Neuer Artikel zur Quote:
http://www.derwesten.de/staedte/duesse…-id8637543.html
Offenbar haben 50% der Düsseldorfer Anspruch auf Wohngeld?!
Wohnen in Düsseldorf
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Wohnhäuser-Geschossigkeit
Da es etwas allgemeiner ist, hier dazu - ausgegangen von meiner Feststellung, dass das Wohnhaus am Mannesmannufer mit 9 Etagen eine Ausnahmeerscheinung sein wird. Wenn man von den beiden als Solitäre stehenden Wohnhochhäusern im Quartier Central absieht, wo wird in diesen Jahren ein Wohnhaus mit über 7 Etagen gebaut? - Eins in einen Straßenblock eingebettetes, ob einen bereits existierenden oder neu entworfenen. An der Schwannstraße (neben dem Kennedydamm) ist ein neuer Straßenblock mit 7-8 Etagen angedacht, sonst kenne ich keine Beispiele.
Angesichts der Raumknappheit wundert es mich - im kleinen Lüttich gibt es Straßenblocks an innenstädtischen Parks oder am Maasufer, die Haus für Haus über 10 Etagen erreichen.
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Jammer doch nicht immer herum, dass kein Wohnhochhaus bzw. kein Wohnhaus mit mehr als 7 Etagen gebaut wird - frag doch einfach mal bei der Stadt an, ob sie dir eins genehmigt und bei einem Investor, ob er dir eins baut!

Vergleiche mit anderen Städten (und dann auch noch in anderen Ländern) machen keinen großen Sinn, die Gegebenheiten und Machbarkeiten sind zu unterschiedlich.
Das Herbeireden von "Raummangel" ist Blödsinn, allenfalls von Wohn-"Raumbedarf" kann die Rede sein, der aber vorausberechenbar ist.
Der Wohnungsüberschuss, der sich ab 2020 durch den Bevölkerungsrückgang entwickeln wird (heute noch gelesen, finde aber gerade den Artikel nicht), wird auch in den Großstädten Auswirkungen haben, natürlich nicht so gravierend wie auf dem Land und wird den Bedarf abmildern.
Mal davon abgesehen, das es sehr wohl einige geplante Wohnhäuser mit mehr als 7 Geschossen gibt, z.B.:
- Königskinder (18 Geschosse)
- Quartier M (100 m)
- Andreas-Quartier (4 mal 9 Geschosse)
- Adlerstraße 9 (Umbau, 8 Geschosse)
- Rheinkilometer 740 (70 m - 20 Geschosse)
ist es viel wichtiger, bereits geplante Wohnungsbauprojekte anzupacken (hab ich schon mal geschrieben und auch viele Beispiel genannt),
deswegen hier nur ein paar, die mir spontan einfallen:
- Kölner Straße (2. BA Sonnenpark)
- Mindener Straße
- Suitbertusstraße
- Südlich Witzelstraße
- Südlich Paulsmühlenstraße
- Nördlich Westfalenstraße
- Ulmer Höh´
- Glashütte Gerresheim
- Am QuellenbuschEs gibt ausserdem auch viele Gründe, warum so wenig hohe Gebäude gebaut werden, angefangen von den notwendigen Abstandsflächen, ich zitiere hierzu mal aus diesem Artikel http://www.derwesten.de/staedte/duesse…-id7744265.html
Der Architekt erinnert zudem an das Baurecht: Hochhäuser brauchen sehr große „Abstandsflächen“, die frei bleiben müssen. Auf der gleichen Fläche eines solchen Hochbaus könne man deshalb ebenso viele Menschen in fünfgeschossigen Bauten unterbringen.
Dazu kommen noch Fallwinde (und teure Berechnungen), die auch etliche Standort ausscheiden lassen.
Und gerade bei Gebäuden, die knapp in die Hochhausverordnung reinrutschen, Fußbodenhöhe über 22 m, sprich Brüstungshöhe über 23 m, was bei 9 Geschossen schon der Fall ist (der Fußboden ist dann bei 2,75 m Regelgeschosshöhe schon bei über 22 m), ist es oft auch unwirtschaftlich (gerade wenn nicht im Hochpreissegment gebaut wird) - höhere Brandschutzanforderungen, 2. Fluchttreppenhaus und wesentlich teurerer Aufzug (und Unterhaltskosten für diesen). -
^ Braucht man das zweite Fluchttreppenhaus nicht erst in Hochhäusern ab 60 Meter Höhe? Extra klammerte ich die Wohnhochhäuser aus - es geht um den breiteren Wohnungsbau. Einen Aufzug gibt es üblicherweise auch bei 6-7 Etagen, selbst im mittleren Preissegment.
