Beiträge von derzberb

    Brannekämper und Co. kommen nun mit dem Vorschlag um die Ecke, die Tram in den Tunnel zusammen mit dem Mittleren Ring zu führen.


    TZ München


    Die vorgeschlagene Streckenführung: Tivolibrücke - Ifflandstraße - Sehhaus (Tunnel) - Dietlindenstraße - Potsdamerstraße - Rheinstraße - Bonner Platz - Karl-Theodorstraße - Belgradstraße - Kurfürstenplatz. Dies wäre eine Zeitersparnis gegenüber der Streckenführung via Münchener Freiheit und Elisabetstraße.


    Meine Ergänzung: Während die Autos unter die Erde sollten könnte die Tram über dem Autotunnel den Garten auch oberirdisch queren.


    Zur besseren Anbindung Nordwestschwabings könnte man auch gleich auch weiter auf der Karl-Theodorstraße und über die Ackermanstraße bis zur Bestandstrecke fahren.

    Es ist natürlich unwahrscheinlich, daß noch eine Buslinie exakt dieselbe Strecke abfährt wie die neue Tramlinie. Andererseits ist es durchaus wahrscheinlich, daß andere Buslinien Abschnitte der Fürstenriederstraße nutzen müssen. Zum Einen als Abschnittsweise Verstärkung, zum Anderen als Teilstück einer anderen Verbindung. Auch wenn derzeit keine solche Buslinie existiert: Die Streckenführung von Bussen wird ja immer wieder mal verändert.


    So könnte eine (zukünftige) Linie vom Lorettoplatz über die Fürstenriederstraße Richtung Laim / Westend oder Richtung Obersendling führen.


    Zudem: Wie könnte ein Ersatzbusverkehr bei Oberleitungsstörungen aussehen?


    Busspuren werden auch als Taxispuren genutzt - wie wird die Verkehrslage für Taxis in der Fürstenriederstraße künftig sein?

    Was ist mit Feuerwehr, Rettungsswägen, Polizei?


    Ich sehe kaum Argumente für ein Rasengleis. Der kurzgeschorene Rasen wird wohl kaum das Weltklima retten.

    In den Schlagzeilen der AZ und sind heute weitere Schlagzeilen, daß weitere 3 Tramstrecken vor dem Aus stünden. Habe dazu bisher nichts im Netz gefunden. Weiß jemand mehr? Steht damit auch die Anbindung Elisabethplatz zur Münchener Freiheit vor dem Aus?

    In welchem Universum ist auf der Kennedy-Brücke Platz für eine Straßenbahn :lach:

    Vielleicht opfert man Geh- und Radwege für die Tram und baut separate Querungen für Fußgänger und Radler.


    Das ginge sicher schneller und billiger als die angedachte U-Bahn-Nordtangente vom Arabellapark über die Parkstadt Schwabing und Milbertshofen bis Moosach.

    Die Staatsregierung wird die Gartentram anscheinend auch noch die nächsten 350 Millionen Jahre blockieren. Vielleicht sollte man nach Alternativen suchen.


    Trotz meiner vorsichtigen Skepsis an der Gartentram kann ich die Wut über den Zeitpunkt, den Vorwand sowie die Art und Weise der Blockade durch die Staatsregierung nachvollziehen.

    Heute Schlagzeile in TZ und Merkur auch T-Online berichtet: Garten-Tram gescheitert wegen Veto aus der Staatskanzlei.

    Was ist davon zu halten?


    Ich muß zugeben, ich bin selber gespalten bei diesem Projekt.


    Eine Tramverbindung vom Nordbad über die Elisabethstraße zur Münchner Freiheit finde ich uneingeschränkt gut und die Tram soll bitte auch vom Autoverkehr in der Leopoldstraße befreit sein. Aber durch den Englischen Garten auf dieser Höhe - gerade da wo es fast am schönsten ist mit dichtem Wald und kleinen Lichtungen?


    Wäre es nicht auch möglich und sinnvoll, zusätzlich die Tram vom Leonrodplatz über Ackermannbogen, Karl-Tehodor-Straße, Rheinstraße, Potsdamer-Straße, Kennedy-Brücke zum Effnerplatz zu führen. Dann würde die Tram den Englischen Garten queren, wo er ohnehin schon durch den Ring durchschniten ist und man hätte auch eine Nordtangente.


    Vielleicht könnte man sogar den Ringe teilweise überbauen und würde damit einen Lärmschutz gewinnen, ohne einen teuren Tunnel graben zu müssen?

