die Kapazitäten aufnehmen. Wenn sie denn von der Holstenstraße durch die Neue Mitte Altona, Barnerstraße, Behringstraße, an den Othmarscher Höfen vorbei und so weiter...

  • Vorentwurfsplanung S4-Ost

    Seit einigen Tagen können nun auch alle Interessierte die aktuellen Unterlagen zur Vorentwurfsplanung zur neuen S4-Ost im Internet abrufen.


    Klich mich!


    Dazu auch beide auf der Anwohnerveranstaltung in Wandsbek gehaltenen Vorträge.


    Bin gespannt, wie sich die Planung weiter entwickeln werden, nun, da erste konkrete Vorschläge zur Diskussion stehen. Bisher habe ich keine wirklichen Reaktionen vernommen, ihr?

  • Neues von der S4.


    Demnach plant das Land Schleswig-Holstein einen weiteren Haltepunkt in Delingsdorf (zwischen Ahrensburg und Bargteheide). Eine S-Bahnstation "Ahrensburg-Süd" mit Anschluss an die U1 in A'burg-West wird damit unwahrscheinlich. Der Trend scheint zu möglichst vielen S-Bahnhöfen zu gehen, hier und auf anderen Strecken.