S21: Grundsatzdiskussion strikes back

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    Glueckwunsch nix zum thema beigetragen auch nicht was ob meines statements nach auf einfache gedankengaenge schliessen laesst. Wenn man nix zu sagen hat isses manchmal besser den mund zu halten wirft sonst kein gutes licht auf einen selbst. Ueberheblichkeit is nie gut.

    Umgekehrt, das trifft auf Deinen Beitrag zu. Ich habe nur schärfer reagiert.

    Man kann auch an 500m Tunnel 10 Jahre bauen. Wie paßt der Gotthard-Basistunnel in Deine grandios einfältige Tunnellängen-Bauzeit-Korrelationstheorie?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Gotthard-Basistunnel (GBT) in der Schweiz ist ein im Bau befindlicher Eisenbahntunnel. Nach seiner Fertigstellung wird er mit 57 km (Weströhre: 56 978 m, Oströhre: 57 091 m) der längste Eisenbahntunnel der Welt sein. Mit allen Quer- und Verbindungsstollen werden insgesamt 153,5 km Tunnelstrecke angelegt. Beide Röhren erhalten je ein durchgängiges Gleis.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard-Basistunnel

    Bauzeit Tunnel demnach ca. 11 Jahre, insgesamt bis Inbetriebnahme ca. 18 Jahre.

    Nein, Du sitzt da und versuchst jede in Verbindung mit S21 stehende oder auch nur irgendwie damit ins Verbindung bringbare Nachricht (wie hier) gegen S21 zu verwerten. S21-Kritik und -Mutmaßungen scheinen Dein Leben. Auf daß dies herrliche Projekt noch mindestens zehn weitere Jahre Dein Leben beherrsche.

    Also nochmal und Fazit: Wer zuviel gesagt hat, warst eindeutig Du. Aber macht nichts, ich antworte auch darauf gerne, wie Du spürst.

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    Die Frage ist doch berechtigt. Natürlich gibt es bei der Neubaustrecke und dem Tiefbahnhof mehrere Tunnel, aber alleine der Fildertunnel ist fast 9,5km lang.

    Auch stellt sich die Frage, dass wenn 4,3km Tunnel 500 Mio. kosten, dann wären es theoretisch hochgerechnet 6,9 Mrd. € nur für die Tunnel. Warum ist sind Tunnel bei S21 günstiger als anderswo (Obwohl es geologisch schwieriges Gebiet ist)?


    Weil stuttgart verglichen mit Rastatt ein geologisch triviales Gebiet ist. In Stuttgart muss man nur den Anhydrit trockenhalten, dafür ist der Boden leicht zu bearbeiten und sehr standfest. in Rastatt ist nur loses Material vorhanden, das rutscht ohne extremen Verbau / Vereisung / Zementinjektionen sang und klanglos einfach in einem flachen Trichter zusammen.

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    Ich habe so das Gefühl dass die Medienberichterstattung über das Projekt einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Stimmung hat. Wieviele positive Meldungen gab es denn so in den letzten 12 Monaten? Und wievielen negativen Meldungen stehen diese gegenüber?
    Und natürlich sorgt die fortschreitende Baustelle mit mehr Behinderungen ebenfalls für eine gewisse Ernüchterung.
    Des weiteren war zwischen der letzten und der aktuellen Umfrage auch noch die deutliche Erhöhung des Kostenrahmens. Hier hat sich die Bahn kommunikationstechnisch nicht gerade mit Ruhm bekleckert (erst ständig behaupten dass alles im Rahmen ist und dann kurzfristig doch nicht?).

    Wird auf jeden Fall spannend, wie sich die Stimmung weiter ändert. Ich hoffe nur dass die Projektpartner in den nächsten Monaten/Jahren zu einer etwas konstruktiveren Zusammenarbeit kommen als bisher. Vielleicht schafft es auch der Kuhn mal, die Klappe zu halten ;)

    Grüße


    Nun, ich denke, die Zustimmungsraten werden mit dem Baufortschritt steigen. Der grosse Schluck aus der Pulle beid en Kosten (Erhöhung des Kostenrahmens auf 6,8 Mrd in der Presse, obwohl ein Betrag unter 4,7 Mrd aktuell zu erwarten ist) fürht zu einem kurzfristigen Mediendonnerwetter, danach wird aber für die gesamte Bauzeit in diesem bereich Funkstille herrschen. Ebenso wird die Erwartung trügen, dass "die grossen Baumassnahmen" erst noch kommen - es kommt noch der Umbau der station staatsgalerie, ansonsen findet auf allen Flächen die der Bau beansprucht bereits Bauarbeiten statt. Was noch dazukommt läuft unterirdisch.

