Natürlich gehört das Thema Abfertigung berücksichtigt, aber es ist nicht das einzige Thema.
Lies mal genau nach an wie wenigen Stellen die spanischen Bahnsteige tatsächlich verwendet werden. Sie sind nicht das allein seligmachende.
Mal nochmal zurück auf das Betriebskonzept von Stamm 2. Wie müssten denn die Verkehrsbedingungen sein, damit man dort überhaupt nochmal 30 S-Bahnen je Richtung darüber jagen würde? Die Sperrung von Stamm 1 ist dabei nicht anzunehmen, da die hinreichend selten ist, dass daraus kein nennenswerten volkswirtschaftlicher Nutzen entsteht das praktisch verspätungsfrei abwickeln zu können. Es geht also um die Situation in der regulär 60 Züge je Richtung auf Stamm 1+Stamm 2 verkehren, also fast 100.000 Personen je Stunde und Richtung. Zuzüglich U-Bahn, Strassenbahn, Bus, radfahrer, Fussgänger. Ist es realistisch dass so viele Leute während einer Spitzenzeit von ca. 2-3h in das Stadtzentrum strömen, und wie müsste das Stadtzentrum aussehen, damit diese dann >500.000? Leute dort einen Arbeitsplatz oder ähnliches vorfinden? Kommt da ein realistisches Szenario raus? Wenn nein, dann fahren auf der Stamm2 weniger Züge, die Fahrgastwechselzeiten können einige Sekunden länger werden, womit die spanischen Bahsteige mehr Kosten als Nutzen bringen.
Bezüglich Pasing - ich glaube Dir dass es dort klemmen kann. Aber ich glaube nicht das der Engpass an der Bahnsteigkkante / den Zugtüren ist, sondern dass sich dort nur ggf. ein Rückstau von andernorts bemerkbar macht, oder auch andere Gründe dafür sorgen dass der Zug nicht so schnell weiterkommt.
2. S-Bahn Stammstrecke [Diskussionsthread]
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In Pasing sind die Bahnsteige zwar an sich ausreichend breit, aber auf einem Großteil der Bahnsteiglänge steht von der Bahnsteigbreite nur ein kleiner Teil für die wartenden/einsteigenden/aussteigenden Fahrgäste zur Verfügung, da ein Großteil der Breite für die Treppen ins Untergeschoß, den Lift usw. verbraucht ist.
Das sind: 2 Treppen zum westlichen Tunnel, 1 Lift zum westl. Tunnel, 1 Treppe zum östlichen Tunnel. -
Nun 3 Treppen mit unkarer Breite sind nicht furchtbar viel wenn der Bahsnteig die Last der stammstrecke abbekommt. Der eine Lift ist zu wenig um nennenswert Leistungsfähigkeit zu bringen. Da sind die 36 Türen der S-Bahn-Züge deutlich Leistungsfähiger, so dass der Bahsnteig ein Stauproblem bekommt. Mehr Abgangs und Zugangskapazität könnte das entlasten. (Ob sich das lohnt ist die andere Frage. Oder ob man dann nicht an wenigen Tagen ein wenig Chaos akzeptiert)
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Was wir schon lange vermuten, wurde nun offiziell bestätigt, die zweite Stammstrecke kommt unabhängig von irgendwelchen Kostensteigerungen:
Die zweite Stammstrecke wird gebaut -
Renovierung Gasteig für mindestens 200 Mio, neuer Konzertzahl für mindestens 200 Mio. Da wird in den kommenden Jahren vermutlich mehr als eine halbe Mrd. Euro in bauliche Einrichtungen zur Kultur investiert. Bei diesen Summen und dem geringen Anteil der Bevölkerung, der auch davon provitiert und das kulturelle Angebot nutzt, fragt man sich schon ob es nicht deutlich sinnvoller wäre mit diesem Geld die U9 zu bauen. Zusammen mit Stamm2 hätte man damit endlich den viel geforderten "Großen Wurf" im Bereich der Verkehrsinfrastruktur der Massenverkehrsmittel.
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Na wenns der Seehofer sagt, dann wirds garantiert auch stimmen.

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Ein interessanter Artikel.
"Zweiter S-Bahn-Tunnel völlig nutzlos"
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.stammst…4a047100f1.html
Wenn man 1 und 1 zusammenzählt kommt man auf den Namen Intraplan. Die Prognosen scheinen systematisch falsch zu sein. Jetzt bewiesen am Flughafen, da ist diese Firma auch aktiv. Und nun kommen Fragen zur Planung @ Stammstrecke auf. Das stinkt doch von alles Seiten.
