Four Trivia - ein Großprojekt im weiteren Sinne

  • Four Trivia - ein Großprojekt im weiteren Sinne

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    Weitere Threads zu diesem Projekt: Four Frankfurt I: die Planung (233/178/125/105 m) | Four Frankfurt II: Abbruch der DeBa-Bauten | Four Frankfurt III: der Bau
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    Ein Bauvorhaben der Größenordnung des "Four" hat naturgemäß viele Facetten. Um den Projekt-Thread informativ und übersichtlich zu halten, erscheint es sinnvoll, für weiter ausholende, weniger konkrete Belange einen gesonderten Strang in der Main-Lounge zu schaffen. Bitte nutzt "Four Trivia" künftig um über weniger klar umrissene Aspekte des Projekts zu berichten und zu diskutieren. Konkret Projektbezogenes bitte weiterhin in den Thread "Projekt 'Four' auf Deutsche-Bank-Dreieck".

  • [FONT=&quot]Kann das so umgesetzt werden?[/FONT]

    [FONT=&quot]Projekt "Four" auf Deutsche-Bank-Dreieck[/FONT]

    [FONT=&quot]In der FAZ vom 07.03.2017 wird wieder über das Projekt “Four“ berichtet und auf die Ausstellung hingewiesen:[/FONT]
    [FONT=&quot]http://www.faz.net/aktuell/rhe…n-frankfurt-14908534.html[/FONT]

    [FONT=&quot]Auch wenn der gesunde Tomatensaft im Glas des Papas nicht der Schwerkraft unterliegt, so haben doch die Künstler [/FONT]
    [FONT=&quot]bei der Visualisierung des UNStudio-Entwurfes von [/FONT][FONT=&quot]Ben van Berkel[/FONT][FONT=&quot] eine Bestleistung vollbracht.[/FONT]

    [FONT=&quot]Schon bei diesem Punkt der Präsentation konnten die anderen Bewerber bei weitem nicht mithalten. Das mag zum [/FONT]
    [FONT=&quot]einen Teil daran gelegen haben, das UNStudio offensichtlich einen erheblichen Zeitvorsprung hatte, was auch am sehr [/FONT]
    [FONT=&quot]frühen Detailreichtum der Entwürfe sichtbar wurde.[/FONT]
    [FONT=&quot]Die anderen Bewerber waren sich dessen mit Sicherheit bewusst und konnten so ihre relativ chancenlose Bewerbung [/FONT]
    [FONT=&quot]einschätzen, zumal die UNStudio-Visualisierung auf jeden sofort umwerfend wirken musste.[/FONT]
    [FONT=&quot]Dazu kommt, dass es sich bei dieser Ausschreibung höchstwahrscheinlich wieder um ein sogenanntes [/FONT]
    [FONT=&quot]“Schmuddelverfahren“ handelt, wie es der BDA in diesem Interview mit der FNP als gängige Methode beschreibt:[/FONT]
    [FONT=&quot]http://www.deutsches-architekt…p?p=557920&postcount=2080
    [/FONT]
    http://www.fnp.de/lokales/fran…-Frankfurt;art675,2496376


    [FONT=&quot]Für jeden auffällig sind die Größen- und Mengen-Verhältnisse der Installationen in der Präsentations-Ausstellung im [/FONT]
    [FONT=&quot]Abs-Saal des Deutsche-Bank Gebäudes in der Junghofstraße, wo einen die ausgearbeiteten UNStudio-Objekte in ihrer [/FONT]
    [FONT=&quot]Vielfalt und Atmosphärischen Aussagekraft geradezu überwältigen sollen. Dagegen wirken die anderen Entwürfe, [/FONT]
    [FONT=&quot]unabhängig von ihrer Qualität, schon relativ mickrig und verzagt, hoffnungslos wie Alibi-Beiträge. Nur mit [/FONT]
    [FONT=&quot]hochklassigen Visualisierungen und Präsentationen kann man bei so einem Projekt mit Aussicht auf Erfolg in den [/FONT]
    [FONT=&quot]Wettbewerb gehen [/FONT]

