Elbtower Baustopp - Diskussionsthread

  • Das sind ja wunderbare Nachrichten! Ich bin weiterhin gespannt, wie sich Herr Becken und Co. zur geplanten Höhe des Gebäudes positionieren werden.

    Das WELT Interview mit Herrn Tschentscher schien mir inhaltlich noch auf einem älteren Stand zu sein und ging darauf nicht wirklich ein.

  • Ich hab’s auf die Schnelle mal automatisch zusammengefasst:

    In der Hamburger City Nord ist der Bau eines rund 60 Meter hohen Wohnturms mit etwa 180 Wohnungen geplant. Das Projekt soll auf einem bisherigen Parkplatz entstehen und wird von der Becken Holding entwickelt. Rund 35 % der Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein, zusätzlich ist im Erdgeschoss ein sozial-/bildungsbezogenes Angebot vorgesehen.

    Grundsätzlich wird der geplante Wohnungsbau in der City Nord – einem bislang stark bürolastigen Quartier – als stadtentwicklungspolitisch sinnvoll bewertet. Gleichzeitig gibt es jedoch politische und mediale Kritik an den Umständen des Projekts.

    Hintergrund ist, dass die Becken Holding in der unmittelbaren Nähe bereits seit Jahren ein leerstehendes Bürogebäude besitzt, das bislang nicht umgenutzt wurde. Zudem sehen Kritiker einen möglichen Zusammenhang mit anderen Großprojekten des Unternehmens, insbesondere dem Elbtower-Projekt. Im Raum steht der Vorwurf eines möglichen „Paketgeschäfts“, bei dem städtische Genehmigungen und private Interessen miteinander verknüpft worden sein könnten.

    Die Stadt weist diese Vorwürfe zurück und betont, dass das Verfahren formal korrekt abgelaufen sei. Dennoch fordern Opposition und Teile der Öffentlichkeit mehr Transparenz, insbesondere bei der Frage, wie Bauentscheidungen, Grundstücksnutzung und frühere Projektzusagen zusammenhängen.

    https://www.mopo.de/hamburg/neues-…hmutziger-deal/

  • Es handelt sich dabei nicht um das Wohngebäude, sondern um die Nutzung des Bürogebäude. Dort wird erwogen, dass das Hygiene-Institut der Stadt einzieht. Die Problematik liegt darin, dass es ursprünglich schon eine Neubauplanung gibt in die bereits 6mio geflossen sind.

  • Wie verschiedene Printmedien online berichten, hat das Kartellamt einem Konsortium aus Roßmann, Becken, Kühne, Signal Iduna Versicherung und dem Bauunternehmen Lupp zugestimmt. Somit ist Roßmann nun mit im Boot.

    Die Freigabe erfolgte zügig ohne aufwendiges Prüfverfahren. Seitens des Kartellamts ist das Fusionsverfahren unproblematisch.

    Quellen: Welt, Bild und Hamburger Abendblatt (€)

  • Und der wäre? Ist leider hinter der Paywall und weitere Artikel dazu finde ich nicht. Außer den einen vom NDR, dass es grundsätzlich einen neuen Namen gäbe, dieser aber noch nicht verraten wird. Und das war vor einem Monat. Wärmt die Mopo auf oder gibts Insider News?

  • Die Mopo schreibt weiter, dass die Nachfrage der höheren Etagen für Büros wohl sehr hoch ist/begehrt sind und eine rege Nachfrage trotz schwieriger wirtschaftlicher Umstände in Welt herrsche

    Einmal editiert, zuletzt von Hanse82 (21. Januar 2026 um 17:49)

  • Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher ob das passiert. In dem Fall aber eher aus dem Grund dass das Gebäude zu schwer für den Boden wird. Die aktuellen Setzungsschäden müssen erstmal behoben werden bevor gebaut wird

    Befürworten würde ich es

    Einmal editiert, zuletzt von Hanse82 (21. Januar 2026 um 14:55)

  • Wie kommst du darauf, dass das Gebäude mit der ursprünglichen Höhe zu schwer wäre? Das Fundament und die gesamte Statik sind doch genau darauf ausgelegt und wären für die reduzierte Höhe deutlich überdimensioniert. Die Setzungen über die überdramatisiert berichtet wurde halten sich doch bisher im erwartbaren Rahmen

  • Grundsätzlich stimmt das. Rein von der Planung her sind die Pfähle darauf ausgelegt. Die Bedingungen vor Ort zeigen eben das Gegenteil. Auserdem darf man nicht vergessen, dass in der Ursprungsplanung kein Museum mit tonnenschweren Stücken angedacht war, was inklusive der Besucher nochmal deutlich mehr Druck auf den sehr nachlässigen Boden ausübt. Wir sind grade mal bei 100m Rohbau. Und trotzdem wurden die vereinbarten Alarmwerte bereits überschritten.

    Die Maßnahme den Turm zu kürzen ist damit nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, sondern auch unter Berücksichtigung der geringen Tragfähigkeit des Bodens. Man muss nicht ein weiteres Risiko an dem Bau eingehen und ich glaube auch, dass das politisch nicht gewollt ist. Sonst würde er noch länger als Bauruine schlimmstenfalls da stehen

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wir sind grade mal bei 100m Rohbau. Und trotzdem wurden die vereinbarten Alarmwerte bereits überschritten.

    Naja, man darf dabei nicht vergessen, dass da die riesigen Pfähle, das gesamte Fundament, die Untergeschosse der Gebäudesockel und die insgesamt viel breiteren und zum Tragen größerer Lasten ausgelegten Etagen dabei sind die sehr viel mehr wiegen als die immer schlanker werdenden Teile die noch nicht gebaut sind.

