S21-Grundsatzdiskussion: Into Darkness

  • Ich frohlocke doch auch gern, nur komme ich langsam in das Alter, das "früher" alles besser war.

    Ich vermisse doch arg sehr einen Lothar Späth, der Gegenentwurf war der Teufel, der für mich viel mehr dazu beigetragen hat das wir zurück gefallen sind gegenüber Bayern, als eine hoffentlich bald überwundene Phase das alle "gleich" sind und man sich deswegen am Schlechtesten orientiert.

    Ein Rommel, einfach Menschen die Fehler gemacht haben, darüber lachen konnten...
    Wo sind sie hingekommen die die sich selber nicht so Ernst nehmen und einfach schaffen und die wursteln lassen die besser sind als sie.

    Ein Seehofer der vielleicht von den Bayern selber geschätzt wird, macht gerade alles was es Bedarf das Bayern das verliert was es nach oben gebracht hat, das man es ihnen gönnt erfolgreich zu sein.

    Das die "Typen" fehlen mache ich übrigens an uns fest, die wir eine "Kreuzfahrtaffäre" zum Anlass nehmen, das in den Wind zu schicken das uns nach oben gebracht hätte, um dann den Teufel zu holen, der uns alle eingeschläfert hat und uns außer Bodenständigkeit NICHTs gebracht hat.

  • @Pumpernickel
    Nein, ich bin da als Nichtschwabe völlig ambitionslos, habe nur etwas gegen Vorurteile, die allzu oft in der Ferne ausgebrütet werden, und schaue mir lieber Zahlen und die Realitäten an. Gerne sollen die Bayern die Weltherrschaft beanspruchen, das werde ich mit einem liebevollen Lächeln beantworten (ich habe sehr lange in München gelebt und liebe auch Bayern, natürlich auch Berlin!).

    Der Regierungsbezirk Stuttgart ist nun wieder etwas anderes (Wirtschaftskraftsanalyse nach starren größeren regional-administrativen Verwaltungsgrenzen finde ich problematisch), ich schrieb ja auch vom "Speckgürtel" um Stuttgart herum.

    Aber bevor wir uns zu sehr in den Niederungen der Statisik aufhalten, sei versichert, uns geht´s ganz gut, danke der Nachfrage.

    Berlin behauptet auch nicht ständig von sich "Musterländle" zu sein. Da muss man sich dann schon an diesem großen Wort messen lassen.
    Musterländle ist glaube ich eine Bezeichnung, die eher von außen heran getragen wird. Nein, der BWer ist da eher ein stiller Genießer und scheut die Öffentlichkeit. Es wird mehr geschafft als geredet.

    ippolit
    Ich gebe Dir recht, dass die Politik in BW aktuell nicht den Eindruck vermittelt, besonders clever zu sein. Es ist daher in meinen Augen umso mehr der Cleverness der BWer Unternehmen (groß, mittel und klein) zu verdanken, dass sie trotz der Politik immer noch starke Ergebnisse zum Wohle dieses schönen Landes und seiner Bewohner einfahren.

  • PM Stadt Stuttgart 07.11.2016

    Stuttgart 21 - Bahn hält an 2021 fest

    Der Lenkungskreis zu Stuttgart 21 hat am Montag, 7. November, über den aktuellen Projektstatus und die beiden bislang nicht öffentlichen Gutachten des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPGM und des Bundesrechnungshofes diskutiert. Beide Gutachten beschäftigen sich mit der Zeit- und Kostenplanung für das Bahnprojekts S21.
    Der Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Volker Kefer, machte deutlich, dass die Bahn weiter an 2021 als Termin für die Inbetriebnahme des Bahnhofs festhält. Man sei trotz eines Verzugs von zwei Jahren mit dem Fortschritt des Projekts zufrieden, mehr als ein Drittel der S21-Bahnstrecke sei gebaut. Zum Gutachten des Bundesrechnungshofes, das vor Kosten von bis zu neun Milliarden warnt, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann, darin seien Kosten enthalten, die im Finanzierungsvertrag für S21 gar nicht vorkommen. Er gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sich der Kostenrahmen, wie es im KPMG-Gutachten dargelegt sei, zwischen 6,3 und 6,7 Milliarden Euro bewege.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn betonte: "Wir müssen jetzt sicherstellen, dass die zukünftige Entwicklung im Nah- und Regionalverkehr nicht verbaut wird. Es ist wichtig, dass Stuttgart 21 zeitgerecht fertig wird und wir die freien Gleisflächen städtebaulich entwickeln können." Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll Maßnahmen wie den Erhalt der Panoramastrecke der Gäubahn und Verbesserungen bei den nördlichen Zulaufstrecken erarbeiten. Zum Bauverzug sagte Kuhn: "Wir haben mit der Bahn konkrete Maßnahmen besprochen, wie man zwölf Monate einholen kann. Vorausgesetzt die Planfeststellungsbehörde, das Eisenbahn-Bundesamt, stimmt diesen auch zu."

