Eine Abtretung von Urheberrechten ist rechtlich nicht möglich. Diesbezügliche Vereinbarungen können sich allenfalls auf Nutzungs- und Verwertungsrechte beziehen. Diese sind aber nicht streitig. Man wird also nicht umhinkommen, in längliche und teure Verhandlungen mit Chipperfield einzutreten.
Elbtower Baustopp - Diskussionsthread
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Das stimmt natürlich mit den Urheberrechten, danke für den Hinweis. Inwiefern ist nicht streitig, ob sich SIGNA die Nutzungs- und Verwertungsrechte des Entwurfs abtreten gelassen hat? Sonst wäre 9.4.6 doch in Hinblick auf die wesentlichste Planungsleistung relativ wertlos..
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Den Inhalt dieser Klausel kenne ich nicht. Der Architektenvertrag zwischen Signa und Chipperfield wird bestimmt Regelungen in dieser Hinsicht treffen. Aktuell dürften die Nutzungs- und Verwertungsrechte an sich nicht streitig sein, weil das Architekturbüro nichts gegen die Fortführung des Baus haben wird, also gegen den Gebrauch dieser Rechte im gesetzten Rahmen. Erst bei einer gewünschten Abweichung würde es schwierig.
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Eine Abtretung von Nutzungs- und Verwertungsrechten im Fall des Wiederkaufs kann sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass Chipperfield nicht zweimal bezahlt werden muss. Eine solche Abtretung erlaubt aber keine Änderungen am Werk. Deren Voraussetzungen sind in § 39 UrhG geregelt, wobei nach Abs. 2 eine Abwägung gemäß Treu und Glauben erfolgt. Aufgrund der sehr speziellen Situation wäre ich insoweit mit Prognosen zum Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens vorsichtig.
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Die Initiative "Tower to the people" setzt sich für eine Art "Ökoelbtower" ein und bleibt dabei merkwürdig unkonkret. Die Seite besteht aus ein paar lieblos zusammengewürfelten (wahrscheinlich KI-) Textbausteinen und dem Ruf nach Nachhaltigkeit, so bspw:
4. Second-Life Stores/Zirkuläre Stores
"Produkte werden neu gedacht. Second-Life Stores und zirkuläre Konzepte zeigen, wie Sharing-Modelle und Upcycling die Konsumlandschaft revolutionieren können."
Wow, wie visionär. Hinter der Initiative stehen wohl eine Volt-Politikerin und eine Medienagenturmann.
In der Mopo ist ebenfalls eine offensichtliche KI-Visualisierung zu sehen.
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^^ Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich relativ einfach: Becken hatte nie ernstzunehmende Mietinteressenten, nie ernstzunehmende Finanzierungsoptionen und hat seit unzähligen Monaten nicht mehr getan, als sich aus übersteigertem Geltungsdrang medial zu profilieren.
Wer würde denn auch in dieser Situation ernsthaft Interesse haben? Also ich würde, hätte ich ein Unternehmen und grundsätzliches Interesse in den Elbtower zu ziehen, auch nicht mehr als Lippenbekenntnisse wagen derzeit. Ist die Sache mit dem Museum aber durch und ein Weiterbau steht fest sähe das anders aus.
Ich persönlich bin sicher, dass genügend Potenzial besteht das Teil zu vermieten.
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Es gibt Neuigkeiten, Dieter Becken sagt der MOPO, dass er nur auf die Zusage der Stadt bezüglich des Naturkundemuseums wartet, dann könne er direkt anfangen mit dem (Weiter-)bau. Im April oder Mai könne man loslegen. Der Bau würde drei Jahre dauern, plus ein Jahr für den Bezug, heißt, frühstens 2030 alles fertig. Er möchte den Elbtower genau so bauen, wie der Architekt sich das vorstellt.
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Das Abendblatt (ohne Paywall mal zur Abwechslung) berichtet ebenfalls: https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article410025827/elbtower-hamburg-moeglicher-kaeufer-dieter-becken-nennt-neuen-zeitplan.html#
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Die Äußerungen von Becken düften auch als Reaktion auf die Sitzung des Haushaltsauschusses zu verstehen sein, über die Eva Eusterhus in der Welt berichtet hatte. Es ergibt sich folgendes Bild:
- Verlängerung der Exklusivvereinbarung Insolvenzverwalter - Becken bis 31.10.
- Erstellung einer Machbarkeitsstudie durch die Stadt hinsichtlich der Unterbringung des Naturkundemuseums (insbesondere Statik)
- Danach Entscheidung, ob die Stadt mieten oder kaufen möchte
- Weiterhin keine direkte finanzielle Beteiligung der Stadt am "Bauprojekt"
Die Variante "kurzer Olaf" wird nicht mehr erwähnt. Der Kaufpreis von 200 Mio für 60.000 m² kommt auch eher aus dem Traumland.
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Diese Art von "Machbarkeitsstudie" ist doch eigentlich schon seit einem Jahr im Gespräch. Wieviel Jahre will man das denn berechnen ?
Eigentlich würde und müsste Hamburg auch zehn Elbtower verkraften.
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Unbekannte Insider haben der BILD gesteckt, dass Becken den Preis für die Stadt auf 500-550 Mio erhöht hat und bis Anfang nächsten Jahres darüber verhandeln möchte. Der Turm soll dann auf 180 m gekappt werden.
Angesichts des bisher berichteten Preises kommt diese Korrektur nicht unerwartet. Aber sie rückt auch nochmals die Frage in den Vordergrund, wofür die Stadt eigentlich Becken benötigt und welches weitere Baukostenrisiko er mit welchen Sicherheiten abdecken würde.