Die vier AQ-Baukörper mit 9 Etagen habe ich tatsächlich vergessen - ein paar Fälle gibt es also. Selbst wenn das 9. Geschoss über 22 Meter hoch liegt, könnte es viel öfter in der Innenstadt 8 geben. -
Nein, ab 22 m ist ein 2. Fluchtweg vorgeschrieben, das die genormte Feuerwehr-Drehleiter nur bis zu dieser Höhe genutzt werden kann, ausserdem muss deswegen auch ein 2. Angriffsweg zur Rettung vorhanden sein, deswegen kann man auch keine Hochhäuser in einen geschlossenen Innenhof bauen und auch kein Hochhoch in eine geschlossene Häuserzeile (nur auf die Ecke).
Noch zu den Aufzügen, diese sind im Geschosswohnungsbau bereits ab Gebäuden mit 3. Obergeschossen (also mit insgesamt 4 Geschossen) Pflicht.
Ab einer gewissen Gebäudenhöhe, nicht Geschosszahl, da diese variabel ist (bei Bürobauten meist einen halben bis einen Meter höher als bei Wohnhäusern), werden Aufzüge konstruktionsbedingt aufwendiger und sobald noch die Hochhausverordnung greift auch durch die Sicherheitsvorschriften aufwendiger.
Beides verteuert die Aufzüge pro Meter sehr stark (ich meine, der Preis verdoppelt sich sogar!).
Dazu kommen noch die Wartungskosten, TÜV-Prüfungen, Unterhaltskosten und Reparaturen, die alle pro Meter gerechnet auch viel teurer sind (beisspielsweise steigt der Stromverbrauch durch die nötigen größeren Aufzugsantriebsmaschinen). -
Die WZ veröffentlichte gestern einen Artikel über die Mietpreisbremse - max. +10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete bei Mieterwechsel, max +15% in vier Jahren (bisher drei) bei Bestandsmieten - wobei die Vergleichsmiete-Grenze natürlich bestehen bleibt.
In Düsseldorf beträgt der Wohnungsleerstand dem Artikel nach 2,9%. Während die Gemeinschaft zum Schutz der Eigentümer und der Mieterverein über die Mietpreisbremse verschiedene Ansichten vorstellten, herrschte Konsens darüber, dass mehr Wohnungsbau notwendig sei. Der Mieterverein wünschte dabei eine aktivere Rolle der Stadt und der Städtischen Wohnungsgesellschaft.
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deswegen kann man auch keine Hochhäuser in einen geschlossenen Innenhof bauen und auch kein Hochhoch in eine geschlossene Häuserzeile (nur auf die Ecke)
Unter gestalterischen Gesichtspunkten wirkt besser, wenn die Ecke durch Erhöhung betont wird. Das kann aber auch öfter geschehen, besonders in größeren Neuensembles.
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Nein, ab 22 m ist ein 2. Fluchtweg vorgeschrieben, das die genormte Feuerwehr-Drehleiter nur bis zu dieser Höhe genutzt werden kann, ausserdem muss deswegen auch ein 2. Angriffsweg zur Rettung vorhanden sein, deswegen kann man auch keine Hochhäuser in einen geschlossenen Innenhof bauen und auch kein Hochhoch in eine geschlossene Häuserzeile (nur auf die Ecke).
Noch zu den Aufzügen, diese sind im Geschosswohnungsbau bereits ab Gebäuden mit 3. Obergeschossen (also mit insgesamt 4 Geschossen) Pflicht.
...Schon bei Gebäuden mit mehr als vier Obergeschossen ist ein größerer Aufzug erforderlich, in dem eine Rettungsliege Platz findet.
Ein 2. Rettungsweg ist immer erforderlich, im Allgemeinen sind das anleiterbare Fenster.
Bei Gebäuden mit Aufenthaltsräumen in über 22 m Höhe oberhalb des Geländes ist ein 2. Treppenhaus bzw. ein Sicherheitstreppenhaus mit Druckbelüftung und entsprechenden Türqualitäten etc. erforderlich.
