Die Befürworter mussten also nie um S21 fürchten
^So einfach lässt sich die Politik vom Bürger nicht reinreden. Das Quorum zu erfüllen galt als unwahrscheinlich. Den Rest schafft gute PR: "Wie bitte schön kann denn dieses 'JA' zum Ausstiegsgesetz überhaupt repräsentativ sein, wenn nicht genug Wähler in BW daran teilnehmen? Die Landesverfassung macht hier klare Vorgaben". Umgekehrt beim 'NEIN' gab es diese Argumentation nicht. Kein Änderungsgesetz, also bleibt es wie es ist, dass ist korrekt, doch es musste auch herhalten für: "Die Baden-Württemberg haben sich für S21 entschieden". Hier galt das Quorum auf einmal nicht mehr.
Es gab ja noch zwei weitere Abstimmungen zu S21, die ein Quorum erfüllt hätten (aber nicht brauchten), zumindest deklarierte Angela Merkel sie dazu, die Landtagswahl 2011 und die Wahl des Stuttgarter OB. Das rückte aber schnell in den Hintergrund, als die Wahlen nicht wunschgemäß ausfielen und geriet total in Vergessenheit, als die grünen Wahlsieger sich dann doch als willig erwiesen.