Dresden: Planung Hafencity/ Globus Leipziger Bahnhof

  • Dresden: Planung Hafencity/ Globus Leipziger Bahnhof

    Ich mach mal einen neuen Thread dafür auf.
    Zwischen Leipziger Straße und Elbe sind mehrere Großprojekte geplant.


    Hafencity


    Am Pieschener Hafen soll ein ganzes Quartier neu entstehen:



    (C) Woerner & Partner / USDi



    (C) USD Immobilien GmbH


    Das Großprojekt ist äußerst umstritten da befürchtet wird, dass die Silhouette der Elblandschaft zerstört und eine Zunahme von Flutschäden im betreffenden Gebiet provoziert wird.


    BI Hafencity-Dresden
    Facebook-Seite


    Bild - Hafencity wird heimlich viel größer!
    DNN - Dresdner Bürgerinitiative „Elbraum für alle – Hafencity stoppen“ plant Menschenkette

  • Ein weiteres Projekt ist vis-à-vis Alexander-Puschkin-Platz geplant. Die CG-Gruppe und die DresdenBau wollen zusammen ein Neubau-Ensemble mit einem Investitionsvolumen von rund 68m€ errichten:




    (C) CG Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG | DresdenBau GmbH


    Das Projekt trägt den Namen Marina Garden.
    Baubeginn ist für März 2014 vorgesehen. Die Fertigstellung soll im Dezember 2015 erfolgen.


    Artikel DNN - Noch eine Hafencity für Dresden

  • das projekt ist zunächst vom tisch. es wurde mit der juniflut 2013 hinfortgespült. nun gibt es, wenn auch nicht offiziell bestätigt, ein moratorium, da großer klärungsbedarf besteht. die stadt möchte nun ein stadtweites flutkonzept erarbeiten, das kann jahre dauern. es geht prinzipiell um die frage, wie künftiges flutschadens-potential begrenzt werden kann. d.h. dass keinerlei bauten mehr in überflutungszonen errichtet werden dürfen. die sog. "hafencity dresden" liegt im überschwemmungsgebiet und es gibt zwischen marienbrücke und ballhaus watzke derzeit keinen flutschutz. wenn dort überhaupt jemals gebaut werden sollte, dann weit entfernt von der elbe und in stark abgespeckter version. derzeit sind die abklärungen ämterintern in der rotation, seit längerem hört man nichts neues mehr. die aufsichtsbehörden lehnen derzeit alles ab. irgendwann und letztendlich, wenn genehmigungsfähigkeit vorliegt, entscheidet der stadtrat.


    die sog. "hafencity" ist allerdings nur der ufernahe teil des stadtteilprojektes "leipziger vorstadt", welches auch jenseits der leipziger strasse entstehen soll. dafür wurde in vielen jahren ein masterplan ausgearbeitet, der schöne elemente enthält (kulturspange, grünboulevard), jedoch herbe planungsrechtliche versäumnisse enthält. damit steht derzeit auch dieser masterplan auf der kippe. zudem droht eine schädliche ansiedlung eines globus-großmarktes auf dem bereich richtung neustädter bahnhof.


    die situation ist also extrem verworren, eine veränderungssperre für das gesamte gebiet ist verhängt und es ist möglich, dass sämtliche projekte dort scheitern. bevor einmal alle ungereimtheiten aus der welt sind und ein neuer planungsstand entwickelt wurde, können viele jahre ins land gehen. aufgrund der stadtratswahlen sowie landtagswahlen in 2014 deutet sich zudem eine lähmung an, die entscheidungen von allen politischen kräften bis nach der wahl verhindert. das sieht im moment alles nicht gut aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: "bausperre" in "veränderungssperre" geändert

  • Der Wasserstand scheint mir auf dem Bild schon recht hoch dargestellt. Aber dennoch muss man da natürlich mit rechnen, abzusaufen. Ich würde so etwas nach den Erfahrungen der letzten Jahre auch nicht genehmigen.

  • Der Dresdner Stadtrat will weiterhin an der Errichtung der HafenCity und dem in dieser Verbindung errichtenden Globus-Großmarkt festhalten.
    Das berichtete die DNN der heutigen Ausgabe.
    http://www.dnn-online.de/dresd…-Grossprojekte-3565511344
    Der Stadtrat ist mit den Stimmen der CDU, FDP und der freien Wähler in der Mehrheit dafür.


    Und mit Verlaub: Das Hochwasserschutzprogramm für die HafenCity wäre so gut, dass erst ab einem Hochwasser von 10,40m auch die Häuser unter Wasser stehen würden. Ein spezielles Alarmssystem soll außerdem helfen, die Autos rechtzeitig aus der Tiefgarage zu holen.
    Mehr Sicherheit geht ja nun wirklich nicht.
    Ich finde es sehr schade, dass man in Dresden alles moderne und neue sofort verdammt, ohne darüber nachzudenken. Dresden muss sich unbedingt seine Kultur bewahren, doch gute moderne Architektur in Verbindung mit der Kultur wäre wirklich ein guter Kompromiss.

  • ^


    Die Antwort des Umweltministerium zum von der USD vorgesehenen Teil der Hafencity war eindeutig. Eine Bebauuung DIESES Gebietes trotz der Gefahr einer Überschwemmung ist nicht zulässig. Trotz Vorkehrungen wird es Schäden geben, die beglichen werden müssen und garantiert beim Steuerzahler geltend gemacht werden. Zudem fallen Retentionsflächen weg. Fraglich ist auch, wie sich die Bebauung auf das Strömungs- und Ausbreitungsverhalten der Elbe flussabwärts auswirkt. Dass die Stadt und der Investor mit Dollar-, äh Eurozeichen in den Augen keine Probleme sieht, ist mir schon klar.


    "Ich finde es sehr schade, dass man in Dresden alles moderne und neue sofort verdammt, ohne darüber nachzudenken. Dresden muss sich unbedingt seine Kultur bewahren, doch gute moderne Architektur in Verbindung mit der Kultur wäre wirklich ein guter Kompromiss."


    Ja, da liegt der Hase im Pfeffer. Ist DAS gute moderne Architektur? Ist das moderne Architektur, die sich zu Dresden bekennt und sich in der Stadt verorten lässt, die seine Lage zum Elbufer, seine weithin sichtbare Wirkung bedenkt. Nö, das denke ich nicht. Das ist typische Investorenarchitektur, die den Drang in die Höhe sucht um noch mehr Wohnraumschachteln an die solvente Kundschaft zu bringen.


    Ich erinnere an Hochhauspläne in den 90ern, die Gott sei Dank verhindert werden konnten. Der Blick in Richtung der Weinberge um Radebeul ist ein Geschenk. Es reicht schon zu, dass die DDR rücksichtslos Platten gen Elbe gerückt hat und diese nur sukzessive zurückgebaut werden können.


    Dresden kann sich an Leipzig bezüglich gelungener Moderne ein Beispiel nehmen. Hier könnte ich auf Anhieb mehrere gute Projekte nennen.

  • Das ist genau das was ich meine.
    Zumindest auf den Bildern sehen die Gebäude der USD-HafenCity in Ordnung aus.
    Und, von wo aus willst du denn bitte schön den Blick verdecken? Von der Eisenbahntrasse?
    Von der Stadt wohl kaum, da ist ja noch eher die Brücke oder der Schornstein im Weg. 10 Stockwerke, das sind nicht mal ganz dreißig Meter. Und es ist wenig lächerlich, sich darüber aufzuregen eventuell den Blick auf die Weinberge zu versperren. Die sieht man maximal von der Brühlschen Terasse aus, wobei wiederum der Schornstein im Weg steht.
    Sollte man vom Hausmannsturm oder Frauenkirche aus hinüber schauen, würde der 10-Geschosser nicht mal auffallen.

  • Baubeginn an der Hafencity


    so titulierte zumindest gestern die SäZ. was war los? USD hat eine fläche an der leipziger strasse 27 gerohdet (40bäume und viel strauchwerk). auf nachfrage bestätigte USD einen baubeginn für ein früheres projekt namens "elbaue", da dort noch eine (intern bekannte) baugenehmigung (seit 1996) vorliegt und trotz allem baurecht besteht. 54 wohnungen sollen entstehen. die ebenso auf dem ganzen areal vorliegende veränderungssperre betrifft wohl nur weitere veränderungen (auch des geltenden rechtsstandes). das liegt aber hier nicht vor und so darf gebaut werden, auch wenn sich alle wundern und das gebiet (aufgrund noch fehlenden "deiches") im überschwemmungsbereich liegt.


