Siedlungswerk Nordbahnhofstraße u.a.

  • ^
    Allerdings verzögert sich wohl nur der 2. Bauabschnitt auf dem Staiger-Areal. Staiger darf dafür wohl dort noch etwas länger bleiben.


    Gegenüber vor dem Arbeitsamt wird übrigends ein Studentenwohnheim geplant. Aktuelle Visualisierung gibt es bei der StZ, ich finde das recht ansprechend. Sogar mit der Höhe bin ich zufrieden. Auch wenn der Plan in den Kommentaren bei der StZ wieder kritisiert wird, aber das ist dort ja normal (und unabhänig von den Plänen).

  • Finde den Entwurf des Studentenwohnheimes ebenfalls nicht verkehrt. Könnte evtl. das ganze Viertel in ein besseres Niveau hieven. Dies wäre v.a. in den Abend- und Nachtstunden sicher hilfreich.

  • ^
    Seh ich auch so! Wenn jetzt noch statt den Shisha/Döner/Alkoholiker-Läden ne nette Bar oder Kneipe aufmacht, dann geht es sicher los mit der Gentrifizierung ;). In der Gegend wird auch stark renoviert. Es gibt wohl auch ne Mieterinitiative gegen die Mietsteigerungen. Bin gespannt wie es dort in ein paar Jahren aussieht.

  • ^
    Shisha/Döner/Alkoholiker-Läden


    Na na na, die Einwanderer bereichern grundsätzlich unsere Kultur – jetzt willst du dieses Biotop dort mit so etwas Urdeutschem wie einer Kneipe verschandeln ;)

  • Ich finds gar nicht so schlecht. Verdichtet die Ecke und bringt Urbanität. Der Standart entspricht eben der Umgebung. In der Visualisierung *28 ist übrigens ebenfalls ein ominöses Hochhaus reingerendert, Max BGF, auf der linken Seite.

  • ein bisschen weniger fürs Marketing ausgeben, dann reicht's vielleicht auch für ansprechendere Architektur. Ein bisschen Varianz bei der Fenstergröße sowie versetzte Raucherecken täuschen nicht über die Plattenbaukubatur des vorderen Riegels hinweg.


    Tut aber wenigstens nicht weh, das Ganze.


    Das Energiekonzept klingt spannend, mal sehen wie es in der Praxis dann funktioniert...

  • Also mir gefällt das gut. Die Gebäude passen sich gut an die bestehende Bebauung der Nordbahnhofstraße an, sind aber trotzdem Modern. Die kleinen Balkönchen lockern die Fassade auf ohne zu Abstellkammern verkommen zu müssen. Der Blockrand umgibt den Innenhof, aber die Gebäude sind trotzdem nicht zu groß und massiv, sondern eher genau richtig.
    Die Fenster sind übrigens (wie man sieht) unterschiedlich groß und tragen daher dazu bei dass das alles nicht zu einheitlich aussieht, aber trotzdem konsistent ist.

  • Man sollte schon bedenken, daß wir hier immer noch über ziemlich gute Lage sprechen, nicht zuletzt wegen zukünftiger Aufwertungen: Milaneo, neue Stadtbahn, S-Bahn Mittnachtstraße, Schloßgartenzugang ohne Gleise.


    Natürlich sehen die Gebäude auf dem Rendering durch die warmen Farben nicht richtig übel aus. Aber die Gestaltung samt der gelobten Abwechslung sind doch allereinfachst:
    Versetzte Minibalkönchen, Mal ein breites Fenster, mal zwei schmale.
    Die Eck-Loggien wirken noch am brauchbarsten.


    Die resultierende Wohnqualität scheint der Lage nicht angemessen.
    Welchen Nutzen haben diese Balkönchen?
    Vor allem aber stehen die Gebäude derart eng aufeinander, daß von einem angenehmen, vielleicht sogar mal sonnigen Innenhof keine Rede sein kann.
    Wenn Regent schon den Möhringer Seepark als viel zu eng für alle unteren Geschosse kritisiert, wie fühlt man sich dann erst hier?


  • Vor allem aber stehen die Gebäude derart eng aufeinander, daß von einem angenehmen, vielleicht sogar mal sonnigen Innenhof keine Rede sein kann.


