Hochhaus 'Alexander - Berlin's Capital Tower' (150 m | in Bau)

  • Ich bin ja Optimist. Erinnert mich ans Motel One an der Joachimsthaler. Da war Jahre lang ein Loch vom gescheiterten Vorgängerprojekt und dann ging es weiter.

  • ^ Oh, wow, eine Nachricht, die mit einem "Daumen rauf" nur unzureichend begrüßt werden kann.

    Ich wundere mich nur etwas, dass ein neuer Bauantrag überhaupt nötig war. Noch im Januar hieß es vom Bezirksstadtrat Gothe, es bestehe „berechtigte Hoffnung“, dass ein anderer Investor das BV „genau so wie es geplant ist“ fortführe (Vgl. #995

    Was bedeutet das? Handelt es sich um ein neues Bauprojekts auf gleichem Fundament? Wurde der neue Bauantrag im Baukollegium diskutiert? Oder muss auch ein unveränderter Bauantrag ab einer bestimmten Bauunterbrechung pro forma neu eingereicht werden?

  • ^ Ich vermute (bzw. hoffe), dass der Antrag nur pro forma neu eingereicht werden muss, weil der Bauherr gewechselt hat. Durch das Baukollegium ist das Projekt eigentlich seit Jahren durch – und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand Interesse daran hat, den Sack nochmal neu aufzumachen...

  • ^^ Bei einem Eigentümerwechsel erlischt die Baugenehmigung nicht.

    Die Baugenehmigung erlischt in Berlin, wenn innerhalb von 2 Jahren nach Erteilung mit dem Bau nicht begonnen wurde.

    (Sie kann dreimal bis zu einem Jahr verlängert werden). Ich nehme an, das ist der Grund für den neuen Bauantrag.

    Denn, wie bereits erwähnt, die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Anett Seltz teilte mit (Oktober 24), dass man die Fertigstellung des Projekts nach Plan bevorzugt, mit einem leistungsfähigen

    privaten Vorhabenträger. Anders ausgedrückt, ein anderer Investor soll bauen, der Entwurf bleibt wie gehabt.

    (Baustelle am Alexa in Berlin: Russischer Investor wirft Geld zum Fenster raus)

    Ein 150 Meter Hochhaus würde dem Alexanderplatz sehr gut tun damit diese Einheitshöhe bei den anderen Hochhäusern

    aufgebrochen wird.

    Porr-Alexander-Tower.jpg

    © PORR AG | O&O Baukunst

    Mal abwarten ob sich Herr Detlev Stoecker (Andersen Consulting) bald dazu äußert (der Vertreter von MonArch).

    https://de.andersen.com/berater/detlev-stoecker

    2 Mal editiert, zuletzt von Merlin (10. Juni 2025 um 20:42)

  • Ich hoffe wirklich dass dieser Turm niemals umgesetzt wird! Ich bin ansich großer Fan von mehr Hochhäusern in Berlin und finde den Entwurf für den Alexanderplatz auch echt gut gelungen, allerdings ist diese Stelle maximal unpassend da sie genau den Blick auf den Fernsehturm von Friedrichshain aus versperrt. Ein 70-80 Meter hohes Gebäude wäre hier viel passender. Unglaublich, dass solche wichtigen Aspekte bei der Vergabe von Höhenrechten scheinbar nicht beachtet wurden. Der Blick von der Karl-Marx Allee ist doch legendär, wie kann man genau an dieser Stelle ein Hochhaus vorstellen wollen?? Vor allem weil es deutlich bessere Orte gibt wo das ganze viel mehr Sinn machen würde und auch besser hinpasst , insbesondere Region Breitscheidplatz.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Blick von der Karl-Marx Allee ist doch legendär, wie kann man genau an dieser Stelle ein Hochhaus vorstellen wollen??

    Das stimmt, hier ist er:

    IsBMTV.jpg

    Der Alexander-Tower wird sich aus dieser Perspektive vor den Turm schieben – in etwa bis zur Höhe der Kugel. Das ist wirklich schade und kann nicht ohne Grund als Fehlplanung betrachtet werden. Die städtebauliche Relevanz des Fernsehturms war den Planern in Neunzigern noch nicht so klar, wie sie heute ist (und bis heute findet man hier im Forum Leute, die dessen planerische Freistellung für einen Ausdruck von SED-Ideologie halten).

    Großes ABER: Die Planungshöhe für dieses Grundstück wurde vor mehr als einem Vierteljahrhundert beschlossen. Das Alexa ist auf einen solchen Turm hin entworfen. Seit acht Jahren (oder so) soll gebaut werden. Ständig hat der Bauherr gestoppt und auf Druck wieder gestartet, bis ihm der Ukraine-Krieg um die Ohren flog. Jetzt die Pläne zu begraben und neu zu entwerfen, würde auf weitere zehn, fünfzehn Jahre Verzögerung hinauslaufen. Ich bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass dem Alexanderplatz die Entwicklung stärker nützt, als dass der Verlust der Perspektive schadet. Ganz glücklich bin ich damit nicht – aber ich finde, der Alex braucht den Turm mehr, als die KMA die Perspektive auf den Fernsehturm braucht. Seufz.

    © Bildrechte sind meine.

  • … da hilft nur eines. Bauen, und bauen und bauen. Bis die die missliche Situation mit der Sichtachse den Fernsehturm betreffend irgendwie kaschiert ist. Und das sage ich, eigentlich ein Sichtachsenfetischst, der ich bin.

