Umgestaltung Rathausforum / Marx-Engels-Forum

  • Aus meiner Sicht ist eine Achse - wie auch immer - zwischen Schloss und Fernsehturm, der Bischofstraße folgend und diese erweiternd - unumgänglich. Und zwar, weil:

    a) die Bischofstraße diese historisch referenziert und hergibt
    b) die Staatsachse der DDR in irgendeiner Form kritisch erhalten oder gewürdigt werden "muss"
    c) der barocke Kontext nach einer solchen "schreit"

    Alle, die dagegen reden, verfolgen Interessen, die den gesamten Geschichtskontext nicht gerecht werden oder gerecht werden wollen, sondern nur denjenigen Entwurf haben wollen, der für sie geschmacklich angemessen erscheint (=Ego = Subjektiv). Die "Achse" Schloss - Fernsehturm vereint: historischen Grundgriss (historische Bischofstrasse), barocke Zitate (nie da gewesene Schlossachse) und DDR-Staatsachse (real existierender Freiraum als Zitat).... Das offensichtliche ist manchmal schmerzhaft, ist aber so.

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    a) die Bischofstraße diese historisch referenziert und hergibt
    b) die Staatsachse der DDR in irgendeiner Form kritisch erhalten oder gewürdigt werden "muss"
    c) der barocke Kontext nach einer solchen "schreit"


    Die Bischofstraße war eine sehr kleine Gasse, die zudem an der Heiliggeist/Poststraße endete. Sie führte keineswegs in gerader Linie zum Schloss.
    Von der ohnehin maßlos überhöhten 'Staatsachse der DDR' ist im Übrigen bereits heute NICHTS mehr übrig - dieses Kapitel schloss sich bereits vor fast 20 Jahren mit dem Abbruch des Außenministeriums. Was bleibt ist der Fernsehturm mit seinem direkten Umfeld. Warum sollte es schwer sein, sowas in ein intelligentes stadtplanerisches Konzept zu integrieren?
    Und was den barocken Kontext betrifft - hier hat man ja ganz bewusst mit der gegensätzlichen Ostfassade eine klare Trennungslinie geschaffen.

  • Richtig. Aber warum sollte man sich immer vor irgendwas verbeugen müssen? Zielführend sollte doch in erster Linie mal die Reparatur des Stadtbildes und insbesondere der zugrundeliegenden Strukturen sein. Dazu gehören in Berlin an dieser Stelle weder brachiale Staatsachsen noch barocke Gärten.

  • ^^nööö, tel33, was du als "zielführend" bezeichnest, dem folge ich einfach nicht... "Ziel"führend muss erst mal das Ziel definieren.... mein Ziel wäre, das kollektive, alle Ebenen des Zeitgedächtnis zu erhalten.

  • Interessant. Ich denke ja, dass die 700 Jahre vor der großen Zerstörung durchaus bedeutsamer für das 'Zeitgedächtnis' dieser Stadt sind, als die 40 Jahre danach. Insofern können wir ja gern über gewisse Reminiszenzen und erhaltenswerte Strukturen aus dieser Zeit diskutieren (Fernsehturm, Alex) - zunächst sollte doch aber erstmal wieder eine Grundlage geschaffen werden, um die tatsächliche Basis wieder erkennbar zu machen. Dabei geht es mitnichten um irgendwelche baulichen Rekonstruktionen, wohl aber um die Wiederherstellung von Straßen, Plätzen und Quartieren. Gern auch mit den Mitteln und Formen unserer Zeit. Sozusagen eine Gesichtsreparatur.

  • ^^Nach Der Argumentation müsste die Liebknecht komplett zurückgebaut und der Marienkirchhof vierseitig wieder hergestellt werden, 1790 gabs selbst den Rochusstraßendurchbruch noch nicht... Grunerstraße? Rückbau!. Was machen wir dann mir dem Bahnviadukt? Selbst Schicklerstraße und nun auch Axel Springer Straße am Spittelmarkt.... Die Durchbrüche sind historisch total jung. Man kann nicht die historische Entwicklung der Jahrhunderte wieder zurückbauen, man kann nur die Wunden des Krieges wieder schließen und zwar so, dass es historisch angemessen ist, also die letzten hundert Jahre inkludiert!!!! Welcher Plan ist denn Referenz? Straube? Hobrecht? Memhard? Welcher Grundriss derjenige, bei dem wir wieder einsteigen? Ne, Kinder, jedes Jahrhundert hat im historischen Grundriss eine oder eine gravierende Veränderung gebracht... Wenns im Ergebnis für das 20. eine Achse ist, die hinzukommt für die Bischof, wie die Jahrhunderte zuvor eben Rochus, Kaiser Wilhelm, Gruner, dann ist das eben so. Das ist historisch jedenfalls weniger gravierend, als alle anderen Durchbrüche zuvor. Anders ist das gar nicht vorstellbar und argumentierbar aus meiner Sicht. Dass manche das gerne anders hätten, ist lustig verklärend und volle Kanne DisneyLand.

    Einmal editiert, zuletzt von libero (5. November 2013 um 04:03)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Man kann nicht die historische Entwicklung der Jahrhunderte wieder zurückbauen, man kann nur die Wunden des Krieges wieder schließen und zwar so, dass es historisch angemessen ist, also die letzten hundert Jahre inkludiert!!!!


    Na dann, nur zu. Ich sehe den aktuellen Zustand der Leere ganz klar als Wunde des Krieges und keinesfalls als irgendwie historisch gewachsenes Ensemble. Ein Rückbau bestehender Quartiere ist dafür eigentlich nur dort erforderlich, wo es tatsächlich welche gibt und wo sie dem Basisraster völlig zuwiderlaufen - in den meisten Fällen sind es aber ohnehin unbebaute Flächen. Ich denke schon, dass sich viel Bestehendes mit halbwegs intelligenter Planung durchaus integrieren lässt und möglicherweise sogar recht interessante Symbiosen und Ansichten schafft. Das kannst du dann gerne 'Disneyland' oder wie auch immer nennen - willkommen in Berlin.

  • ^^ Disneyland ist, wenn man historisch das reine "ante bellum" herstellen will (oder gar Parzellierung aus dem 19. Jahrhundert oder Traufhöhen aus der Vor-vor-vor-Kriegszeit) und nicht berücksichtigt, dass da dann ein zwei teilweise sogar drei Zeitschichten fehlen würde/n. Das was du beschreibst ist es nicht...

    Konkret gehts - wie unschwer feststellbar - um eine verbreiterte Bischofstraße als reduziertes Zitat der DDR-Staatsachse und eine neue Blickbeziehung Schloss vs. Fernsehturm. Hier gehts imho um die Versöhnung von Moderne, Nachkriegsmoderne und Historie in Berlins Mitte oder eine "In-Beziehung-Setzung" der verschiedenen Zeitschichten zu einem neuen, eben alle Zeitschichten integrierenden Ganzen. Anders ist albern bzw. historisch strukturkonservativ und verklärend.

    Nachtrag: Oder anders ausgedrückt - wenn man die Wunden im Stadtbild heilen will kann man nicht neue aufreißen und so tun, als hätte es weder Krieg noch Ostmoderne gegeben. Das wäre wirklich schitzo, gaga, dissoziative Identitätsstörung oder multiple Persönlichkeitsstörung. Nationalsozialismus, Kriegszerstörung, DDR, Wende und Wiederaufbau ist Teil der Historie und Identität dieser Stadt. und das sollte man nicht in den Hinterhof schieben, niederreißen oder aus dem Stadtbild "tilgen" sondern proaktiv damit umgehen. Sonst verneint Berlin seine eigene Besonderheit. Das heisst nicht, dass der status quo so bleiben soll, im Gegenteil, aber da muss bei Bebauung - die ich radikal befürworte - ne neue Inszenierung hin, die sich am historischen Grundriss orientiert. Und z.B. gezielt bricht und neues eben in Beziehung setzt.