    Wer brauch schon ein schönen Innenhof, wenn man gleich ein ganzen Wald vor der Nase hat... @nice Picture :D


  • Die resultierende Wohnqualität scheint der Lage nicht angemessen.


    Wie meinst du das? Ich verstehe das nicht ganz.



    Welchen Nutzen haben diese Balkönchen?


    Klar, die taugen nur als Raucherbalkon, aber ich finde schon, dass das die Fassade interessanter macht.



    Vor allem aber stehen die Gebäude derart eng aufeinander, daß von einem angenehmen, vielleicht sogar mal sonnigen Innenhof keine Rede sein kann.


    Da bin ich mir nicht sicher. Ich finde es sogar gut, dass die Gebäude am Blockrand nah aneinander stehen, dadurch wirkt das geschlossen. Ist bei den historischen Gebäuden, auch an der Nordbahnhofstr., ja auch so. Die "Stadtvillen" stehen teils nah am Blockrand, speziell das nördlichste. Allerdings scheint es, wenn man die Draufsicht anschaut, nicht ganz so eng zu sein wie das Bild in dem Video zu erst suggestiert. Aber ja, das könnte wegen mir auch weiter hinten stehen, aber das ging leider vermutlich nicht.
    Welchen Abstand hast du denn gemeint Max BGF ?


    Bzgl. dem "sonnigen Innenhof" sollte man noch die Lage betrachten. Die Nordbahnhofstr führt exakt von Süden nach Norden. D.h. der Innenhof sollte doch noch Sonne abbekommen, da das eine Gebäude ganz im Süden eher niedrig ist und die anderen Gebäude (trotz ihrer Nähe zueinander) den Innenhof nicht verschatten dürften. Das wäre dann eigentlich ganz klever gemacht. Dass die "Stadtvillen" unterschiedlich hoch sind trägt denke ich seinen Teil dazu bei.
    Oder seht ihr das anders?

  • Schon klar, daß die Wohnungen bzw. Zimmer an der Straßenfront so liegen wie Millionen anderer Wohnungen an Straßen.

    Gemeint war der Teil, wo die Architektur Spielraum zur individuellen Gestaltung ließe. Vor allem dieses mittig hinten liegende Gebäude rückt anderen Gebäuden doch sehr auf die Pelle.


    Mich stört eben, daß wir hier auf der einen Seite einen Aufbruch Richtung Nordbahnhof- und Rosensteinviertel erleben könnten, aktuell Stadtvillen bei Gerber oder Milaneo aufzeigen wie Wohnen auch in der Innenstadt aussehen kann. Doch hier zieht jetzt wieder 08/15-Architektur ein, wie sie genauso im Böblinger Flugfeld entstehen könnte.


    Auch wenn sich solche Blocks nicht wirklich mit Stadtvillen vergleichen lassen, sollte sich der Anspruch, etwas außergewöhnlicher oder überdurchschnittlich zu bauen, nicht in diesen leidlich geübten Standardvariationen von Fenster und Balkönchen erschöpfen. Im Forum gibt es Beispiele wie andere Städte mit solchen Chancen/Lagen umgehen.

  • Überwiegend stimme ich Max BGF zu. Wenn Bauträger von "Stadtvilla" sprechen und ein ... ähm ... gradliniges Mehrfamilienhaus präsentieren, dann ist die Enttäuschung programmiert, Echtholz-Eichenparkett hin oder her.


    Stadt-Villen à la Siedlungswerk gibt es auch auf dem Flugfeld in BB, und die unterscheiden sich nicht sehr von den an der Nordbahnhofstraße geplanten: https://www.siedlungswerk.de/p…oeblingen-flugfeld-haus-2 (dann auf das Bild rechts oben klicken)


    Ohne grüne Dacher, Hainbuchen-Hecken und Wäldchen im Hintergrund sehen die halt ... gradlinig aus.


    Und: Die Minibalkone hätte man seitlich verbreitern können, damit sie auch Nicht-Rauchern einen Nutzungszweck bieten.

    Einmal editiert, zuletzt von John Robie () aus folgendem Grund: Irrtum in der Botanik. Hainbuchen sind keine Buchsbäume.

  • Bauzeit: Frühjahr 2015 - Frühjahr 2017
    Preisbeispiel: 101qm-/4 Zimmer-ETW ab € 335.000 (mit SIM ab € 306.000)


    Quelle: Stuttgarter Amtsblatt