U9 (Nord-Süd Bypass) [in Planung]

  • U9 (Nord-Süd Bypass) [in Planung]

    Schlechte Nachrichten zur U9. Ich kenne den Planungsstand noch nicht. Die Planung muss aber etwas konkreter geworden sein, da man nun in der Verwaltung mit Kosten von ca. 3 Mrd. Euro rechnet.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…rer-als-gedacht-1.3765152


    Bei diesem Preis bin ich auch etwas skeptisch. Das sind ja Summen, zu denen andere Städte ein komplettes System bauen. Vielleicht ist es zumindest sinnvoll, die Planungen nochmal grundlegend zu überdenken. Ich vermute, dass vor allem die Schnittstellen zum Bestandsystem extrem teuer werden. Die Radikalalternative wäre dagegen eine komplett neue Linie auf ähnlicher Verkehrsachse, die neue Gebiete erschließt und damit Fahrgäste aus den Bestandslinien abzieht. Die Verküpfung muss natürlich irgendwo stattfinden, aber vielleicht nicht mit dem Aufwand, der in der aktuellen Planung vorgesehen ist.


    Edit zum Brainstorming:
    https://drive.google.com/open?…8exdFHNsu5_aF&usp=sharing


    Mittersendling
    Harras
    Erzherzog Ernst Platz
    Landwehrstraße
    Hauptbahnhof
    Pinakotheken
    Elisabethplatz
    MFreiheit
    Parzivalstraße
    Parkstadt
    Domagkpark
    Bayernkaserne
    Fröttmaning


    Die U6 würde ich dann nach Fröttmaning zurücknehmen und die U9 nach Garching fahren lassen.

  • Die 2.Stammstrecke kostet voraussichtlich 3,8 Milliarden Euro.
    Der viergleisige S8 Tunnel im Osten min. 800 Millionen Euro.
    Der einen Kilometer lange Tunnel der U6 nach Martinsried 80 Millionen Euro.
    Zwar wurden bei der U9 bisher noch keine verlässlichen Angaben getätigt, mit denen man die jetzt vorsichtig prognostizierten drei Milliarden Euro Baukosten vergleichen könnte, dennoch ist klar, je länger man wartet, desto teurer wird die Infrastruktur.
    Vermutlich werden bis zum Baustart noch einmal ein dutzend neue Brandschutzvorschriften erlassen.


    Trotzdem gut zu hören, dass die Stadt hinter dem Projekt steht und die Kosten als sinnvoll investiert ansieht. Denn die U9 wird immerhin durch die komplette Innenstadt geführt, entsprechend groß das Entlastungspotential. München hat in den letzten Jahren den Großteil seiner Schulden abgebaut, in die Infrastruktur darf und muss jetzt auch massiv investiert werden.


    Edit: Vielleicht würde sich angesichts der Kosten, Iseks Brainstorming Vorschlag und der nun wohl konkreteren Planungen ein eigener Thread anbieten.

  • Die geschätzten drei Milliarden sind sicherlich seriös gerechnet und gerechtfertigt, aber es stellt jetzt dennoch die Sinnfrage. Ich nehme an, die U9 ist sehr schwer finanzierbar - wahrscheinlich wird es daran scheitern.


    Kann man nicht andere, günstigere Maßnahmen ergreifen, die ebenso Entlastung bringen? Wie bereits bei der Stammstrecke diskutiert, es gibt Alternativen zu sich zentral kreuzenden Strecken. Man muss sonst immer tiefer bauen und komplexe Lösungen für den Anschluss an das Bestandsnetz suchen. Die U9 zeigt eindrucksvoll dass der Münchner Ansatz einer völlig auf ein Zentrum ausgerichteten Stadtplanung und Infrastruktur gerade gegen die Wand fährt.


    Ich würde darum tangentiale Strecken dem zumindest dem zumindest gegenüberstellen. Aufgrund der viel geringeren Überlappung mit dem Bestandsnetz sollte man für weniger Geld deutlich mehr Strecke realisieren können. Außerdem ließen sich so Subzentren stärken, die Innenstadt könnte entlastet werden.

