Beiträge von derzberb

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^Also das ist jetzt eigentlich nicht mehr neu und war auch schon Thema im DAF.

    Ich weiß, daß das nicht neu ist und "auch schon mal Thema" war.

    Mein Punkt ist, daß diese Verstrickung in gewalttätige antidemokratische Bestrebungen neben den anderen Anwürfen untergeht. Es wurde in den Medien 2 oder 3 Tage lang ein paar mal erwähnt - und ist seitdem aus der Debatte so gut wie verschwunden.

    Öffne eine beliebige Seite zu dem Thema Regierungsbildung in Berlin. Öffne die Textsuche und gib folgende Suchbegriffe ein. Im Durchschnitte erhält man für die Suchbegriffe:

    • "Clan": 3 - 10 Treffer
    • "Antisemitismus": 3-10 Treffer
    • "Rote Hilfe": 0 Treffer

    In Beiträgen in Radio und TV findet man das Selbe.

    Das Thema war bereits etwa 10 Tage nach der Wahl fast völlig verschwunden.

    Warum? Die Begünstigung des gewaltsamen Vorgehens gegen Rechtsstaat und Meinungsfreiheit muss genauso schwer wiegen wie der Vorwurf des Antisemitismus oder die Begünstigung von Clankriminalität.

    ^

    Gewiß doch!

    Ein alternativer Entwurf: Mehr orientiert an HR Giger:

    Pantheon-Gigeresk-neu.jpg

    Der Höllenfürst hat höchstselbst Friedrich Nietzsche Ausgang gewährt und diesem erlaubt, folgende Hymne auf diesen überhimmlischen Entwurf zu dichten:

    Ich habe mich für einen Namen entschieden: Das Derzberbion

    Die Landesverband der LINKEn in Berlin wird zurecht kritisiert wegen:

    • seiner zumindest in Teilen Juden- bzw Israel-feindlichen Haltung
    • den Kontakten zu und begünstigendem Verhalten für kriminelle Clans
    • die völlig unrealistische Wohnungsbaupolitik

    Dazu wurden in dieser Diskussion hinreichend Argumente pro und contra ausgetauscht - so daß ich dazu meinen Senf nicht nochmal abgeben muss.

    Ein Aspekt wurde aber in der Debatte hier (und auch in der breiteren Öffentlichkeit) zwar gestreift, aber nicht hinreichend betont:

    Es geht um die Tatsache, daß die Spitzenkandidatin Mitglied der "Rote Hilfe" war.

    Das ist kein wohltätiger Verein, der bedürftige Menschen unterstützt.

    Das ist eine Organisation, die Straftäter unterstützt, die:

    • Gewalttaten gegen Polizisten, kritische Journalisten und unbeteiligte Passanten (wenn diese ihre Missbilligung gegen die Aktionen der Radikalen äußern) begeht.
    • Die Rote Hilfe setzt dabei voraus, daß diese Gewalttaten sich gegen aus ihrer Sicht legitime Ziele aus politischer Überzeugung verübt wurden - da für diese "Aktivisten" allerdings jeder Polizist ein Faschist, jeder kritisch über sie denkende Journalist oder Mensch - im Prinzip jeder Andersdenkende - ein widerlicher Faschist ist, ist so eine Rechtfertigung immer leicht zu konstruieren.
    • Besonders wichtig: Die Unterstützung der Roten Hilfe ist an folgende 2 Bedingungen geknüpft:
      • Keine Kooperation mit dem Staat: Unterstützung im Allgemeinen (d.h. Einzelfallprüfung durch den Verein) erhält nur, wer vor Gericht und Polizei die Aussage verweigert und nicht mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet. Quelle
      • Keine Reue oder Entschuldigung: Wer vor Gericht Reue zeigt oder sich für die Tat entschuldigt, verliert im Allgemeinen (d.h. Einzelfallprüfung durch den Verein) den Anspruch auf finanzielle Hilfe (z. B. Übernahme von Prozesskosten oder Geldstrafen). Quelle

    Die Rote Hilfe unterstützt Straftäter auch während sie Haftstrafen verbüßen. Ziel ist dabei nicht eine Resozialisierung, sondern die Straftäter "bei der Bewegung" zu halten. Das Ziel ist somit das erneute Begehen von Straftaten.

