Am Hauptbahnhof | Europacity

  • Am Hauptbahnhof | Europacity

    Vivico konnte ein weiteres Grundstück verkaufen. Hier die aktuelle Pressemitteilung von Vivico Real Estate:


    [INDENT]Auf dem Europaplatz, unmittelbar gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof, findet eine weitere Projektentwicklung statt. Dafür hat die Immobiliengesellschaft Vivico jetzt ein rund 3.100 m² großes Grundstück an einen privaten Investor verkauft.


    Das nun für einen zweistelligen Millionenbetrag veräußerte Areal liegt an der Ecke Invalidenstraße und Heidestraße, im neuen Stadtquartier Europacity. Entstehen soll dort eine Kombination aus Hotel-, Büro- und Gastronomie. Anfang November hatte der Berliner Senat den entsprechenden Bebauungsplan veröffentlicht.


    Der Käufer verpflichtete sich mit dem Kauf auch zur Durchführung eines qualitätssichernden Wettbewerbsverfahrens. So soll die architektonische Qualität der städtebaulichen Einbindung der zum Europaplatz sowie zur Invalidenstraße gerichteten Gebäudefassaden sichergestellt werden. Der Käufer möchte noch nicht genannt werden.[/INDENT]

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    Danke für die Pressemitteilung Schmittchen.


    Infos über das verkaufte Grundstück das zum Bebauungsplanverfahren II-201c gehört finden sich auf der Seite der Senatsverw. f. Stadtentw.


    Bleibt nur zu hoffen, dass man sich hieran hält:

    Der Käufer verpflichtete sich mit dem Kauf auch zur Durchführung eines qualitätssichernden Wettbewerbsverfahrens. So soll die architektonische Qualität der städtebaulichen Einbindung der zum Europaplatz sowie zur Invalidenstraße gerichteten Gebäudefassaden sichergestellt werden. Der Käufer möchte noch nicht genannt werden.

  • Am Hauptbahnhof | Europacity

    Die Morgenpost meldete am Freitag, das das Areal gegenüber des Europaplatzes (direkt vor dem entstehenden Total-Tower) mit zwei Hotels, 2-3 Sterne, bebaut werden soll. Baubeginn ist Mitte 2012.


    Dieses Projekt ist im Gegensatz zum Motel One und Meininger in seiner Lage sehr viel bedeutender, da sich diese Gebäude direkt gegenüber der Bahnhofs-Halle befinden und deshalb den 'Blick nach draussen' entscheidend pägen werden.


    Bauherr ist unter anderem der Besitzer der Amano-Hotelkette, der bereits das Hotel nahe des Rosenthaler Platzes realisiert hat.
    Im Gegensatz zu den bisher entstandenen Hotels am HBF, soll hier jedoch auf hochwertige Architektur wert gelegt werden.
    Obligatorisch für alle neu entsehenden Gebäude am HBF ist mittlerweile ein von SenStadt geführter Architektur-Wettbewerb.


    Anmerkung von mir: Wenn man sich die Wettbewerbe mit Stadtbeteiligung in Berlin aktuell und in den vergangenen Jahren ansieht, muss man vor den 'Architekturwettbewerben mit Stadtbeteiligung' zittern. Die Ankündigung der Stadt auf hochwertige Architektur zu achten schlägt sich leider so gut wie nie in den jeweiligen Jury-Entscheidungen nieder.
    Aktuellstes Beispiel ist das, ebenfalls am HBF gelegene, geplante InterCITY Hotel, sowie die geplante Bebauung am Humboldthafen.
    Wurde hier ja schon ausführlich besprochen...


    Ich hoffe das beste!


    Nachzulesen hier (google-link benutzen):


    http://www.morgenpost.de/print…etten-fuer-Millionen.html

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    Die für den Wettbewerb eingeladenen Büros sind Dirk Sachs Architekten, Bernd Faskel Architekten, Kleihues+Kleihues, nps Tchoban Voss, Nalbach+Nalbach sowie Remtec.
    Das lässt ein wenig darauf schließen, dass der Steinanteil in der Fassade recht hoch sein wird.
    Was die hohen geschmacklichen Ansprüche angeht; versprechen kann man viel...entscheidend ist was am Ende bei herauskommt. Kann man nur hoffen, dass Frau Lüscher sich nicht zu sehr einmischt.

  • Warum IMMER diese Kisten? Der Entwurf ist nicht schlecht, aber man kann doch nicht den ganzen HBF mit Schukartons zustellen. Das können wir doch besser...

  • Tja, der Entwurf gefällt mir eigentlich ganz gut: zwar nichts besonderes (helle Klinker scheinen wohl am wenigstens anzuecken), aber nimmt schon die wuchtige Erscheinung des Nachbarhauses (Sozialgericht) mit auf, was ich gut finde.


    Immer mehr ist nun in Berlin ein "neuer" Stil zu erkennen, der oft aufgenommen wird, seien es nun Dussmann, Motel One am H-Bhf. Friedrichstraße 100, Humboldt-Bibliothek. Eine neue Berliner Architektur-Identität?


    Ich hoffe, es wird bald mit dem Bau begonnen.

