Port One Berlin (ehem. Thirty Eight)

  • ^ Vom Hauptbahnhof aus sieht man das große Gebäude, das sich im Bau befindet, noch nicht ganz nur minimal die Kräne. Wenn ich oder jemand anderes ein neues Update machen sollte, gerne. Wäre schön, wenn das Gebäude weitere 20 Meter höher gebaut wäre. Ich halte mich im Laufen ReinhardR 👍🏼

  • Danke, Johannes.

    Immerhin kommen ja noch weitere acht Stockwerke (+ Technikaufbau?) hinzu.
    Aber ja: weitere 20 m Höhe täten diesem schönen Projekt gut!

  • ^ Ja es fehlen noch 8 Stockwerke. Die Höhe passt zur 9, da das letzte Geschoss zwei Stockwerken entspricht, wenn man sich die Visualisierung anschaut. Hier  Webseite. ( 6,5m hohen Kronengeschoss letzte Etage gemeint )

    Was den Technikraum angeht, weiß ich es nicht. Wenn ja in Klammern 9 Etage

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wäre schön, wenn das Gebäude weitere 20 Meter höher gebaut wäre.

    Damit hätte man sich keinen Gefallen getan. Wenn man das Port One 20 Meter höher gebaut hätte, hätte es zu stark mit dem benachbarten Upbeat in der Höhe konkurriert.

    So, wie man es jetzt umsetzt, erhält man eine klar abgestufte Hierachie bei den Gebäudehöhen, bei dem das Upbeat den dominierenden Hochpunkt darstellt.

  • ^ Da hast du nicht unrecht, das stimmt schon. Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn Upbeat und Port One auf derselben Höhe besser zur Geltung kämen, wenn man über die Perleberger Brücke und die Bahntrasse sowie aus Richtung Wedding und Moabit die kleine Skyline sieht. Letztendlich wird es aber nach Fertigstellung trotzdem gut wirken. Warten wir ab .

  • Ach so! Die Idee hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm, dass mit zwei gleich hohen Gebäuden aus Sicht der Perleberger Brücke eine Torsituation enstehen würde. 1:0 für Dich. :- )

  • Hier ein paar neue und aktuelle Eindrücke vom wachsenden Bürokomplex am Friedrich-Krause-Ufer bzw. der Perleberger Brücke.

    Der nördliche Teil ist bereits weitgehend verglast und eingerüstet. Der Rohbau des südlichen, mit ca. 55 m Höhe geplanten Gebäudeteiles ist bei der siebten Etage angekommen. Weitere sieben Etagen folgen in den kommenden Monaten noch. (Die Visualisierungen zum Vergleich wurden hier zuletzt gezeigt.)

    [Bilder © bauhelmchen 2026]

    55552316718_7c4e659fbf_b.jpg

    55552375734_0549cf5684_b.jpg

    Anblick Friedrich-Krause-Ufer.

    55552316688_e58ef101b5_b.jpg

    Sowie von der gegenüberliegenden Kanalseite.

    55552597250_a2151da394_b.jpg

    Blick von der Putlitzbrücke.

    55552212981_647e2eebe1_b.jpg

  • Das "Port One" hätte die Chance gehabt, zusammen mit dem "Upbeat" eine Torsituation bilden zu können.
    Mit 15 zu 20 Stockwerken wird das nicht funktionieren!
    Aber: Danke für die Fotos, Johannes!

    Einmal editiert, zuletzt von ReinhardR (19. Oktober 2026 um 11:08)

  • Ich sehe nicht grundsätzlich ein Problem darin, dass das Port One mit 55 Metern deutlich niedriger geplant ist als das Upbeat. Eine Torsituation ist ja kein Selbstzweck, sondern soll einen rämlichen Übergang markieren. Das hier ist eher infrastruktureller Zwischenraum als klar definierter Stadtübergang. Man könnte jetzt natürlich entgegenhalten, dass so eine Torsituation den Ort erst formen könnte. Allerdings ist das Gebiet allseitig mit breiten Bahntrassen, Brücken, Wasser, Straßen und Industrie umgeben. Zumal das Upbeat und Port One ja noch zusätzlich von zwei S-Bahn-Brücken geteilt werden.

    Als "Tor nach Moabit" würde ich das Ensemble noch eher gelten lassen, doch auch hier liegt zwischen den Gebäuden und eigentlichem Quartierseingang (welcher selbst uneindeutig gefasst ist) noch ca. 40m uneinladende Brücke und Bahntrassen. In die Gegenrichtung sieht es noch schlechter aus - hier erstreckt sich die Fennbrücke am Nordhafen(park) entlang, der mit weitläufiger Begrünung daherkommt und Distanz zum dahinterliegenden Industriequartier schafft.