    um dieses areal HIER geht es


    da seit monaten alles hinter verschlossenen türen und unter geheimhaltungsabsprache läuft, kann nur gemutmaßt werden: es gibt enttäuschungen bei investoren, die dort teure flächen gekauft haben und die stadt(verwaltung) kann keine schnelle und wohl auch kaum positive entscheidung herbeiführen, da der lösungsfindungsprozess noch in vollem gange ist, das flutkonzept in bearbeitung ist und ohnehin die übergeordneten landesbehörden das sagen haben. insoweit könnte USD aus trotz ein exempel statuieren wollen, um einen pflock ins gebiet zu rammen. ob der wohnkomplex noch den kubaturen des masterplans entspricht ist unklar. bereits im januar möchte USD die baupläne der öffentlichkeit vorstellen. USD hatte der stadt klar entgegenkommen signalisiert und eine umfängliche umplanung ihres hafencity-projekts (natürlich notgedrungen) zugesagt. weil es sich aber nun politisch so lange verzögert, was seit über 10 jahren so klar abgekaspert war, könnte hier frustration und das ausnutzen der rechtslage eine rolle spielen. denkt man voraus, geht USD hier sehr taktisch vor.


    zur leipziger strasse hin liegt noch der palaisartige verfallene altbau der nr.27 (denkmal).

  • "HafenCity"-Gelände - Kurzinfo


    Stadtratsentscheidungen von gestern:


    1) Veränderungssperre zwischen Elbe und Leipziger Straße (Teilgebiet) wird bis 2016 verlängert - nicht, um etwa die Hafencity zu verhindern, sondern um einen Tankstelleninvestor zu blockieren, der uns schon länger dort diese Kröte reinsetzen will.


    2) Ein allgemeiner Stop von Bauplanungen in hochwassergefährdeten Gebieten wird allerdings abgelehnt, d.h. es kann z.B. weiter an der "Hafencity" geplant werden - nicht mehr. Hier müssen eh die Gutachten zum Hochwasser 2013 abgewartet werden - bis dahin plant auch keiner nennenswert weiter.


    3) Das Globus-Thema ist erneut vertagt worden, hier das FNP-Änderungsprozedere dafür.

  • Hafencity - Areal


    TLG verkauft MalteserGebäude an der Leipziger Strasse

    soviel ich weiß, haben einige der gewerbetreibenden dort noch knapp 3 jahre bestandsschutz im objekt. das verkaufsschild steht mE schon etwas. es wäre ein weiteres filetstück entlang der elbe.


    unterdessen wurde bekannt, dass auch auf der landweitigen seite der leipziger strasse (masterplan-gebiet) ein investor für zahlreiche wohnungen vorliegt. ein historischer zaun entlang der strasse wurde entfernt. der investor möchte zwar gern nahversorgung im gebiet, allerdings möchte er gegen die gigantische Globus-Ansiedlung evtl. klagen.


    in einigen wochen sollen die ersten gutachten zur hochwasserproblematik vorliegen und handlungsempfehlungen für die politik bezüglich ufernaher "Hafencity" geben. zudem steht nun im märz ein stadtratsentscheid zum Globusprojekt an - genauer zur einleitung eines B-Plan-verfahrens.

  • wie ich zufällig erfuhr werden die malteser mit der fertigstellung der neuen rettungswache an der großenhainer strasse, welche in kürze baubeginn haben soll, dorthin umziehen. damit wäre ein großer nutzer des gebäudes und der aussenanlagen von dannen.

  • Globus - Einkaufzentrum


    schon tags vor dem stadtratsbeschluss zur weiterführung des b-plan-verfahrens wurde ein riesiges 3-fach-bauschild an der leipziger strasse aufgestellt


    die diskussion um das stark umstrittene großprojekt und seine art der ausgestaltung wird weitergehen, eine "allianz für dresden" als gegnerisches sammelbecken wurde gegründet. diese veröffentlichte ein alternativ-video zu den bisherigen globus-filmchen. generell ist deren website der allianz für dresden umfänglich informativ zu problematik und planung und daher sehr zu empfehlen.