Ab 60 m Höhe wird es noch aufwendiger und damit teurer.Gebäude mit Aufenthaltsräumen, die nicht von einer öffentlichen Straße aus angeleitert werden können (auch Anbauten im Innenhof), müssen über eine Feuerwehrzufahrt mit entsprechenden Aufstellflächen vor den sog. Anleiterpunkten erreichbar sein; andernfalls können auch außenliegende Fluchttreppen (Spindeltreppen) gebaut werden.
Die Höhe eines Gebäudes richtet sich zunächst nach der Abstandsfläche, die beträgt z.B. zu einer öffentlichen Verkehrsfläche 40 % der Höhe des Gebäudes bis zur Mitte der öffentlichen Fläche.
Bei einem Bebauungsplanverfahren können Baulinien festgelegt werden, an denen dann gebaut werden muss, so können auch größere Höhen (ohne Abstandsfläche) festgesetzt werden. Dieses muss aber städtebaulich begründet und juristisch haltbar sein.
Natürlich müssen die Abstandsflächen auch zu den Grundstücksgrenzen eingehalten werden.Die Baunutzungsverordnung (BauNVO) schreibt, je nach Art der in Flächennutzungsplänen festgelegten Nutzungsart, eine jeweilige maximale Bebaubarkeit für Grundstücke in Abhängigkeit ihrer Größe fest.
Bei allgemeinen Wohngebieten ist das z.B. das 1,2 fache der Grundstücksfläche an Bruttogeschossfläche aller oberirdischen Vollgeschosse.Hochhäuser sind daher nicht generell die Lösung des Problems teurer Mieten (und hoher Kaufpreise bei Eigentumswohnungen).
Einfache Lösungen gibt es nicht – nur für Politiker (die ja nichts selber umsetzen müssen).
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Bei allgemeinen Wohngebieten ist das z.B. das 1,2 fache der Grundstücksfläche an Bruttogeschossfläche aller oberirdischen Vollgeschosse.
Die besonders begehrten innenstädtischen Standorte sollten aber nicht als allgemeine Wohngebiete, sondern als Kerngebiete (mit GFZ bis 3,0 und ausnahmsweise auch darüber) ausgewiesen werden. Da ist auch Funktionsmischung mit Läden und Büros möglich.
Hochhäuser sind daher nicht generell die Lösung des Problems teurer Mieten (und hoher Kaufpreise bei Eigentumswohnungen).
Hochhäuser alleine nicht, aber mehr innenstädtischer Dichte und Geschossigkeit - schon eher.
BTW: Hat eigentlich d'Or zwei Treppenhäuser oder doch nur eins? Nach der Fertigstellung des Büroanbaus wird das Hochhaus inmitten der westlichen Seite des neuen Straßenblocks stehen. -
Pressereview aus Frankfurt
Im Frankfurter Unterforum hat jemand gerade diesen Artikel einer Schweizer Zeitung verlinkt, der ein Plädoyer für Dichte und für Wohnquartiere in Blockrandbebauung ist. Unter dem zweiten Aspekt ist Düsseldorf vielerorts den Trends voraus - im Quartier Central (Le Flair, aber auch d'Or wenn der Büroriegel kommt) oder im Belsenpark werden Straßenblöcke errichtet.
Einige Tage zuvor wurde dieses Interview mit dem Frankfurter Dezernent für Planen und Bauen verlinkt, der sich u.a. politische Verständigung auf noch mehr Dichte wünscht, damit die Stadt kompakter wird. Ich glaube, Ähnliches wurde schon mal auch in Düsseldorf formuliert. Interessant finde ich im Interview, dass der Dezernent einer bestimmten Partei angehört, derer Düsseldorfer Ableger hin und wieder durch Wünsche nach Entdichtung konkreter Planungen auffällt. Ich bin gespannt, wann lese ich etwas der Art dieses zentrale Grundstück ist perfekt erschlossen, es muss viel intensiver genutzt werden.
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Bezirke 1+3
Zum Silvester veröffentlichte die RP einen Artikel über diverse Wohnprojekte in den Bezirken 1 und 3. Mir fielen vor allem auf:
# Im Projekt Ulmer Höh soll eine Haushaltsänderung den Anteil des sozialen Wohnungsbaus von 10-15 auf maximal 30% erhöhen. Die Gesamtanzahl wird mit 350 WE angegeben - soweit ich mich erinnere, diese Anzahl wurde schon mal als zu gering kritisiert.