    Ich widerspreche bezüglich der negativen Bewertung des Standortes.


    Es ist dem Charme einer Stadt zuträglich, wenn architektonische Perlen eben nicht nur in exponierter Lage, sondern zuweilen auch in versteckten Winkeln, in Seitenstraßen oder eben etwas abgelegen zu finden sind.


    Es ist ein Merkmal von Großstädten in autoritären Systemen, daß entlang von Haupstraßen geprotzt wird und in den Seitenstraßen (zumindest ästhetisches) Elend herrscht.


    Dieses Projekt gefällt mir außerordentlich und ist ein weiteres kleines verstecktes Neubau-Juwel in Obersendling. Diese Gegend wird immer interessanter und das freut mich sehr, da ich in der Nachbarschaft davon lebe.


    Wenn jetzt endlich mal am Ratzingerplatz, beim geschlossenen Real-Markt und and der Machtlfingerstraße die geplanten Projekte und zudem noch Linhof-Areal, um das Siemens-Hochhaus herum sowie Sirius-M-Park in Gang kommen, dann haben wir im Münchener Süden endlich eine vernünftige Struktur.


    Natürlich wäre mir eine Aufwertung des Bestandes nördlich des Amethyst-Geländes and der Kistlerhofstraße auch lieb. Allerdings sind dies wiederum auch in München sehr begrenzt vorhandene Gebäude für einfaches Gewerbe. Dieses kann sich keine teuren Schicki-Micki Büros leisten. Vielleicht gelingt eine hier ansprechendere Gestaltung des Äußeren mit einfachen Mitteln ohne die Mieten in die Höhe zu treiben.

    Meine Meinung: Politische Themen dürfen besprochen werden, solange es sich in einem gewissen Rahmen abspielt.


    Themen wie:

    • Migration
    • Umwelt
    • Finanzen
    • Bildung/Erziehung
    • Außenpolitik
    • auch alles andere was nicht in direktem Bezug zu Stadtentwicklung steht

    usw sind völlig tabu.


    Äußerungen zu Parteien, deren Programmen und in Parteien handelnden Personen usw müssen in direktem Bezug zur Stadtentwicklung im Allgemeinen oder bestimmten Projekten im Besonderen stehen.


    Und wichtig: Solche Beiträge und Diskussionen sollten kurz gefasst sein. Das bedeutet, daß sie sich keineswegs seitenlang in Rede und Gegenrede erstrecken dürfen. Keine Wiederholungen des Immergleichen, keine Missionierungen, kein Moralisieren.

    Anthuan : Stimme Dir zu, daß wir hier nicht ins Off-Topic abschweifen sollten - schon gar nicht ins Politische.


    Lokale Entwicklungen sind allerdings auch nicht von lokaler Politik und lokalen Politikern zu trennen. Solange man also den lokalen Bezug (im Bereich der Stadtentwicklung) und zum Thema dieses Stranges herstellt, sind Kommentare zu lokalen Politikern und Parteien nach meinem Dafürhalten in diesem Forum durchaus angebracht.


    Daher schließe ich mich in diesem Kommentar auch wiederum Isek an, daß im lokalen Maßstab tatsächlich die SPD im Parteienvergleich seit Jahrzehnten durchweg die vernünftigsten Ansätze verfolgt.

    Ich widerspreche Isek in seiner Behauptung, die AfD hätte lokalpolitisch kein Profil. Ich hatte Flyer von denen im Briefkasten, die mir die Haare zu Berge stehen ließen ("Totaler Zuzugsstop sofort!"). Sie haben vollständig die wachstums- und zuzugs-feindlichen Positionen der München-Liste übernommen. Was das für die SEM-Nordost bedeuten würde ist klar.Von vernünftigem Pragmatismus ist die AfD lokal in München weit entfernt. Das sind wütende Kleinbürger, die ein veränderungsfeindliches Ressentiment verkörpern und genau daran wachsen wollen.

    Es darf bezweifelt werden, ob es unter den "demokratischen Parteien" in Deutschland noch echte Konservative gibt.


    Die bekannte "Alternative aus der rechten Ecke" ist jedoch auf kommunaler Ebene (zumindest in München) lediglich eine kleinbürgerliche "Veränderungsverhinderungspartei" ("Zuzugsstop!", "keine Nachverdichtung!") und daher keine gute Wahl im Sine einer vernünftigen Stadtentwicklung.

