Dresden: Friedrichstadt

  • Nenne bitte Ross und Reiter.

    Im Fall der WiD ist das doch ganz klar und wurde mir gegenüber durch selbige u.a. beim Projekt Florian-Geyer-Straße, als aktiv nach Bürgermeinungen gefragt wurde, geäußert: Wenn die WiD ein Grundstück entwickelt, gibt es eine "Beratung" beim Stadtplanungsamt. Da kommt entweder direkt die Meinung des Amtes oder es gibt eine "Variantenuntersuchung", zu der Architekturbüros eingeladen werden. Die wählt üblicherweise der Bauträger aus, also die kommunale WiD - also wahrscheinlich auf Anraten der Verwaltung als Eigentümer. Dann wird eine Auswahl getroffen, entweder offenbar durch den Bauträger selbst, in Abstimmung mit dem SPA oder durch eine Jury, in der all diese Vertreter zusammen mit Stadträten und evtl. der Gestaltungskommission vertreten sind. Die Bürger wurden im Fall Johannstadt erst danach "gefragt", Wünsche konnten nicht mehr eingebracht werden. Und dort geschah das sicherlich auch erst, nachdem es Protest von Anwohnern gab (wenn auch dort aus anderen Beweggründen).


    Ob die Entwicklung des Entwurfs beim Projekt Schäferstraße auch so ablief, weiß ich nicht und man könnte ja bei der WiD nachfragen, wie das unbefriedigende Ergebnis zustande gekommen ist. Mir ist z.B. nicht bekannt, dass die Gestaltungskommission gefragt wurde. Immerhin wird hier direkt neben Kulturdenkmalen gebaut.


    Wenn das einem aber anscheinend egal ist, braucht man in einem Diskussionsforum auch nicht Gegenpositionen abwerten. Manche Leute haben eben mehr Anspruch an Baukultur, und nur darum ging es hier offensichtlich. Der Bürger hat nur den Protest als Mittel bei solchen Entscheidungen. Diesen öffentlich kundzutun ist weder Polemik, noch anstrengend oder "dummdödeliges Rumgeraune". Wenn das bei einem doch so ankommt und unsachliche Äußerungen gegen andere Diskussionsteilnehmer oder -gruppen bei sich auslöst, sollte man mal seinen eigenen Diskussionsstil hinterfragen, statt den anderer auseinandernehmen zu wollen.

  • Diesen öffentlich kundzutun ist weder Polemik, noch anstrengend oder "dummdödeliges Rumgeraune".

    Die Aussage war, dass das Dresdner Baugeschehen

    "eine einzige betrügerische Farce mit Vorsatz"

    wäre.

    "Betrug" ist ein Straftatbestand; er setzt übrigens immer Vorsatz voraus.


    Oder in Dresden: Wilsdruffer Vorstadt


    ist die Rede von "eigenen Partikularinteressen einiger weniger Beamte und ihren Günstlingen"; auf eine entsprechende Nachfrage kam natürlich nichts.


    Aber ich soll meinen eigenen Diskussionsstil hinterfragen, schon klar.

  • Floßhofstraße 2a


    nun Baubeginn. Der erste Bagger bereitet den Aushub vor.

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    zur Erinnerung

    https://www.2cm-immo.de/verkau…fstrasse-2a-01159-dresden



    Fröbelstraße 6-8


    zwei Straßen weiter wird auch das Baufeld vorbereitet


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    Hier soll in Zukunft der gesamte Straßenzug bis zur Löbtauer bebaut werden, siehe TSP

    https://stadtplan.dresden.de/spdd.aspx?permalink=LZqFYKz



    Löbtauer Straße 25 Fröbelstraße 5 - WiD


    wie gesagt ist aus dem hellem Anstrich nun ein sehr dunkles Grau geworden, was sich dem Aldi Neubau gegenüber anpasst…


    Ansicht Fröbelstraße

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    Ansicht Löbtauer Straße

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    man hätte ja auch einfach die Fassadenfarbe und Dachziegel der Bestandsbauten dahinter nutzen können…

  • Von der ersten zur zweiten Visualisierung haben sich aber (vermutlich) auch die inneren Flächenplanungen verändert. Die Giebelform der ersten Visu ergibt m.E. nur Sinn bei einem ausgebauten Dachgeschoss, was jetzt wohl nicht mehr der Fall zu sein scheint. Das da dann die zwei Giebel zur Fröbelstraße wegfallen, ist aus meiner Sicht normal und vernünftig.

    Zur Dachziegelfarbe lässt sich sicherlich geteilter Meinung sein; ich hatte dazu in einem anderen Thema früher etwas geschrieben. Dresden ist in weiten Teilen eine Stadt der grauen und schwarzen Dächer. Ob man das gut findet und ob das in der heutigen Zeit sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Schule in der Fröbelstr. hat jedenfalls auch kein rotes Dach.

    Die Fassadenfarbe ist für mich schwer einschätzbar - beim Foto in der Fröbelstr. wirkt sie sehr viel heller als beim Foto über die Kreuzung.

  • Es ist schon recht dunkel und grau ist nie eine gute Wahl.
    Mit dem eingesparten Giebel sieht es halt auch generell billiger aus. Gerade im Kreuzungsbereich hätte es mit zwei Giebeln die Ecke besser betont.
    Und das abgesetzte Erdgeschoss aus der alten Visualisierung hätte jetzt nicht so ein hohen finanziellen Mehraufwand gekostet.