    2 Mal editiert, zuletzt von libero (5. November 2013 um 10:47)

  • Nutzbare, solide ausgeführte, Gebäude sind nie Kulissenzauber (bezogen auf die Anspielung mit dem Vergnügungspark). Architektenhäuser, die das inzwischen 100 Jahre alte Idealbild von Bauhaus, form follows function usw. zum Vorbild haben, darf man gestrost auch schon unter "Historismus" verbuchen. Das ist dann letztlich eine Geschmacksfrage. Die kann, muss man aber nicht, diskutieren. Sich einer Diskussion von vorneherein zu entziehen, indem man polemische Bewertungen vornimmt halte ich für sinnlos. Und da inzwischen alle Stile schon einmal da waren, könnten wir eigentlich befreit von solchen kategorischen Bewertungen ("historisch neuerer Baustil=per se fortschrittlicher usw.") wirklich mal zu einer "Postmoderne" gelangen. Die da heißt, Individualismus befreit von allen Konventionen (allen, d.h. auch Stahlbeton und rechter Winkel).


    Das Problem historisierender Bebauung (Klassizismus etc.) läge aber doch schon darin, dass es viele Gewerke nicht mehr oder nicht mehr in großer Zahl gibt. Ich habe mal mitbekommen, wie schwer es ist relativ kurzfristig einen qualifizierten Stuckateur zu bekommen. Und wo wird das Handwerk der Steinmetze denn noch in größerem Maßstab betrieben, außer bei der Herstellung von Grabmälern (ebenfalls rückläufig).

    Unser ganzes Bauen ist sehr auf industrielle Fertig- und Formteile und Fertigelementen aus dem Katalog ausgerichtet (dabei rede ich noch gar nicht von dezidierter Fertigbauweise). Unikate zu errichten, die wirklich auf einem weißen Blatt entworfen wurden, ohne Rücksicht auf das aktuelle Repertoire der Zulieferer- und Bauindustrie und entsprechende "Moden" bis hin zu den stets identischen Briefkastenanlagen, ist schon daher ein äußerst schwieriges Unterfangen. Was es dann auch wieder sehr teuer machen würde - oder man würde reduzierten Kulissenzauber aufführen. Ich habe sowas schon mehrfach gesehen, zB Styropordämmfassaden in die man grobe Formen klassizistischer Fassaden hineingefräst und dann verputzt hat. Und DA würde ich dann auch eher polemisch von Freizeitparkkulissen sprechen. Per se ist aber nichts authentischer, nur weil es Anno 1713 oder 2013 gebaut wurde. Für uns Menschlein mögen das fantastische, da unsere Lebensspanne übersteigende, Zeiträume sein, historisch gesprochen sind das aber keine besonders langen Zeiträume. Schon gar nicht geologisch, der Sandstein den man jetzt und hier aus einem Steinbruch holt ist genauso "original" Millionen von Jahren alt, wie er das vor 300 Jahren war. Es kommt auf Verarbeitung und Qualität an, nicht das Baujahr (der Umkehrschluss wäre ja eine komplette Kapitulation, ein Eingeständnis dass die komplette handwerkliche Baukunst verloren gegangen ist und wir nur noch Industriebauweise beherrschen).

    Wofür ich mich aber auch erwärmen kann, ist eben historische Parzellierung. "Berlin" ist eher Mietskaserne mit Hinterhaus als unzusammenhängende Vorstadtbebauung. Dass gerade in so zentraler Lage nicht immer das Gefühl aufkommt, im Herz einer Stadt zu sein, ist einfach unbefriedigend. Geschmacksdiskussionen hin oder her.

  • ^
    Wobei der Stuck beim Berliner Mietshaus auch in der Regel aus dem Katalog kam. Dahinter gab es eine spezialisierte Industrie.

    Davon mal abgesehen. Ich mag diese Diskussion in Extremen auch nicht. "Entweder oder" ist für mich nicht besonders zielführend. Einen offenen Diskurs finde ich da besser.

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    Nachtrag: Oder anders ausgedrückt - wenn man die Wunden im Stadtbild heilen will kann man nicht neue aufreißen und so tun, als hätte es weder Krieg noch Ostmoderne gegeben. Das wäre wirklich schitzo, gaga, dissoziative Identitätsstörung oder multiple Persönlichkeitsstörung.


    Also ein Stückweit diskutierst du hier mit dir allein - wie gesagt es geht nicht unbedingt darum, irgendwas abzureißen und durch was anderes, vermeintlich gefälligeres zu ersetzen. Tatsache ist aber, dass die vorhandenen Flächen künftig sinnvoll genutzt werden sollten. Die DDR-Historie bietet hier bekanntermaßen kaum geeignete Anknüpfungspunkte für eine Bebauung, insofern ist eine Orientierung an den zuvor zerstörten Strukturen nur konsequent. Dass das nicht überall im Detail funktioniert dürfte wohl jedem einleuchten.