    Abgesehen davon habe ich das mit den Alarmwerten so verstanden, dass das von Anfang an klar war und signa daher mit der DB vertraglich vereinbart hat bei welchen Werten welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, es aber nie darum ging ob, sondern nur wann diese erreicht werden.

  • Hinsichtlich der Exponate des Museums werden aber meines Wissens auch gravierende Eingriffe an der Bausubstanz durchgeführt. Wo vorher reguläre Decken für Büros etc. geplant waren, entstehen Atrien was doch dazu führen müsste, dass die Entnahme entsprechender Bausubstanz zu einem zumindest ausgeglichenen Verhältnis des Gewichts im Vergleich zur Ursprungsplanung bedeuten müsste.

    Und hinsichtlich der der Grenzwerte beim Setzungsprozess hat sich die Stadt im April letzten Jahres wie folgt geäußert. (Sorry, falls zwischenzeitlich irgendwie überholt)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Im Verlauf der bereits bestehenden Bauunterbrechung hat das Monitoring Grenzwertüberschreitungen der sehr eng definierten Grenzwerte aufgezeigt. Diese betrafen Differenzsetzungen, Kantungen und Verwindungen bei benachbarten Bahnbauwerken. Die jeweilige Bewertung durch Sachverständige Ingenieure ergab, dass diese unkritisch hinsichtlich der Standsicherheit und der Gebrauchstauglichkeit der betroffenen Bauwerke sind. Gleichwohl ist der Austausch von weiteren Lagern vorsorglich vorbereitet, um bei eventuellen weiteren Überschreitungen der Werte gezielt Lagerkorrekturen durchführen zu können.

    Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

    Summa summarum kann ich mir deshalb wirklich nicht vorstellen, dass derartig technische Gründe für die niedrigere Höhe verantwortlich sind. Obs am Ende bei den 200 bleibt oder doch vielleicht 250M werden, werden wir sehen. Vielleicht doch irgendwo eine Frage des Geldes. Aber womöglich führen die positiven Nachrichten hinsichtlich der Resonanz doch zur Umsetzung der Ursprunsplanung. "Ohne weiteres" möglich scheint sie ja zu sein.

  • Es geht in dem Kontext nicht nur um die Deutsche Bahn. Ich kann den Hochhausfetischismus nicht ganz nachvollziehen. Der Elbtower wurde zunächst im Bau gestoppt aufgrund der Signa Insolvenz. Anschließend wurde wegen alarmierender Senkungswerte der Bau untersagt. Das ist die Position in der wir uns bis heute befinden. Weil ein paar Decken verschwinden in den 12. Etagen ok, trotzdem muss man die Tonnen von Ausstellungsstücken und Massen an Menschen gegenrechnen, die so nie vorgesehen waren weil eine völlig andere Nutzung vorgesehen war. Politisch wird an den 199metern nicht mehr viel zu machen sein. Das Projekt war lange Zeit viel zu unsicher, ich bezweifel dass jetzt noch einer auf die Idee kommt das Ding auf 245m zu ziehen zumal öffentlich schon Alls dazu kommentiert wurde

  • Sorry, das wird jetzt wirklich lächerlich. Die Stadtentwicklungsbehörde selbst hat dazu Stellung bezogen und ein Weiterbauverbot welches vorläufig von März 25 bis zum 23.03.2026 gilt, verhängt. Es ist nicht meine Aufgabe Dich zu informieren. Informier dich bitte selbst. Das kannst du beim ABH ganz gut

    Falls du es nicht findest, bitte

    Bescheid des ABH vom 03.03.2025

    https://suche.transparenz.hamburg.de/dataset/elbtow…-vom-03-03-2025

  • Sorry, das war mir nicht bewusst. Danke für die Quelle. Trotzdem haben die Experten im Auftrag der DB festgestellt, dass die Setzungen unkritisch sind siehe mein Link. Außerdem hat der Senat betont dass die Entscheidung welche Höhe der Elbtower bekommt eine rein wirtschaftliche des Investors ist und die ursprüngliche Baugenehmigung für die komplette Höhe weiter gilt.

  • Das mag der Senat sagen, ja. Auf der anderen Seite stehen Fachbehörden und Experten die den Baugrund anders bewerten und schon von Anfang an den Senat genau vor solchen Szenarien gewarnt haben. Da ging man mit den gleichen Scheuklappen rein. Bei all dem darf man nicht vergessen, dass der Senat einfach keine Bauruine mehr will. Politisch und vertraglich wird der Turm jetzt auf 199m festgezurrt und dann war’s das. Die Stadt ist aktuell damit beschäftigt die Vertragsdetails zu prüfen und ob Becken jetzt nochmal bei Chipperfield anklopft um zu fragen ob jetzt DOCH der Ursprungsentwurf von ihm abgesegnet wird, wo man sich die Blöße erst geben musste ihn um eine Kürzung zu bitten, halte ich für unwahrscheinlich. Aber das wird am Ende des Tages die Zeit zeigen. Ich würde mir nicht soviel Hoffnungen diesbezüglich machen

  • Wird es das? Und wir wissen ja nicht, was da mit Chipperfield genau kommuniziert wurde. Vielleicht wurde hinter verschlossener Tür auch darüber gesprochen dass GGF der Turm kleiner wird, und ob es dafür sein OK gäbe. Chipperfield wäre zudem der letzte, der einem Bau auf voller Höhe entgegen stehen würde -- egal was da geredet wurde.