    Die Rote Hilfe unterstützt den gewalttätigen Kampf gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, da sie Menschen unterstützt, die jede Meinungsäußerung, die ihrer Ideologie zuwider läuft mit Gewalt beantworten wollen.

    Es gibt im Prinzip 2 Typen von Gewalttätern, die von der Roten Hilfe unterstützt werden. Zum einen sind es Individuen, die nach hochtrabenden Rechtfertigungen ("Kampf gegen Faschismus") suchen, um ihre Gewaltphantasien auszuleben. Diese Menschen haben im Prinzip keine politische Gesinnung, kein Wissen, keine Ideale/Ideologie. Zum anderen sind das tatsächlich Ideologen mit Gewaltaffinität, die ein Gesellschaftsmodell anstreben, daß sich an Stalinismus bzw Maoismus orientiert.

    Es ist mir unbegreiflich, warum dieser Verein nicht verboten ist.

    Frau Eralp ist wegen ihrer Mitgliedschaft bei diesem Verein und angesichts der Tatsache, daß sie sich von diesem auch nicht unmißverständlich und rückhaltlos distanziert hat, als Person im politischen Leben indiskutabel.

    Es soll auch nicht als Ausrede gelten, bei der AfD würde so ein Gewese nicht gemacht. Erstens wird bei der AfD - zumindest Teilweise zurecht - ein wesentlich lauteres Gewese gemacht als bei der LINKEn. Zum anderen kann die Verfassungsfeindlichkeit der einen nicht die Verfassungsfeindlichkeit der anderen (und umgekehrt) rechtfertigen.

    Die LINKE mag in MV in den letzten Jahrzehnten teilweise gute pragmatische Entscheidungen mitgetragen habe. Die LINKE in Berlin ist völlig indiskutabel.

    Ein Pantheon für Neufreimann: Das Herz des neuen Münchner Nordens

    Im Norden Münchens, wo einst die Rhythmen der Industrie den Takt angaben, erhebt sich eine Vision für die Gemeinschaft: Ein Bauwerk, das Geschichte, Natur und die Zukunft unserer Stadt in einer beispiellosen Architektur miteinander verschmilzt.

    Mit dem Pantheon Neufreimann entsteht ein Raum für alle Bürgerinnen und Bürger – inspiriert von drei zeitlosen Architektursprachen:

    • Das Erbe Bavieras – Die Backsteingotik: Tief verwurzelt in der Münchner Bautradition bildet warmer, roter Klinker das solide Fundament. Die Fassade huldigt dem Industriezeitalter und schenkt dem Viertel eine monumentale, geborgene Heimat.
    • Die Erhabenheit Roms – Das Pantheon: Eine imposante Kuppel wölbt sich über einer kreisrunden Halle, in deren Mitte ein zentrales Oculi-Lichtfenster den Himmel direkt ins Innere holt. Ein Raum der Stille, des Staunens und der offenen Begegnung unter einem gemeinsamen Himmel.
    • Die Poesie der Natur – Die biomorphe Gotik: Wie lebendige Baumstämme wachsen filigrane Säulen in die Höhe und verzweigen sich in organischen, fließenden Formen. Sie verbinden das handwerkliche Spiel der Sagrada Família mit zukunftsweisender, bionischer Architektur.

    Ein Werk von Bürgerinnen und Bürgern für die Stadt

    Dieses Bauwerk soll kein anonymes Großprojekt sein, sondern ein reines Geschenk der Gemeinschaft an sich selbst. Als bayerische Bauhütte der Moderne wird das Pantheon Neufreimann vollständig über Spenden, Stiftungen und Bürgerschaftsengagement finanziert. Stein für Stein, Detaillösung für Detaillösung wächst ein Ort der Kultur, der Musik und des Zusammenhalts, der noch für Generationen die Strahlkraft Münchens prägen wird.

    Werden Sie Teil dieser Vision und setzen Sie einen bleibenden Stempel in die Architekturgeschichte unserer Stadt!

    Entwurf:

    Pantheon.jpg

    gemini hat geholfen.