    Große Einigkeit zeigten auch die weiteren Lenkungskreis-Mitglieder darüber, wie man über S21 hinaus in enger Zusammenarbeit den Nah- und Regionalverkehr in Stuttgart weiter ausbauen kann. Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, sagte: "Wir haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass alle Projektpartner über das Projekt Stuttgart 21 hinaus denken wollen und an weiteren Verbesserung der Infrastruktur in Stuttgart und Region arbeiten möchten." Schelling warb zudem für eine Modernisierung der Signaltechnik der S-Bahnen. Mit dem European Train Control System (ETCS) könne man Verspätungen reduzieren und die Kapazitäten im S-Bahn-Verkehr erhöhen, so die Regionaldirektorin.

    Im Nachgang zur Sitzung des Lenkungskreises kommt der Ausschuss Stuttgart 21 am Dienstag, 15. November, erneut zu einer öffentlichen Sitzung im Rathaus zusammen. Themen sind der aktuelle Projektstand, die Finanzierung und der Brandschutz.

    Der S 21-Ausschuss hatte am 26. Oktober bereits über die Leistungsfähigkeit und den Nahverkehr beraten.

    Quelle: Stadt Stuttgart

    Das sind doch wirklich einmal sehr moderate wie konstruktive Töne von Winne und Fritzle. Gut so.

  • Immerhin räumt Rockenbauch die Schmach ein, es scheitert wohl am Geld (Ach, kommt das etwa doch nicht einfach aus dem Automaten?). Tja, da sieht man sehr schön in was für eine Zukunft uns S21-Gegner führen würden – Selbstgestrickte Pullover, Gemüse aus eigenem Anbau und stinkende Dieselgeneratoren um das Gramophon zu betreiben. Fortschritt war noch nie so sexy, der Rest der Welt wäre beeindruckt :D

  • Der vollständigkeit halber ;)

    - 11 Fussballteams werden durch S21 in Untertürkheim mindestens ein halbes Jahr vertrieben
    - in Untertürkheim sind 5Mio. Liter Wasser in die Tunnelbaustelle gelaufen
    - jetzt steht der Tunnelbau dort erstmal, Bahn hatte den Projektkritikern in UT nicht bzgl. des schwierigen Untergrunds nicht geglaubt

    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de

  • DB Leger bei Veranstaltung im Rathaus: Bei S21 nun ein Drittel der Tunnel gebohrt, Fertigstellung 2022. Zu Zwischenrufen durch S21-Gegner: Sollen Turmforun besuchen, dann würden sie nicht so "dumm daherlabern".

    Fritzle: S21 bringt Kapazitätserweiterung um 30%.
    Winne bestätigt KPMG-Bericht: Kosten um die 6,7Mrd. EUR.
    Brandschutzbeauftragter der DB: Der sicherste Bahnhof, den DB jemals bauen werde.
    Chef Stuttgarter Feuerwehr: Nach anfänglichen Bedenken nun Haken, nur Befahrung mit Löschfahrzeugen im Bf noch offen.

    Gegner: Alles totaler Blödsinn, denn sie seien viel schlauer.

    Quelle: StN 16.11.2016

  • die Bahn wird die Projektpartner bei Stuttgart 21 – das Land, die Stadt und die Region – noch in diesem Jahr auf eine Beteiligung an den Mehrkosten für den Umbau des Stuttgarter Bahnknotens verklagen. Die Bahn befürchtet eine Verjährung der Ansprüche.