# Das Hasenclever-Gelände mit 400 WE soll 2017 fertig bebaut sein
# Das Quartier M mit 500 WE und Büros soll ab 2015 starten
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Mietpreisbremse
Die RP schrieb heute über die vom Land eingeführte Mietpreisbremse, die die Mietsteigerungen auf 15% in drei Jahren kappt. Es gibt jedoch Berechnungen, nach den zwischen 2003 und 2013 die Düsseldorfer Mieten für alle Baujahre um 13,1% bei 18,4% Inflation gestiegen sind - in den Medien wird zu stark der Mietpreisanstieg neuerer Bauten thematisiert während der Baubestand von 1949 bis 1969 (50% des Gesamtbestands) unberücksichtigt bleibt.
Man fürchtet das Ausbleiben der Investitionen, u.a. in Renovierungen.So eine Anekdote dazu - zum Silvester gab es eine Sendung Bilder des Jahres, zu den Fotos der Supermärkte in Kolumbien gehörten, wo man nirgends Klopapier kaufen konnte (wie einst im Kommunismus). Die gelieferte Hintergrunderklärung dazu - der Preis des Klopapiers in diesem Land ist aus sozialen Gründen staatlich reguliert und niedrig gehalten, weswegen sich irgendwann nicht mehr lohnte, das Klopapier herzustellen. Was das mit der Mietpreisbremse zu tun hat, kann jeder gerne nachdenken - der gleiche Mechanismus.
Wenn schon die Medien von Wohnungsknappheit reden - man hätte erwarten können, dass jeder die Errichtung möglichst vieler weiteren Wohnungen herbeisehnt. Da verwundert die Realität - irgendwo soll ein MFH anstelle eines Bunkers errichtet werden, schon mehren sich Stimmungen, die in meinen Augen dicht an mittelalterliche Massenhysterie grenzen. Bis hin zu vagen Sorgen um das Wohlergehen der Kinder - fürchten die Eltern, dass die Kinder vom Anblick der Baustelle fasziniert werden und sich erwachsen in merkwürdigen Architekturforen tummeln? {/Ironie} Die Diskrepanz zwischen dem objektiven Wohnraumbedarf und der merkwürdigen Wahrnehmung vor Ort verdient wohl nähere Aufmerksamkeit, im Klartext: Verantwortungsbewußte Politiker sollten den nörgelnden Leuten deutlich ins Gewissen reden.
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Bis hin zu vagen Sorgen um das Wohlergehen der Kinder - fürchten die Eltern, dass die Kinder vom Anblick der Baustelle fasziniert werden und sich erwachsen in merkwürdigen Architekturforen tummeln? {/Ironie}So wie Du vielleicht, die sich ständig an Baustellen aufhalten und am liebsten die ganze Welt bebauen würden.;)
Ich bin ja auch der Meinung, dass der nicht mehr zeitgemäße Bunker einer vernünftigen Wohnbebauung weichen soll.
Ich kann aber auf der einen Seite auch die Hausbewohner und -Besitzer aus der Nachbarschaft verstehen.
Solch ein Bunker ist keine Sandburg. Es ist durchaus vorstellbar, dass sich durch die Abbrucharbeiten, insbesondere die kleinen Sprengungen, an den betagten Häusern in der Nachbarschaft Risse entstehen könnten.
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Das Leben in der Stadt
^ Diese kleinen Explosionen sind bestimmt sehr klein und gut berechnet. Höchstens direkte Nachbarn könnten sich Sorgen machen, aber hier scheint der ganze Stadtteil in Angst zu leben - die Rede ist vom angeblich nicht mehr möglichen Leben in ganz Bilk.
Dazu passt perfekt dieses vorgestrige Interview eines Soziologieprofessors, man könne nicht in innenstädtischen Bereichen die Vorort-Ruhe erwarten. Man müsse auch eine Prise Belästigung akzeptieren, da die Stadt sonst eine Kulisse wäre.
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Bunkerabriss Bilk
Ich kann die Argumentation gegen den Abriss einfach nicht nachvollziehen. Ich bin in der Gegend aufgewachsen und habe mich immer gefragt, ob und wann dieses grausige Bunkergebäude endlich abgerissen wird. Damals war sein Äusseres noch in schlichtem Betongrau... jetzt ist er zwar wird "hübsch" bunt bemalt, aber dadurch wird zu einem angenehmen Blickfang. Natürlich wird es durch den Abriss und den Neubau vorübergehend zu einer Lärmbelästigung kommen und zu Einschränkungen bei dem bequemen Betreten des Hinterhofs, evtl. auch über mehrere Jahre. Aber wenn mit diesen Argumenten ein Abriss/Neubau verhindert werdne kann wäre jedes innerstädtische Bauprojekt direkt zum Scheitern verurteilt.......
Ich hoffe, dass diese Initiative im Sande verläuft und dieser Schandfleck für das Strassenbild endlich fällt. In diesem Fall ist es ja wirklich so, dass alles besser ist als der aktuelle Zustand. -
Bürokratieentfaltungsschutzsatzung gefällig?
Die RP berichtete gestern, dass das neuliche Wohnungen-Handlungskonzept den Grünen nicht ausreicht, die auch noch von Milieuschutzsatzungen träumen. Dass solche Satzungen eine Spielwiese für völlig willkürliche politische Massnahmen mit ausufernder Bürokratie sein können, wurde in unzähligen Threads dieses Forums sehr oft angesprochen. Man kann nicht jede Veränderung und Anpassung per se verbieten, wie erzkonservativ auch manche Politiker vor der Wahl sein mögen.
Die wohnungspolitische Sprecherin widerspricht sich selbst, ohne es zu merken - im letzten Absatz sieht sie als Bestätigung, dass es im oberen Preissegment eine Sättigung gibt, weswegen Mietpreise sinken. Dies bedeutet aber, dass der Markt prima funktioniert - wenn das obere Marktsegment gesättigt ist, wird stattdessen im mittleren gebaut, bis auch dieses gesättigt ist - ohne beliebige Regelwerke und Bürokratie. Dass es im niedrigen Segment nicht unter den Baukosten gebaut werden kann, wurde hier oft genug erklärt - doch kein Regelwerk kann Wohnungen herbeizaubern, die nicht wirtschaftlich errichtet werden können.
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Mit den derzeitigen Rahmenbedingungen kann kein wirklich preiswerter Wohnraum entstehen. Es werden nicht wesentlich preiswertere Wohnungen gebaut, wenn der Markt für teurere Immobilien gesättigt ist, sondern einfach weniger Wohnungen! Geld sucht Rendite!
Es rächt sich halt, dass die Kommunen ihren Wohnungsbestand an Finanzinvestoren verscherbelt haben; diese Wohnungen wurden als reine Last angesehen, die man schnell los werden wollte. Dass ein in Ordnung gehaltener Immobilienbestand einen Wert darstellt, haben die Kämmerer nicht verstanden.
Für die Finanzinvestoren geht es verständlicherweise nur um die Rendite – irgendwie logisch.
Der Grundstücksmarkt bietet für die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum nichts; selbst die Städte veräußern ihre Liegenschaften nur zu Höchstgeboten und der Gesetzgeber erfüllt zudem der Bauzuliefer-Lobby jeden Wunsch.
Gleichzeitig sollen die Bauträger „preisgeminderten“ Wohnraum schaffen – was auch immer das heißen soll. Da wird der schwarze Peter einfach weiter geschoben.
Wer hatte noch die ganzen preiswerten Wohnungen verscherbelt, die jetzt fehlen?
Solange es keine günstigeren Grundstücke gibt, wird es keinen wirklich bezahlbaren Wohnraum geben.
Eine höhere Verdichtung bringt da auch nichts, weil hierdurch ja der Wert des Grundstückes steigt.Der Staat hat hier eine zentrale Verantwortung zur Steuerung, die er nicht wahrnimmt, und stattdessen diese einfach auf die Privatwirtschaft abschiebt.
Förderprogramme für zeitlich befristet preisgebundenen Wohnungsraum (Sozialwohnungen) sind übrigens auch nicht nachhaltig und bringen nichts, außer einer Art Subvention der Bauwirtschaft.
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^ Das wurde schon öfters besprochen, u.a. Echnaton hat es mehrmals erklärt - preiswerter Wohnraum kann überhaupt nicht als Neubau entstehen, die Kosten (u.a. Baukosten) sind die Untergrenze. Ein Haus wird gebaut, jemand zieht dort (teuer) ein. Nach 10-20 Jahren ist es Wohnbestand, bereits preiswerter. Weitere 10-20 Jahre später ist der Wohnraum billig wie ein alter Gebrauchtwagen. Da man Häuser nicht so einfach wie Autos verschrotten kann, muss das Haus irgendwann gründlich saniert werden - danach u.U. wieder mit solventeren Mietern, die die Sanierungskosten abbezahlen können. Das alles bedingt, dass ab und zu die Mieter wechseln, was manch ein Politiker zusätzlich erschweren möchte. In manchen Debatten werden einzelne Härtefälle zitiert, die gibt es bestimmt, aber längst nicht jeder ist für jeden Preis zu schützender Härtefall. Nicht jeder Traum kann erfüllt werden und manche in den Wohnlagedebatten sind richtig abgehoben - wie Singles oder Paare, die gerne mehr Wohnfläche in bester Lage als der Bundesschnitt haben möchten, das aber für Lau (so ein Artikel mit solchen Wünschen wurde hier mal verlinkt - dort war es ein Niedrigverdienerpaar mit vielen Zimmern in Bilk). Sowas muss die Realität korrigieren, die jedoch dabei nicht gestört werden darf.
Sicher, Altbaubestand (meist der frühen Nachkriegsjahre, die heute besonders preiswert sind) in kommunaler Hand ist so ein Pool preiswerter Wohnungen - kommunale Wohnungsgesellschaften gibt es jedoch in Düsseldorf. Die können aber keine Wunder vollbringen. Hier wurde mal eine Meldung zitiert, die Rendite im Mietwohnungsbau betrage irgendwas um 5%. Nehmen wir an, diese 5% könnte man einsparen und die Bürokratiekosten staatlicher Bürokratie (Staatsunternehmen sind nie effizient) würden sie nicht auffressen. Mieten um 5% niedriger - würden sie alle glücklich machen? Mehr macht die böhse-böhse Rendite nicht aus.
Wer hatte noch die ganzen preiswerten Wohnungen verscherbelt, die jetzt fehlen?
Bankrotte Gemeinden, die zu lange so taten, als ob man jedem Wähler jeden Wunsch erfüllen könnte, ohne es sich leisten zu können.
Eine höhere Verdichtung bringt da auch nichts
Zu welchen Kosten auch immer, irgendwo müssen die zusätzlichen Neubau-Wohnungen entstehen. (Dass nicht gerade sie die preiswertesten sein können, siehe darüber.) Und nicht auf der Grünen Wiese, denn die übermässigen Kosten flächenmässig ausgedehnter Infrastruktur machen die Gemeinden erst richtig bankrott.
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Hier wurde mal eine Meldung zitiert, die Rendite im Mietwohnungsbau betrage irgendwas um 5%. Nehmen wir an, diese 5% könnte man einsparen und die Bürokratiekosten staatlicher Bürokratie (Staatsunternehmen sind nie effizient) würden sie nicht auffressen. Mieten um 5% niedriger - würden sie alle glücklich machen? Mehr macht die böhse-böhse Rendite nicht aus.
Was rechnest du dir denn da zusammen? 5% niedrigere Miete = 0 Rendite?
Blödsinn! Wenn ich die Miete um 5% senke, bleiben von 100% Miete immer noch 95% Miete über, also auch 95% von den 5% Rendite = 4,75% Rendite.
Ok, dass ist nur grob gerechnet, weil man natürlich noch den Faktor "nicht auf den Mieter umlegbare Kosten" berücksichten muss (real dürfte die Rendite dann immer noch bei 4,6% liegen).
Noch ein einfaches Beispiel (Steuern und sonstige Faktoren unberücksichtigt):
Kaufpreis Wohnung 240.000 Euro, Jahresnettomiete 12.000 Euro = 5% Rendite
Miete bei 5% Mietsenkung 11.400 Euro = 4,75% Rendite
Selbst wenn die Miete um 50% gesenkt würde, ist noch eine Rendite (2,5%) da!
Da kann man natürlich drüber streiten, ob da nicht auch ein bisschen die Raffgier der Vermieter eine Rolle spielt.
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^ Naja, "Raffgier". Sorry, aber dass irgendjemand hier aus sozialen Gründen auf Einnahmen verzichten würde, wenn er selbst Investor wäre, nehme ich euch nicht ab.
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Wahlkrampf
mamamia: Düsseldorf hat seinen Wohnungsbestand überhaupt nicht verkauft. Das ist in anderen Städten geschehen, Dresden etwa.
DUS-Fan: Wenn von den Mieteinnahmen 95% für die Deckung von Kosten draufgehen (Refinanzierung, Verwaltung und bei Neubau: Grundstück und Bauleistungen) und 5% herausfallen, dann ist das offensichtlich ein Problem. Der Vermieter verdient dann keinen Cent.
Am Ende der Nahrungskette steht nicht der Vermieter, sondern die Bank und letztlich die Sparer, die die Bank refinanzieren. Wie wenig aktuell nach alldem übrig bleibt, weiß jeder, der ein Konto hat.
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