    Die einzige Torwirkung, die ich in diesem Zusammenhang interessant finde, ist aus Perspektive der S-Bahn. Die Strecke vom und zum HBF aus Richtung Wedding ist durch eine lange, gerade, sich absenkende Trasse gekennzeichnet, welche von Osten durch die Europacity und von Westen durch die Moabiter Wohnbebauung eingerahmt wird. Das Port One verlängert aus meiner Sicht die Ostkante und erzeugt eine stärkere Differenzierung von Viadukt- und Uferlandschaft zur Einfahrts-Trasse. Die Gebäude wirken vom Bahnviadukt natürlich noch ein Stück kleiner, allerdings ist die Sicht aus der Bahn in die Vertikale sowieso eingeschränkt. Allein die Einrahmung (also dass Upbeat und Port One weit über die Bahntrasse hinausragen) ist als Effekt hier aus meiner Sicht ausreichend, zumal es sich eben nicht um eine Art Quartierseingangstor im klassischen Sinne handelt. Aus dieser Perspektive finde ich den Höhenunterschied der Gebäude sogar konzeptionell stimmmig, da das Viadukt eine starke Linkskurve nimmt und somit von der stärkeren "Gravitation" des Upbeat "geführt" wird.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Allerdings ist das Gebiet allseitig mit breiten Bahntrassen, Brücken, Wasser, Straßen und Industrie umgeben. Zumal das Upbeat und Port One ja noch zusätzlich von zwei S-Bahn-Brücken geteilt werden.

    Ob durch das Tor nun wie in diesem Fall Bahnbrücken, Wasserwege und Straßen führen oder wie zum Beispiel beim Potsdamer Platz eine breite Straße und Fußwege, oder wie beim Frankfurter Tor ebenfalls eine breite Straße und Fußwege - alle eint, dass sie eine Torsituation darstellen - unabhängig davon, ob das auf dem Reißbrett geplant wurde und ob die Verkehrswege schick sind oder nicht. Weg ist Weg - egal, ob Fußweg, Bahnbrücken, Straßen oder Wasserweg. Und Tor ist Tor. Der Unterschied ist nur, dass in diesem Fall zuerst die Bahnbrücken und Wasserwege kamen und eher rau wirken und erst danach die Torsituation drum herum geplant wurde und die beiden Torseiten unterschiedlich hoch sind - das hebt die Torsituation aber nicht auf. Ich finde es sogar noch spannender, dass diese Torsituation organischer entstanden ist und nach Jahrzehnten der rauen und kargen Industrieatmosphäre, wo auch gut irgendein düsterer Krimi zwischen den Bahnbrücken spielen könnte, nun durch schicke und warme Neubauten entsteht, die sich optisch nicht der unschönen und rein zweckmäßigen Anhäufung von Verkehrswegen und ihrer ungemütlichen Durchfahr-Atmosphäre anpassen, sondern einen neuen Ton angeben und den Ort neu prägen werden. Dadurch wird sich die Atmosphäre dort stark ändern. Mit dem nun eingesparten Stadtplatz vor dem kommenden S-Bahnhof wäre der Ort noch stärker neu zusammengewachsen und hätte noch stärker eine neue Atmosphäre und Widmung bekommen und wäre noch weniger ein reiner Durchfahr-Ort geworden.

    Man stelle sich die breiten und ungemütlichen Bundesstraßen in der Torsituation Potsdamer Platz und Frankfurter Tor mal ohne die schicken Hochbauten drumherum vor, die die Torsituation erschaffen - dann hätten wir auch bloß zweckmäßige Verkehrswege ohne Aufenthaltsqualität. Erst die schicken Hochbauten, die die Torsituation schaffen, schaffen ein ganz anderes Gefühl für die Orte. Vielleicht wird sich ja auch bei dieser Torsituation Leben zwischen den Brücken bilden, ähnlich wie bei den Brücken vom Bahnhof Gleisdreieck. Dann werden die Verkehrswege nicht mehr den Ort bestimmen, sondern einfach nur noch wie beim Gleisdreieck auch vorhanden sein. Dafür ist aber wichtig, dass die jetzigen Brachflächen unter den Brücken zu Plätzen und gestalteten Park-/ Grünflächen werden. Ohne Platz wird es zwar rein formal eine Torsituation, aber eine wild zusammengeschusterte natürlich.

    Rein formal ist die Torsituation jetzt da - die Art und Weise wird sich aber daraus ergeben, wie und womit die Zwischenräume gefüllt werden. Zwischen und unter all den Brücken und Wegen ist so viel Platz, dessen Aussehen und Funktion die ganze Situation am meisten prägen wird.

