Potsdam: Lustgarten

  • Halte Euch gern auf dem Laufenden. In der Presse stand heute noch, daß die Weiße Flotte an ihrer Anlagestelle im Lustgarten einen temporären Verkaufspavillion errrichten möchte, sich aber mit Denkmalpflege und Stadtentwicklung nicht über das Aussehen einigen kann.


    Hierbei kam heraus, daß mit "temporär" ein Zeitraum von 20-30 Jahren gemeint ist, den die Stadt dem Mercure-Hotel zugestanden hat um seinen eigenen Abriß zu verdienen. Im Endeffekt soll also auch das Hohhaus aus dem Lustgarten verschwinden - eine schöne Nachricht.

  • Soll die Stadt Potsdam das Hotel Mercure ankaufen und abreißen? 64

    1. ja (53) 83%
    2. nein (11) 17%

    Potsdam: Lustgarten

    Weiter geht's mit der Potsdamer Diskussion um das Mercure-Hochhaus:
    http://www.pnn.de/potsdam/636471/
    Die Mitarbeiter des Hotels haben die Abrissgerüchte leider sehr verunsichert. Von der Potsdamer FDP kommt der Vorschlag, das Vorkaufsrecht der Stadt bis Ende 2012 für den Kauf des Hochhauses zu nutzen und es dann für 10-15 Jahre zu vermieten, um den Kaufpreis wieder reinzubekommen. Dann könnte man den Bau immer noch abreissen...
    Ich denke: aus prinzipiellen, stadtästhetischen Erwägungen wäre ein Abriss wohl wünschenswert. Allerdings frage ich mich auch, ob man das in diesem Fall nicht später einmal bereuen wird, denn so misslungen finde ich es eigentlich nicht. Ist halt ein nicht so übles Beispiel der Architektur der 60er Jahre (Baujahr 1969), die eben derzeit wenig populär ist (das mag später anders sein, so wie man ja heute auch die meisten 50er Jahre-Bauten quasi rehabilitiert hat, gerade auch die in der DDR). Auch ist es lagemäßig Solitär genug, um das Alter-Markt-Ensemble nicht zu sehr zu stören.

  • Mercure Hotel

    Der Plan der FDP klingt m. E. recht vernünftig, ich würde zustimmen.


    Diese m. E. n. hässliche Hochausscheibe erscheint ja nur schlank, wenn man die Schmalseite betrachtet, geht man auf dem alten Markt ca. 50m weiter Richtung Ufer, so sieht man die Scheibe in voller Breitseite :Nieder:.


    Es ist ja auch gar kein DDR-Phänomen. In Mainz, Saarbrücken etc. hat man ähnliche Bausünden begangen. Wie sehr profitieren Städte wie Heidelberg, Regensburg oder Tübingen, denen so etwas erspart blieb. Auch ökonomisch zahlt sich das über den Tourismus letztlich aus. Außerdem handelt es sich um UNESCO-Erbe. Sichtachsen haben hier eine wesentliche Rolle gespielt und sollten behutsam wiederhergestellt werden.


    In Berlin wird ein von standard und Größe vergleichbares Hotel alle paar Monate neu gebaut und eröffnet. Man sollte doch die ökonomische letztlich marginale Bedeutung so eines Bauwerkes nicht überschätzen. Noch etwas Ertrag abschöpfen und dann weg damit; eine sinnvolle Position.


    Noch ein Wort zu "Luxus im Armenhaus":


    1. Deutschland ist zum Glück nirgendwo ein Armenhaus, auch wenn es erhebliche regionale Unterschiede gibt.
    2. Srukturschwache Regionen würden einen großen Fehler machen, wenn sie sich immer nur Asche aufs Haupt streuten.
    3. Potsdam ist ohne Zweifel der ökonomische Leuchtturm Brandenburgs, wenn man die Stadt vernachlässigt, wirft man sich selbst weg.
    4. Betrachtet man andere Aufbauversuche, die wie Seifenblasen zerplatzten (Lausitzring, Zeppelinproduktion etc.), so ist der stetige Wiederaufbau Potsdams eine extrem solide und nachhaltige Investition, die sich mit Sicherheit auf lange Sicht auszahlt.