  • Tja, der Entwurf gefällt mir eigentlich ganz gut: zwar nichts besonderes (helle Klinker scheinen wohl am wenigstens anzuecken), aber nimmt schon die wuchtige Erscheinung des Nachbarhauses (Sozialgericht) mit auf, was ich gut finde.


    der entwurf steht mal wieder relativ knapp unter ordentlichen, befriedigenden durchschnitt. hätte man diese einbuchtungen noch vllt. schwarz hervorgehoben würde das gebäude gleich ein tick lebendiger wirken und nicht mehr so derart monoton:
    http://img692.imageshack.us/img692/6318/lehrter.png
    da gibts dann zwar keine "subtile" (wie es in der pressebox heißt) differenzierung von den 2 hotels aber die gesamtwirkung ist meines erachtens schon etwas besser.
    das ist aber, wie ich finde, nicht mehr "subtil" sondern mikroskopisch: unterschied ab schwarzen kasten; die fenster rechts sind um ein spalt breiter als links. rechts ist dann das 3-sterne hotel und links die um eine klasse niedere bettenburg oder wie? *lol* ich denke da werden sich wohl mit sicherheit so manche in zukunft in das falsche hotel verirren...
    und warum muss man denn eigentlich in einem einheitsbrei mit dem sozialgericht untergehen? beachtung der städtebaulichen umgebung ist ja schön und gut aber das ist schon wirklich unterwürfig...ein bisschen unabhängiger und eigenständiger sollte es schon sein.



    Immer mehr ist nun in Berlin ein "neuer" Stil zu erkennen, der oft aufgenommen wird, seien es nun Dussmann, Motel One am H-Bhf. Friedrichstraße 100, Humboldt-Bibliothek. Eine neue Berliner Architektur-Identität?


    in der tat. allerdings wirkt diese architektur so extrem gesichtslos und universell dass man sich schon ganz bewusst klar machen muss, dass dieser stil tatsächlich auf eine gewisse art und weise einzigartig ist und in berlin recht dominant ist (das ist deswegen so weil er eben so wenig markant ist). das ist aber nicht identitätsstiftend, denn identität hat viel mit emotionen und gefühl zu tun und weniger mit rationalität! genau diese entscheidendende anforderung erfüllt dieser stil m.E. aber nicht, um ein stil zu sein den ich stolz als "berliner stil" bezeichnen würde.


    ich habe nichts gegen schlichte architektur, nicht falsch verstehen. aber warum müssen es denn dauernd immer diese schuhkartons sein deren architektonischen alleinstellungsmerkmale man nur mit der lupe erkennt? warum nicht öfter mal ein klassisch-schlichtes projekt a la prenzlauer bogen statt so ein lüscher-kasten?




    Ich hoffe, es wird bald mit dem Bau begonnen.


    und ich hoffe das der 18. september den ersehnten personalwechsel bringt. weg vom autistischen lüscher-karton-style....




    Das können wir doch besser...


    aber man will es nicht! fr. lüscher meinte ja mal das der hbhf. die architektonische diva bleiben soll. der rest hat also gefälligst belanglos und langweilig zu sein.

  • Vielleicht ist nunmal der Zeitgeist im Moment so. Das schöne daran: der vergeht auch wieder.


    Und so einheitsbreiig finde ich das Gebäude mit dem Sozialgericht nicht.
    Meiner Meinung nach ist die Gesamtwirkung nachher wichtig, wenn das mal alles fertig ist um den H-Bhf. Kann ja nicht jedes einzelne Gebäude eine Brosche sein (War ja früher auch nicht so)

  • Armes Berlin

    Wieder einmal langweiligste Rasterarchitektur, die in Berlin mittlerweile an jeder Straßenecke zu finden ist.
    Da sieht man das diese Sorte von Architektur kein Produkt von auf maximale Rendite ausgerichteten Investoren ist, sondern ganz im Gegenteil von den Verantwortlichen im Senat genau so gewünscht ist!
    Armes, armes Berlin. Ich kenne keine andere Stadt in der derart penetrant konservativ, langweilig und einfallslos gebaut wird. Die Hauptstadt der Deutschen wird in Sachen Architektur auch immer mehr dem Bild des steifen, konservativ langweiligen Deutschen gerecht.
    Regula Lüscher und ihre "Architektonische Qualitätssicherung" ist nur noch eine Lachnummer!
    Es wird Zeit für eine Auswechslung UND eine Verjüngung der Verantwortlichen für Stadtplanung und Bauwesen!!
    Max Dudler in der Jury...ooh mann

  • Am Hauptbahnhof | Europacity

    Beim Hotelneubau an der Invalidenstraße (siehe auch Senstadt-Mitteilung, Entwurf von Tchoban Voss) geht es jetzt endlich los. Es entstehen ein 3-Sterne-Hotel mit 247 Zimmern sowie ein 2-Sterne-Hotel mit 274 Zimmern. Auf der Seite der Architekten wird darauf hingewiesen, dass das Projekt aufgrund der angrenzenden S21-Bauarbeiten in zwei Bauabschnitten erfolgen wird.



  • Hotels an der Invalidenstraße


    Am Hotelneubau an der Invalidenstraße hat man mit dem Grundwasser zu kämpfen. Hier wird man bald die Bodenplatte herstellen.

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    Auf dem Bild von Ostkreuzblog (weiter oben) steht die Baugrube für die Hotelneubauten noch unter Wasser. Das Problem scheinen die Arbeiter inzwischen im Griff zu haben, zumindest konnten sie diese Woche trockenen Fußes an der Invalidenstraße arbeiten.


    Die großen Behälter und Rohre für die Grundwasserhaltung, die vom Hauptbahnhof aus gleich auffallen, gehören aber zu einer anderen Baustelle (vor den Hotelbaustellen). Was hier gebaut wird, war nicht ersichtlich und nach dem Plan für Europacity ist an dieser Stelle keine Bebauung vorgesehen. Es wird anscheinend eine Erdwärme-Versorgung installiert, die für einen Bohrpfahl versenkte Bewehrung war mit zahlreichen dünnen Rohren (Schläuchen) versehen.


    Überblick vom Hauptbahnhof aus:



    Baufeld für die beiden Hotels:



    Bauschild mit Visualisierung:



    Die jetzt wasserfreie Baugrube mit dem Tour Total dahinter: