Moabit | Kleinere Projekte

  • ^^ Schöne Projektionsleistung. Von Sozialwohnungen (deren Zahl seit Jahrzehnten leider Gottes massiv zurückgeht) hat hier keiner gesprochen. Und der "alternative Livestyle" von Studenten ist ein Klischee aus vergangenen Jahrzehnten, das seit den sogenannten Bologna-Reformen (als Massenphänomen) passè ist. Wo er noch gelebt wird, ist er für die Allgemeinheit nur selten eine Belastung, weil die Leute meistens in WG's leben, die sie selbst oder mit elterlicher Unterstützung finanzieren. Was bitte soll daran verwerflich sein? Und was ist verwerflich an dem Wunsch, in einer interessanten Stadt zu leben?


    Was die Wohnungsnot betrifft: Natürlich gibt es die. Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Zuzug von Studenten nach Berlin eingebrochen ist, weil sie hier keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden. Und das ist schade, denn der Zuzug junger Leute ist wichtig für eine alternde Stadt.

  • Berlin ist keine alternde Stadt. Das Durschnittsalter ist seit Jahren konstant bzw. sogar leicht gesunken. Angesichts des katastrophalen Zustands der Schulen und Kindergärten sollte man derzeit also eher froh sein, wenn weniger junge Menschen in die Stadt ziehen.


    Und was ist verwerflich an dem Wunsch, in einer interessanten Stadt zu leben?


    Nichts, wenn man es sich denn leisten kann. Aber sowas sollte keine Begründung dafür sein, Milliarden von Steuergeldern in den sozialen Wohnungsbau zu stopfen, während andernorts im Land die Wohnungen leerstehen. Das ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Hier sollte schon über den Tellerrand der Großstädte hinausgeschaut werden.

  • Da ist natürlich was dran. Ich denke es ist eine gute Idee, die Hartz 4-Empfänger aus Berlin in diese ländlichen Förderregionen umzusiedeln.

  • Saxonia: Es gibt nicht viel Sinnvolleres als, notfalls mit Steuergeldern, bezahlbaren und zentralen Wohnraum zu schaffen. Die Stadt ist nicht nur für Wohlhabende oder gar Reiche da, die sich Luxuswohungen in der Innenstadt leisten können.


    Aber das Projekt Smartments, Kaiserin-Augusta-Allee 4 ist kein Sozialprojekt. Selbst wenn man die Möblierung, die Inklusivmiete, die Sozialräume und das Serviceteam einrechnet, ist es ein stolzer Preis.

  • Das sehe ich ehrlich gesagt etwas anders.
    Ich wüsste nicht warum der Steuerzahler generell Wohnungen im Innenstadtbereich finanzieren sollte.
    Ich denke du überschätzt die finanziellen Spielräume gewaltig, das ist einfach nicht finanzierbar auch wenn es immer wieder suggeriert wird.


    Ganz ehrlich: Warum soll jeder, der kein oder sehr wenig Einkommen hat ein generelles Recht und Subvention auf Wohnraum in der besten Wohnlage haben?


    Und alle die ein Einkommen bis meinetwegen fünf oder sechstausend Euro haben, können sich aufgrund der Marktlage das nicht leisten, werden auch nicht unterstützt - schon gar nicht durch die Wohnungsbaupolitik dieses Senats, der für diese Bevölkerungsgruppe absolut nichts anbietet -. Diese Menschen freuen sich bestimmt riesig über diese - wie du es sagst - sinnvollste Ausgabe ihrer Steuergelder, nämlich anderen das zu ermöglichen was Ihnen selbst verwehrt bleibt.


    Es gibt 400.000 Wohnungen die der Stadt gehören, davon jede Menge nach wie vor im Innenstadtbereich. Das ist glücklicherweise eine gewaltige Verfügungsmasse um diejenigen zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind, und davon gibt es nach wie vor zu viele in Berlin. Aber es gibt eben auch zweieinhalb Millionen andere Einwohner (je nach Betrachtungsweise) in dieser Stadt um deren Interessen der Senat sich vielleicht auch etwas kümmern sollte.


    Was vielleicht auch helfen würde, wäre es den Fokus ein wenig mehr darauf zu lenken, die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin zu fördern, damit eben weniger Menschen auf Sozialwohnungen angewiesen ist, als alle Resourcen darauf zu verwenden, die Armut zu verwalten. Das ist bei diesem Senat und vor allem der Linken, meines Erachtens viel zu einseitig ausgeprägt.