    Und hier ist das vorgeschlagene Projekt leider sicherlich eines der letzten, das gemäß Priorisierung beschlossen werden sollte. U5 Süd, U5 West, U1 Nord, U4 Ost, U4 Westast, U9, Trennung U1/U2 im Innenstadtbereich..... Das meiste davon "gefühlt" mit deutlich höherem Nutzen als die U1 Harlaching.

    Selbst eine neue "Innenstadt-Westspange" vom Rotkreuzplatz zur Implerstraße würde ich höher priorisieren. Hierzu bestünde bereits eine eingleisige Betriebsstrecke zwischen Schwanthalerhöhe und Implerstraße.


    Harlaching und Grünwald sind dünn besiedelt und mit Tram bereits hervorragend angeschlossen.


    Wie sollte auch diese neue Strecke vom Max-Wever-Platz nach Grünwalde in das Bestandsnetz eingebunden werden? Durch Betriebsgleise am Wettersteinplatt? Völlig utopisch! Ich wundere mich nicht selten über solch völlig realitätsferne Ubahn-Forderungen. Ich erinnere an die einst von der CSU geforderte "Mini-Ringubahn" oder die "Direktverbindung" vom Hohenzollernplatz zum Westfriedhof.

    Ich kann mich erinnern, wie wütende Feldmochinger Bürger direkt nach der Eröfnung der U-Bahnhaltestelle Feldmoching ein "Fauna-Flora-Habitat" an ebendieser Stelle forderten. Seitdem (es ist bald 30 Jahre her) wuchert direkt neben einem Kreuzungspunkt von U-Bahn und S-Bahn ein dichter Urwald - wahrlich ein Habitat. Generell erachte ich natürlichen Wildwuchs als etwas sehr wertvolles für die Natur und auch an geeigneten Stellen in einer Stadt. Aber DIESEN Standort DAFÜR zu nutzen ist völlig absurd. Orte, die so hervorragend vom ÖPNV erschlossen wie dieser, sind bittesehr dicht und hoch zu bebauen.


    Eine gute Nachricht! :)

    ^ Das ist deine private Meinung!

    Trivialierweise korrekt. Wie könnte es auch etwas anderes sein? Vertritts du als Sprecher einer Institution eine öffentliche Meinung?

    Ich würde eher sagen das Frankfurt abseits der Hochhäuser – insbesondere in der Innenstadt – eine eher unattraktive Stadt ist und gerade die Hochhäuser den Flair der Stadt ausmachen.

    Stimmt, daß die Hochhäuser Frankfurts Flair ausmachen. Schön und nachahmenswert ist das aber nicht.

    Es gibt übrigens auch viele die von München total enttäuscht sind wenn sie zum ersten mal hinkommen und auch ich muss sagen, dass ich München abseits der bekannten Highlights als eher biedere und teilweise architektonisch langweilige Stadt wahrnehme.

    Nehme ich auch so wahr.

    Frankfurt abschreckend, weil es häßlich ist. Die Hochhäuser dort wachsen nicht organisch aus dem Stadtgebilde. Sie wirken "aufgesetzt".


    Ich will auch nicht mehr auf Frankfurt herumtragen als nötig. (Ich bin nicht Godzilla.) Die meisten Hochhausstädte auf der Welt sind häßlich.

    Ich könnte 300m Hochäusern in München nichts abgewinnen - vor allem nicht ästhetisch. Frankfurt und viele andere Städte dieser Welt sind ein abschreckendes Beispiel.

    Hochhäuser sollten ästhetisch organisch aus der Stadt emporwachsen. Das Gesamtbild stelle ich mir wie ein vom Wind zerzaustes Meer vor mit kleineren und größeren Wellenhüglen und -bergen. Hier und da ein paar Monster - wobei Monster bei mir in Münchener Maßstäben etwa 150-180m bedeutet.


    Dem Gedankengang, daß hohe und dichte Bebauung ökonomisch und ökologisch (vor allem durch Vermeidung von Verkehr) sinnvoll ist teile ich voll und ganz. Die Zersiedelung der Landschaft in den letzten 5-6 Jahrzehnten ist ökologisch und ökonomisch eine Katastrophe. Ich als Laie vermute, daß es sinnvoll wäre im Durchschnitt etwa 40-100m zu bauen - und zwar keine Solitäre, Vierkantbolzen und/oder Streichhölzer, sondern zusammenhängende Komplexe. So läßt sich auch beim Heizen effizient einsparen.