  • Der Software-Milliardär will Potsdam eine Kunsthalle stiften. Als Standort ist der Ort, auf dem das Mercure Hotel steht, im Gespräch. Politiker sind hocherfreut und insgesamt befindet sich die Stadt mit diesem Angebot in einer neuen Positon, bei der Frage, ob sie vom Vorkaufsrecht des Mercure-Hotels Gebrauch machen will.


    Die Kunsthalle würde lt. Tagesspiegel eigenständige Sammlungen aufgebauen. Da Plattner selber Kunst sammelt sind hier Möglichkeiten schon erkennbar.


    Link

  • Ich finde es ja immer wieder lustig, wie sich die Potsdamer Neuesten Nachrichten die Wahrheit in ihrem Sinne zurechtbiegen. Fakt ist, dass der Mietvertrag zwischen Blackstone und Accor bis Ende 2012 gilt. Es ist aber keineswegs so, dass Accor oder Blackstone das Hotel aufgeben wollen. Im Gegenteil: Accor hat immer wieder deutlich gemacht, dass sie den Mietvertrag verlängern will. Auch Blackstone hat immer wieder geäußert, dass sie den Bau weiter als Hotel nutzen will, und wenn sich nicht ein anderer Betreiber mit einem besseren Angebot melden sollte, dann wird der Vertrag mit Accor verlängert. Daher geht der Zeitungsartikel von völlig falschen Voraussetzungen aus.


    Falsch ist ebenfalls, dass Blackstone das Hotel verkaufen will. Denn nur in diesem Fall könnte die Stadt Potsdam ein Vorkaufsrecht geltend machen. Da Blackstone das Hotel aber behalten will, wird es auch nicht zu einem Verkauf des Hauses an die Stadt Potsdam kommen.


    Der Zeitungsartikel entpuppt sich daher als ein ziemlich durchsichtiger Versuch, die Politik unter Druck zu setzen und Stimmung für die Abrissfraktion in Potsdam zu machen. Ähnlich hat die PNN übrigens auch im Zusammenhang mit der Landesbibliothek agiert. Auch in diesem Fall wurde versucht, einen Abriss herbeizuschreiben, glücklicherweise ohne Erfolg.


    P.S. Eine Kunsthalle würde sehr viel besser in das Kulturquartier Schiffbauergasse passen. Dort gibt es das Theater, diverse Kultureinrichtungen, die Bundesstiftung Baukultur, dort wäre der richtige Ort für eine Kunsthalle.

  • Der Asta der Universität Potsdam schlägt eine Umnutzung des Mercure-Hotels zu einem Studentenwohnheim vor. Der Asta verweist darauf, dass in Potsdam eine extreme Wohnungsnot herrscht und dass die 25000 Studenten kaum Chancen haben, einen bezahlbaren Wohnraum zu ergattern.


    Zudem macht der Asta auch einen Vorschlag bezüglich der Kunsthalle: Er schlägt vor, den leer stehenden Altbau des Hans-Otto-Theaters in der Zimmerstraße zur Kunsthalle umzunutzen. Auf diese Weise könnte das denkmalgeschützte Gebäude neu belebt werden.


    http://www.asta.uni-potsdam.de…nde-wollen-mercure-hotel/


    Die Studentenwohnheim-Idee dürfte aller Voraussicht nach keine Chance haben, weil Accor und Blackstone die Hotelnutzung fortsetzen wollen. Interessant an diesem Vorschlag fand ich aber die Idee, dass das Kunsthallen-Projekt genutzt werden soll, um einen leer stehenden Altbau zu revitalisieren. Diese Idee sollte auf jeden Fall aufgegriffen werden, zumal es ja in Potsdam noch immer etliche leer stehende Altbauten gibt.

  • Von der Potsdamer FDP kommt der Vorschlag, das Vorkaufsrecht der Stadt bis Ende 2012 für den Kauf des Hochhauses zu nutzen und es dann für 10-15 Jahre zu vermieten, um den Kaufpreis wieder reinzubekommen. Dann könnte man den Bau immer noch abreissen...


    Guter Plan, das ist sicher zunächst die vernünftigste Alternative.
    Zumindest hätte die Stadt dann alle Handlungsoptionen selbst in der Hand.
    Ein Studentenwohnheim für einige Jahre wäre sicherlich toll und eine echte Wohltat für den angespannten Wohnungsmarkt in Potsdam.