  • Ganz ehrlich: Warum soll jeder, der kein oder sehr wenig Einkommen hat ein generelles Recht und Subvention auf Wohnraum in der besten Wohnlage haben?


    Tja, manche Leute werden in diesen sogenannten "besten Wohnlagen" geboren, wachsen dort auf, vebringen dort ihr halbes Leben, sind dort zuhause... und sind dann aber leider doch nur Erzieher oder Verkäufer oder noch schlimmer gar nichts geworden. Und zack, schon hat sich nach deiner Logik ihr Recht auf Heimat und soziales Umfeld verwirkt. Bloß raus mit dem nutzlosen Gesindel. Wer sich seine Heimat nicht mehr leisten kann soll doch bitte woanders hinziehen.

  • Theseus532: Warum denn nicht? Es wird und wurde in Deutschland schon ganz anderes subventieoniert: Waffeverkäufe, Atomkraftwerke, Dieselmotoren, Hotels, LKW, Flugbenzin, usw...


    Außerdem geht es überhaupt nicht darum, dass "jeder, der kein oder sehr wenig Einkommen hat ein generelles Recht und Subvention auf Wohnraum in der besten Wohnlage" hat, sondern darum, dass die angestammte Bevölkerung, wie in Moabit (Bezug zum Thema), die Möglichkeit behält in ihren gewachsenen Vierteln zu bleiben.
    Und dazu gehört dann auch, dass dorthin auch solche Menschen zuziehen können. Und dafür muss dann geeigneter Wohnraum ggf. subventioniert werden.


    Warum sollte denn jede Ecke der Innenstadt so upgegradet werden, dass dort nur noch Wohlhebende leben können. Die Innenstadt, also der Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings, ist doch wirklich groß genug und es gibt genug Bereiche, wie z.B. Moabit (Bezug zum Thema), für alle Bevölkerungsschichten.

  • In Großstädten gab und gibt es schon immer hohe Fluktuation der Einwohnerschaft. Sowohl was den Austausch untereinander als auch den Zufluss von Außen angeht. Sowas wie "angestammte" Viertel gibt es praktisch nicht mehr. Zumal sich das jeweilige Viertel auch gravierend verändert, wenn die eigene Wohnsituation unverändert ist, aber ringsum gebaut wird und neue Bewohner anderer sozialer oder gar ethnischer Herkunft einziehen.

  • Sanierung Uferwand Wikingerufer

    Die Uferpromenade am Moabiter Wikingerufer ist seit geraumer Zeit (bald 10 Jahre!) abgesperrt, da die steile Uferböschung nicht mehr standsicher ist.


    Das Wikingerufer verläuft am Moabiter Spreeufer zwischern der Gotzkowskybrücke und dem GutsMuths Sportzentrum.


    Anscheinend haben jetzt endlich Sanierungsarbeiten begonnen. Das Gestrüpp auf dem gesperrten Uferweg wurde beseitigt, Bauschiffe und Schuten sind vor Ort und eine Spundwand wurde/wird vor die Uferwand gesetzt:




  • Als Anwohner habe ich die Info bekommen, dass in den nächsten Monaten erstmal nur die Spundwand zur notwendigen Sicherung erstellt wird. Die wirkliche Sanierung der Mauer wird sich noch weiter hinziehen. Ich tippe, mit Kontext Berlin, in gefühlt fünf Jahren vielleicht. Falls nicht noch zwischenzeitlich irgendwelche antiken Ausgrabungen stattfinden oder eine Spreefledermaus mit Renaturierungsbedarf gefunden wird.

  • Sanierung Uferwand Wikingerufer

    ^ und ^^ https://www.tagesspiegel.de/be…e-fuer-2018/21116506.html
    Demnach werden die Befestigungen am Wikingerufer von Herbst 2018 bis Anfang 2021 neu gebaut, wofür 19,6 Millionen Euro vorgesehen seien.


    Einzelheiten auf Seite 32 folgenden PDFs: http://www.berlin.de/senuvk/ve…Berlins_Infrastruktur.pdf
    (Q: http://www.berlin.de/sen/uvk/p…essemitteilung.687831.php)

  • Wikingerufer

    Ergänzend zu den vorigen Infos hier die Bauschilder (bzw. Planen) vor Ort. In der Tat handelt es sich zunächst um eine Sofortsicherung:




    Foto der Sicherungs-Spundwand:



    Bei den landseitigen Grabungsarbeiten direkt an der Uferwand dürfte es sich um die Erstellung des auf den Infoplanen erwähnten Wurzelvorhangs zum Schutz der Bäume handeln. (Was ein Wurzelvorhang ist, wird z. B. hier erläutert). Fotos:



  • Kruppstraße

    Zuletzt hier


    ... Nur schade für die jeweiligen Seiten des Gebäudes. Diese Wellbleche habe schon etwas schäbiges.


