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^ same here MDR-Sachsenspiegel
Erfreulich die große Hilfsbereitschaft...
...die sich auch heute fortsetzt LVZ Ab Montag sollen dann alle Bahnen wieder normal fahren. ![]()
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Zwei Sachen, bevor vielleicht schon bald die nächste Hitzewelle kommt:
Chance für neue Tramverbindung zum S-Bahnhof Wahren
9. Juli 2026
Um den Stadtteil Wahren und Gewerbegebiete im Leipziger Nordraum besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden soll die heutige Straßenbahnlinie 10 bis zum S-Bahnhof Wahren verlängert werden. Eine Machbarkeitsstudie hat im Auftrag des Freistaats Sachsen, der Stadt und der Leipziger Verkehrsbetriebe dafür drei mögliche Varianten der Trassenführung untersucht. ... Inwiefern und wann das Bauprojekt umgesetzt werden kann, hängt von der Haushaltssituation, verfügbaren Fördermitteln und der Priorisierung durch den Stadtrat ab. Dennoch sollte jetzt zumindest die Variantenauswahl abgeschlossen werden, so dass das Projekt möglichst nahtlos weitergeführt werden kann, wenn die entsprechenden Gelder vorhanden sind.
https://www.leipzig.de/newsarchiv/new…-bahnhof-wahren
https://www.leipzig.de/leben-in-leipz…eiterung-wahren
LVB: Projekt „Mobilität der Zukunft in Leipzig-Wahren“
https://www.l.de/verkehrsbetrie…leipzig-wahren/
Die CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat - in Person von Marcus Mündlein oder Lucas Schopphoven - hatte nach meiner Erinnerung ja bereits vor geraumer Weile angekündigt, quasi alle Erweiterungsvorhaben für das Leipziger Straßenbahnnetz im Rat abzulehnen, solange der zweite Citytunnel nicht geprüft und bestätigt bzw. geplant wird.
Apropos zweiter Ost-West-Citytunnel. Ist das noch konservativ oder nur noch komisches Theater für Boomer-Wähler*innen, die dann hoffen, dass die blöde Bimmel bald ganz unter die Erde verschwindet und die Hauptstraßen endlich wieder nur den gehören, die der richtige Verkehr sind - ihr eigenen KfZ?
Der Kandidat der CDU im anstehenden Wahlkampf für die Bürgermeisterinwahl am 21. Februar und 21. März 2027 Michael Weickert stellt schon mal ein paar Eckpunkte seiner Wahlversprechungen auf:
LZ: Nehmen wir mal an, Sie würden nächstes Jahr Oberbürgermeister werden. Was wären Ihre ersten Punkte und was wäre Ihre Vision für 2034?
Weickert: "... Und ein erster Schritt in der Vision bis 2034 wäre, dass wir zumindest damit beginnen, den zweiten City-Tunnel zu planen."
https://www.l-iz.de/politik/leipzi…ahl-2027-661743
"Beim Verkehr spricht Weickert auch über langfristige Großprojekte wie einen zweiten City-Tunnel. Der wäre allerdings nicht allein vom Rathaus abhängig, sondern bräuchte Unterstützung von Bund, Land, Bahn und Region."
https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/vide…-obm-wahl-2027/
Prag baut eine neue Metrolinie und 6 (!) neue Straßenbahnlinien, Paris/Ile de France 200km neue Schienen.
Und auch wenn der Größenvergleich der Städte hinkt schafft es Deutschland seit vielen Jahren nicht, gerade mal 400m Straßenbahngleise bis zum S-Bahnhof Wahren zu legen - von der Verlängerung der 9 in Thekla und der Südsehne ganz zu schweigen. Armes, armes Deutschland.
Mmmh, an der vierten Prager Metrolinie Déčko wurde aber schon rumgeplant, als ich vor einen halben Jahrhundert da eine Weile gelebt habe. Die ersten Überlegungen dazu stammen aus den späten 60er und 70er Jahren. Konkreter wurde es dann in denn 2000er und 2010er Jahren.
https://cs.wikipedia.org/wiki/Linka_D_(metro_v_Praze)
Die Pläne für den Ausbau des Prager Straßenbahnnetzes wurden im September 2017 von der Stadtvertretung bestätigt, also auch schon eine ganze Zeit vorher erstellt. Die wichtige Wiedereinführung der Straßenbahn über den oberen Teil des Václaváks und links am Nationalmuseum vorbei wurde sogar schon im Oktober 2012 in der Stadtvertretung beschlossen und soll nun im Sommer 2027 in Betrieb gehen. Da ist also auch ein wenig Wasser die Moldau runtergeflossen.
Es sind eben vor allem politische Schwerpunktsetzungen nicht nur in den Kommunen, sondern auch in den Ebenen darüber, inbes. der "Gesamtstaat", sowohl in Prag als auch in Paris. Viele Grüße nach Berlin, vor allem aber nach Dresden.
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Und auch wenn der Größenvergleich der Städte hinkt schafft es Deutschland seit vielen Jahren nicht, gerade mal 400m Straßenbahngleise bis zum S-Bahnhof Wahren zu legen - von der Verlängerung der 9 in Thekla und der Südsehne ganz zu schweigen. Armes, armes Deutschland.
Naja, ich stimme zu, dass es oft lange dauert und Bedenkenträger oftmals nur aus Prinzip verkomplizieren. Aber Schienenausbau in Deutschland lässt sich nicht allein an 400 m nach Wahren festmachen. Bspw. entstehen in Hamburg, München, Frankfurt und Nürnberg/Erlangen aktuell auf kommunaler und interkommunaler Ebene einige neue und verlängerte U-Bahn- und Trambahnlinien.
Das Problem sehe ich vielmehr in der freistaatlichen Politik (Sachsen steht finanziell vglw. gut da, oder irre ich?), aber eben auch in der kommunalen Uneinigkeit bzw. pauschalen Ablehnung der knapp stärksten Partei. Dass sich diese von vorn herein allen Tramprojekten verweigern will, wenn ein davon völlig losgelöstes Projekt nicht geprüft und geplant wird, ist absurd.
Wäre denn ein Bürger- bzw. Ratsbegehren zum Thema Citytunnel 2 sinnvoll? Wenn abgelehnt, dürfte dieses Damoklesschwert über dem Trambahnausbau verschwinden.
Ich bin da sehr frustriert, zumal die Tram- Ausbauprojekte schon vor knapp 6 Jahren beschlossen wurden, jetzt ist gerade mal eine STUDIE für die Realisierung von ein paar hundert Metern fertig. Da reden wir also von Realisierungszeiträumen von mindestens 10-15 Jahren.
Und die CDU, die in den letzten 2 Jahrzehnten die Bundesregierung gestellt hat und die maßgeblich für den jetzigen Reform- und Investitionsstau verantwortlich ist, kann man eigentlich nur durch Ignorieren abstrafen. Neben rückwärtsgewandter Verkehrspolitik und langen Genehmigungsverfahren kämpft die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt absurderweise mit dauernder Finanznot auf allen Ebenen, insofern wird es auch in Leipzig vermutlich noch Jahrzehnte dauern, bis die Ausbauprojekte vorankommen.
Im Stadtrat macht die CDU-Fraktion den zweiten Citytunnel häufig zum Thema, sowohl in direkten Anfragen und Anträgen als auch, wenn es um andere Themen zum Verkehr geht.
Anfrage - VII-F-10375
Anfrage zum zweiten Citytunnel - Status vorbereitende Prüfung
https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…0&refresh=false
Haushaltsantrag Stadtrat - VIII-HP-10307
Gründung einer Planungsgesellschaft für einen zweiten Citytunnel Ost-West
https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…1&refresh=false
Nein, nicht einmal eine (ja auch recht teure) Befragung aller Einwohner*innen der Stadt oder einer repräsentativen Auswahl wäre sinnvoll, des es geht ja nicht nur um das Wollen und Wünschen, sondern darum, ob es für den Verkehr in der Stadt und dem weiteren Umland sinnvoll und finanzierbar ist. Dazu sollte u.a. eine Kosten-Nutzen-Analyse/Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) vorliegen. In absehbarer Zeit sollte zunächst erst einmal eine Machbarkeitsstudie des ZVNL vorgelegt werden (Antwort der Stadtverwaltung auf die oben genannte Anfrage der CDU-Fraktion (https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…4&refresh=false).
