Quartier Krystallpalast

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Grünau hat auch deutlich mehr Grünflächen als Südvorstadt

    Ach, das wollte ich noch ergänzen... Ich vermute, das ist auch eine gefühlte Wahrheit. Zur Südvorstadt gehören nämlich auch Fockeberg und Scheibenholz und so weit ich weiß, wird die Einwohner-pro-km²-Statistik der Stadt nicht um Grünflächen bereinigt. Auch der Grünflächenanteil dürfte in der Südvorstadt höher sein als in Grünau-Mitte, aber keine Ahnung, ob es dazu aufbereitete Daten gibt.

    Hier die Karte mit Gebietsgrenzen: https://www.leipzig.de/mein-stadtteil…ed/suedvorstadt

    Im Städtebau des Kristallpalasts erkenne ich durchaus ein wenig "Südvorstadt" wieder, inklusive der teils grünen Höfe.

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    Quarterback, Über das Projekt - Krystallpalast-Areal

    Und das noch: 22 Meter durch acht Etagen kann ja jeder mal selbst dividieren und sich überlegen, was dabei für eine Geschosshöhe herauskommt (abzüglich höheres Erdgeschoss und Deckenquerschnitt).

  • Ein Beispiel für Höhen-Ausprägung in konsequenter Art ist die Plattenbausiedlung Lößnig. Durchweg 11-Geschosser bilden ein ganzes Quartier. Dazwischen "Kleinkram" zur Nahversorgung, gerahmt von Einfamilienhaussiedlung und einem Neubau mit "Höhenbezug" an der Ecke Dankwartstraße. Klar, die Einwohnerzahl ist sehr hoch, doch ob das auf dieses Gebiet bezogen je km² mehr oder weniger als.... Südvorstadt, Str.d.18.10. oder Grünau ist, habe ich noch nicht ausgerechnet.

    Barcelona ist bekannt für immense Einwohnerdiche (mehr als 10k/m²), dort sind es mW. rund 8 / 9 Etagen zuzüglich/abzüglich Abweichungen. Jedoch kein Wohnturm dazwischen. An der Johannisallee baut die LWB ja in etwa in dieser Höhe.

    Als positive situiertes Hochhauswohnen fällt mit die LWB / Wintergartenhochhaus ein.

    Dort, wo es aus Platzgründen nur ein kleines Grundstück verbleibt, die Anzahl zu schaffenden Wohnraums jedoch arg drückt, wäre es vereinzelt denkbar. Zum Preis hoher Baukosten und dem Aufwand, das Wohnen "zu betreuen".

    An der Prager Str./Riebeckstr. sieht man deutlich, dass breitere Straßen mehr als 5 übliche Etagen brauchen. Am Ring (Roßplatz) mit den 50er Jahre-Bauwerk wird es deutlich - breitere Straße = höhere städtebauliche Kante.

    Generell bleibt die Frage zu bedenken, wohin und wie weit sich Leipzig entwickelt. Wie viele Wohnungen sind noch baubar, je Wohnung rechnerisch 2 neue Einwohner denkbar. Reichen 700.000 Ew, um den demografischen Wandel für die nächsten Dekaden zu bewältigen? Brauchen wir mehr? Nochmal 100.000 weitere Einwohner bedeutet grob weitere 50.000 Wohnungen. Das ist grob die Fläche von 1,5 x Grünau. Hat Leipzig noch so viel bebaubare Fläche? Können wir uns leisten, größere Flächen zu vereinfamilienhäusern? Muss Gewerbe wieder weichen?

  • Um den demographischen Wandel zu bewältigen brauchen wir vor allem Jobs und Wirtschaftswachstum, damit gut situierte Neubürger nach Leipzig ziehen, Studenten aus ganz Deutschland nach dem Studium hier bleiben. Die Einwohnerzahl an sich ist gar nicht so wichtig. Perspektivisch würde ich es gerne sehen, wenn die Großwohnsiedlungen entweder suburbanisiert werden (Höhenrückbau bei gleichzeitiger Füllung der weiten Wiesenflächen zwischen den Häuser mit Einfamilienhäusern) oder gleich ganz rückgebaut werden. Ziel wäre eine prosperierende, kompaktere Stadt mit eher höherer Bevölkerungsdichte als heute

  • Ob diese Strategie aufgeht, würde ich gern anzweifeln. Wie sollen denn Jobs und Wachstum sich hier (zuerst) ansiedeln, wenn es an Wohnungen mangelt bzw. die Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl so gering ist, dass dies keine solventen wirtschaftswachstumsinitiierenden Neubürger anlockt?

    Außerdem: Ganz unabhängig von der Notwendigkeit mehr wirtschaftlicher Prosperität MUSS im Bestand die Versorgung gesichert werden. Gesundheit, Bildung Erziehung, Betreuung, Mobilität und Verwaltung klingen nicht nach Hightech, benötigen jedoch jede Menge Personal. Sobal die geschmähten boomer in Rente sind, wird es knapp auf diesen Ebenen. Es MÜSSEN mehr Einwohner angelockt werden, denn die verrenteten Boomer ziehen ja nicht weg oder sterben wie die Fliegen. Das nur, damit die Versorgung halbwegs stabil bleibt. Die anderen Cluster kommen zusätzlich.

    Deshalb bleibe ich bei der These, dass 700.000+ Einwohner stabiler für die Zukunft sind als weniger. Und diese brauchen Wohnungen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die obigen Beispiele sind gerade keinen guten Beispiele. Hier stehen vorwiegend Solitäre auf grüner Wiese. [...]

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Frage ist, ob das überhaupt vier Beispiele für irgendwas sind oder nicht eher vier völlig verschiedene. [...]

    Meine Güte Leute! Ich glaube wir sollten uns in dem Forum darüber klar sein, dass wir zumindest auf einem Niveau sind, auf welchem die von mir genannten Beispiele einen thematischen Bezug haben. Mitnichten schrieb ich von einer 100% Applikation von Wohnhäusern mit über sieben Etagen von Großwohnsiedlungen, in die Kernstadt hinein.

    Hier ging es darum, eine Brücke zur Argumentation zu schlagen: dass sieben Geschosse ein Höchstmaß im Blockrand sind. Dabei meinte ich, dass ja eben Wohnungsgenossenschaften welche nicht gerade für extremem Kommerzialismus im Immobilienmarkt stehen, in Leipzig in nicht verdichteten Wohnlagen mit geringerem Mietniveau solche Gebäude bauen und sogar Ideen für weitere haben.

    So mal meines Wissens, hier schon einmal davon geschrieben wurde, dass die Stadt ein höheres Gebäude in dem neuen Dreieck von Hofmeister- und Brandenburger Straße abgelehnt hatte. Genau das ist, meines Erachtens, ein komplett falscher Ansatz.

  • Im LVZ-Artikel zu den beiden Lipsia-Türmchen kann man zum Beispiel die Aussage lesen: „Mit einer Gesamthöhe von 25 Metern bleiben wir noch knapp unter der Hochhausgrenze.“

    Sieben Geschosse sind ganz offenkundig das wirtschaftliche Höchstmaß in Leipzig. Ausnahmsweise wird hier und da mal höher gebaut werden in Leipzig, aber es bleibt eben die Ausnahme. Für die Schaffung von Wohnraum ist das aber zum Glück eh unbedeutend. Dafür zählt nur, dass dort, wo gebaut werden kann, gebaut wird. Und da sind sieben Geschosse schon ganz schön viel. In Leipzig sind 8.000 Wohnungen bereits genehmigt, aber es wird einfach nicht losgebaut. Was diskutieren wir da über Türme oder auch nur zwei, drei Etagen irgendwo obendrauf? Das ist wirklich nicht das, was mir zuerst einfiele, um die Wohnungsfrage anzugehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Ziegel (16. Januar 2026 um 13:25)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Um den demographischen Wandel zu bewältigen brauchen wir vor allem Jobs und Wirtschaftswachstum, damit gut situierte Neubürger nach Leipzig ziehen, Studenten aus ganz Deutschland nach dem Studium hier bleiben. Die Einwohnerzahl an sich ist gar nicht so wichtig. Perspektivisch würde ich es gerne sehen, wenn die Großwohnsiedlungen entweder suburbanisiert werden (Höhenrückbau bei gleichzeitiger Füllung der weiten Wiesenflächen zwischen den Häuser mit Einfamilienhäusern) oder gleich ganz rückgebaut werden. Ziel wäre eine prosperierende, kompaktere Stadt mit eher höherer Bevölkerungsdichte als heute

