Flughafen Leipzig-Halle

  • boah, stasi-kühlow. der typ ist echt das letzte! der hat früher als marxismus-leninismus-student kommilitonen ausspioniert und denunziert und jetzt sitzt er im landtag und quatscht käse. wahrscheinlich verkraftet der einfach nicht, dass nicht mehr die rote armee über ostdeutschland fliegt. damals war er jedenfalls noch kein "pazifist".
    als raus kam, dass kühlow bei der stasi war, wurde eines seiner opfer gefragt, was sie davon halte, dass der typ trotzdem im landtag bleiben will. coole antwort: "was soll er denn sonst machen. der hat doch nichts gelernt. so einer könnte doch sonst höchstens würstchen verkaufen."
    die linken sind echt ein übler haufen, die gegen jeden wirtschaftlichen aufschwung sind, damit es ja genug arbeitslose gibt, die diesen verein wählen. ekelhaft.

  • Wenn zwei Firmen mit etablierten Markennamen ein gemeinsames Joint Venture gründen, dann müssen sie sich dafür natürlich einen neuen nichtssagenden Firmennamen ausdenken. Naja vielleicht hilft es ja auch, wenn Assoziationen zu den Muttergesellschaften weitgehend vermieden werden können.


    Ich frag mich aber, ob sich die ganze Subventionspolitik am Ende rechnet. Wenn man liesst, dass Leipzig trotzdem noch die höchste Arbeitsloenquote in Sachsen hat. Dabei gibt es scheinbar nur Erfolgsgeschichten: Flughafen, Messegelände, Landesbank, Zentralstadion. Es gibt doch kaum eine andere Stadt im Osten, in die von staatlicher Seite soviel investiert wurde. Dazu Beihilfen für BMW und Porsche und nun AeroLogic.


    Die FAZ stellt zwar fest, dass Halle trotz eines miserablen Rufs eine niedrigere Arbeitslosigkeit hat als Leipzig, aber eine Grund dafür nennt die Zeitung auch nicht. Da gilt Leipzig in den Medien immer als Vorbild für den Aufbau Ost. Dabei ist es sogar das Schlusslicht in Sachsen. Wie kommt sowas?

  • ka , welche Zahlen die guten Menschen benutzt haben , aber aktuell ist Leipzig soweit ich weiß nur noch an vorletzter Stelle oder knapp besser . :cool:
    trotzdem nicht schön , liegt aber wahrscheinlich daran , dass man nach der wende zu viel in dienstleistung a la banken , medien etc , als in richtige industrie investiert hat . und porsche kam ohne subventionen nach leipzig , wenn ich auf dem aktuellsten stand bin .
    aber lieber es geht langsam aber sicher nach oben , als mit einem ruck un dann wieder abwärts würde ich sagen .
    ich bitte um berichtigung bei fehlern ^^

  • Guderian, die ganze Sachlage ist zu komplex, um sie hier ausführlich darstellen zu können. Leipzig boomt, aber es kommt auf den ersten Blick bei den Arbeitslosen nicht an. Zum einen hat das sicher hausgemachte Gründe, zum anderen ist Leipzig hauptsächlich eine Dienstleistungs-Metropole, wo sich die Konjunktur ja bekanntlich erst später bemerkbar macht. Aber man muss auch die enormen DDR-Altlasten sehen; das Chemiedreieck Leipzig-Halle-Dessau wurde ja quasi über Nacht lahm gelegt hat. Leipzig kann so boomen wie Hamburg und München zusammen, die Arbeitslosigkeit würde vermutlich mittelfristig weiterhin bei deutlich über 10 Prozent liegen.


    Und nun, warum Halle 0,4 Prozent weniger Arbeitslose hat als Leipzig: Halle hatte vor 2 Jahren schon mal 16,5 Prozent Arbeitslose gehabt, während die Quote zu diesem Zeitpunkt in Leipzig weit über 20 Prozent lag. Das hatte damals folgenden Grund, und zwar den, dass Halle seine Statistik einfach verschönerte, indem es tausende Arbeitslose (vor allem Jugendliche) in aberwitzige Trainingsmaßnahmen steckte. Das wurde auch in diversen Wirtschaftsmagazinen scharf kritisiert. Wenn Leipzig heute 15,2 Prozent Arbeitslose hat und Halle 14,8 Prozent, kannst du ruhig davon ausgehen, dass Leipzig trotzdem deutlich weniger Arbeitslose hat als Halle.