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Ich hoffe sehr, dass die da nichts auf 180m kappen, und dass vor allem der Architekt da nicht zustimmt, das würde nicht schön aussehen sondern plump.
Das wären mal eben 17 Stockwerke oder so, die man weniger Revenue Potential hat langfristig, das wäre sehr dumm m.M.n., zumal das Gebäude im obersten Bereich nur noch sehr schmal ist, wie teuer könnte es also in Relation zu den Baukosten des unteren Bereichs schon sein die oberen Stockwerke zu bauen? Ich meine das super teure Fundament, welches 245m tragen kann, ist schon da. Die unteren, sehr breiten Stockwerke müssen ja gebaut werden bzw sind schon da, da können die flächenmäßig sehr kleinen Stockwerke oben doch nicht sehr teuer sein, vor allem im Verhältnis zu den möglichen Einnahmen aus Mieten.
Statt zu verkürzen würde ich in dieser Hinsicht eher ein paar Stockwerke erhöhen, um langfristig ein höheres Einnahmepotenzial zu schaffen. Die wirtschaftliche Lage bleibt ja nicht immer, wie sie gerade ist.
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Der Turm soll dann auf 180 m gekappt werden.
Das wäre der Super-Gau für Hamburg. Wie peinlich wäre das denn bitte, auf ewig so einen Stumpen da rumstehen zu haben.
Dann lieber Abriss.
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Vielleicht versucht man, indem man 180m in den Raum wirft, die Akzeptanz für das Gebäude zu erhöhen?
Oder man schrumpft so das benötigte Kapital, welches zum weiterbauen benötigt wird und nebenbei auch die anteilige Geschossfläche, die für einen Weiterbau vermietet werden muss.
Wenn der Weiterbau dann erstmal läuft und dann, da bin ich mir sicher, wieder neue weitere Mieter aufspringen kehrt man dann wieder zum alten Plan mit 245m zurück. Wäre doch eine Strategie ...
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Ich habe nicht den Eindruck, dass die Stadt in irgendeiner Weise Becken das Gefühl gegeben hat, er könne die finanzielle Beteiligung der Stadt in die Höhe treiben.
Ich bleibe dabei, es wäre das Beste wenn die Stadt alles alleine mache und sofort starte. Bis zu den gefürchteten Wahlen ist alles vermietet und eine Erfolgsgeschichte.
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Ja, dieser mehr als hoch explosiven Meinung bin ich ja auch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Stadt auf lange Sicht ein Minusgeschäft macht ist relativ gering.
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180m wäre für Hamburg eh passender. Dann wäre die Höhendifferenz auch nicht so groß. Wie hoch ist das 2.höchste Gebäude in HH nochmal? 110m?
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Verstehe das Problem mit der Höhendifferenz zur Elphi nicht, die ist nichtmal in der Nähe... Und das direkt in der Nähe des Elbtowers kein zweites Gebäude auch nur annähernd an die Höhe herankommt hat sich benko von der Stadt zusichern lassen als klaren Vorteil bei der Vermarktung. Ab gesehen davon wurde hier doch schon zig mal erwähnt, dass es aus finanzieller, urheberrechtlicher und städtebaulicher Sicht überhaupt keinen Sinn machen würde den Elbtower zu kürzen. Dadurch würden die potentiellen Einnahmen stärker sinken als die Baukosten die man dadurch sparen könnte.
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Ich weiss gar nicht ob die Skyline bei 180m aufgeht. Bei der Sichtachse Baakenhafen würde das 110m Gebäude auf Baufeld120 wahrscheinlich zu einem großen Teil den Blick versperren. Zumindest ist die Vattenfallzentrale momentan visuell genauso hoch wie der ca. 100m Stumpf des Elbtowers. Über den Oberhafen sieht dann der Elbtower ungefähr so groß aus wie das Baufeld120 und er dürfte zu größeren Teilen von den anderen Hochhäusern verdeckt werden. Ähnlich dürfte es bei der jetzigen Planung mit der Planung am Billebogen aussehen. Auch dort kommen einige höheren Gebäude hin, welche den Elbtower leicht verdecken dürften. Über die Elbbrücken wird man den Elbtower sicher sehen können, aber auch am Moldauhafen sind momentan mehrere Hochhäuser geplant.
Natürlich sticht der Elbtower damit heraus, aber genau das ist ja auch der Plan.
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Die 180 Meter würden sich neben den geplanten 120 Metern von dem Baufeld 120 geradezu verstecken. Würde nicht gut aussehen...
Allerdings denke ich, dass die 120 Meter dort ohnehin nicht mehr erreicht werden können und wahrscheinlich im Endeffekt reduziert werden. Für derartige Höhen und Bruttogeschossflächen fehlt es angesichts des Elbtower-Debakels an der politischen und gesellschaftlichen Akzeptanz. Jetzt mit einem 120m Projekt um die Ecke zu kommen, wäre politsch grob fahrlässig. Darüber hinaus ist zu bezweifeln, dass es für den Elbbrücken-Standort die wirtschaftliche Nachfrage für solche Gewerbemietflächen gibt, wenn schon jetzt die Projekte, die realisiert werden sollten, ins Stocken geraten sind, oder wie das Kongresshotel gar nicht mehr realisiert werden. Eine Reduzierung oder Umplanung des Elbbrückenquartiers halte ich für sehr wahrscheinlich.
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