  • Noch steht ja kein Gebäude. ;) Ich bin da voll und ganz bei Architektenkind. Und vielleicht nochmal hinzuzufügen: Ein einziger Turm wird hier fehl am Platz wirken. Stelle ich mir zwischen den Zwillingstürmen am Frankfurter Tor in noch (leider viel) fernerer Zukunft jedoch nicht nur den Alexander Tower, sondern zum Beispiel vier Türme insgesamt vor, dann gefällt mir die Idee schon besser und ich glaube eine dann neue Perspektive kann ebenso reizvoll sein wie die heutige. Wie immer ist es der Zustand dazwischen (ein Turm) und das Fehlende Weiterdenken dass mir hier seitens der Stadtplanung nicht genug bedacht scheint.

  • Es gibt wohl konkretes Interesse eines Investors, den Monarch Turm zu übernehmen. Der Turm soll allerdings nicht als Wohngebäude, sondern als Bürohaus realisiert werden und dabei sogar über 150 Meter hinausgehen. Die Bauverwaltung soll bei der Höhe grundsätzlich gesprächsbereit sein, verlangt jedoch dafür einen Mindestanteil an Wohnungen.


    https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/74…l-button-nl-web

  • Hoffentlich nicht nur ein Gerücht.

    Größere Höhe geht aber nur mit überarbeitetem Bebauungsplan und das würde dauern. Zudem kommt es mir sehr komisch vor, dass man bei der aktuellen Marktlage einen Büroturm statt der genehmigten Wohnungen bauen möchte.

  • ^^

    Ganz unverständlich ist mir ein gewünschter Nutzungswechsel nicht, denn diese Ecke ist in Berlin wirklich eine der absurdesten zum Wohnen — noch dazu in dem bisher geplanten Preissegment. Erstens muss man immer am Alexa vorbei, um nach Hause zu kommen. Dann sehen und hören die unteren Geschosse nur die breiten Straßen, darüber kommen dann die große Shoppingmalldachfläche und lauter formlose Klötze ins Blickfeld, in den Lärmbrei der Autos mischen sich schleifende S-Bahnen.

    Währenddessen werden am Hbf per Bebauungsplan Wohnungen in den Hochhäusern untersagt, weil es angeblich zu laut sei. Dabei hätte man Blicke in den grünen Tiergarten, den Hbf, architektonisch wesentlich interessanter als die Rathauspassagen, übers glitzernde Wasser des Humboldthafens und zum historischen Ensemble der Charité.

    Vielleicht würde eine Höhenanpassung auch einen überarbeiteten Entwurf mit sich ziehen, der ist aktuell extrem steril für ein hochpreisiges Wohngebäude.

  • Ein Investor sollte daran interessiert sein, so einen Deal bis zu Wahl im September über die Bühne zu bringen. Weiß nicht, ob da Verhandlungen über die Höhe hilfreich sind.

    Falls Rot-Rot-Grün kommt, wird da nach September nicht mehr viel gehen. Gilt auch für Hines auf der anderen Straßenseite.

  • ^

    wobei man in New York auch sehen kann, dass bei Bürogebäuden auch der Trend zu höheren Decken geht.

    Ist halt die Frage, wie man den Turm positionieren möchte und was in Berlin an Mieten möglich ist.

    Von mir aus kann man sich aber auch seeehr gerne von dieser Jenga- und brachialen Brutalismusoptik verabschieden.

  • Höhere Decken sollten endlich wieder normaler werden, es spricht mehr dafür als dagegen.
    Ich finde / fand die Fassadengestaltung des Alexander Tower absolut hervorragend, da sie sich extrem an den Behrens bauten Orientiert und hervorragend einfügt. Die Kubatur hingegen ist potthässlich und unfassbar ungünstig - hier ist jede Form von Veränderung für mich ein riesen Gewinn.
    Aber alles ist besser als nichts.

  • Es ist nicht mehr dieselbe Steinplatten-Fassade mit der man den Wettbewerb gewonnen hat, die wurde auf den letzten bekannten Visualisierungen durch Alupaneele ersetzt. Leider befürchte ich, dass sich die Kubatur des Turms grob auch für Büros eignet, hoffe aber trotzdem dass der Baukörper so nicht realisiert wird.

  • Wie begründet sich die Aussage, dass "die Steinplatten-Fassade mit der man den Wettbewerb gewonnen hat, (...) durch Alupaneele ersetzt" wurde? Der letzte Stand zur Fassade dürfte die 2021er Baukollegiums-Sitzung sein, auf der das Fassadenmaterial explizit von O&O vorgestellt und diskutiert wurde. Demnach handelt es sich um Glasfaserbeton mit Mamorbeimischung: "Die Rahmen werden aus Glasfaserbeton hergestellt. Es handelt sich bei dem bemusterten Produkt um eine Neuentwicklung mit nur 34 mm Materialstärke mit der gleichen Stabilität wie die eines 240 mm Architekturbetons. Auf einer 16-18mm dicken konstruktiven Schicht wird im Spritzverfahren der Beton mit Marmor-Zuschlagstoffen aufgetragen. Durch die Beimischung entsteht eine gebrochene, weiße Farbigkeit, die mir ihrer Mineralisierung Bezug zum Alexanderplatz aufnimmt." (PROTOKOLL)