    Wer hat hier Kontakte zum Bezirksausschuss Schwabing-Freymann?

    Dekoratives Anführungszeichen

    eine nicht vom VS beobachtete Partei (die Linke)

    Das könnte ein Fehler sein.

    Die AfD ist keine Rechtfertigung für eine Regierungsbeteiligung der LINKEn. Umgekehrt auch nicht.

    Mit der AfD will keiner (außer BSW) koalieren.

    Mit der LINKEn wird das ernsthaft erwogen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    In Berlin allerdings soll die Welt zusammenbrechen

    Es wird wohl nicht für die Welt reichen. Für Berlin könnte es reichen.

    An sich ein vernünftiger abwägender Post von NassesDreieckOoTG .

    Jedoch ist der folgende Punkt kein unwichtiges Detail:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Auflösung der Anonymisierung von Polizeibeamten. Es geht hier also um eine bessere Nachvollziehbarkeit polizeilicher Handlungen, nicht um deren "Entmachtung".

    Die Auflösung der Anonymisierung von Polizeibeamten ist faktisch eine Entmachtung der Polizei gegenüber organisierter Kriminalität und politischen Extremisten von allen Seiten. Diese benutzen die Einschüchterung von Polizisten und anderen Vertretern des Rechtsstaates als Machtmittel. Welcher Polizist wird noch bei Clans und/oder Faschisten und/oder Bolschewikken durchgreifen wollen, wenn er damit Leib und Leben seiner Familie gefährdet.

    Die Begrenzung staatlicher Machtmittel ist ein wichtiger Aspekt eines freiheitlichen Rechtsstaates. Durch die Forderung nach Aufhebung der Anonymisierung agiert die LINKE allerdings (wissentlich oder unwissentlich - also aus Dummheit oder böser Absicht) völlig maßlos und somit im Interesse von Berufsverbrechern und politischen Extremisten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bzgl. Brüdermühlstraße: … denke ich, Platzhalter für alles mögliche sein, nicht nur für Architektur (bspw. Angst vor Verkehrszunahme).

    Ich kann mich gut daran erinnern, daß sich die Proteste dezidiert gene die Architektur richtete. Die "vielen Erker" würden nicht in die Gegend passen. Das bedeutet im Klartext, daß den Beschwerdeführern die Architektur nicht langweilig genug war.

    Ähnlich war der "Sturmlauf der Bürger" gegen die ersten Entwürfe der Siemenszentrale gerichtet. Ungewönhlich, inspiriert, gewagt, verspielt, abwechslungsreich === böse ("Des is doch nimmer normal!").

    Ein anders Beispiel: Hohenzollernstraße 150. Hier haben "Bürger gegen Dachgauben gekämpft", weil sie "nicht in die Gegen passen".

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das bislang umfassendste Meinungsbild über Architektur in München gab es zu Beginn des Wiederaufbaus. Es ist den zahlreichen Protesten und Initiativen der damaligen Stadtbewohner zu verdanken, dass wir viele der heute so geschätzten historischen Gebäude wiedererhalten und nicht wie von Teilen der Politik und Architektur- und Stadtplanungsszene vorgesehen, "zeitgemäßen" Ersatz vor die Nase gesetzt bekommen haben. Man stelle sich vor, damals hätte das jemand als "kleingeistig-kleinbürgerliche Renitenz" abgetan.

    Ich würde mir daher vielmehr das Gegenteil wünschen: Dass die Bürger auch bei der konkreten Architektur wieder mehr mitreden und mitdiskutieren (dürfen), nicht nur bei der Stadtplanung und -entwicklung, wie das derzeit der Fall ist. Die Formate fehlen dafür bislang weitgehend: In der Bauleitplanung ist die konkrete Architektur in den meisten Fällen noch kein Thema und wenn das, wie hier, doch der Fall ist, dann wurde zuvor schon alles in nicht-öffentlichen Wettbewerben entschieden. In der SGK sitzen zwar BA-Mitglieder, aber meiner Erfahrung nach beschränken sich die Wortbeiträge auf parteiprogrammatische Aspekte, die eher wenig mit Architektur zu tun haben. In den BAs wird noch am ehesten auf der architektonischen Ebene diskutiert, aber auch dort hindert das Parteienwesen meist eine unvoreingenommene Debatte. Statt um Architektur geht es dann schnell nur noch um Baumasse, Verkehr oder Nutzungsmix.