    Warum der Arbeitsmarkt in Leipzig trotzdem nicht richtig in Fahrt kommt, liegt allgemein an der Langzeitarbeitslosen-Problematik in der Stadt. Während die Kurzzeitarbeitslosigkeit bzw. die Arbeitslosigkeit bei höher Qualifizierten sowie neuerdings auch bei älteren Arbeitslosen in den letzten Jahren stark zurück ging, blieb die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen und Arbeitslosen mit geringer Qualifizierung nahezu konstant. Deshalb erachte ich solche Ansiedlungen wie die von DHL, wo gering Qualifizierte ihre Chance bekommen, für ungemein wichtig.


    Edit: Leipzig ist nicht Schlusslicht in Sachen Arbeitslosigkeit in Sachsen, sondern der Agenturbezirk Bautzen. Und so groß sind die Unterschiede allgemein nicht. Dresden sticht positiv mit um die 11,5 Prozent heraus, Görlitz ist mit ca. 20 Prozent Arbeitslosen Schlusslicht. Da ist Leipzig mit 15,2 Prozent doch mittendrin.

  • Man muß auch mal sehen das Leipzig im Dreiländer Eck (Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen) liegt. Da würde jede Stadt zu tun haben um seine Arbeitslosenquote zu senken.
    Es ist schön anzusehen wie sich der Flughafen Leipzig/Halle in den letzten Jahren etabliert hat. Schade nur das es ein Nachtflugverbot für Passagierflugzeuge gibt. In Hamburg zum Beispiel starten und landen die Flugzeuge auch über Wohngebiet und dort regt sich auch keiner auf.

  • Also mal nen paar brandaktuelle Informationen:


    1. Halle und Leipzig haben beide eine Arbeitslosenquote von 15,9%


    2. Leipzigs Arbeitslosenquote sinkt schneller als die von Dresden


    3. Es gibt 4 Landkreise bzw. Städte mit einer höheren Arbeitslosenquote in Sachsen als Leipzig.


    Arbeitslosenquoten Deutschland


    Am Donnerstag wirds aktualisiert weil dann die neuen Daten rauskommen.

  • Die FAZ stellt zwar fest, dass Halle trotz eines miserablen Rufs eine niedrigere Arbeitslosigkeit hat als Leipzig, aber eine Grund dafür nennt die Zeitung auch nicht. Da gilt Leipzig in den Medien immer als Vorbild für den Aufbau Ost. Dabei ist es sogar das Schlusslicht in Sachsen. Wie kommt sowas?


    Cowboy u.a. haben dazu ja schon Erläuterungen gegeben.
    Nach meiner Meinung ist das kein Widerspruch. Statistiken haben halt ihre Grenzen.


    In den neuen Betrieben finden Menschen aus der gesamten Region einen Job. Oder die neuen Mitarbeiter ziehen gleich nach Leipzig. Langzeitarbeitslose haben da wenig Chancen auf einen neuen Job. Die Qualifikationsanforderungen sind bei BMW, QCells o.a. doch spezieller. Wegziehen werden die Langzeitarbeitslosen auch nicht mehr.


    Hier ein Artikel, der wieder statistische Ungereimtheiten aufzeigt. Trotz der Probleme auf dem Arbeitsmarkt, ist Leipzig die Einkaufsstadt in Mitteldeutschland. Händler zahlen in Leipzig die höchsten Innenstadtmieten. Trotzdem ist die Zentralitätskennziffer wesentlich schlechter als in anderen mitteldeutschen Städten wie Erfurt, Dresden oder Magdeburg.


    Damit sind wir wieder bei der Frage: Wie entwickelt sich gesamte Region in den nächsten Jahren.



    gi24-news Leipzigs Innenstadt rüstet gewaltig auf

  • Die DHL gab jüngst das Aus für ihr HUB in Wilmington / USA bekannt. 4000 Arbeitsplätze seien direkt von der Schließung betroffen. DHL will in Zukunft, nachdem sie schon das HUB in Brüssel aufgab, weltweit nur noch 2 Luftdrehkreuze betreiben, in Hongkong und Leipzig.