  • Ich kann da Bato nur unterstützen. Stuck kam in der Gründerzeit genauso aus dem Katalog wie Sandsteinteile (bsw. Dreiecksgiebel, Verdachungen etc.). Ich vermag keinen tieferen intellektuellen Unterschied zu erkennen, ob ein Stück Fassade nun aus Rabbitz hergestellt ist oder aus mit Spritzputz überzogenem Polysterol.

    Langhans hatte das Brandenburger Tor aus Sandstein auch weiss gestrichen, um Marmor vorzutäuschen. weitere Beispiele liessen sich problemlos finden, auch in der Moderne. So besteht die Rekonstruktion des Eingangstores des Jagdschlosses Glienicke von Taut aus mit Spritzputz überzogenem Styropor. Nix form follows function. Übrigens auch nicht bei anderen Ikonen der Moderne wie der Neuen Nationalgalerie.

    Einmal editiert, zuletzt von Konstantin (5. November 2013 um 17:59)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ...Ich vermag keinen tieferen interlektuellen Unterschied zu erkennen, ob ein Stück Fassade nun aus Rabbitz hergestellt ist oder aus mit Spritzputz überzogenem Polysterol.

    ... Was wäre denn dann daraus zu folgern? Sollten dann nur Gebäude die vor der industriellen Massenfertigung entstanden sind wiederaufgebaut werden?

    Wäre das dann das Ende Einer Diskussion um den Wiederaufbau der Bauakademie, da diese ja in gewisserweise das alpha in dieser Entwicklung darstellt? Was ich persönlich bedauern würde.

    Könnte man nicht Herrn Chipperfield mal an den Zeichentisch bitten, für etwas fesches, alle bauhistorischen Schichten des Areals versöhnendes aufs Blatt zu zaubern!

  • ^ Ich kann deinen Schlußfolgerungen, wie meist, nicht folgen. Umkehrschlüsse stimmen, ausser bei Naturwissenschaften, selten. Natürlich kann man jedes Gebäude rekonstruieren, es ist immer eine Frage des Aufwandes, der Dokumentation, und der wissenschaftlichen sowie der gesellschaftlichen Bedeutung. Was das alles mit der Bauakademie zu tun haben soll - keine Ahnung.

    Und was soll der Hinweis auf Herrn Häckselfeld? Eine weitere Geschichtscollage aus seiner Feder braucht Berlin nun wirklich nicht. Erstens ist die Zeit der Hybride langsam vorbei und zweitens liegt diesen Collagen stets die anmassende Grundüberlegung zugrunde, dass wir am Ende der Geschichte angelangt seien. Denn schon bei Fertigstellung solcher Bauten ist im Regelfall in der Architektur- und auch in der Bau- und Zeitgeschichte eine weitere Schicht hinzugetreten - das entstandene Bauwerk somit überholt und eben nicht mehr "versöhnend".

  • Konstantin

    Ich meinte nicht ein Einzelgebäude sondern eine Idee für das Areal. Im Gegensatz zu Dir (und ich weiß nicht woher Du die Arroganz nimmst ihn so abzukanzeln, ich hatte an anderer Stelle hier mal über den fehlenden Respekt vor der kreativen Leistung eines Anderen gesprochen. Was ist doch gleich Deine kreative Leistung in diesem Zusammenhang?) halte ich Herrn Chipperfield sehrwohl für befähigt eine Versöhnende Klammer für das Areal zu entwerfen. Er hat es ja zur Genüge gezeigt, dass seine Gebäude zwischen Historie und Moderne hervorragend vermitteln, allein schon durch die Wahl seiner Baustoffe.

    10%WEISS
    Deine Kritik an der Moderne kannst du auf Berlin anwenden aber bestimmt nicht auf die Moderne schlechthin. Ausserhalb Berlins dreht sich die Welt weiter und mit ihr die Moderne Architektur.