    (...)Abriss wohl wünschenswert. Allerdings frage ich mich auch, ob man das in diesem Fall nicht später einmal bereuen wird, denn so misslungen finde ich es eigentlich nicht. Ist halt ein nicht so übles Beispiel der Architektur der 60er Jahre (Baujahr 1969), die eben derzeit wenig populär ist (das mag später anders sein, so wie man ja heute auch die meisten 50er Jahre-Bauten quasi rehabilitiert hat, gerade auch die in der DDR). Auch ist es lagemäßig Solitär genug, um das Alter-Markt-Ensemble nicht zu sehr zu stören.


    Der Fall mit den 50er-Jahre-Bauten des Stalinismus bzw. der heimatlich orientierten Neubauten dieser Zeit (z.B. Lange Straße in Rostock) ist anders gelagert. Diese nahmen Bezüge zur jahrtausendealten Bautradition in Europa bzw. in den jeweiligen Orten der Entstehung. Es wurden lokale Abbruch- bzw. Heimmaterialien verwendet. Diese Bauten haben damit einen ganz anderen Wert, als die von ihrem Standort entrückten, seelenlosen Kisten des internationalen Stils, die ab den 60ern entstanden.


    Das Hotel Mercure ist eine grausige Sünde und gehört baldmöglichst abgerissen, zu vertretbaren Aufwendungen. Ebenso wie der Staudenhof und der kotzgelbe Uni-Kasten neben der Nikolaikirche.


    Potsdam hat die Rückgewinnung seiner einstigen Grandeur verdient und sollte alles in dieser Richtung mögliche unternehmen. Punkt.

  • #83: Wow! Der stolze Ritter Klarenbach stellt sich mal wieder schützend vor schon totsanierte DDR-Platten und kämpft gegen die böse Weltverschwörung gegen die gerechte Sache. Er sollte einmal überlegen, ob die Heuschrecke Blackstone solche Hilfe braucht.


    Wie gut, dass in Potsdam die politischen Verhältnisse anders sind als in Berlin. Die sog. Schloßkoalition hat hier viel grundlegendere Beschlüsse zur Wiedergewinnung der hist. Stadt gefasst als in Berlin.


    So wird das Mercure fallen, da bin ich mir sicher, und wir alle werden uns über die Neugestaltung einer Kunsthalle die Tasten heissschreiben können. Weiss eigentlich jemand, was mit dem Neubau der Weissen Flotte ist - da sollte doch neben dem Mercure auch ein Neubau entstehen. Der sollte jetzt vor dem Hintergrund der kommenden Kunsthalle gestalterisch überdacht werden.

  • Kurzes OT: Gibt es eigentlich irgendwo Pläne oder Fotos vom geplanten Neubau des Hans-Otto-Theaters von Günter Franke? Gebaut wurde seit 1989, seit 1984 gab es wohl die Planungen. Habe im Netz nichts finden können.

  • Der Asta der Universität Potsdam schlägt eine Umnutzung des Mercure-Hotels zu einem Studentenwohnheim vor. Der Asta verweist darauf, dass in Potsdam eine extreme Wohnungsnot herrscht und dass die 25000 Studenten kaum Chancen haben, einen bezahlbaren Wohnraum zu ergattern.


    aha. Und dafür scheint dir der unmittelbare Innenstadtbereich der geeignetste Ort zu sein? Alles klar. :ko:

  • Angesichts der Lücken im Potsdamer Stadtbild braucht es nicht unbedingt ein Hochhaus, um Wohnraum bereitzustellen.
    Früher oder später wird das Gebäude einfach sehr unangenehm herausstechen und die Frage nach einem Abriss wird immer wieder aufkommen.

  • Ein Hoch auf HP!

    Hier wird ein ernomes Privatvermögen doch mal in wirklich allgemeinnütziger Weise investiert. Das ist doch viel besser als sich goldene Türklinken zu leisten, riesige Yachten oder Privatflüge ins All.
    Trotz ein paar Unkenrufen dürfte diese Stadtreparatur beim ganz großen Teil der Belvölkerung und auch der Potsdambesucher sehr positiv aufgnommen werden. Dieses Schuckstück an der Havel mausert sich zu einer der schönste Städte Deutschlands und zwar ohne wie Dresden den Unesco-Titel kleingeistig und kleinherzig fahren zu lasse.


