Mediaspree: Quartier am Postbahnhof

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    Denkmalschutz sagt dir was? Außerdem fehlt südlich davon noch das 1xx-Meter-Hochhaus, welches hoffentlich bald kommt.

    Ich finde das ist ein - für Berliner Verhältnisse - außergewöhnlich gut gelungenes Ensemble, welches so auch in Skandinavien oder den USA stehen könnte.

  • ^^ Ach, aber ein Haufen Parkplätze (wie vor einem Supermarkt) würde diese Fläche zu einem urbanen Highlight machen? :/

    Im Ernst: So riesig, wie sie auf den Bildern wirkt, ist die Fläche gar nicht. Ich schätze, das ist starker Weitwinkel. Tatsächlich sind es laut Google Earth ca. 30 x 50 Meter, also nicht mal ein halber Fußballplatz. Und auf dem Grundstück Mühlenstraße/Ecke Pariser Kommune ist ja noch ein Hochhaus geplant. Wenn das irgendwann gebaut wird, wird diese Fläche wie ein Hof wirken, der von drei Seiten umschlossen ist und sich zum Bahnhof hin öffnet.

    Ich finde die Mischung aus angeschliffenem Kopfsteinpflaster, wassergebundener Decke und Bauminseln ganz schick – bringt den Kopfbau des Postbahnhofs gut zur Geltung. Sofern dort, bitte, keine Parkplätze geplant sind!

    EDIT: Hat sich mit Novaearion überschnitten, dem ich zustimme.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bild 3 u 4

    Große leere gepflasterte Flächen, die

    • nicht bebaut werden,
    • nicht ausreichend begrünt werden
    • wo nicht allgemein geparkt werden darf
    • und die dem Eindruck von Urbanität entgegenstehen

    Die Flächen müssen das Studium von Stadtplanern maßgeblich prägen

    Ich verstehe nicht ganz. Du kritisierst den Hof weil dort nicht geparkt werden darf? Und keine Bäume stehen?

    1. Kennst du die Hintergründe - wenn NEIN, dann könnte es sein das der Platz für Outdoor-Veranstaltungen genutzt werden soll?
    2. Finde ich freie Flächen die nicht mit Autos zugestellt werden als Gewinn


    Also bevor ich nicht weiß, warum der Platz nicht begrünt wurde, sind deine Anmerkungen Mutmaßungen. Schließlich finden sich hier mehrere Unternehmen und ein Platz der „wie auch immer“ genutzt werden soll - würde ich auch nur bedingt begrünen.

  • Zwei Dinge, die ich mir noch wünschen würde:

    1. Das Hochhaus auf der Ecke als Abschluss (finde ich besonders wichtig)
    2. Ein wenig mehr Gastro für Aufenthaltsqualität. Hier würden sich besonders die Rundbögen des Viadukts anbieten - genug Urbanität bietet sich hier mittlerweile um eine schöne Athmosphäre zu bilden - Und ruhig ist es obendrauf ohne Verkehr. Eigentlich ideale Bedingungen um dem ganzen etwas Leben einzuhauchen und das Entertainment-Viertel um den Uber-Platz Richtung Ostbahnhof zu erweitern. Derzeit läuft man vom Ostbahnhof oft durch gähnende Leere.

  • ^ Welches Hochhaus meinst du an der Ecke ? Das Max und Moritz oder neben an Links das ist das Amazon Tower , der ist ja längst fertig . Und bei Max & Moritz wird das Gebäude Gerüst ja abgebaut. Beim Punkt 2 stimme ich dir zu.

  • ^ Er meint das geplante Hochhaus an der Kreuzung zum Ostbahnhof. Das finde ich auch zentral, um dem Areal einen Abschluss zu geben. habe aber noch nie Entwürfe oder so gesehen. Scheint sich noch kein Investor gemeldet zu haben.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ein wenig mehr Gastro für Aufenthaltsqualität. Hier würden sich besonders die Rundbögen des Viadukts anbieten

    Schön wär's schon, aber ich bin skeptisch, ob das funktioniert. Ist keine belebte Gegend, und von den Büros allein wird die Gastro nicht überleben können. Vielleicht ändert sich das noch, aber derzeit wird wohl niemand Unsummen investieren, um unter der S-Bahn ein Restaurant einzurichten.

  • Autonome Gastro wäre hier wirklich ein enormes Risiko - ich denke aber dass eine Querversorgung über Firmencafeterias die sich evtl. auch zur Straße öffnen mittelfristig vorstellbar wäre / ansonsten ist das Gebiet jedoch abseits der berufl. bedingten Frequenz für die „urbane“ Öffentlichkeit noch ziemlich belanglos - weil die breitenwirksamen, publikumsrelevanten Destinationen nicht wirklich vorhanden sind.
    Die Sanierung der hist.Gebäude finde ich sehr gelungen. Besonders die schmückende Neuerfindung der Giebelwand finde ich zwar gestalterisch ausbaufähig aber charmant. Schwierig scheint mir der Zustand der gassenartigen Situation zu den Bahnbögen - wäre schön wenn sich da noch etwas pflege, Nutzung und Begrünung entwickeln könnte.

    Das Verhältnis zum Bau der Rosa Luxemburg Stiftung würde ich allerdings nicht über den Klee loben. - Der Charakter von roter Tünche gegenüber der historischen Ziegel-Architektur wirkt jetzt eher wie peinliche Materiallsymbolik weils für Echtes nicht gereicht hat.

    Hier wären für mich eher die Verwendung von Backstein, womöglich noch mit Stahlträgern in der aktuellen Form die eindeutig bessere Version

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das Verhältnis zum Bau der Rosa Luxemburg Stiftung würde ich allerdings nicht über den Klee loben. - Der Charakter von roter Tünche gegenüber der historischen Ziegel-Architektur wirkt jetzt eher wie peinliche Materiallsymbolik weils für Echtes nicht gereicht hat.

    Keine "rote Tünche". Backstein.

  • Danke Architektenkind für die Richtigstellung, mein visueller Eindruck war aus der Ferne ein Anderer - das macht den Bau für mich natürlich im Material verträglicher. Vielleicht lags auch an der sehr homogenen Farbwirkung der Ziegel dass der Eindruck entstand.