Hier der Artikel zum Flughafen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dritt…neben-1.2318534Da muss aufgeklärt werden, was wie wo in der Planung berechnet wurde. Und ein zweites unabhängiges Unternehmen muss das alles prüfen.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll eine nicht in München ansässige Firma für solche Prüfungen zu engagieren.
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Der Artikel der AZ ist lediglich eine weitere mediale Aufbauschung irgendwelcher sich wichtig machenden Ökoaktivisten. Die Haidhauser haben nicht erst seit gestern Bedenken gegen die Stammstrecke, natürlich nutzen sie jetzt die Intraplanaffäre um nochmal auf sich Aufmerksam zu machen. Einfach nur dämlich. Angenommen Stamm-2 sollte erfolgreich verhindert werden, was wird dann gebaut? Ich wette, in den nächsten 15 Jahren überhaupt nichts. Bei U9, U6 und U4 wird es genauso Proteste und unterschiedliche Prognosen geben, allen kann man es nie Recht machen.
Zum Flughafen wurde glaube ich bereits ausführlich erörtert, warum sinkende Flugzahlen nicht unbedingt Entlastung am Flughafen bringen.
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Naja das ist aber alles in sich nicht logisch. Die massiv falschen Prognosen zu den Flugbewegungen sind nun mal belegt.
Das ist ja auch das schöne, diese Zahlen kann man dann faktisch belegen. Da gibts dann kein "ja aber" mehr. Und so ist es nun passiert.DIe U9 ist hingegen ein sehr weit angenommenes Projekt. Da sollte es keine Proteste geben. Ganz im Gegensatz zur Stammstrecke2. Und da sind es eben mit Sicherheit nicht nur ein paar Haidhausener Ökofanatiker!
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^^
Es wird seit Jahren immer wieder betont, dass allein die Zahl der Flugbewegungen nicht viel aussagt. Weiter oben im Thread wurden bereits einige Grafiken der Slotauslastung gezeigt.
Zur U9:
Ich glaube auch, dass es bei der U9 weniger Proteste geben wird, als bei Stamm-2 weil sie einfach deutlich günstiger ist. Naiv zu glauben, es wäre ein Kinderspiel die U-Bahn Erweiterung durchzubringen.
Wie schon oft erwähnt, sind beide Strecken für komplett unterschiedliche Personengruppen gedacht und daher nicht zu vergleichen bzw. gegeneinander auszuspielen. München bräuchte beides dringend. -
Der entscheidende Unterschied ist aber. Die u9 braucht fast jeder München oder Pendler der im Münchern Norden arbeitet sehr wohl. Bei Stamm2 ist das nicht der Fall.
Bei den FLugzahlen bin ich skeptisch. Meine Skepsis ist mit den falschen Prognosen und der Realität belegt worden. Das mit den Slots und den immer größer werden Flugzeugen die ja dann trotz weniger Flugbewegungen mehr Passagiere bewegen sollen scheint mit auch unlogisch, um nicht zu sagen einfach gelogen, da diese neuen "größeren" Flugzeuge noch nicht mal bestellt bzw. im Einsatz sind, und eben weil der Verkaufsschalger auf jeder Flugzeugmesse der kleine A320Neo ist. Das passt einfach nicht zusammen.
Sry ,aber das ist wie wenn mit jemand erzählt er kocht mir an Schweinsbraten aus Vanilleeis und Ingwer ;D. -
Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommen kann, den Nutzen einer U9 mit dem Nutzen von Stamm2 zu vergleichen. Das sind absolut parallel laufende Projekte, die sich sogar gegenseitig ergänzen. Aber der Horizont mancher endet anscheinend irgendwo zwischen Donnersberger Brücke und Pasing. Dass das Wachstum zukünftig erneut wieder mehr in der Peripherie realisiert wird und dort schon heute jeder 2. wohnt, der sich Münchner nennt, scheint wohl nicht zu interessieren. Hauptsache es kommt der U-Bahn Ring... Wie kommen denn zukünftig 2 Millionen potentieller Fahrgäste zu diesem U-Bahn Ring oder einer U9?
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Naja aber das mit dem jeden 2. Münchner der im Uland wohnt ist ja Propaganda. Erst letztens hiess es, das hatten Sie selber sogar gepostet, das Umland schrumpft sogar leicht, während eine starke Verdichtung in München zu beobachten ist.
Und wenn man sich so um das Umland sorgt, dann muss man einen alternativen "Eintrittspunkt" für Pendler schaffen. Sprich einen Nordbahnhof, einen Südring, etc. Aber sicherlich nicht den Hbf weiter zuplanen mit iwelchen Stammstrecken. Das ist 70iger Denken!
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Stamm-2 und U9 schließen sich nicht aus!
Warum unbedingt die U9 gegen die Stamm-2 ausstechen? Welchen Vorteil hat man davon?