  • Hamburger Procom-Gruppe (Immobilien) plant Wohn-Quartier


    was statt globus zum beispiel auf dem masterplangelände entstehen könnte und ursprünglich ausschließlich entstehen sollte, geht nun ein erster neuer investor an.
    so möchte die procom auf 45000qm ca. 370 wohnungen in einem kompletten quartier nördlich der leipziger strasse errichten, dazu laufen die planungen in einem frühzeitigen stadium. beauftragt ist das mE rennomierte architekturbüro nps tchoban voss, die nahe an der leipziger 51a eine hinterhof-dependance haben. während südlich der leipziger die hochwasser-problematik bremst, kommt nun auch ins restliche gebiet bewegung. procom sieht übrigens die globus-ansiedlung sehr kritisch und behält sich auch eine klage vor.


    das procom-quartier befindet sich exakt auf dem gelände des ehem. Villeroy&Boch-Traditionsbetriebes, welches zwischen altem schlachthof und zollhof angesiedelt war. bereits mitte der 1990er jahre wurden große teile der industriebauten abgerissen, allerdings der schutt liegen gelassen. so vergingen fast 2 jahrzehnte. auf gleiche art beseitigte man dann letztes jahr die zwei letzten ruinösen denkmäler, die hier nochmal zu sehen sind. erst in den letzten tagen tauchten erneut bagger auf und räumen nun stück für stück die schuttmassen ab. dazu wurden das gesamte teilstück der leipziger strasse lang sichtschutzplanen am zaun angebracht, um keine einblicke zuzulassen.


    das langjährige brachgelände ist eine großfläche von fast gigantischen ausmaßen. in den letzten jahren nutzten einige eingeweihte junge leute das areal illegal als abenteuerspielplatz, die graffityszene tobte sich aus, parties fanden statt. gerade erst vor wenigen wochen lichtete ich, völlig ahnungslos wie drängend das war, das gelände ab. denn auf der procom-fläche ist seit quasi gestern fast alles verschwunden und planiert worden. man verschafft sich baufreiheit, denn es war kaum noch zugänglich. alles war zugewuchert, lost-place-mäßig verrottet und bizzar wie in einem endzeit-science-fiction. daher hier eine auswahl der nunmehr historischen bilder: welcome to DD-innenstadt












    nun ist die weltuntergangsszenerie geschichte - irgendwie auch schade








    nur noch wenige letzte relikte sind stehengeblieben, die bude unten steht bereits ausserhalb neben dem zollhof (links).

  • Procom-Quartier - Zusatz


    die DNN veröffentlichte einen frühzeitigen planungsstand. es sollen aufgelockerte wohnblöcke entstehen und wie man sieht auch schallschutzriegel entlang der lauten kanten. der schwarze doppelbau am unteren bildrand ist der sog. zollhof (nun studentenwohnungen). das projekt betrifft also nicht die ganze villeroy-fläche.

    Foto: nps tchoban voss GmbH & Co KG


    mehr infos zum konflikt mit globus hier. procom wollte hier ebenso und schon seit längerem einzelhandel bauen. ach herrje. immerhin scheint das vom tisch, aber der gram ist nun groß gegenüber globus und der stadt. das grundstück gehört procom schon seit etwa 10 jahren. das nunmehrige investvolumen in den wohnungsbau liegt im 3stelligen millionenbereich.

  • Globus Einkaufszentrum


    standort am alten leipziger bahnhof - hier


    gemäß dem letzten stadtratsbeschluss liegt nun der bebauungsplan für die öffentlichkeit aus.



    perspektivischer blick vom neustädter bahnhof in richtung elbe



    draufsicht von süden (leipziger strasse)


    die große neubauhalle erhält ein parkdeck auf dem dach und darüber noch ein dach für eine großflächige solaranlage. hinter der halle wird noch ein mitarbeiterparkplatz sein.


    nun können eingaben und widersprüche zum VB-plan eingereicht werden. erwähnenswert ist dabei, dass das plangebiet im hochwassergebiet liegt und daher dort laut sächs. wassergesetz bzw. wasserhaushaltsgesetz keine neubauten zulässig sind. all die anderen aspekte, wie mißachtung vieler rahmenkonzepte usw., sind nicht rechtsverbindlich und werden in der abwägung ausgewogen - sprich: sie gelten nicht.
    seit kurzem liegen die stadtweiten wasserstandszahlen für die juniflut 2013 vor. diese werden derzeit in das stadtweite höhenmodell eingerechnet. wie schon bekannt, werden sich andere flutgebietsgrenzen ausprägen, da seit 2002 einige deichmaßnahmen anderswo erfolgten. die noch rechtsgültige hochwasserlinie (zu sehen im themenstadtplan) weist für das globusareal schon lange eine fehlberechnung auf, die durch die jetzige neumodellierung wohl ohnehin zutage treten wird. damit liegt ein gewichtiger widerspruchs-tatbestand gegen das vorhaben vor.


    ausserdem wurde dem benachbarten eigentümer (procom-gruppe hamburg) die errichtung eines kaufland-vollsortimenters seit jahren verweigert, hauptsächlich wegen der befürchteten verkehrsprobleme und mit verweis auf das zentrenkonzept der stadt. also beides punkte, die bei globus nun keine rolle spielen durften. procom will ggf klagen, allerdings ist dann nicht globus beklagt sondern die stadt dresden - wegen ungleichbehandlung. es hätte also keine auswirkungen auf globus, sondern bei rechtsprechung für procom dürfte neben dem globus noch ein kaufland errichtet werden.


    soweit meine kurze sicht der dinge - es wird hier spannend - in alle richtungen - in den nä. monaten.

  • Hafencity - zusammenfassender Zwischenstand


    die hochwasserauswertung ist abgeschlossen, in dem gebiet liegen bei flut 20 bis 30 cm höhere wasserstände an, als bisher angenommen.
    einen schönen überblick über den sachstand gibt folgender artikel.


    Artikel hier


    leider geht das umweltamt (in person von herrn amtschef kodö) irrig von "höheren schutzgüterwerten aus, die bereits geschaffen wurden". hää, dort ist seit jahren nichts passiert, die meinen allein den kleinen zollhof, wo jetzt studenten wohnen. das erfordert aber nicht gleich einen komplettschutz von marienbrücke bis molenbrücke. noch vor kurzem war dies allein noch herzlich zu wenig - logisch. aber egal, wichtiger ist dies:
    zum anderen legt das Amt sich auf die seltsame Betrachtung fest: "Der Schutz des gesamten Gebietes sei eine öffentliche Aufgabe, die man nicht privaten Investoren überlassen könne". das ist natürlich schwachsinn und ist hier klar interessegeleitet. man will gern 5 jahre den gebietsschutz planen, um dann alle investoren verloren zu haben. alle bisherigen investoren haben einen flutschutz nach wünschen der stadt zugesagt - auf eigene kosten - aber man möchte wohl eher steuermillionen - die man nicht einmal hat - unnütz ausgeben.


    nun schließen sich die stadträte diesem unfug bekanntlich unterschiedlich an oder auch nicht und es wird auf die zustandekommenden mehrheiten ankommen, wie weitergearbeitet wird. auf der letzten sitzung des alten stadtrats soll dies nun entschieden werden, wo durchaus eine pro-HC-mehrheit kommen kann. dann wäre der beschluss auch ein halbes jahr gültig.


  • Hafencity - Zusatz


    was auffällt ist, dass mittlerweile nicht mehr so ganz alles in frage gestellt wird, sondern es schon um das WIE geht, wie eine solche randstreifenbebauung unter schutz umgesetzt werden kann. damit behalten die bauverfechter die oberhand.


    ein weiterer großer knackpunkt ist derzeit die rechtliche einordnung des gebiets, wo heute bis zu 80% versiegelung und eine favelanische barrackenlandschaft das nordwestliche entree zur "barocken pracht" darstellen.
    ist es ein schon älteres baugebiet oder nicht? die baubefürworter spielen auf die lange industriell-bauliche entwicklung des gebiets an, also dass es schon immer bauland war. die anderen sehen in den barracken oder der heutigen versiegelung keine aussage über den baulandcharakter. im einen fall wären also bauliche dinge zulässig, im anderen nicht.
    auch hier deutet sich eher die haltung zum bauland an, alles andere wäre auch allzu herbe manipulation der sachlage. letztlich gehts darum, baurecht zu schaffen.


    daneben gibts noch zig spielchen, die derzeit so laufen.