    Großwohnsiedlungen zu "suburbanisierten" halte ich für keine notwendige Strategie. Neu-Paunsdorf wird sogar weiter ausgebaut, hier herrscht auch eine niedrige Durchschnittshöhe. Es gibt doch nur noch wenige PH16. Grünau hat nur fünf von ehemals 19 PH16 - hier wurde stark ausgedünnt und begrünt. In Schönefeld und Lößnig hat man den Umschwung, meines Erachtens, geschafft. Dort ist für mich keine dominante negative Tendenz einer sozial prekären Großwohnsiedlungen vorhanden. Der 18. Oktober ist die einzige noch vorhandene Großwohnsiedlung mit acht PH16. Diese ist nah an der Stadt und erfährt eine stärkere Verdichtung mit starker sozialer Diversität. Was städtebaulich und in Bezug auf den Standort innerhalb der Stadt, nur schlüssig ist.



    Doch, die Einwohnerzahl ist wichtig. Denn sie trägt einen Teil zu einem größeren Wirtschaftskreislauf bei. Leipzig hat seine Bevölkerungsstruktur, wie keine andere Großstadt außer Berlin, in den letzten 25 Jahren so stark verändert. Die Niedergang zu Ende der 1990er und die dann wieder stattfindende Zunahme ab der Mitte der 2000er Jahre, hat rückblickend eine sehr positive Veränderung gebracht. Eine Migration von Neubürger:innen ist tendenziell nie "gut situiert" sondern statistisch jünger und für Ausbildung, Hochschule, breitere soziale Strukturen und dem Arbeitsmarkt in die Stadt gekommen. Was zählt, ist dann was die Stadt für eine positive Entwicklung bieten kann. Darum geht es.

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    ... Eine Migration von Neubürger:innen ist tendenziell nie "gut situiert" sondern statistisch ...

    ganz genau. Das Geschichtsbuch ist voller success-storys von Menschen, die selbst oder deren Eltern aus unterschiedlichsten Gründen nach Leipzig einwanderten.

  • @mod: höchste Zeit für die Lounge? Thnx!

    Um mal wieder was konkret zum Projekt zu posten:

    Dekoratives Anführungszeichen

    […] An der Brandenburger Straße hat direkt neben dem A&O Hostel der Bau für den Abschnitt 1a (Büros) begonnen.

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    quarterback […]

    Auch bei diesem Bauabschnitt wurde mit der Installation der Fassadenelemente begonnen, welche ebenfalls aus Metall bestehen:

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    ©555Farang

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    Hier noch zwei Fotos von dem äußerlich fertig gestellten Bürogebäude an der Brandenburger Straße aus der letzten Woche (und bei sonnigerem Wetter):

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    ©555Farang

  • Mittlerweile ist der Palast komplett abgerüstet...

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    Visu:

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    Unverständlich, warum diese Art Wandgestaltung nur im Innenhof zu finden ist...

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    Fassaden über die gesamte Straßenlänge zu monoton,

    Blick in den Innenhof:

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    Hier wurde die Fassade etwas aufwendiger gestaltet, allerdings die damit verbundenen Möglichkeiten weitgehend verschenkt. Die unauffälligen Muster sind nur aus der Nähe wahrzunehmen...

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    Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen, für die Hauptfassade zum Platz hin diese glasierten Ziegel/Kacheln zu verwenden und dabei mit Mut zur Farbe wenigstens einen architektonischen Höhepunkt zu entwickeln...

    Einmal editiert, zuletzt von Rundling (18. Juni 2026 um 03:43)