    Was ich mir gut vorstellen könnte: Bei der Erarbeitung von Gestaltungsleitfäden, wie etwa in Neufreimann, werden die Bürger explizit miteinbezogen. Um etwas anderes als um Architektur geht es in diesen Richtlinien nicht - ein Abdriften in Grundsatzfragen wäre nicht möglich. Wenn wir solche Leitfäden konsequent auf alle mittleren bis großen Entwicklungsgebiete anwenden, wäre der Architektur vermutlich schon sehr geholfen.

    Ich bezweifle, ob etwas Gutes dabei herauskommt, wenn die Bürger zuviel mitreden. Ich gebe zu, daß es ein Glücksfall ist, daß man sich in München dafür entschieden hat, die historische Substanz weitgehend zu erhalten und nicht wie in Frankfurt oder Hannover vorzugehen. Was ich jedoch in den letzten 30 Jahren wahrgenommen habe erweckt in mir den Eindruck, daß der teil der Bürgerschaft, die sich einbringt, vor allem Langweile im öffentlichen Raum will.

    Auf der anderen Seite habe ich auch wenig Vertrauen in die Architekten. Ich verstehe zwar Zwänge durch ökonomische Notwendigkeiten und moderne Produktionsweisen sowie gesellschaftliche Veränderungen - aber alleine die Tatsache, daß sich Architekturprofessoren hinstellen und allen Ernstes sagen, daß Schönheit kein ästhetisches Kriterium sei (weil subjektiv) macht mich sprachlos. Bei aller Problematik des Subjektiven muss dennoch Schönheit das oberste (wenn auch schwerlich fassbare) Kriterium der Ästhetik sein.

    Soviel ich weiß wurden dort irgendwelche Leitungen verlegt/versetzt (Hauptkanäle, Strom, Wasser, Abwasser usw).

    Zu Bedenken ist auch, daß praktisch der gesamte Straßenraum vom Romanplatz über die Laimer Unterführung, Fürstenriederstraße und die Boschetsriederstraße selbst über die Aidenbachstraße hinaus bis zur Wolfratshauserstraße aufgerissen und umgebaut wird. (Zum Bereich zwichen Aidenbachstraße und Wolfratshausestraße werde ich demnächst mal Bilder lieffern). Das bindet gewaltige Ressourcen und da liegen einzelne Bauabschnitte naturgemäß immer wieder brach.

    Zudem wurde ja im gesamten Juli die östliche Tunnelröhre des Mittleren Ringes nördlich des Luise-Kiesselbachplatzes zewecks Instandsetzung gesperrt. Dafür wurde wiederum die Fürstenriederstraße vom Waldfriedhof in nördlicher Richtung bis zur Ammerseestraße temporär von einer auf zwei Fahrspuren erweitert. Das hat die Baustelle verschmälert und vermutlich auch blockiert.

    Ich verstehe die Ungeduld, aber das Bauvorhaben ist wirklich nicht klein.

    Dann ist der Zoo über die U3 in Thalkirchen praktisch nicht mehr zu erreichen.

    Hat man nicht beschlossen, die Buslinie zur Alemannenstraße (Flamingo-Eingang) auszudünnen?

    Ich habe Gemini dazu befragt - hier die Antwort:

    Dekoratives Anführungszeichen

    1. Wird die Buslinie zur Alemannenstraße (Flamingo-Eingang) ausgedünnt?

    Nein, ganz im Gegenteil. Es gibt keine Pläne, die Busverbindung auszudünnen. Der Fokus liegt darauf, das Busangebot zur Schönstraße / Alemannenstraße sogar zu verstärken.

    • Die Buslinie 52 (u. a. ab U1 Candidplatz) ist schon heute die wichtigste ÖPNV-Anbindung von der östlichen Isarseite zum Flamingo-Eingang.
    • Da der Fußweg von der U3 Thalkirchen während des Abrisses unterbrochen wäre, soll der Busverkehr gestärkt werden, um die Fahrgastströme abzufangen.
    • Das Problem dabei: Der Stadtrat und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wissen, dass die Linie 52 an spitzenreichen Wochenenden schon jetzt an ihren Kapazitätsgrenzen stößt.