    Update. Wie zu erwarten sind auch die Stirnseiten des Neubaus mit der glänzender Metallhaut "beschichtet" worden:




    Der Sockelbereich wird mit Klinker(riemchen) verkleidet:


  • „Masterplan Lehrter Straße“ / u.a. Seydlitzstr. 21+22

    http://www.berliner-woche.de/m…ke-in-moabit-d149440.html
    Demnach wurde für das Areal zwischen Lehrter Straße, Seydlitzstr. und Lesser-Ury-Weg für die dortige Grundstückseigentümerin Berliner Stadtmission vom Architekturbüro Sauerbruch Hutton ein "Masterplan Lehrter Straße" erarbeitet - aka "Zentrum am Hauptbahnhof" wiederum da: http://www.lehrter-strasse-ber…adtmission_StadtE-BVV.pdf
    Bis 2045 sei für einen zweistelligen Millionenbetrag die Errichtung unter anderem eines Tagungszentrums und eines Wohnhochhauses geplant.


    Eingebettet in dieses Projekt ist ein Stadtteilzentrumsvorhaben „Bildungs- und Kulturbrücke“, das (in einem 1. BA) an der Seydlitzstr. 21 zwischen Mai 2019 und November 2021 für rund 4,6 Millionen Euro entstehen soll. Für Lageplan, Visus und erforderlichen Rückbau der Bestandsgebäude an der Seydlitzstraße 21+22 siehe: https://www.berlin.de/ba-mitte…ngs-und-kulturbruecke.pdf


    Quelle für obige PDFs nebst Einzelheiten: http://www.lehrter-strasse-ber…ngen#BerlinerStadtmission


    Im Übrigen haben Sauerbruch Hutton ihr Büro an der Lehrter Straße 57 und planten auch "Mittenmang", siehe: http://www.deutsches-architekt…hp?p=578698&postcount=128

  • Vorsicht vor den Kaiserlofts 28 BOB Immobilien

    Leider hat sich dieses Bauprojekt als ordentlicher Pfusch entlarft. :nono: :Nieder:


    Ich habe mir die Immobile Kaiserlofts28 GmbH der firma BOB Immobilienkonzepte GmbH begutachtet. Pfusch am Bau ist hierfür gar kein Ausdruck -> undichtes Dach und nasser Keller uvm. Beim Besichtigungstermin wurde natürlich auf unwissend getan. Finger weg von dieser Immobilie!



    #kaiserlofts #28 #berlin #kaa028

  • Erweiterung Geschäftshaus Huttenstraße, Ecke Neues Ufer

    Zuletzt hier


    Hier sind die Erweiterungsarbeiten bald abgeschlossen. Ein Zweckbau und kein Augenschmaus, aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorzustand:





    Südseite:


  • Umfeld Heilandskirche und deren Anbindung an den Kl. Tiergarten

    Zuletzt hier (Heilandskirche) bzw. u. a. hier (westl. Teil Kleiner Tiergarten, Bereich zw. U-Bahn-Zugängen)


    Nachdem die Moabiter Heilandskirche bereits 2016 (sparsam) saniert wurde, dauerte die Umgestaltung und Aufwertung des unmittelbaren Umfeldes der Kirche noch bis 2018. Inzwischen ist man endlich fertig. Das Kirchenumfeld wurde durch die neue Gestaltung besser in den Grünzug Kleiner Tiergarten / Ottopark integriert. Nördlich und südlich der Kirche wurden die dort üblichen niedrigen Betonmauern als Sitzgelegenheiten erreichtet, die westliche Vorfahrt/Vorplatz ne gepflastert und nach Osten zum Kl. Tiergarten ein abgezäunter Gartenbereich geschaffen. Das Ergebnis sieht durchaus freundlich und gelungen aus.


    Nord / Turmstraßenseite:




    Die Ostseite. Erfreulicherweise hat man keinen 0815-Drahtgitterzaun und auch keine feuerverzinkte Billigvariante gewählt, sondern einen durchaus ansprechenden Zaun:




    Südseite Alt-Maobit:




    Turm: