S21-A1 Europaviertel (in Bau)

  • Die Situation am Börsenplatz scheint niemanden zu stören, weil er sich in der etablierten Innenstadt befindet. Würde der Börsenplatz allerdings im Europaviertel stehen, würde man sich über fehlende Belebung beschweren.

    Gutes Beispiel, doch Nein, sondern weil er nicht im Zusammenhang mit S21 entstand.
    Die Situation auf A1 würde auch niemanden stören, wenn K21 gebaut würde. Dann wäre nämlich A1 ebenso bebaut worden.

  • Was ist da nur los? ;)


    Tja, was ist bei neugestalteten Plätzen im Jahre 2014 bloß los, das frage ich mich auch immer wieder. Dieses Bild zeigt es doch überdeutlich: ein paar an die Wand gedrängte Tische vorm Lokal, der Rest ist mehr oder weniger nicht nutzbare Freifläche. Ein paar weiße Streifen drauf und es wäre ein wunderbarer Parkplatz.


    Dieser Platz (und so viele andere Plätze die zur Zeit entstehen überall in D) könnte deutlich mehr Sitzgelegenheiten (wieso nicht die ganze Mauer um die Grünfläche als Sitzbank gestalten?) etc. vertragen und der gastronomisch genutzte Teil dürfte ruhig doppelt so groß sein da er ja offensichtlich und erfreulicherweise genutzt wird.


    Ökonomische Gesichtspunkte wie "einfache Reinigung", "Vermeidung des Rumlungerns" scheinen die Aufenthaltsqualität auszustechen.

  • Für den OB für alle Fritzle ist das, was nördlich des Bahnhofs an der Heilbronner Straße entstanden ist, eine Blamage und es gebe zu viele seelenlose Büroprojekte von Großinvestoren.


    Quelle: Website Fritzle


    Woher nimmt dieser Herr eigentlich immer diese Arroganz? Diese ewige Besserwisserei bei unendlich an Null grenzender eigenen Leistung für die Gesellschaft und die Stadt ist doch nicht auszuhalten.

  • Seelenlos?
    Jede Großstadt hat ähnliche Büroviertel. NY auch seelenlos?
    Nach den LBBW-Bauten inkl. Südleasing ist noch gar kein reiner Bürobau entstanden. Eine "seelenlose" Landesbank-Zentrale besitzt fast jede 500.000+Stadt.
    Als OB muß man offensichtlich solche Gesetzmäßigkeiten, ja Notwendigkeiten, nicht unbedingt erkennen, wenn nur genug Wähler ebenso hohl sind.


    Seither sind eine Bibliothek, ein hauptsächlicher Wohnbau (Pariser Höfe) entstanden und ein EKZ plus Wohnen im Bau, danach ein Hotel plus Wohnen.
    Das sind die größten aktuellen Gebäudebauprojekte der Stadt.
    Hat dieser OB überhaupt irgendeine Ahnung, was in seiner Stadt passiert.


    Gut man hätte auch 100 bunte Kindergärten, Jugendhäuser und Mehrgenerationenhäuser plus Spielplätzen bauen und den Irrsinn "soziale Stadt" nennen können. Man könnte aber auch einen Bürgermeister einliefern lassen.

  • Der Text ist natürlich von vorne bis hinten ziemlicher Unsinn. Allerdings scheint mir es so zu sein, dass die Seite im Rahmen des Wahlkampfs erstellt wurde und seither nicht mehr großartig geändert worden ist. Ich konnte weder im Quelltext noch sonstwo ein Datum ausfindig machen, das auf eine jüngere Ergänzung oder Änderung hinweisen würde (ich konnte nämlich gar kein Datum finden).


    Ich würde mich daher nicht so großartig aufregen. Bei dem Wahlkampf-Text kann man immerhin schön transparent erkennen, wen Kuhn damit in der Bevölkerung erreichen wollte. Da das Thema S21 politisch abgefrühstückt war und man sich da leicht angreifbar gemacht hätte, hat man eben das nächstbeste und gleichzeitig perfekte Thema genommen. "Die Architekur ist seelenlos!", "Investoren sind böse!" und "Für mehr sozialen Wohnraum!" sind nämlich zeitlose Klassiker, die man immer aus der Mottenkiste herauskramen kann.

  • madmind
    Du hast natürlich recht, daß Slogans wie "Die Architekur ist seelenlos!" zeitlose Wahlkampfklassiker sind, die man immer rausholen kann.


    Ich frage mich allerdings, warum sich keiner dieser Kritiker an der häßlichen Fassade des Breuninger-Kaufhauses am Marktplatz stört? Es gibt in Stuttgart viele Gebäude aus der Nachkriegszeit, die an Seelenlosigkeit nicht zu überbieten sind. Die stören aber komischerweise niemanden.


    Jeder hat das Recht auf Kritik. Aber es gibt kein Recht darauf, bei Kritik verschiedene Maßstäbe anlegen zu dürfen. Das ist nämlich Heuchelei!

  • Ich frage mich allerdings, warum sich keiner dieser Kritiker an der häßlichen Fassade des Breuninger-Kaufhauses am Marktplatz stört? Es gibt in Stuttgart viele Gebäude aus der Nachkriegszeit, die an Seelenlosigkeit nicht zu überbieten sind. Die stören aber komischerweise niemanden.