    Aufenthaltsqualität wird erst mit Plätzen, Park-/Grünflächen und schöner Gestaltung der Brachflächen um und unter den Verkehrswegen kommen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Eine Torsituation ist ja kein Selbstzweck, sondern soll einen rämlichen Übergang markieren. Das hier ist eher infrastruktureller Zwischenraum als klar definierter Stadtübergang.

    Um noch auf diesen Punkt einzugehen: eine Torsituation besteht nicht nur dann, wenn das Gebiet dahinter anders ist als das davor. Auch, wenn das Gebiet dahinter genauso infrastrukturell und industriell geprägt wäre wie das davor, ist es trotzdem eine Torsituation - allein schon dadurch, dass es zwei Hochbauten und dazwischen durchlaufende Verkehrswege gibt. Allein das erschafft schon den dynamischen Raumwechsel aus Weit zu Eng zu Weit, der die Torsituation bildet. Zweck des Tores könnte Einrahmung sein. Eine Torsituation im Städtebau ist jedenfalls weder ein reiner Selbstzweck noch auf das Markieren des Übergangs unterschiedlicher Gebiete beschränkt. Sie erfüllt ja ein breites Spektrum an funktionalen, psychologischen und gestalterischen Aufgaben im Stadtraum.

  • … ich finde in Berlin gibt es schon zu viele Torsituationen.
    Jede große Achse hat eine Torsituation oder gar zwei. Der Potsdamer Platz hat überflüssigerweise auch eine und schafft so eine ziemlich merkwürdige räumliche Situation gegenüber dem historischen Oktogons des Leipziger Platzes. Der Ernst-Reuther-Platz starrt nur so vor Torsituationen, der Straussberger Platz ebenso. Berlin hat die verhängsnisvolle Tendenz alles bis zu letzt auszureizen, bis es seinen Reiz verloren hat. Die Berliner “Torsituationen” erfüllen keinerlei Aufgaben im Stadtraum.

    Zurück zum Beispiel hier. Hier ist die Situation völlig ausreichend und ästhetisch zur genüge erfüllt.

    Einmal editiert, zuletzt von Camondo (19. Oktober 2026 um 21:51)

  • Hier gilt das Gleiche wie beim DKB Bau. Wenn das riesige Bürogebäude fertig ist gibt es keine wesentlichen Öffis. Die DB müsste eigentlich beschleunigt den S-Bahnhof Perleberger Str. in Angriff nehmen. Zieldatum der Fertigstellung: 2030 !

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Berliner “Torsituationen” erfüllen keinerlei Aufgaben im Stadtraum.

    Das stimmt doch absolut nicht. Ist das auch wieder ein Ragebait-Versuch oder Berlin-Hate? Die Berliner Torsituationen erfüllen eine Menge Aufgaben im Stadtraum, wie allseits bekannt ist, zum Beispiel Repräsentanz von Epoche, Geist, Symbolik der historischen Aufbrüche wie der Wiedervereinigung, Vermittlung, Bindeglied zwischen Ost und West, Bündelung und Erschaffung neuer Knoten und kleiner Unterzentren mit Magnetwirkung, Entree zur "Innenstadt", Landmarkenbildung, Orientierungspunkte, Eingänge von Stadtteilen, Definition und Bildung von Beziehungsraum, Korrespondenz/Dialog, Fassung von Achsen - kurzum viele historische, symbolische, wirtschaftliche, psychologische Aufgaben.

    Hier bei der Situation mit den Brücken wird das auch wieder eine Einfassung ergeben und eine Art Landmarkenbildung zur Orientierung. Mit psychologischer Auswirkung.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die DB müsste eigentlich beschleunigt den S-Bahnhof Perleberger Str. in Angriff nehmen.

    Die Deutsche Bahn baut nur, was Berlin bestellt und bezahlt. Berlin hat aber Parteien wie die CDU gewählt, die den ÖPNV schlecht finanzieren. Berlin wollte also keinen S-Bahnhof, denn sonst hätte die Mehrheit andere Parteien gewählt. Und - siehe da - nun hat Berlin andere Parteien gewählt, nämlich die Linke, die deutlich mehr Geld in S-Bahn und allgemein ÖPNV investieren, also kann es gut sein, dass der S-Bahnhof Perleberger Brücke doch noch schneller und besser gebaut wird, vielleicht sogar mit Stadtplatz davor.

  • … ein was? Sorry, ich verstehe Dein Sprech nicht. Ein Bißchen sehr psychologisch überfrachtet Deine Argumentation besonders im Hinblick auf die “Auswirkungen”.

    Aber kein Problem, Du hast Deine Meinung und ich habe meine. Im Moderatorensprech, ist damit alles notwendige gesagt.