    Des einen Freud, ist des anderen Leid


    Edit: Der Artikel macht ein wenig widersprüchliche Angaben zur Schließung in den USA. Einen anderen Artikel, aus dem die Schließung hervorgeht, konnte ich nicht ergoogeln...

  • Sollte ernsthaft ein Nachtflugverbot kommen gratuliere ich allen, die sich gegen tausende Arbeitsplätze und wirtschaftliches Potenzial für die nächsten Jahrzehnte gestellt haben.

  • ^ Dem stimme ich dir zu, aber es hätte nicht so weit kommen müssen, wenn zwischen den Parteien vermittelt worden wäre. Leider ist dies nicht passiert, die Lobby der Gegner und Befürworter des Nachtflugverbots agierten allein. Falls das Nachtflugverbot für Frachtmaschinen kommt (wovon ich fast ausgehe), dann hemmt das die wirtschaftliche Entwicklung ganz Mitteldeutschlands. Dazu folgender Artikel aus der Leipziger Internetzeitung:


    http://www.lizzy-online.de/mod…e486d0884b1e9092537a73828

  • ^ Der Gewinner mit dem heutigen Richterspruch des BVG ist nicht nur die DHL, sondern ganz Mitteldeutschland. Es wäre perfide, wenn die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region aufgrund ein paar um den Schlaf gebrachter Leute gehemmt werden würde. Das ginge sicher zu weit.


    Richtig hingegen war die gestrige Entscheidung der EU-Kommission, die Garantie der sächsischen Landesregierung gegenüber der DHL zu kippen. Das Land hat der DHL vor ihrer Ansiedlung versichert, ihr bis zu 500 Millionen Euro Schadenersatz zu zahlen, wenn der Flughafen Leipzig/Halle bestimmte Bedingungen - wie z.B. die Nachtflugerlaubnis für Frachtmaschinen - nicht erfülle. Mehr dazu hier.

  • ^
    Hoffen wir, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens Leipzig-Halle fortsetzt.


    Die bislang gebauten Anlagen sind schon beeindruckend, aber zu einen richtigen Flughafen gehört schon noch etwas mehr.












    Vor allem könnten die Gebäude im Frachtbereich etwas mehr Qualität vertragen.





























    Von der Vorstartlinie gesehen sieht das Luftfrachtgebäude noch klotzmäßiger aus.














    Hier einige Fotos von der "anderen Seite"- aus dem Bauch einer Antonov.
























    Alles eigene Fotos.

  • Hallo,


    zunächst vielen Dank für die Fotos. Ich werde versuchen, bei Gelegenheit noch ein paar Nachtansichten einzustellen, gerade der Hangar wirkt beleuchtet sehr eindrucksvoll.



    Vor allem könnten die Gebäude im Frachtbereich etwas mehr Qualität vertragen.


    Du sagst es ja bereits, es sind Gebäude im Frachtbereich. Für wen soll da Qualität geschaffen werden? Für die Fracht? Sorry, aber für mich ist das absolut nicht nachvollziehbar. Vor allem, weil die Gebäude verglichen mit Frachtgebäuden an anderen Flughäfen eine durchaus ordentliche Qualität besitzen.



    Die bislang gebauten Anlagen sind schon beeindruckend, aber zu einen richtigen Flughafen gehört schon noch etwas mehr.


    Was meinst du genau damit?


    Grüße vom *D

  • ^


    Du meinst sicherlich die Gebäude von DHL. Die sind schon in Ordnung.


    Bauwerke jeglicher Art werden für Menschen gebaut, sollten also schon eine gewisse Qualität aufweisen. Wenn Du Dir zu Ostzeiten gebaute (Bauklotz-) Brücken, Plattenbauten oder oberirdisch verlegte Rohrtrassen ansiehst, kannst Du sehen wohin eine Einstellung "Hauptsache es funktioniert, wie es aussieht ist egal" führt.



    Drei oder vier Frachtgebäude sind für einen "Interkontinentalflughafen für Mitteldeutschland" und einen HUB auch nicht gerade berauschend. Hoffentlich haben andere Logistiker nur gewartet wie das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.