Beiträge von Gestalt

    Die Politiker der Bezirksvertretung 6 lehnen in ihrer letzten Sitzung den Plan der Verwaltung und der CENTRUM-Gruppe ab, einen Wettbewerb für ein Hochhaus auf dem Grundstück des ehemaligen Renaissance Hotels durchzuführen. Sie fordern

    - die Begrenzung der Höhe auf den Kirchturm der St Franziskus Kirche,

    - die Prüfung einer Wohnnutzung.


    Wer zum Teufel will denn da wohnen?! Zwischen zwei Autobahnzubringern, neben einer der größten niveaugleichen Straßenkreuzungen Deutschlands?!


    Wo ist denn bitte das Problem bei der Höhe in unmittelbarer (!) Nachbarschaft zu ARAG-Turm, Uppernord Tower, Tadao Ando Tower, ARAG 2. Bauabschnitt und Yrds?!

    Zu # 547: Was mich am meisten schockt, ist, dass der alte Kaufhof anscheinend ein grünes Glasdach statt Kupfer/Bronze bekommen soll. Schaut man sich die Visualisierungen genau an, erkennt man da nicht nur eine gewisse Transparenz, sondern auch Strukturen, die dort bisher nicht zu sehen sind.

    Es wäre geradezu lächerlich, das Konzept von BIG am Wehrhahn der Höhe wegen abzulehnen und dann dieses Ungetüm zu genehmigen. Ein furchtbarer Entwurf.


    Hoffentlich setzen sich BIG /Signa ohne Abstriche an ihrem eindrucksvollen Entwurf durch.

    ^ Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupteten, dass ein solches Gremium zutiefst antidemokratisch ist. Wir sind keine Räterepublik und es kann daher nicht angehen, dass demokratisch weder legitimierte noch kontrollierte Parallelorgane geschaffen werden, die unter dem Label einer vermeintlichen Wissenschaftlichkeit quasi-unumstößliche Grundsatzentscheidungen fällen und diese öffentlich verkünden. Das hat mit Beratung politischer Entscheidungsträger und einem "Beirat" nichts mehr zu tun. Hier werden Fakten geschaffen und die Volksvertreter am Nasenring durch die öffentliche Manege geführt.


    Debatten gehören in den Rat der Stadt, nicht in irgendwelche Hinterzimmer. Wenn sich Ratsleute Ratschläge von Fachkundigen einholen wollen, dann bitte immer gerne. In der Auswahl der Berater sollte ein Volksvertreter aber immer frei sein. Kein demokratisch gewählter Abgeordneter sollte sich diese Zwangsberatung antun müssen - von nach politischem Geschacher ausgewählten Besserwissern.


    Das ist ein fieser Zeitgeist, politische Kompetenz auf Gremien außerhalb der Parlamente auszulagern.

    ^ Der Rheinpark sollte auf keinen Fall überbaut werden; nicht einen Quadratmeter. Das wäre ja sozusagen das Gegenteil des ansonsten permanent geforderten Social Return einer Baumaßnahme, wenn öffentliche Parkfläche für eine kommerzielle (ja, das ist eine Oper, wenn auch staatlich gefördert und mit dem Label " kulturell wertvoll" versehen) Nutzung verschwinden würde.


    M.E. alternative Standorte in Innenstadtnähe:

    1. Den hier schon vorgeschlagenen derzeitigen Standort der Musikhochschule finde ich äußerst interessant.

    2. Parkplatz zwischen Kaiserswerther Straße und nördlichem Ende der Fischerstraße.

    3. Grünstreifen zwischen Kunstakademie/Fritz-Roeber-Straße und Tonhalle/Hofgartenrampe.

    4. Der derzeitige Standort des Finzministeriums an der Jägerhofstraße wird ja mit dem Umzug an die Haroldstraße frei. Hier dürfte ausreichend Platz für die Oper sein; zudem Nähe zum Hofgarten, Schauspielhaus und gegenüber dem Theatermuseum (zukünftiger Standort der Komödie?).


    Meine persönlichen Favoriten sind 1 und 4.

    ^^ Ich vermute mal (bin kein Experte ), dass es sich um Rettungs-/Fluchtfenster handelt. Die Rahmen sollen wohl der Feuerwehr helfen, die Leiter anzustellen.


    Kurzum: eintönig, langweilig, unambitioniert. Die deutschen Brandschutzvorschriften sorgen für die auffälligste Gestaltung - ein Armutszeugnis...

    ^ Die Frage ist, ob es auch dann noch "funktioniert", wenn man die Opportunitätskosten dieser Flächenverschwendung mit in die Rechnung einbezieht. Der Beweis, dass Lidl & Co grundsätzlich funktionieren ist ja schnell erbracht. Auch ein Kiosk käme an der Ecke wohl auf seinen Umsatz; über die Art der optimalen Flächennutzung sagt das aber noch lange nichts aus.


    Was mögliche Nachhaltigkeitsaspekte eines Abrisses nach nur 11 Jahren betrifft (wie sie in der RP diskutiert werden): Unnachhaltig war dann eher der Bau vor 11 Jahren und nicht der Abriss und die (hoffentlich dann nachhaltige) Neuentwicklung.

    Bitte auf keinen Fall den Rheinpark oder die Landzunge am Landtag antasten. Auch das Tonhallenufer käme für mich nicht in Betracht.


    Grundsätzlich würde ich einen Standort in der Innenstadt vorziehen. Wenn dafür aber tatsächlich der Hofgarten angetastet werden müsste, bin ich doch eher für den Hafen.


    Was die Verkehrsanbindung des Hafens betrifft, sollte man ohnehin mal ernsthaft an einer Verbesserung arbeiten.

    ^^ Ich denke, europäische Großstädte kommen grundsätzlich ohne Hochhäuser aus; das ist schon richtig. Hochhäuser können aber ebenso eine Bereicherung für den Städtebau und eben auch für Düsseldorf sein. Deswegen sehe ich auch keinen Sinn darin, diese grundsätzlich zu verteufeln.


    Gerade die angesprochenen Standorte Hbf und Kaufhof am Wehrhahn halte ich für überhaupt nicht kritisch - ganz im Gegenteil; hier sind dringend starke städtebauliche Impulse nötig. Und solch ein Impuls kann eben auch ein spektakuläres Hochhaus sein. Die weiteren Voraussetzungen für den Bau von Hochhäusern (z.B. Verkehrsanbindung, keine Verschattung von Wohnvierteln, etc.) sollten dort auf den ersten Blick gegeben sein.


    Im Fall des Kaufhofes hat man z.B. eine umfangreiche Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die meisten der dort gemachten Vorschläge halte ich aber nur für realisierbar, wenn man dem Investor im Gegenzug ein Hochhaus erlaubt, da oft Nutzungen gewünscht werden, die für sich genommen in einem Neubau an einer solchen Stelle niemals rentabel sein können. Und auch im Fall eines solchen Deals würde das Hochhaus ja etwas für seine Umgebung und die Bewohner der Stadt tun.


    Und eine schöne Rooftop Bar, ein Skygarden oder eine Wellness Oase mit Infinity Pool in luftiger Höhe hätten schon was ;)

    ^^ Ich denke auch nicht, dass man eine Verlängerung der Fahrtzeit zwischen Hbf und Messe/Arena zugunsten eines solchen Schwenks inkaufnehmen würde.


    Laut dieser Meldung bei Antenne Düsseldorf würde für den Fall eines nötigen Neubaus der Theodor Heuss Brücke jedoch eine nicht näher beschriebene Linienführung der U81 über die neue Brücke geprüft. Ob ein solcher Neubau erforderlich ist, soll sich ja bekanntlich dieses Jahr entscheiden.


    Meiner Einschätzung nach würde ein Neubau der Theodor Heuss Brücke sogar den Bau einer U-Bahnstrecke entlang Uerdinger Straße, Johannstraße bis zur Ulmenstraße möglich machen. Die genannten Strecken einschließlich der Tiefstraße unter der Kreuzung Kennedydamm/Danziger Straße wären für die Dauer der Bauarbeiten mangels Rheinquerung ohnehin kaum befahren. Die heutige Anbindung an das Stadtbahnnetz über (Metro-)Busse ist heute schon grottenschlecht; wenn erst einmal die geplanten Hochhäuser am Kennedydamm und Mörsenbroicher Ei realisiert sind, wird man auch über eine leistungsfähigere Anbindung reden müssen.

    Mal ein Frage, die ich mir schon seit langem stelle; vielleicht kann sie hier jemand beantworten: Was ist eigentlich der Grund, weshalb man z.B. auf der Kleverstraße die beiden Radwege (für die jetzt jeweils eine Autospur weggefallen ist) nicht auf dem Grünstreifen in der Fahrbahnmitte angelegt hat? In Düsseldorf gäbe es eine Menge solcher Grünstreifen/ehemaliger Bahnkörper, die man zu einem Radschnellnetz ausbauen könnte.

    ^ Dein Link funktioniert nicht; nur als Hinweis.


    Was ich mir nicht nur für das Gelände Sohnstraße 45, sondern generell für größere Entwicklungsgebiete in Düsseldorf wünschen würde, wäre ein Konzept wie bei der (leider am Ende gescheiterten) Werkbundstadt in Berlin-Charlottenburg. Das Konzept sah eine Parzellierung eines 2,8 Haktar großen Gebietes in 39 unterschiedliche Baufelder vor. Jedes dieser Baufelder sollte individuell von einem Architekten des Werkbundes geplant werden. Das Ergebnis war ein hochverdichtetes nutzungsgemischtes Stadtviertel in bester europäischer Städtebautradition mit abwechslungsreicher und (fast durchgehend) hochwertiger Architektur. Wer es noch nicht kennt, einfach mal "Werkbund" googlen.


    Bei einem solchen Konzept könnte man auf einem Teil des Areals auch Düsseldorfer Baugruppen bevorzugt bauen lassen. Ein Projektentwickler baut die Tiefgarage und Baugruppen und/oder andere Investoren und/oder er selbst entwickeln dann die einzelnen Grundstücke mit der Maßgabe, den jeweiligen Entwurf umzusetzen.


    Fände es gut, wenn sich hier einige fänden, um ein solches Konzept im rahmen der Onlinebeteiligung vorzuschlagen und damit zu unterstützen.


    Eine solche individuell geplante Stadt ist um so vieles lebenswerter als diese austauschbaren Investorenquartiere.