  • 3 Milliarden für 2 neue U-Bahnhaltestellen? Irgendwie finde ich den Preis absolut übertrieben. Beim Hauptbahnhof sollte man doch noch zusätzlich den Vorteil haben dass dieser komplett neu aufgebaut wird.


    Eine komplett neue Ubahnlinie in Tokyo mit mehreren Umsteigebahnhöfen und teilweise 40m tief war vor knapp 10 Jahren für knappe 2 Milliarden zu haben.
    (Fukutoshin line)

  • U9 wäre grundsätzlich zu begrüßen.


    Wenn man sich Sorgen wegen der Kosten macht, könnte man auch an tangentiale Tramstrecken denken. Warum ist das Müncner TRamnetz nur 87 km lang.


    Tram ist wesentlich billiger, hat engere Wendekreise. Soließen sich Taktverdichtungen mit bestehenden Tramlinien erreichen und ein dichtees Netz weben. Westtangente in der Fürstenrieder, innere Westtangente Rotkreuzplatz-Donnersberger-Heimeran-Aidenbachstr, alte Tramtrassen auf der Wolfratshauser wiederbeleben, zetrale Tangente Stiglmeierplatz-PaulHeyse-HBF()Überführung über die Gleise-Goetheplatz-Kolumbus-St-Martin-Anziger-Leuchtenbergriing-Arabella und viele mehr.


    Stellenweise kann die neue Tram durch Tunnels oder Brücken fahren.


    Mit 3 Milliarden könnte man da einiges erreichen.

  • Das sehe ich genau so. Bei der Gelegenheit könnte man gleich dem Autoverkehr im Stadtgebiet Spuren wegnehmen und dadurch die Verkehrswende beschleunigen.


    Grandiose Idee. In München gibt es ja noch nicht genug Verkehrsprobleme ... :nono:

  • PKW-Verkehr mit Ziel Innenstadt sollte weitgehend minimiert werden. So sollte die Einfahrt innerhalb des Altstadtringes grundsätzlich verboten werden. Dieses Gebiet ist von allen Seiten mit dem ÖV bei exzellenter Verfügbarkeit zu erreichen. Alternativ stehen Fahrrad (was noch deutlich zu verbessern ist) und Taxi / Uber zu Verfügung.

  • Ein guter Mix machts. Stellenweise, besonders in Innenstadtnähe können tatsächlich Fahrspuren wegfallen. Wo das nicht gewünscht ist kann man auf einigen Abschnitten Tunnels und Brücken/Hochtrassen für Ubahnen und Busse bauen.


    Tram und Bus sollten vom Stau befreit werden und das Netz stark verdichtet werden um eine echte Alternative zum Auto zu werden.

  • Abendzeitung schreibt, die Pläne würde konkret:


    AZ: U9: Pläne werden konkret


    Das stimmt nicht. Es ist lediglich eine Planungsvariante in frühem STadium ins Spiel gekommen, die angeblich derzeit als die beste gilt. Finde es aber prinzipiell gut, dass die AZ Druck macht.


    Dabei soll ein Halt am Esperantoplatz angelegt werden und es wird überlegt, die Bahnhöfe Implerstrasse und Poccistrasse zu schließen, damit ein neuer Ubahnhof am noch zu bauenden Südbahnhof (DB-Südring) diese beiden ersetzt.


    Zum Halt Esperantoplatz: Mir wäre ein Halt am Bavariapark lieber. Somit hätte die Theresienwiese Haltestellen im Norden (U4/U5 Theresienwiese), Nordwesten (U4/U5 Schwanthalerhöhe), Südwesten (U9 Bavariapark), Süden (U3/U6 Poccistrasse) und Südosten (U3/U6 Goetheplatz). Der Esperantoplatz wäre eher eine Konkurrenz zu den bestehenden amn der Poccistrase und am Goetheplatz was zur Wiesnzeit einen entsprechenden Andrang mit sich brächte.
    Aber Wiesnzeit ist ja nur 2 Wochen im Jahr und die Hauptsache ist, dass überhaupt gebaut wird.


