Baugeschehen: Altchemnitz

  • In der denkmalgeschützten früheren Strumpf- und Handschuhfabrik Heidenheim, Oppenheim und Co. an der Bruno-Salzer-Straße 2 soll ein Dokumentationszentrum zum Terrornetzwerk "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) eingerichtet werden. Dafür stehen jetzt eine Drei-Millionen-Förderung fürs kommende Jahr sowie ein Zuschuss von fünf weiteren Millionen für den Folgezeitraum zur Verfügung (Freie Presse). Es wird aber nur von einer Interimslösung gesprochen, so dass unklar ist, ob eine dauerhafte Nutzung für diesen Zweck geplant ist. Wofür genau die Summe genutzt werden soll, konnte ich auch noch nicht herausfinden, somit bleibt der Sanierungsumfang der ziemlich großen Fabrik vorerst rätselhaft. Acht Millionen könnten möglicherweise für eine Komplettsanierung reichen, aber wie sieht es mit Betriebs- und Personalkosten aus?

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    Fotos: (dwt).

  • Lernförderschule Altchemnitz, Annaberger-/Schulstraße - diverse Baumaßnahmen seit Jahren, wie g.maps auch im Innenhof bzw dahinter zeigt.

    Aktuell nun Fassade oder Fenster und so.

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  • Das ehemalige Gebäude der Naplafa an der Annaberger Straße ist nun eingezäunt. Laut Baustelleninfo der Stadt ist es wegen Gebäudeabriss. Weiß da jemand mehr darüber? Baut Lidl da jetzt auf dem Grundstück?

  • Was Genaues weiß ich dazu nicht, aber: Ich habe mich immer gefragt, warum damals die Gebäude an der Heinrich-Lorenz-Straße für die Arbeitsämter/ARGE neu gebaut wurden und nicht erstmal diese Bauten in der unmittelbaren Nähe saniert wurden. Da hätte man heute in diesem Gebiet schon ein paar größere "Brachen" weniger gehabt und vielleicht direkt entlang der Annaberger Straße als "Hauptstraße" eine bessere Bebauung.

    Aber nun wird ja immerhin das eine Gebäude an der Rößlerstraße schon saniert.

  • Laut Artikel verweigert Lidl die Aussage zu laufenden Planungen, es wird aber auf den aktuellen Entwurfs- und Veröffentlichungsbeschluss zum einfachen Bebauungsplan Nr. 23/03 „Annaberger Straße/Heinrich-Lorenz-Straße" verwiesen. Wenn ich den Artikel richtig verstehe, will Lidl wohl einen Großmarkt mit 1900 Quadratmetern und 181 Parkplätzen errichten, dem die Stadt aber durch eine Einschränkung auf 800 Quadratmeter einen Riegel vorschieben will. Die Beschlussvorlage habe ich mir aber nicht angeschaut, allzu sehr interessiert mich das nicht.

  • https://www.tag24.de/chemnitz/lokal…t-jetzt-3398227

    Uff, der nächste harte Tobak. Meine Gedanken in Kurzform.

    . Theater in Gewerbegebiet, versteckt und abseits der Innenstadt

    . Keinerlei belebender Effekt fürs Zentrum, vor allem abends

    . Millionär freut sich ein billig erworbenes Industrieareal finanziert durch Steuern an die Kommune loszuwerden

    . Kosten für Abriss des alten Schauspielhauses und Kaufpreis des Grundstückes noch nicht einkalkuliert.

    . Pläne sind in ihrem Umfang ein Wunschzettel der Theater ohne die Kosten in den nächsten Jahren zu beachten

    . Wenn die Niners Halle nicht kommt, warum wird nicht endlich, wie versprochen das Theaterquartier hinterm Nischel angegangen?

    . Der Baupreis lässt sich eh nicht halten.

    Ich hoffe man stimmt dem so nicht zu. Ein Schauspielhaus baut man nur einmal und spart dort nicht an der falschen Stelle. Es gehört wieder ins Zentrum oder wenigstens an den Rand. Nicht in ein Gewerbegebiet in Altchemnitz. Meine Meinung!

  • Das alte Schauspielhaus steht unter Denkmalschutz. Einen Abriss sehe ich da so schnell nicht. Abkaufen wird das der Stadt auch keiner. Im schlimmsten Fall erwartet uns ein Szenario a la Dresden-Leuben....

  • Es wird sicher noch weitere Detailinfos geben, aber die ersten Fakten sprechen durchaus für den Spinnbau:

    - deutlicher Kostenvorteil in mehrfacher Millionenhöhe angekündigt

    - Aufgabe aller acht bisherigen Theaterstandorte, die marode sind, fortlaufende Kosten verursachen und aufgrund der weiten Wege ineffektiv sind

    - bessere Möglichkeiten für die Bespielung

    - ein Theater trägt an keinem Standort irgendetwas zur Belebung der Innenstadt bei (für Altchemnitz ist das schon eher ein Gewinn)

    - die Unterstützung der Theaterleitung für den Spinnbau dürfte wohl ausschlaggebend sein

    - man hätte eine Ausweichmöglichkeit für die anstehende Sanierung des Opernhauses

    Die Frage ist allerdings wirklich, wie belastbar die Kostenschätzung ist, meistens liegt man dabei weit daneben. Es würde mich auch nicht wundern, wenn man am Ende in den dreistelligen Millionenbereich kommt, was aber immer noch sehr viel billiger als ein Neubau in der Innenstadt sein dürfte. Und wenn der Müll, den heutige Architekten abliefern, im Spinnbau-Hinterhof versteckt ist, ist das einem weiteren Architekturverbrechen in der Innenstadt definitiv vorzusehen. Der Vollständigkeit halber noch der Freie-Presse-Artikel verlinkt (Paywall).

  • Im Bereich Annaberger Straße / Treffurthstraße sind seit geraumer Zeit großflächige Bauarbeiten auf der Grünfläche zu sehen. Bauträger hier die Fa. Goldbeck. Weiß jemand was hier entsteht? Online konnte ich hierzu nichts finden.

  • Da entsteht wohl ein Gebäude für ein Fahrradgeschäft: Verkauf, Werkstatt, Lager und Parkplätze

    Ich glaube, es ist für "Little John Bikes", wenn ich mich nicht irre.