    [FONT=&quot]Ohne die unzweifelhaften Qualitäten des Siegerentwurfes herabwürdigen zu wollen, muss man aber bestimmte [/FONT]
    [FONT=&quot]Aspekte dieser Visualisierungen, die eine objektive Beurteilung beeinflussen können, benennen.[/FONT]

    [FONT=&quot]Einige Punkte als Beispiel:[/FONT]
    [FONT=&quot]Wie es oben teils schon angesprochen wurde, wird beim UNStudio-Entwurf enorm stark mit Lichtreflexen, Lichteinfall [/FONT]
    [FONT=&quot]und Lichtspiegelungen gearbeitet, die vermutlich später in der Realität, kaum, selten oder überhaupt nicht so zu sehen [/FONT]
    [FONT=&quot]sein werden. Das ist gängige Praxis bei guten Visualisierungen.[/FONT]

    [FONT=&quot]“Der Glanz des Lichtes wird das Projekt strahlen lassen“[/FONT]

    [FONT=&quot]So wird In den Visualisierungen manches Detail und die Oberflächengestaltung überdeckt. Die vielen Glasflächen [/FONT]
    [FONT=&quot]werden in Natura nicht so himmlisch Transparent und in so märchenhaftem, sanftem Farbenspiel daherkommen, [/FONT]
    [FONT=&quot]sondern eher großräumig dunkel den Himmel und die Umgebung reflektieren. Zumal die Durchsichtigkeit, wie [/FONT]
    [FONT=&quot]dargestellt, keinesfalls zu erreichen ist, auch abhängig von der jeweiligen Beschichtung der Glasflächen natürlich und [/FONT]
    [FONT=&quot]den später dahinter angebrachten individuellen Sicht- und Sonnenschutz-Elemente. Auch die Durchleuchtung von [/FONT]
    [FONT=&quot]innen heraus wird so nicht stattfinden.[/FONT]

    [FONT=&quot]Und, nicht immer werden die Fassaden von so einem abendlichen, leicht warm-bräunlich reflektierten Sonnenstrahl-[/FONT]
    [FONT=&quot]Restlicht bei wolkenlosem Himmel zart getönt werden.[/FONT]

    [FONT=&quot]Und nur wenn die breiten, horizontalen und vertikalen Brüstungs- und Kanten-Bauelemente mit einem schönen, matten [/FONT]
    [FONT=&quot]Weiß auf Metall beschichtet oder eloxiert werden, ergeben sich diese traumhaft atmosphärischen Bildsituationen wie [/FONT]
    [FONT=&quot]für die Fußgängerebene visualisiert. Gestrahlter Kalksandstein wird so etwas kaum hervorbringen können, schon gar [/FONT]
    [FONT=&quot]nicht auf Dauer und schon gar nicht täglich und zu jeder Tageszeit.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]

  • ^Im ernst jetzt?
    Ich beziehe jetzt mich auf die Bilderstrecke der FAZ, die Du oben verlinkt hast.
    Die kritisierten Lichtverhältnisse überstrahlen in Bildern 1,2 und 3 die Gebäudekörper. Ist nicht so, dass sie sie besonders im besten Licht stehen lassen. Insbesondere Bild 2 zeigt einen nicht sehr schmeichelhaften hellen, milchigen Himmel, den man in Frankfurt im Frühjahr öfters sieht. Bild 3 wirft sogar die Gebäudekörper in einen sehr üblen Nebel den man im Herbst hier des öfteren hat. Klar werden niemals so viele Wohnungen gleichzeitig beleuchtet sein, aber dass nur durch die Beleuchtung die Gebäudekörper an Schönheit gewinnen, ist maßlos übertrieben.

  • Ich mache mir Sorgen, dass die Sockelgeschosse viel zu modisch angelegt sind und in der Folge schon wieder out sind bevor das Projekt fertig ist.


    Es ist aber kein gottgegebener Zwang immer "zeitlos" zu bauen. Architektur darf ruhig modern sein - und irgendwann dann eben auch "unmodern".


    Wenn moderne 60er/70er Architektur heute oftmals als nicht mehr zeitgemäß angesehen wird, dann liegt das nicht daran, dass sie modern ist, sondern dass es sich um schlechte, moderne Architektur handelt. Überdurchschnittlich gute, moderne Architektur wird niemals aus der Mode kommen. Insofern teile ich auch nicht Odysseus' Sorgen.

  • Es ist unglaublich, wie sich FFM inzwischen entwickelt. In nur 4 Jahren wird sich rund um den neuen "Stadtplatz" zur Mainzer ein dichter Hochhauspulk drängen, der zum ersten Mal richtiges "Mainhattanfeeling" aufkommen lassen wird, wenn man dort steht und sich umblickt. Vor wenigen Jahren war der Coba-Turm der einzige Highrise in dem Bereich. Die Entwicklung kann man inzwischen schon als "rasant" bezeichnen, zumindest für europäische Verhältnisse. Und weitere Highrises sind konkret in der Pipeline und wer weiss, was sich noch durch Brexit - oder generell dadurch, das FFM als Standort gut läuft, auch jenseits von finance und dadurch, dass auch Wohnhochhäuser einen Boom erleben - noch so alles ergibt. Wir erleben gerade eine Art zweite Gründerzeit im Hochhausbau mit und das "Four" Projekt steht im Zentrum. Bitte reicht weiter Bilder nach, es gibt hier keine Sättigung. ;)

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    Mal langsam! Das Projekt ist noch nicht umgesetzt. Die Hochhäuser sind noch nicht gebaut. Was ist, wenn eines der vier Hochhäuser begonnen wird und dann dem Investor das Geld ausgeht. Ich werde erst dann euphorisch sein, wenn alle 4 Türme tatsächlich gebaut worden sind. Davor glaube ich gar nix. :-)


    Wir erleben gerade eine Art zweite Gründerzeit im Hochhausbau mit und das "Four" Projekt steht im Zentrum.


    Zweite Gründerzeit im Hochhausbau? Demnach müsste es auch eine erste Gründerzeit im Hochhausbau gegeben haben. Und wann soll diese erste Gründerzeit gewesen sein?

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    Ich würde sagen in den 1990ern war die erste Gründerzeit des Hochhausbaus am Main. Da hat Frankfurt, so ist mein Eindruck in der Rückschau, nach den frühen Kämpfen zB um das Selmi, seinen Frieden mit Hochhäusern gemacht und neue Wahrzeichen wie Messeturm, Coba-Turm, Maintower, das Japan Center, das Trianon oder das "Kronen-Hochhaus" wurden errichtet, erstmals entstand eine wirkliche Skyline.


    Und zu deinem Pessimismus: ja mei, wir sind halt trotzdem noch in Deutschland. Da ist das Glas stets halb leer oder es wird gleich in Frage gestellt, ob es das Glas überhaupt gibt. ;) Halten wir uns doch einfach an die Fakten und die sagen, es gab zwei aufwändige Wettbewerbe und offenbar gibt es eine sehr solide Planung eines angesehenen Büros. Es gibt null Anzeichen, die deinen Pessimismus begründen könnten.

  • Ja,aber es ist sehr realistisch,dass das Projekt erst später realisiert wird,bzw. startet: Detailplanungen,Bauanträge,Baugenehmigung,alles innerhalb eines Jahres?Quasi unmöglich.


    Parallel die Logistik planen,Hotelbetreiber finden,evtl.auch Büromieter(gibt keine Aussagen darüber,ob spekulativ oder nicht.)


    Das ist alles sehr kompliziert und es wäre ein Wunder,wenn man den Zeitplan einhalten kann.Außer sie arbeiten wirklich den ganzen Tag nur an diesem Projekt und hinter dem ganzen steckt ein Investor aus den Golfstaaten,der unbedingt Geld da reinstecken will.

  • Wenn das Projekt im Grundsatz planungsrechtlich abgesprochen ist, kann mit Teilbaugenehmigungen nach erfolgtem Abriss mit der Gründung und den UGs begonnen werden, während oben vielleicht noch an Details gefeilt wird. An der Ausführungsplanung wird vermutlich schon lange intensivst gearbeitet, während parallel am B-Plan, an der straßenrechtlichen Genehmigung der Baustellenlogistik, an der Statik, am Bandschutzkonzept, an der Fassade, an der Energie- und Fernwäreversorgung und was noch allem gearbeitet wird. Ich bin überzeugt, dass das Projekt viel weiter ist, als es nach außen den Anschein hat. Eine professionelle Projektsteuerung machts möglich.

  • Kleines Update zu den Bestands Bauten, am 93 Meter hohen IBCF Hochhaus hat man nun das Deutsche Bank Logo abgedeckt - sicherlich ein Indiz das man nun bald mit dem Abriss beginnt.

  • Zunächst einmal ist es ein Hinweis darauf, dass die Bank dort nicht mehr ist. Das Areal wurde bereits an Groß & Partner übergeben, wie mir vor ein paar Tagen ein Wachmann bestätigte.

  • Gestaltungsvorschläge für das zukünftige Logo

    Groß & Partner bat um Gestaltungsvorschläge für das zukünftige Logo des Projekts Four Frankfurt und erhielt über 40 Einsendungen. Eine vierköpfige Fachjury aus Vertretern von Groß & Partner und Frankfurter Kreativen kürte nun die besten vier Arbeiten. Zu dieser Lösung kam es, weil sich die Jury nicht mehrheitlich auf einen Siegerentwurf einigen konnte. Die Siegprämie in Höhe von 5.000 Euro wurde entsprechend aufgeteilt.


    "Wir sind beeindruckt von der Anzahl und der Kreativität der Entwürfe. Wir hätten nicht damit gerechnet, so viele Vorschläge zu erhalten, zumal wir den Wettbewerb nur im Rahmen der Ausstellung zum Architekturwettbewerb beworben hatten", kommentiert Nikolaus Bieber, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, laut einer heutigen Pressemitteilung die Ergebnisse des Wettbewerbs. Groß & Partner beauftragt nun Profis mit der finalen Ausarbeitung des Logos.


    Das sind die vier prämierten Entwürfe:



    Entwurf: Silviu Stritter


    2

    Entwurf: Carla Thoen


    3

    Entwurf: Natalie Micheev


    4

    Entwurf: Norman Kraft

  • Kino im Hof

    Wer nach sehr vielen Jahren Verbotener Stadt einmal den Innenhof des früheren Deutsche-Bank-Areals betreten möchte, bevor Ende des Jahres die Bagger kommen, der kann das demnächst tun. Mit Unterstützung von Groß & Partner veranstaltet der Verein Lichter dort ab Anfang der kommenden Woche Freiluftkino. Informationen gibt es hier.

  • Logo

    Groß & Partner hat sich nun für ein (beauftragtes) Projektlogo entschieden und es auf der facebook-Seite vorgestellt. Es handelt sich um eine abstrahierte Draufsicht auf die vier Türme mit einer die Farbfläche(n) teilende Ziffer 4 in der Mitte.

  • Temporäre Gastronomie / Beginn des Abbruchs

    Im September eröffnet Pop-up-Gastronomie in der denkmalgeschützten Bebauung an der Junghofstraße. Betrieben wird sie von dem aus Bad Homburg stammenden Unternehmer Klaus Peter Kofler. Drei Wochen lang soll es dort "vier angesagte Lokale aus London" und ein Unterhaltungsprogramm geben, schreibt die FNP heute. Damit soll ein Vorgeschmack auf den geplanten Food-Court vermittelt werden.


    Der Abbruch der übrigen Bebauung soll dem Artikel nach erst Anfang 2018 beginnen. Bisher war Ende 2017 für den Beginn genannt worden.