    Jetzt wirds spannend, ist bestimmt auch positiv für die weitere Zusammenarbeit.

    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Folgerichtig und wie erwartet, sonst Verjährung. Wenig spannend.

    Naja spannend insofern dass das ganze jetzt endlich mal geklärt wird.
    Verliert die Bahn wird das ganze Projekt für die DB wohl unwirtschaftlich, speziell wenn noch weitere Kosten als die derzeit prognostizierten hinzukommen sollten, was wiederum bedeuten würde dass anderswo in Deutschland gespart werden muss. Verliert das Land gibt es Konflikte mit dem Kostendeckel der ja speziell zur VA immer wieder hervorgehoben wurde. (Gilt die VA dann noch?) Und irgendwo muss das Geld dann herkommen also Einsparungen bei anderen Projekten oder in anderen Ressorts. Verliert die Stadt kommt es zwangsläufig zu einer neuen Bürgerbefragung auch das wird dann spannend.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    .... Verliert die Stadt kommt es zwangsläufig zu einer neuen Bürgerbefragung auch das wird dann spannend.

    Nein, kommt es nicht. Denn dann liegt ein rechtskräftiges Urteil vor, gegen das ein Bürgerentscheid unzulässig wäre, d.h. vom Gemeinderat nicht genehmigt werden dürfte.

  • ^ da bin ich mir nicht so sicher, denn bei dem Verfahren geht es doch darum inwieweit die Sprechklausel anzuwenden ist und nicht darum wie die Kosten aufgeteilt werden. Und bei etwaiigen Mehrkosten gibt es einen Bürgerentscheid, jedenfalls wurde das so im Gemeinderat beschlossen.

    Quelle: http://www.spd-stuttgart.de/

  • Bahn klagt gegen S-21-Projektpartner
    Jaja, als die 4,5 Mrd. € beschlossen wurden, wurde ein jeder der gesagt hat dass es über 6,5 Mrd.€ werden als Spinner hingestellt. Jetzt wollen die das einklagen, was die zuvor ausgeschlossen haben das es jemals eintreten könnte. Feine Character sind das ... Mit solchen Leuten sollte man keine Verträge machen!
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttga…426d49009b.html

  • Jetzt distanziert sich auch Grube irgendwie vom Superprojekt S21. O-Ton: "Ich habe Stuttgart 21 nicht erfunden und hätte es auch nicht gemacht"

    Nun ja der gute ist ja auch erst seit 2009 Vorstandschef bei der DB. Wann war Baubeginn? In den letzten 7 Jahren hätte man bestimmt mal die Reissleine ziehen können. Irgendwann hat er glaub auch mal behauptet S21 sei ein Geschenk haha, und irgendwas mit Cäsh in the Täsh.

    Quelle: http://www.spiegel.de

    Einmal editiert, zuletzt von Ohlsen (25. November 2016 um 19:14)

  • ^Wieso denn erst "jetzt"? Grube hatte sich schon 2013 von dem Projekt distanziert aber eben keine andere Wahl gesehen als das jetzt eben durchzuziehen.

    Ebenso Johannes Ludewig (1997 bis 1999 war er Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn) hatte S21 beerdigt. Und das obwohl es damals noch gar keine nennenswerte Proteste/Widerstände dagegen gab.

  • Grube

    Dekoratives Anführungszeichen

    Nun ja der gute ist ja auch erst seit 2009 Vorstandschef bei der DB. Wann war Baubeginn?


    Grube hämmert die Bahn gerade mit S21 voll vor den Eisberg und will sich jetzt aus der Affäre damit ziehen, dass der Vorgänger-Kapitän ja den Kurs festgelegt habe. In der christlichen Seefahrt käme er damit nicht durch, seine Claqueure werden daran aber nichts Auffälliges bemerken.

  • Who cares? Auf solche Einzelschicksale nimmt die Geschichte keine Rücksicht, am Ende steht das grüne, bis zum Exzess demokratisch legitimierte Bürgerprojekt S21. Alles, was zählt ;)

    Ja, sind wirklich 10.000!