NAHVERKEHRSPLAN 2025 - 2030
Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)
ENTWURF
15.09.2025
https://zvnl.de/wp-content/upl…ung_Entwurf.pdf
11. Prüfung eines neuen Tunnels im spurgeführten Verkehr in Ost-West-Richtung in der Stadt Leipzig
Es ist eine Untersuchung der Einbindung eines Ost-West-Tunnels in das bestehende Eisenbahnnetz unter Berücksichtigung der Einwohnerentwicklung und -prognose vorgesehen. Im Sinne einer wirtschaftlichen Ausgestaltung dieser Infrastrukturanlage sind die Planung und Bestellung der SPNV-Kapazitäten zu prüfen. Die Auswirkung auf das bestehende SPNV-System unter Beachtung der effizienten Steigerung der SPNV-Nutzung wird einer Analyse unterzogen. Die Untersuchung eines zweiten Citytunnels wird durch den ZVNL an ein qualifiziertes Ingenieurbüro beauftragt und ist derzeit noch in Bearbeitung.
Zweiter City-Tunnel: Für das Milliarden-Projekt fehlt noch jede belastbare Prüfung
Von Ralf Julke
Leipziger Zeitung, 10. Januar 2025
Ich finde es gut, wenn Weickert dieses 2. Tunnl Projekt zum Hauptthema macht. Umso einfacher kann man den Scharlatan entzaubern, für die Nicht-Sinnhaftigkeit des 2. Tunnels reichen 5 Minuten. Verstehen kann ich nicht, warum die Gremien hier Jahre mit Prüfkram vertrödeln, dIe Ingenieure mit Hunderttausenden Euro entlohnen und das Geld für Machbarkeitsstudien Tram mit mehr Ambitionen als bisher nicht finanzier, geschweige denn vorstellbar ist!
OBM Wahlkampf könnte also zur Abwechslung heiter werden, wenn die CDU straßenbahnfeindlich ist, ließe sich spielend zurück polemisieren.
Ich bin mir nicht so sicher, dass das so lustig werden wird und es den allermeisten klar ist, dass hier Luftschlösser - naja, eher das Gegenteil, weil ja nicht in der Luft, sondern unterirdisch - gebaut werden und die notwendige Debatte über konkrete Verkehrslösungen wie etwa neue Straßenbahnlinien und -abschnitte, vor allem Südsehne, mit dem Malen einer glanzvolle Zukunft mit langen, tiefen Tunneln und hohen Seilbahnen für den ÖPNV, Fahrradwegen am Waldrand und wieder ganz viel Platz und freier Fahrt für freie Bürger auf der Straße be- oder verhindert werden soll.
Die Debatte um den zweiten Citytunnel läuft schon seit über zehn Jahren. Die Leipziger CDU hat den Tunnel - noch indirekt - im Kommunalwahlprogramm 2019 genannt und ganz explizit dann 2024 (https://leipzig-besser-machen.de/). Nicht wegen den Tunnelversprechen, aber mit ihnen, wurde sie stärkste Fraktion im Stadtrat. Der CDU-Kandidat Sebastian Gemkow, der für die Leipziger CDU eher liberal und progressiv und weniger konfrontativ agierte, sprach sich bei der OBM-Wahl 2020 für den Tunnel aus (https://www.luhze.de/2020/01/30/die…r-unsere-stadt/), schob ihn aber aus guten Gründen nicht so nach vorn wie es die Leipziger CDU seither macht. Er unterlag damals nur knapp.