  • Abriss Heinz-Steyer-Stadion für Neubau (außer Nordtribüne)

    Projektseite der Stadt

    Blick Richtung Elbe und zuletzt erneuerte Nordtribüne

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    Blick von der alten Anzeigetafel gen Yenidze

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    Bonusmotive von nebenan

    Bild: https://abload.de/img/p1410884a5jcu.jpg   Bild: https://abload.de/img/p1410888ooj00.jpg

    alle fotos elli kny

  • Funde im Ratsinfo:

    1. Fläche an der Vorwerkstrasse soll an eine Baugemeinschaft verkauft werden (510 T€ + 10). Für die WiD gilt die Fläche als ungeeignet. Es gab 5 bewerbende BGs, die beiden gleichguten Sieger der Konzeptausschreibung wurden per Los entschieden. Siehe Vorlage V1213/21 mit entsprechenden Erläuterungen.

    Also das hört sich ja geradezu vorbildlich an, besonders der Holzbau erfreut mich. Ein Potpourri aus aktuellen Themen der grünen Nachhaltigkeitsziele.


    2. Neues zum Bahnhof Mitte, welcher ja seit Jahren auf einen Ausbau der Gewölbe im EG wartet.

    In der Sitzung des Bezirksrats Altstadt vom 13.10.2021 - Link - ist eine Präsentation des DB-Bahnhofsmanagers für TOP 1 (DB) dabei (mit Visu) - pdf-Direktlink.

    Genaueren Einblick gibt v.a. die Niederschrift im Sitzungs-Link (also dem Sitzungsprotokoll) - hier Direktlink (dort siehe auf pdf-Seite 7-9). Es wird irgendwie eine gewisse Unstimmigkeit zuwischen DB (Hr. Klaffenbach) und Stadtverwaltung (Hr. Wittstock) deutlich, wonach die Stadt sagt, man habe ja durch die Vorplatzaufwertung schon Vorleistung gegeben, die DB aber argumentiert, sie würde in jenen Städten eher bauen wo die Stadt deutlicher unterstütze.

    Nunja, eine Zeitschiene wird mE noch nicht thematisiert, ausserdem verabschiedete sich die DB wohl marktbedingt bereits von gewisser kleinteiliger Ladenstruktur hin zu größeren Mietflächen. Aber lest bitte selbst, diese Niederschriften sind freilich nur grobe Dokumentation der Wortmeldungen.

    Die zweite Präsentation zu TOP 1 zeigt im Übrigen auf letzter Folie eine aktuelle Umbauplanung für die Könneritzstrasse am Bahnhof, wo die DVB-Haltestelle Fahrbahnkaps bekommen soll und somit Platz für Radanlagen entstünde - also ne super Sache - pdf-Direktlink.

  • Weiß jemand, was auf der Brachfläche Schäferstraße Ecke Waltherstraße passiert/ passieren soll? Dort wird aktuell beräumt/ gerodet. Im Themenstadtplan ist nix zu sehen und gelesen hab ich auch noch nirgendwo etwas.

  • Es ist schon recht dunkel und grau ist nie eine gute Wahl.

    Ich bin gestern dort vorbeigefahren. Es ist überhaupt kein Vergleich zum Aldi-grau auf der anderen Straßenseite. Mir scheint auch ein gewisser Gelbanteil in der Farbe vorhanden zu sein.

    Insgesamt wirkt die Farbe aber auf mich irgendwie merkwürdig.

  • Neubauprojekt Seminarstraße


    In der Seminarstraße 16/18 plant das Hamburger Unternehmen Vila Immobilien drei Neubauten mit 46 Wohnungen.


    Bild: https://abload.de/img/ausschnitt02k7x.jpg


    Ist-Zustand | Projekt-Website


    Leider gibt es keine straßenseitigen Visualisierungen, sondern nur welche aus Perspektive des Hinterhofs:


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    (c) Vila Immobilien


    Für das Nachbargrundstück (Flurstück 159) gibt es ebenfalls Neubaupläne. Dagegen machen nun Anwohner mit einer Unterschriftensammlung mobil - SZ berichtet (+)



    Die Anwohner wünschen sich deshalb mehr Mitsprache. "Natürlich darf dort gebaut werden, aber mit Maß", so Susann Klenner. "Die Gestaltung der Friedrichstadt wird sonst den Investoren überlassen".

  • Klassischer Fall von Nimby. Wohnen dort seit 20 Jahren für kleines Geld. Ist natürlich doof, wenn es voller wird. Mit einem Bebauungsplan würde da die nächsten 5 Jahre nichts entstehen. Ich hoffe mal auf die Vernunft der Politiker. Neue Wohnungen wollen die auch ganz dringend.

  • Genau wie Chris1988 schon geschrieben hat: Die Baugenehmigungen sind bereits seit Jahren im Themenstadtplan verzeichnet. Für "Mitsprache" dürfte es also ein paar Tage zu spät sein. Und bei dieser völlig verwahrlosten Brache von einer Grünfläche zu sprechen ist schon etwas weit hergeholt. Ich würde gern mal den ganzen Müll, der sich über die Jahre dort angesammelt hat, auf einem Haufen sehen...