    2. Wie will die Stadt München das Problem lösen?

    Weil der Stadt (die den Großteil der Anteile am Tierpark hält) drohende Umsatzeinbußen und lange Umwege für Besucher bewusst sind, verfolgt sie mehrere Lösungsansätze:

    • Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer: Es gibt massive politische Initiativen im Stadtrat, für die Dauer der Bauzeit eine temporäre Behelfsbrücke direkt an der Thalkirchener Brücke zu errichten. Damit würde die direkte Anbindung an die U3 Thalkirchen für Fußgänger erhalten bleiben, ohne dass man die weiten Umwege über den Flauchersteg oder Marienklausesteg machen muss.
    • Taktverdichtung bei den Bussen: Verstärkung der Busverbindungen von den östlichen U-Bahn-Stationen (wie U1 Candidplatz) zum Eingang Alemannenstraße.
    • Zukunftssichere Brückenplanung: Die neue Thalkirchener Brücke wird so konzipiert, dass sie breiter und tragfähiger wird als das aktuelle Holzbauwerk. Dadurch können künftig auch Midibusse direkt über die Brücke bis vor den Zoo fahren, was die ÖPNV-Anbindung langfristig verbessert.


    Ich habe bis jetzt nicht nach Belegen für Geminis Behauptungen gesucht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Auch wenn der Beitrag schon etwas her ist (muss ich leider übersehen haben): Ich sehe da ehrlich gesagt kaum Evidenz. Wenn, dann richten sich Bedenken aus der Bürgerschaft gegen Baumasse, aber mir fällt spontan nichts ein, wo Bürger gegen besondere Architekturen gewesen wären. Zumal es bei öffentlichen Wettbewerben mit Beteiligung der Stadt für Bauherren eher egal ist, wie der gemeine Bürger über die Entwürfe denken könnte - die Politik / Verwaltung als "Volksvertreter" sitzt ja bereits mit im Boot und die Baumassen sind über die Entwürfe hinweg meist identisch.


    Mir fällt da spontan als Beispiel ein die Brudermühlstraße 30 (geplant von einem japanischen Architekturbüro). Ein alles in allem recht normales Haus. Einzig ungewöhnlich: Es hat viele Erker. Ich kann miich gut an den Aufschrei "Bürger laufen Sturm", "passt nicht in diese Gegend" erinnern.

    Das ist das besagte Haus. So sieht es in der Umgebung aus.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Stattdessen einige Beispiele, bei denen die Ursache auf der Investorenseite zu finden ist: … Siemens (bei deren HQ-Neubau in der Altstadt die Bürger sicherlich nichts gegen eine bessere Architektur gehabt hätten).

    Soviel ich weiß gab es anfangs durchaus noch mutigere Entwürfe, die allerdings von der Bürgerschaft einhellig zurückgewiesen wurden ("passt nicht in diese Gegend").

    Anscheinend müssen sich Neubauten in einer öden Umgebung an die Ödnis anpassen.

    Diese beiden Beispiele sind natürlich kein hinreichender empirischer Beleg für einen "München-spezifischen Kleingeist" - vielleicht reagiere ich auch nur etwas überempfindlich gegen solche kleinbürgerlichen Befindlichkeiten. jedenfalls ist mir eine grundsätzliche Offenheit der Münchener gegenüber dem Ausgefallenen, dem Herausragenden, dem Außergewöhnlichen noch nie aufgefallen - eher das genaue Gegenteil. Ob es spezifisch Münchnerisch ist ist auch dahingestellt - solcherart kleingeistig-kleinbürgerliche Renitenz gibt es überall auf der Welt.

    Ahhh … … … , der Hornochse mäht schon wieder.

    Hornochs.jpg

    Wurde auch Zeit. Der Rasen wurde seit mindestens 8 Tagen nicht geschnitten und überschreitet das in Wimbledon zulässige Maß um mehr als 4 Millimeter! Krieg den Wildbienen und den Schmetterlingen!