Ich gehe auch davon aus, dass Weickert beim ersten Wahlgang der OBM-Wahl am 21. Februar 2027 eher im (hinteren) Mittelfeld landen wird, aber nicht wegen seinen Tunnel-Verkündigungen, sondern weil es mindestens einen älteren, bekannteren, besser vernetzen und von diversen A- bis Z-Promis dieser Stadt unterstützten Wahlkandidaten v.a. für die Wähler*innenmilieus der CDU und drumrum gibt, der auch auf "große Männer machen große Projekte" und "mehr Mut" und "Visionen" setzt. Ich würde mich nicht wundern, wenn der zweite Citytunnel im Herbst dann in dessen Wahlprogramm als "mutige Vision vieler Leipziger Bürger, die unbedingt unterstützt und umgesetzt werden muss" auftaucht.
Umso wichtiger ist es, dass endlich diese unsäglich resourcenverschwndenden Fachprüfungen beendet werden und ein für alle mal klar gestellt wird, dass der bestehende City-Tunnel nicht sinnvoll gekreuzt werden kann. Genauso wie die von der CDU vorgeschlagenen Kfz-Kurztunnel vor dem Hbf nicht simpel gebaut werden können, sondern in knapp 50 m Tiefe schmale tiefe Schluchten aufreißen würden.
Kurzum: Klare Worte, dass da technische und technologische Nieten irgendwelchen Quatsch zusammenstümpern. Solche Nicht-Kompetzenz darf nie in irgendeine Entscheidungsgewalt gewählt werden.
Die Frage ist, ob das Gutachten "nur" die Machbarkeit zu einer zweiten Stammstrecke erstellt, oder dieses auch eine Handlungsempfehlung für die gegenwärtige Struktur inkludiert. Letzteres wäre tatsächlich extrem wichtig um die bisherige provinzielle Herangehensweise dringend zu überdenken und mittelfristig zu ändern. Streckenlänge, Endhaltepunkte, Fuhrpark, weitere Stationen etc.
Spul mal kurz etwas zurück. eine Zweite Stammstrecke ist baulich nicht möglich UNTER dem jetzigen Tunnel hindurch. Ohne diesen zu kreuzen, ergibt diese erst recht keinen Sinn.
Damit wäre die "Studie" schon zu Ende.
^ Baulich nicht möglich?!
Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf eine erneute Endlos-Diskussion zum OWT aber rein technisch ist eine Querung natürlich möglich. Pro-Bahn gibt als ein Hauptkritikpunkt eine (Stations)Tiefe von mind. 55 m an. Dazu die KI:
Internationale Gegenbeispiele für tiefe Stationen
Dass Stationen in dieser Tiefe (oder noch tiefer) erfolgreich im Alltag funktionieren, zeigen folgende Beispiele:
Náměstí Míru (Prag, Tschechien): Das europäische Paradebeispiel liegt 53 Meter tief (also fast exakt die für Leipzig diskutierte Tiefe). Sie besitzt 87 Meter lange Rolltreppen und fertigt zu Stoßzeiten theoretisch bis zu 13.500 Personen pro Stunde ab.
Mal ganz davon abgesehen ob, wann oder wie ein OWT zustande kommt und was dafür und dagegen spricht kann man m.M.n. konstatieren, dass erstmal der bestehende ÖPNV auf Vordermann gebracht werden sollte - denn da liegt noch einiges im Argen.
Zum kommenden OB-Wahlkampf: Die CDU hat sich keinen Gefallen getan Weickert zu nominieren. Ein Kandidat, der hauptsächlich konfrontativ und bisweilen populistisch auftritt wird wohl kaum die Stadtgesellschaft hinter sich versammeln können. Schade, dass hier Gemkow abgesagt hat, gleiches gilt für Felthaus bei den Grünen. Die SPD hat mit Marius Wittwer ein großes Talent und zukünftigen OB-Kandidaten in ihren Reihen - diese Wahl kommt für ihn allerdings noch zu früh. Dirk Panter kann ich schlecht beurteilen - wirkt ggü. Jung aber natürlich weit weniger charismatisch.
^ Anknüpfend und zu:
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Spul mal kurz etwas zurück. eine Zweite Stammstrecke ist baulich nicht möglich UNTER dem jetzigen Tunnel hindurch. Ohne diesen zu kreuzen, ergibt diese erst recht keinen Sinn.
Damit wäre die "Studie" schon zu Ende.
Das meine ich ja. Generelle Frage, auf was bezieht sich denn die Studie? Kann eine zweite Stammstrecke technisch und unter bestimmten finanziellen Rahmen umgesetzt werden oder sollen die Kapazitäten/Effizienz des S-Bahnnetzes erweitert bzw. verbessert und in diesem Zusammenhang ein zweiter Tunnel möglicherweise einbezogen werden?
Bei letzterem bietet sich die Möglichkeit, eine klare Empfehlung für die jetzigen Strukturen zu geben und diese unsinnige Bündelung von Regio-Strecken in ein richtiges S-Bahnnetz zu ordnen. Also zweiter Tunnel nein, dafür aber wesentliche Neuordnung des jetzigen um Effekte so mitzunehmen.
Wenn nur ersteres analysiert wird, dann fällt der ganze Zusammenhang mit nur Kosten/Nutzen einfach zu kurz. Was schade für die dringend notwendige Verbesserung der jetzigen Strukturen wäre.
korrekt, die große Tiefe ist einer der drei Hauptknackpunkte. Zwischen 50 und 60 m Tiefe bedeutet sehr große Zeitverluste bis an die Oberfläche oder gar zum Umsteigen. Vom Vernetzen leben solche Strecken, doch wenn der Weg ans Licht länger dauert als die Radfahrt der eigentlichen Strecke, wird es eben absurd. (bauen kann man alles , nur wozu)
Punkt 2: Stadionanbindund erfordert dort großen Bahnhof (unterirdisch?!)
Punkt 3: Fortsetzung im Eisenbahnnetz ergibt nirgends Sinn.
Mir ging es gar nicht um eine erneute technische Diskussion, sondern nur darum, dass der zweite Citytunnel nun im OBM-Wahlkampf wieder hochgekocht werden wird. Und wie der aktuelle Stand bei den Voruntersuchungen des ZVNL ist.
Aber wenn ihr schon das Teil an sich diskutiert, dann werfe ich mal wieder ein, dass die Probleme nicht nur am Hauptbahnhof und am Stadion (sowie beim mit Beton verfüllten Luftschutzbunker in den drei ehem. Teichen auf dem Lindenauer Markt) zu verzeichnen sind, sondern mir noch niemand nachvollziehbar erklärt hat, wo die beiden Enden des zweiten Citytunnels denn wieder an Oberfläche kommen und wie sie dort an das S-Bahn/-Eisenbahnnetz angebunden werden sollen.
Ich habe mir eben noch mal die Website von Frank Eritt, nach eigener Aussage der Erfinder, mit Sicherheit aber einer der lautesten Befürworter*innen der Idee des zweiten Ost-West-Citytunnels angeschaut.
https://www.citytunnelleipzig.info/ost-west-tunnel.php
Ihm zufolge soll die S-Bahn dann nördlich des Bahnhofes Plagwitz noch vor dem Karl-Heine-Kanal nach Nordosten wegschwenken, "um die Engertstraße mit einer Brücke zu queren". "Anschließend taucht die Trasse ab und ist nach ca. 500 m im Tunnel verschwunden. Das Tunnelportal würde sich im Park hinter der Endersstraße befinden." Ich wüsste gerne, wieviele bewohnte Mehrparteien- und neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser an der Engertstraße, an der verlängerten Jordanstraße 1a bis 1 f oder mehr sowie an der Ecke Henriettenstraße und Jordanstraße dafür abgerissen werden müssten.
https://www.google.com/maps/place/Lei…2.3239692,233m/
Und wie speziell die CDU-Fraktion im Stadtrat das lösen will. Etwa mit Enteignungen der vermutlich eher unwilligen Eigentümer*innen?
Was würde vom Henriettenpark in seiner gesamten Länge bleiben, wenn dort der Tunneleingang platziert werden soll?
Eine ähnliche Frage stellt sich bei Eritts Vorschlag, bei seiner Südvariante das Ostende des Tunnels und eine Station in den Lene-Voigt-Park zu legen, also ziemlich genau dorthin, wo gerade für rund 66 Millionen Euro am Gerichtsweg / Reichpietschstraße ein neuer Bildungscampus mit einer fünfzügigen Grundschule mit Hort, einer Kita sowie eine Sechs-Feld-Sporthalle entsteht.
Die erste Station am Lindenauer Markt soll nicht unmittelbar auf dem etwa Nordost-Südwest ausgerichteten Markt entstehen, sondern unter dem Westbad bzw. dem Block Marktstraße/Odermannstraße mit Ausgängen am Lindenauer Markt und auf dem Minipark, der Brache oder Baufläche an der Ecke Lützner Straße/Odermannstraße am Gambrinus. Technisch ist das sicherlich irgendwie möglich, aber die Kosten für den Bau einer unterirdischen Station, also nicht nur einer Tunnelbohrung, unter Gebäuden wie dem Westbad von zwei Seiten und eben nicht von oben würde mich durchaus interessieren.
Für die weiteren Stationen stellen sich ähnliche Fragen, aber das reicht erst mal, zumal die ja hier wohl niemand beantworten kann oder möchte.
Vielleicht kann es aber in den nächsten Monaten bis Februar bzw. März der CDU-Kandidat für die Wahl der Leipziger Oberbürgermeisterin Michael Weickert beantworten. Ich werde versuchen, ihn danach zu fragen. Vielleicht wollen das ja auch andere machen.
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Ja bitte, Unbedingt bei all diesen Ideen fragen und nachbohren, wenn dann ausweichend gesagt wird, "das wird zu gegebener Zeit gelöst". Auf Deutsch: Nie.
Vermutlich reicht es Weickert schon, diese Fata Morgana hochzuhalten um damit begründend weitere Investitionen in das Straßenbahnnetz wegzulassen. Das zeigen ja bisherige Abstimmungsbegründungen im Stadtrat. So kann er seiner Klientel freigeräumte Straßen als Hoffnungsschimmer in die Köpf pflanzen. Vergessend, dass dieses Klientel bis zum Spatenstich altersbedingt verstorben sein wird.
Von anderer Seite, ich glaube es waren mal 2 SPD-Stadträte, kam die Ring-S-Bahn ins Spiel. Genauso ein Unikum der Undurchführbarkeit.
Beide Ideen eint, dass Antworten gegeben werden auf Fragen, welche sich gar nicht stellen.
Den 2. Tunnel hat auch Jung selbst immer wieder ins Spiel gebracht, hier und woanders wird das Thema diskutiert. Wie LE Mon. hist. schrieb, dürfte es für das Vorhaben durchaus Zustimmung in der Bevölkerung geben, was ja am Ende daran liegt, dass der 1. Tunnel ein echtes Erfolgsprojekt ist und viele Menschen mitbekommen haben, wie wichtig ein guter ÖPNV insgesamt ist. Beides ist ja erstmal positiv und Städte vergleichbarer Größe haben auch mehr als 4 Haltestellen im Untergrund. Die Diskussion geht jetzt schon sehr lang, da darf man auch mal die Frage stellen, warum nicht viel eher die Untersuchung beauftragt und damit fertig geworden ist. So wabert es durch den Stadtrat, in der Bevölkerung rum, Projekte wie die Südsehne werden mitunter negativ bewertet, weil ja mal der 2. City-Tunnel kommen soll. Dabei hätte man mit umfassenden Untersuchungen für Klarheit sorgen können. Ich bin nun wirklich kein Fan von Herrn Weickert, aber die Diskussion nur auf ihn zu schieben, ist mir zu einfach.
In der morgigen Printausgabe der LVZ geht es um den Stand bei der Südsehne und Thekla-Süd. Die Kurzfassung, in den nächsten 10 Jahren wird da nichts fertig, in Wahren wird es nicht anders sein. Ich wäre aktuell zufrieden, wenn der Liniennetzplan der Zukunft bis Ende 2027 umgesetzt wird und die neuen Bahnen kommen. So wie sich die Finanzsituation der Stadt entwickelt, habe ich große Zweifel, ob man das bis Ende 2027 packt. Das Fugenmassedebakel wird auch Zeit und Geld kosten bzw. hat es das schon.
Der oben erwähnte Frank Eritt hat auf seiner Website zum zweiten Citytunnel eine hilfreiche Übersicht über Artikel v.a. in der LVZ, LIZ/LZ, MDR und anderen Medien, die den Verlauf der Diskussion und "Meilensteine" abbildet: https://www.citytunnelleipzig.info/ost-west-tunnel.php
30.12.2016 - LVZ: Von Ost nach West: Experte plädiert für zweiten CityTunnel, Mit diesem ARTIKEL in der LVZ begann alles: ...
Der Vorschlag wurde dann 2017 und zu Beginn des Jahres 2018 intensiv diskutiert.
Bei der Ratsversammlung am 28.02.2018 wurde im Zuge der Diskussion um den Nahverkehrsplan des ZVNL 2017 dieser Antrag der CDU-Fraktion mit 29:17:9 angenommen:
Änderungsantrag - VI-DS-05098-ÄA-02
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, darauf hinzuwirken, dass ergänzend zu den im Nahverkehrsplan des ZVNL aufgenommenen Prüfaufträgen umgehend die erforderlichen Untersuchungen zu einem zweiten S-Bahntunnel in Leipzig aufgenommen werden.
Aus der Begründung: "Die Vorplanungen für einen S-Bahn-Tunnel dauern ca. 15 Jahre. Jedes Jahr welches ungenutzt vergeht, verliert Leipzig bei der Lösung eines zu erwartenden wachsenden Verkehrsproblems. Darum ist es dringend geboten, schon jetzt den ZVNL zu beauftragen, die Grundlagen für eine wirtschaftliche Tunnelführung zu untersuchen."
https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…7&refresh=false
Siehe dazu auch:
Die Stadt Leipzig wird einen ganzen Strauß von Ost-West-Tunnel-Lösungen prüfen lassen
Von Ralf Julke
LIZ, 4. März 2018
https://www.l-iz.de/wirtschaft/mob…n-lassen-208132
Die CDU-Fraktion ging von Mindestplanzeiträumen von 15 Jahren aus, Burkhard Jung sprach sogar von 20 Jahren.
2019 ging es dann vor allem darum, woher das Geld für die Prüfung durch den ZVNL kommt. So wurde durch die Kohlekommission vorgeschlagen, eine Machbarkeitsstudie für eine Erweiterung des bestehenden Tunnels und den Bau eines "Citytunnel II" mit den Geldern für den Strukturwandel im Rahmen des Kohleausstiegs 2038 zu bezahlen:
Projekt 18
Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des City-Tunnel Leipzig und Bau City-Tunnel II
Förderung von Infrastrukturausbau und -beschleunigung, Förderung von Maßnahmen der Daseinsvorsorge
Stadt Leipzig
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/D…haeftigung.html
LVZ, 13.02.2019
City-Tunnel II, Elster-Saale-Kanal, Filmgala
Diese Projekte schlägt die Kohlekommission für Leipzig vor
https://www.lvz.de/lokales/leipzi…XLD76L2TGU.html
Der Nahverkehrsplan des ZVNL war da aber erst einmal geschrieben und angenommen. Geld für die Machbarkeitsstudie gab es auch nicht sofort, also passierte längere Zeit zumindest für die Öffentlichkeit nichts.
Im Mai 2023 stand in der LVZ, dass Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weiterhin zu seiner 2018 gegebenen Zusage (https://www.lvz.de/lokales/leipzi…OG5UEIUASY.html, https://www.bild.de/regional/leipz…22098.bild.html) stünde, dass der Freistaat die vorbereitenden Planungs- und Untersuchungsarbeiten für einen Ost-West-Citytunnel fördern wolle. Tatsächlich gefördert hat der Freistaat das also zwischen 2018 und 2023 nicht und auch das von der Kohlekommission 2019 geforderte Geld war nicht geflossen, denn ansonsten wäre das hier als Erfolg genannt worden. Weiterhin hieß es, dass Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) die Pläne unterstützen, die Verkehrswende in Leipzig zu beschleunigen. Auf Überlegungen, einen zweiten Citytunnel zu realisieren, reagierten sie deutlich reservierter:
Ein zweiter City-Tunnel sei ein „Infrastrukturprojekt der Zukunft“, welches dem öffentlichen Nahverkehr zu Gute kommen solle, sagte Verkehrsminister Dulig. „Die Stadt wird sicherlich abwägen, inwieweit sie die finanziellen Voraussetzungen dafür schaffen kann und ob dieses Großprojekt jetzt prioritär auf der Tagesordnung steht.“ Es müsse zudem geklärt werden, „ob durch andere Maßnahmen die Mobilität innerhalb Leipzigs schnell und nachhaltig verbessert werden kann“.
Das klang nun nicht nach Geld vom Freistaat für die Prüfung durch die Stadt Leipzig oder den ZVNL.
LVZ, 23.05.2023
Verkehrswende beschleunigen
Gegen das „Diktat des Autos“: Landesregierung lobt Leipzigs Pläne
https://www.lvz.de/mitteldeutschl…UKOUXGCYMI.html
Im Juni 2023 stand dann in der LVZ (16.06.2023):
Mega-Projekt für Nahverkehr
Wie realistisch ist ein zweiter City-Tunnel für Leipzig?
https://www.lvz.de/lokales/leipzi…GKX264P7LQ.html?
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig lässt eine Machbarkeitsstudie für eine weitere unterirdische S-Bahn-Verbindung in der Stadt erarbeiten.
.... Seit 2017 enthält der Nahverkehrsplan einen Prüfauftrag für einen Ost-West-Tunnel. Doch erst jetzt, nach über fünf Jahren, scheint das Projekt Fahrt aufzunehmen. Der ZVNL, so dessen Geschäftsführer Bernd Irrgang gegenüber der LVZ, „beabsichtigt, eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema zu beauftragen“. Derzeit liefen die Vorbereitungen für eine Ausschreibung. Denn der Zweckverband könne die Studie selbst nicht durchführen, da ihm „nur begrenzte personelle Kapazitäten für solche komplexen Untersuchungen zur Verfügung“ stünden. Deshalb müsse man sich externer Sachverständiger bedienen.
Im Wahlkampf zur Stadtratswahl am 9. Juni 2024, in dem die CDU den zweiten Citytunnel als ein Schwerpunktthema - also Planung und Bau, nicht Prüfung der Machbarkeit und Sinnhaftigkeit - setzte und "zweiter Citytunnel für Leipzig" plakatierte, stellte die CDU-Fraktion im Stadtrat eine "Anfrage zum zweiten Citytunnel - Status vorbereitende Prüfung" (VII-F-10375), die in der Ratsversammlung am 19.6.2024 vom MTA beantwortet wurde:
https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…4&refresh=false
Aktuell laufen beim ZVNL die Vorbereitungen zur Erstellung des neuen Nahverkehrsplans. Aufgrund des außerordentlich hohen Arbeitsaufwands für die Prüfung eines neuen Tunnels, insbesondere auch vor dem Hintergrund einer notwendigen Einbeziehung der verschiedenen Akteure wie der DB AG, soll die Bearbeitung unter der Beteiligung eines fachlich versierten Planungsbüros in einem separaten Auftrag parallel zum Nahverkehrsplan erfolgen. Eine Bearbeitung beim ZVNL könnte hier in Abhängigkeit der finanziellen und personellen Ressourcen in 2024 beginnen, wobei dies vsl. ein Jahr in Anspruch nehmen wird.
Lauter offene Fragen: Erste Prüfungsergebnisse zum zweiten City-Tunnel liegen Ende 2025 vor
Von Ralf Julke
LZ, 25. Juni 2024
https://www.l-iz.de/wirtschaft/mob…nde-2025-595236
Mittlerweile haben wir Juli 2026.