^ Wo kommt eigentlich bei einigen immer diese Vorstellung her, dass der stationäre Handel keine Zukunft hätte, sämtliche traditionsreichen Händler kurz vor der Insolvenz stünden, etc.? Karstadt/Galeria war einfach schlecht gemacht. Dieses Unternehmen hat 16.700 (!) Mitarbeiter aber in den Geschäften (also bei der Kerntätigkeit) sah man fast keinen davon. Das Sortiment war lustlos zusammengestellt, wahrscheinlich von einem Zentraleinkauf im Konzern-HQ ohne Kontakt zum Kunden. Die Verkäufer sahen schon nicht nach (Mode-)Kompetenz aus; dieser Eindruck täuschte selten.
Gut gemachter stationärer Einzelhandel funktioniert weiterhin. P&C zum Beispiel hat sich mit dem E-Commerce verrannt und will sich wieder auf die physischen Geschäfte konzentrieren.
Warum wir uns ausgerechnet an Asien orientieren sollten erschließt sich mir überhaupt nicht. Wir sollten doch eher froh sein, dass es den inhabergeführten Fachhandel bei uns gibt. Das schafft Identität und als Kunde war ich in solchen alteingesessenen Geschäften fast immer zufrieden.
Aber nun zum Thema Galeria: eine Markthalle allein wird hier niemanden in die Ecke locken. Es gibt ja bereits auch schon Zurheide und den Carlsplatz.
Einrichtungshaus fände ich gar nicht schlecht (vielleicht auch als Showroom a la Reuter.de). Sportladen a la Globetrotter in Köln wäre auch cool. Warum nicht beides; es gibt ja immerhin zwei Standorte, die hier entwickelt werden wollen.
Dass man hinter der Fassade kräftig abreißen/umbauen muss, dürfte klar sein. Gerade die niedrigen Decken wirken in Kombination mit der riesigen Fläche eher abweisend. Und auch, wenn man da in Düsseldorf oft allergisch drauf reagiert, warum nicht an beiden Standorten (bei Galeria hinter der alten Fassade) jeweils ein Hochhaus?