  • Zugegebenermaßen fiel die historisierende Gründerzeitarchitektur in Berlin mit ganz neuen industriellen Möglichkeiten von Massenfertigung zusammen, ich bin mir dessen schon bewusst, auch die hübschen gußeisernen Teile die man massenhaft einsetzte rührten ja eigentlich daher, dass Gußeisen eben schnell und billig in der Herstellung war. Dennoch war das noch ein Übergangszustand aus handwerklichem Bauen und normierte Massenfertigung. Wir haben das inzwischen dermaßen mit deutscher Gründlichkeit perfektioniert, zeitgenössische Architektur in unseren Nachbarländern ist häufig noch deutlich "verspielter" und gestaltungswilliger, dass mir manchmal die DDR Plattenbauten rückblickend schon heimeliger vorkommen. Wenn ich mir die nicht weniger roh-simplifizierten rechteckigen Styroporwürfel so anschaue, entweder nach wenigen Jahren voller Algen oder der Anstrich voller Gifte, die schön sukzessive in's Grundwasser ausgewaschen werden. Da war der Waschbeton der DDR Platte ja noch nachhaltiger.

    Kurzum, ich bin nicht zwingend dafür, dass in Werkstätten aus Bauernmuseen jeder Türknauf einzeln per Hand gefertigt wird. Aber die Industrialisierung des Bauens scheint bei uns ein Selbstzweck geworden zu sein, sicherlich nicht zuletzt von Lobbys vorangetrieben, die gut an durchaus fragwürdigen immer strengeren Wärmedämmungsstandards usw. verdienen.

    Es ist also ein ästhetisches und politisches Problem, was ich hier sehe. Aber meine Mitbürger scheinen keinerlei Problembewusstsein dafür zu entwickeln, es wird alles hingenommen. Hier hätte man neu überplanbaren Raum. Könnte etwas wagen. Könnte die Bürger demokratisch einbinden und anstatt ihnen zu sagen "so sollt ihr leben!" sie einmal fragen "wie wollt ihr leben?". Ich will einfach nicht hinnehmen, dass einmal mehr Gestaltungschancen ungenutzt bleiben. Ich sagte es schon einmal, die halbe Welt kommt als Touristen nach Berlin und schon aufgrund der Museumsinsel würde sich ein innovatives neues Quartier dort zum Publikumsmagneten entwickeln und würde neue Ideen in die ganze Welt hinaus tragen. Die Leute reden bei den Urlaubserzählungen darüber, in jeder TV Reportage über Berlin im Ausland käme es vor, solche Multiplikatoren braucht man. Berlin rühmt sich immer ganz vieler toller Eigennamen und Superlative, als sei die Stadt nicht nur der Nabel der Welt sondern der Galaxis und das ganze restliche Universum "Provinz" usw. und was seh ich, wann immer Neubaugebiete und Neubauprojekte vorgestellt werden? Klein-Klein und Pusemuckel. SOOOOOOO ein Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Wenn das wirklich sonst niemand in Berlin frustriert halt ich ab jetzt meinen Mund!? :confused:

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ........... weitere Beispiele liessen sich problemlos finden, auch in der Moderne. So besteht die Rekonstruktion des Eingangstores des Jagdschlosses Glienicke von Taut aus mit Spritzputz überzogenem Styropor. Nix form follows function. Übrigens auch nicht bei anderen Ikonen der Moderne wie der Neuen Nationalgalerie.

    Hmm, die modernen Ergänzungen an diesem Jagdschloss sind doch die rechtwinkligen Einbauten aus Stahl und Glas. Die neue Nationalgalerie sieht ja auch so aus. Und dass Stahlprofile und rechtwinklige Glasscheiben industrielle Massenprodukte sind überrascht vermutlich niemanden. Den Zusammenhang zu "form follows function" verstehe ich auch nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Ich glaube die Moderne, die ja diese Dogmen wie form follows function aufgestellt hat, ist im besten Sinne Geschichte.


    In welchem Sinne? Das im Bau befindliche Empfangsgebäude am Bahnhof Gesundbrunnen sieht z.B. ähnlich aus wie die vor 45 Jahren eröffnete neue Nationalgalerie. Der Hauptbahnhof ist ja auch mit vorgesetzten grauen Stahlträgern und großen Glasscheiben dahinter gestaltet.
    http://www.freunde-der-nationalgalerie.de/uploads/pics/0e38d2ea14.jpg
    http://www.berliner-zeitung.de/image/view/201…ngenieure_2.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von Chandler (5. November 2013 um 19:56)