    Ich frage mich, was ich davon halten soll, die Bahnhöfe Poccistrasse und Implerstrasse aufzugeben. Die Lücke twischen Südbahnhof und Brudermühlstrasse ist schon recht groß. Zudem müsset man die Poccistrasse (also zB deren südliches Sperrengeschoss) unterirdisch nur um gut 50 Meter Richtung Süden erweitern und man wäre schon direkt unter dem Eisenbahnring




    Leider war aus dem Artikel nicht ersichtlich, ob die Verbindung U9 zum Königsplatz (oder war es Theresienstrasse?) noch in die Planungen mit einbezogen wird.

  • Dieser neue Halt am Südring an der Tumblingerstr. hat schon seinen Reiz. Zum einen hat man hier wirklich einen Halt mit grossem Entwicklungspotential, der auch die Innenstadt einmal entlasten kann. Ausserdem beschleunigt man auch die U3 U6 da ein Halt wegfällt. Und das Umsteigen zum Südring wär dann auch optimal. Man könnte dieses Teilprojekt auch von u9 entkoppelt planen.

  • ^^


    Wird man ohnehin irgendwann machen müssen, da der Streckenabschnitt und Bahnhofsbereich Poccistraße statische Probleme hat, die sich weiter verschlechtern werden.

  • Woher kommt die Info über einen Halt an der Tumblinger Strasse? Sollte die U9 dann an der Implerstrasse nach Osten ausscheren, zu einem neuen Südbahnhof an der Tumblingerstrasse führen und dann nordwärts die alte U3/6-Trasse Richtung HBF queren?

  • ^^ So wie ich das verstehe, würde die U9 in dem Abschnitt die U3/6 gänzlich ersetzen, danach gäbe es dann eine Verzweigung in U3 und U9.


    Nochmal zu einer früheren Bemerkung wegen des Bahnhofs: Die Idee ist ja, dass die U9-Station unterhalb der Gleishalle läge und damit auch eine Querung zwischen den Gleisen erlauben würde. Dadurch würde aber der Abriss des Hauptgebäudes für den Bau der entsprechenden Tunnelstation nichts bringen.

  • Meines Wissens war/ist die U9 nicht unter der Gleishalle geplant sondern unter dem Querbahnsteig auf der Nahtstelle zwischen zu erhaltender Halle und Bahnhofsneubau.

  • von hier: https://www.mvg.de/ueber/mvg-projekte/u-bahn/u9.html#intro


    Zitat

    Am Hauptbahnhof entstünde für die neue Strecke U9 ein zusätzlicher U-Bahnhof, der in etwa unterhalb des Gleisfeldes des Hauptbahnhofs zu liegen käme. Hierfür gibt es mehrere Varianten: Denkbar wäre, das Sperrengeschoss dieses neuen U-Bahnhofs zugleich mit direkten Zugängen zu den Fernbahnsteigen sowie zu den beiden Flügelbahnhöfen zu versehen. Damit wäre nicht nur eine optimale Verknüpfung zwischen Fernverkehr, Regionalverkehr und U-Bahn gegeben, sondern gleichzeitig auch ein westlicher Zugang zu den Bahnsteigen des Sackbahnhofs sowie eine direkte unterirdische Verbindung der beiden Flügelbahnhöfe.

  • Das alles sieht schon dermaßen teuer aus, ich glaube kaum, dass da drei Milliarden Euro reichen werden. Allein die Umsteigebeziehungen am HBF dürften einen planerischen Geniestreich erfordern.


    Sehe ich das richtig, dass die U9 Station am HBF schon mit der 2. Stammstrecke gebaut werden müsste? Denn anschließend dort wieder alles aufzureißen würde zumindest für mich kaum Sinn ergeben.