    Als eingefleischter Berliner sage ich ohne Neid: Hut ab!


    PS Das der Bausdezernent Klipp die Wiederherstellung Potsdams so konsequent vornabringt ist m. E. auch eines Lobes wert :daumen:.

  • Potsdam: Hasso Plattners Kunsthalle

    Da in Potsdam derzeit die geplante Kunsthalle Hasso Plattners für Konflikte sorgt, will ich einen Thread zu diesem Thema eröffnen.
    Hasso Plattner ist ein Gründer des Softwareunternehmens SAP und Milliardär. Plattner gab im April dieses Jahres seine Absicht bekannt, in Potsdam eine Kunsthalle zu errichten. Daraufhin führte die Stadtverwaltung ein Standortauswahlverfahren durch, in dem nach dem besten Standort für diese Investition gesucht wurde. Am letzten Freitag wurde nun das Ergebnis bekannt. Demnach wäre ein Grundstück neben der Langen Brücke für die Kunsthalle besonders geeignet.


    Dieses Ergebnis sorgt nun wiederum für Erstaunen. Denn das ausgewählte Grundstück bietet erhebliche Nachteile. Es ist keineswegs verfügbar, sondern es gehört dem Fonds Blackstone und ist zudem mit dem Hotel „Mercure“ bebaut. Daher müsste dieses Grundstück zunächst teuer erworben werden. Schon dieser Grundstückserwerb würde das Projekt unnötig verteuern.
    Weiterhin müsste anschließend das Hotel „Mercure“ abgerissen werden. Dieses Hotel ist mit 210 Zimmern und über 400 Betten das größte innerstädtische Hotel Potsdams. Für den Potsdamer Tourismus ist es von großer Bedeutung. Ein Verlust dieses Hotels könnte in gleicher Lage nicht kompensiert werden. Dieser Verlust würde umso schwerer wiegen, da in Potsdam derzeit über eine Tourismusabgabe diskutiert wird. Diese Abgabe soll einen Beitrag zur Erhaltung der Potsdamer Schlösser und Parks leisten. Diese Einnahmen wären durch den Hotelabriss gefährdet.
    Zudem würden durch den Hotelabriss 400 Arbeitsplätze verloren gehen.


    Die Standortwahl ist umso unverständlicher, weil es sehr viel günstigere Alternativstandorte für die Kunsthalle gäbe. Beispiele wären das Gelände nördlich des Hauptbahnhofes, das Gelände südlich des Marstalls, Freiflächen an der Schiffbauergasse oder in der Speicherstadt. Auf all diesen Grundstücken könnte sehr schnell mit dem Bau der Kunsthalle begonnen werden, und Abrisse wären verzichtbar. Diskussionswürdig wäre auch die Option, leer stehende Baudenkmäler in Potsdam zu sanieren und für die Kunsthalle zu nutzen. Beispiele wären das ehemalige Hans-Otto-Theater in der Zimmerstraße oder der stark sanierungsbedürftige Marstall im Park von Babelsberg.


    Es ist also zweifelhaft, dass in diesem Standortauswahlverfahren tatsächlich vorurteilsfrei geprüft wurde. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass hier viel Mauschelei im Spiel war. Es scheint so, dass Plattner von vornherein den Standort an der Langen Brücke gewollt hat und dass die Stadtverwaltung dann nur noch zum Schein ein Standortauswahlverfahren durchgeführt hat. Hasso Plattner hätte dann wie ein Herrscher in der Zeit des Feudalabsolutismus seine Bedingungen diktiert, und die Stadtverwaltung hätte sich diesem Diktat gebeugt.


    Eine solche Entwicklung würde allerdings in schroffen Gegensatz zu allem stehen, was mit demokratischer Planungskultur und Bürgerbeteiligung zu tun hat. Es wäre ein Rückfall in eine undemokratische Planungskultur, in der ein reicher Investor seinen Willen ohne Bürgerbeteiligung durchsetzen könnte. Daher finde ich die Verfahrensweise in Potsdam sehr bedenklich.

  • Um mal von deiner ideologisch eingefärbten Argumentation wegzukommen, es steht jedem Bürger in unserer Demokratie frei, gegen solche Entscheidungen zu protestieren und vor Gericht zu gehen. Ich stimme dir zu, dass solche Entscheidungen transparent gemacht werden müssen, aber andererseits ist es bei solchen Verwaltungsentscheidungen durchaus üblich, dass nicht jedesmal eine Volksbefragung gemacht wird. Nur wenn die Leute sich bemerkbar machen und gegen wirkliche oder vermeintliche Mauschelei vorgehen, wird es zu einem Politikum.


    Übrigens: Feudalabsolutismus WTF? milliardenschwerer Mäzen = böse?! Muss so eine Primitivargumentation wirklich sein?

  • Soweit ich weiß, plädiert inzwischen neben den anderen gewählten Parteien sogar die Linke für den Standort am Lustgarten bzw. sperrt sich nicht mehr dagegen. Für das Projekt spricht doch daher im Gegenteil eher seine breite demokratische Mehrheit.


    Zudem bot Plattner an, das Grundstück über seine Stiftung zu kaufen. Auf die Stadt würden somit beim Grundstückserwerb keine Mehrkosten zukommen. Der Mann ist ein echtes Geschenk für die Stadt, darum kann man die Potsdamer nur beneiden. In Berlin findet sich kein Investor für die seit Jahren geplante Kunsthalle, warum nur?


    Was mich interessieren würde: Rentiert sich das Mercure-Hotel bzw. wie sieht es mit seiner Auslastung aus? Immerhin dürften die Berliner Bettenpreise kaum zu schlagen sein. Ich denke, auf lange Sicht fährt Potsdam mit kleineren, hochpreisigeren Hotels mit toller Ausstattung besser. Denn so kommen, sollte diese Tourismusabgabe tatsächlich eingeführt werden, mehr Einnahmen in die Stadt als mit einem wahrscheinlich schlecht ausgelasteten Mittelklassehotel.

  • Ich kann deiner Argumentation leider nicht Folgen Klarenbach. Das Argument "günstiger" oder "teurer" im Bezug auf den Abriss des Mercurs kann man wohl getrost außen vorlassen. Der Herr Plattner wird schon wissen wie viel Geld er für die Kunsthalle ausgeben möchte. Würde man hier über die Verwendung von öffentlichen Geldern für die Mehrkosten sprechen könnte ich deine Kritik zwar nicht teilen aber zumindest logisch nachvollziehen.


    Ansonsten gibt es für mich auch keinen klaren rational nachvollziehbaren Anhaltspunkt das Standortauswahlverfahren mit dem indirekten Vorwurf der Korruption zu überziehen. Wenn du solche Anschuldigungen nicht mit Belegen untermauern kannst, wirkt deine Kritik eher polemisch und nicht faktenorientiert.


    Die Standorte wurden nach der Qualität für den Betrieb einer Kunsthalle bewertet. Die Kriterien sind insgesamt alle nachvollziehbar denn die Kosten spielen ausnahmsweise keine Rolle für die Stadt.


    Da scheinbar ein im Großen und Ganzen parteiübergreifender Konsens für den Abriss des Hotels und den Bau der Kunsthalle zu existieren scheint ist der Vorwurf "undemokratischer" Verhaltensweisen ungerechtfertigt.


  • Eine solche Entwicklung würde allerdings in schroffen Gegensatz zu allem stehen, was mit demokratischer Planungskultur und Bürgerbeteiligung zu tun hat.


    Auf das mittlerweile sattsam bekannte Agitprop will ich garnicht mehr eingehen.
    Nur soviel: Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Bau der Kunsthalle längst zugestimmt und u.a. diesen Standort auch angeboten. Insofern ist jegliches Echauffieren über vermeintlich mangelhafte 'demokratische Planungskultur' überflüssig.
    Warum das Hotel Mercure weichen muss? Weil es ein hässlicher Schandfleck in der heutigen und künftigen Potsdamer Innenstadt ist! Auch darüber besteht weitgehend Konsens.
    http://www.pnn.de/potsdam/652340/
    http://www.spd-potsdam.de/news.html?tx_ttnews[year]=2012&tx_ttnews[month]=04&tx_ttnews[day]=13&tx_ttnews[tt_news]=2038&cHash=23f5433f0b60158a2ee895d9dde372fb
    http://www.gruene-potsdam.de/p…-gegenueber-stadtschloss/
    http://cdu-pin.de/index.php?zeigeText=537
    http://potsdamer-demokraten.de…chert-gluecksmomente.html