Nachtrag: Hier und hier gibt es interessante Informationen zur Geschichte des Lustgartens. Ein Gartenparterre im Sinne eines barocken Schlossparks war er eigentlich nur im späten 17. Jahrhundert: Bereits 1713 musste der Park einem Exerzierplatz weichen. Die heutige Gestaltung aus dem Jahr 1999 lehnt sich eng an das Vorbild Schinkels aus den 1830er-Jahren an. Auch damals gab es Rasen statt Blumen.
Die von historischen Aufnahmen bekannte Gestaltung mit Büschen und Reiterdenkmal entstammt dem späten 19. Jahrhundert und ist Ergebnis der Zerstörung des Schinkel'schen Vorgängers. Man kann also die alten Fotos schlecht als Beleg für den "eigentlichen" Lustgarten anführen. Vielleicht wäre es ergiebiger, für eine Rekonstruktion der Elemente einzutreten, die an Schinkels Entwurf noch fehlen – auch wenn das am Ende gar nicht so sehr anders aussähe als der status quo.