    Doch, mich stört das ;) Allerdings stört mich auch der Marktplatz an sich, weil der ausschließlich mit sehr hässlichen Gebäuden umgeben ist.. und das ganze mit dem Rathaus gekrönt wird.


    Aber selbst wenn die Bausünden der 60er und 70er zum kotzen aussehen muss man es ja nicht mit z.B. der neuen Bibliothek (Die den Charme eines Stromverteilers hat) so weiterführen.


    Man sieht doch an der Cloud No.7 das es durchaus auch vernünftige und sehenswerte Beispiele gibt.


    Aber selbstverständlich liegt das immer im Auge des Betrachters.

  • Ich frage mich allerdings, warum sich keiner dieser Kritiker an der häßlichen Fassade des Breuninger-Kaufhauses am Marktplatz stört?


    Weil der Breuninger die Fassade ständig als wechselnde Werbeplakatwand nutzt. Beispiele hierfür:


    http://de.academic.ru/pictures…66/Breuninger_Fassade.jpg
    https://www.flickr.com/photos/matthiaswicke/6564760819
    https://www.flickr.com/photos/suzie888/2967193119
    https://www.flickr.com/photos/bartholmy/5443816265
    http://www.berufsstart.de/karr…ages/breuninger_bild1.gif
    http://www.stuttgarter-nachric…e426f9d46.normalized.jpeg


    Deswegen finde ich die Fassade keineswegs häßlich. Was drunter ist, interessiert mich nicht.

  • Was drunter ist, interessiert mich nicht.


    Klar, man kann sich die Sache natürlich auch schönreden. Die Werbung bedeckt (leider) nicht die ganze Fassade. Ober- und unterhalb der Werbewand ist die grauenhafte Fassade immer noch sichtbar. Die schönste & beste Werbung der Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Breuninger-Fassade eine schlimme Bausünde ist.

  • Aber wie kommst du darauf, dass sich an dieser Fassade und an dem zugehörigen Platz niemand stört? Ich habe noch keinen Stuttgarter kennengelernt, der auf diese Teile seiner Stadt stolz wäre...


    Aber die Dinger stehen da nun einmal und werden genutzt, man kann sie nicht einfach abreißen. Deswegen ist es doch einleuchtend, dass sich Kritik selten auf diese schwer zu ändernden Probleme richtet, aber dafür umso mehr auf aktuelle Bauprojekte und Bauplanungen.


    Den Verantwortlichen für den ulkigen Geldspeicher kann man noch ins Gewissen reden, bei 40-50 Jahre altem Bauschrott lohnt das doch nicht mehr.

  • stormcloak
    Es geht darum, daß mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich lese regelmäßig die Leserbriefe in der Onlineausgabe der Stuttgarter Zeitung. Es gibt Pro und Contra Stimmen zum Europaviertel. Aber ich kann mich an keinen Leserbrief erinnern, der sich kritisch über die Breuninger-Fassade geäußert hat.


    Während man bei den Neuerungen im Europaviertel kritisch ist, hat man sich an die Bausünden in der etablierten Innenstadt bereits gewöhnt. Der Mensch ist halt ein Gewöhnungstier. Irgendwann fängt man an, sich mit Bausünden zu arrangieren oder diese schönzureden.


    "bei 40-50 Jahre altem Bauschrott lohnt das doch nicht mehr"
    Die Tatsache, daß solcher Bauschrott 50 Jahre alt ist, ist keine Entschudigung. Die Architektur des Barock, Klassizismus, Gotik usw. ist deutlich älter als 40-50 Jahre und dort ist der Erhalt doch trotzdem lohnenswert.

  • Was ich mich immer frage: Wären die heutigen "Bausünden" in 100-200 Jahren immer noch Bausünden oder wären sie erhaltenswert oder gar architektonische Hingucker? Weiß man es?

  • Halbwegs sehenswerte Diskussion zur Stadtplanung mit den bekannten Gemeinderäten mitten im Kommunalwahlkampf. Das Europaviertel, insbesondere Milaneo wird kontrovers diskutiert. Wie immer allerdings größten Teils wenig erfreulich heraus eilender Kleingeist bei den Bürgerlichen bis zu hanebüchen besserwisserischem Sehertum und ödem Schlechtreden von allem, was mit S21 zusammenhängt auf Seiten Pätzold, Hannes & Co. Fremdscham überwiegt, nix für Genießer.


    Video StZ-Online

  • ^ Vor allem wird von einem FDP-Mann erwähnt, dass man das Rosensteinviertel noch nicht planen sollte, weil nicht klar ist ob oben noch Gleise bleiben müssen damit der Nahverkehr funktioniert :cool:

  • Netter Versuch. Aus dem verlinkten Text geht eindeutig hervor, dass die Idee vom Beibehalten der Gleisflächen von Pätzold (Grüne) gekommen ist...

  • ^^ Bei dem zur Schau gestellten Level an Inkompetenz in Sachen Verkehr hätte ich mich eher gewundert, wenn es nicht von einem Grünen gekommen wäre...