Wir brauchen beides und nicht entweder oder. Ich würde sagen: jeder der das verkennt lebt gedanklich "in den 70igern".
Wenn man sich damals entweder für U- oder S-Bahn entscheiden hätte müssen...
Die u9 braucht fast jeder München oder Pendler der im Münchern Norden arbeitet sehr wohl. Bei Stamm2 ist das nicht der Fall.
Richtig. Aber was ist mit den Menschen im Osten und Westen? Die haben dann nichts davon. Genauso wenig wie die Menschen im nördlichen Landkreis, die auf die S-Bahn angewiesen sind und bei Störungen teilweise 3stu. zu spät zur Arbeit erscheinen. Als Student geht man da logischerweise etwas lockerer ran. Wenn später mal Zeit mit Geld gleichgesetzt wird, sieht die Welt anders aus.
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Ein Nordbahnhof mit direktem Anschluss an die S-Bahnen aus dem Westen und Norden und in einer weiteren Perspektive ein S-Bahn Ring wären doch offensichtlich viel besser für die komplette Stadt und das Umland als die Stamm2. Und das mit den Pannen das ist aber kein Argument. Weil dann kann man auch gleich die 3. Stammstecke planen, wenn beide ausfallen, was sogar möglich sein soll, da sich bestimmte Defekte von 1 auf 2 auswirken können. Das habe ich so gelesen. Keine Ahunung ob das stimmt.
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Interview mit dem Münchner U-Bahn- und Erste-S-Bahn-Stammstrecke-Erbauer H.-J. Vogel. Nachdem die Planungen 1963 begonnen hatten, war 1968/69 Baubeginn für das S-Bahn-Netz inkl. Stammstrecke im Tunnel unter der Altstadt durch. Bereits 1972 war alles fertig. In weniger als zehn Jahren vom Planungsstart bis zur Fertigstellung eines solchen Großprojekts, das erscheint heute unvorstellbar.
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Drehhofer
Interview mit dem Münchner U-Bahn- und Erste-S-Bahn-Stammstrecke-Erbauer H.-J. Vogel. Nachdem die Planungen 1963 begonnen hatten, war 1968/69 Baubeginn für das S-Bahn-Netz inkl. Stammstrecke im Tunnel unter der Altstadt durch. Bereits 1972 war alles fertig. In weniger als zehn Jahren vom Planungsstart bis zur Fertigstellung eines solchen Großprojekts, das erscheint heute unvorstellbar.
Bei unserem Landesvater schon. Seehofer wird in der SZ vom 03.02. zitiert:
"Jedes Hinausschieben kostet aber mehr Geld, und man kann heute schon sagen, die Inbetriebnahme 2019 ist sehr wahrscheinlich nicht mehr einzuhalten."
Wie bitte? Meiner Einschätzung nach wäre nicht mal ein Baubeginn 2019 einzuhalten....
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Wenn die Entscheidung gefallen ist, dann kann auch zügig mit dem Bau begonnen werden heißt es des Öfteren, da wohl bereits alle Planungen derart weit vorangeschritten seien, dass Bagger und Co. sofort anrücken könnten.
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It’s a Long Way to Tipperary
Wenn die Entscheidung gefallen ist, dann kann auch zügig mit dem Bau begonnen werden heißt es des Öfteren, da wohl bereits alle Planungen derart weit vorangeschritten seien, dass Bagger und Co. sofort anrücken könnten.
Das bezweifle ich stark. Hier steht zumindest dass erst für einen der drei Planfeststellungsabschnitte Baurecht besteht:
http://www.2.stammstrecke-muenchen.de/das-projekt/pl…lungsverfahren/
Zudem ist beim Abschnitt Ost aufgrund der breiten Haidhauser Front mit einer Menge juristischem Gegenwind zu rechnen.
In Laim und Neuhausen dagegen halten Bürger und Lokalpolitiker relativ still, vermutlich weil dort die Baustellenlogistik einfacher als im Osten, aber auch nicht unproblematisch abzuwickeln ist.
Es müssen also alle drei Abschnitte planfestgestellt sein, dann muss die Finanzierung stehen und der politische Wille erklärt werden. Dann folgt meiner Meinung nach erst die europaweite Ausschreibung der Bauarbeiten. Mit sofort loslegen schauts da eher schlecht aus.
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Das sehe ich ganz genauso. Ich denke schon, dass letztendlich die Überzeugung der Notwendigkeit sich durchsetzten wird, es dürfte aber noch lange dauern bis eine S Bahn durch die neue Röhre fährt.
Es würde mich wundern, wenn die Arbeiten vor 2020 beginnen würden, und die Bauzeit wird mindestens acht Jahre betragen und die Kosten werden entsprechend weiter steigen, trotzdem halte ich dieses Projekt für absolut notwendig. -