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    Weil stuttgart verglichen mit Rastatt ein geologisch triviales Gebiet ist. In Stuttgart muss man nur den Anhydrit trockenhalten

    Jahrelang wurden die Projektgegner in Richtung schwierigstes geologisches Terrain verblödet, Stuttgarter Anhydrit als Mutter aller Bergbaukatastrophen verteufelt. Und jetzt willst Du dies Religion gewordene Bedenken mit einem Beitrag wegwischen? :daumen:

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    Nun, ich denke, die Zustimmungsraten werden mit dem Baufortschritt steigen.

    Ja, das sehen sie in Untertürkheim gerade genau so. Mit 102dB Baulärm in der Bude läßt sich prima schlafen. Man muss der Bahn lassen daß sie erkannt hat den Spielraum der Gesetzlichen Regelungen gut auszunutzen. Schlieslich ist die Überschreitung des Richtwertes [40/45dB nachts] für Baustellen nur zeitlich auf 2 Monate limitiert ist, und nicht in der Höhe.
    [[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-buerger-protestieren-mitten-in-der-nacht-gegen-laerm.08cc29cb-cd86-4ea4-b2c4-5501ecdf3a35.html]]

    Wenn dann mal der direkte S-Bahn-Zugang wegfällt, dann freuen sich die Leute bestimmt auch darüber, genauso wenn dann der Baustellenverkehr anläuft, den die Bahn in der Bezirksbeiratsitzung noch nicht traute konkret zu benennen.

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    Ebenso wird die Erwartung trügen, dass "die grossen Baumassnahmen" erst noch kommen - es kommt noch der Umbau der station staatsgalerie, ansonsen findet auf allen Flächen die der Bau beansprucht bereits Bauarbeiten statt. Was noch dazukommt läuft unterirdisch.

    Aach .... dann wird auf dem Gebhard Müller-Platz schon die Baugrube ausgehoben?

  • ^^ ergänzend sei noch angemerkt das am Hbf (Vorverlegung der Bahnsteige)zur Zeit diejenigen Bauarbeiten anlaufen, welche den Großteil der Pendler am meisten betreffen wird von nun 2013 bis zur Inbetriebnahme.

    Auch wenn es mit Sicherheit schlimmeres gibt als ein paar hundert Meter weiter zu laufen bin ich froh das ich nicht mehr jeden Tag zweimal über den Hbf muss. Würde meine Pendlerzeit um 20min pro Tag erhöhen wegen der nun längeren Umsteigezeit am Hbf. und somit anderen Anschlüssen.

    So blumig wie hfrik sehe ich die nächsten zehn +X Jahre leider nicht.

  • Klingelton

    Gibt es die Rammstöße schon irgendwo als Klingelton herunterzuladen? Das wird nach den Kettensägengeräuschen unter den Befürwortern bestimmt der Hit werden.

  • Nun ich komme täglich über den Hauptbahnhof - und sehe dass es dort keine dramatischen Veränderungen gibt, es sei denn man will sie eben dramatisieren.
    Da jemand so nett war, die Gleisbereiche bis auf Bahnsteigniveau zu füllen, werden nun diagonale Wege möglich, die von den höheren Gleisummern einen erheblichen Teild er Mehrlängen wieder aufhheben. Und auch der S-Bahn-Abgang wird nicht als allerestes geschlossen werden, sondern dann wenn dort tatsächlich gebaut wird.
    Aber man merkt, dass hier viele völlig veränderungs- ungewohnt sind.

  • Der, der für die Volksgesundheit mittels Radlstrampeln eintritt, wird kaum gegen einen lachhaften 200m Fußmarsch sein. Ich fühle mich jedenfalls fitter als früher ;)

  • ich nicht weil ich jetzt 10min früher aufstehen muss wenn ich in S bin und meinen Zug noch bekommen will, ums Laufen geht's mir nicht :lach:

    Der Beitrag von S21 zur Volksgesundheit ist ja ein ganz neuer Aspekt, getreu dem Motto "Es stimmt, das einige während der Bauzeit längere Wege am Hbf haben. Es stimmt aber auch, das die jetzt alle fitter werden". Hier schlägt halt doch das neue Herz Europas!

  • Zur Diskussion hier ein Artikel aus der Kontext mit einer Untersuchung der Verhältnisse jetzt und in Zukunft während des Baus durch die "Eisenbahn Revue International"

    - strukturelle Schwachstellen im Netz identifiziert
    - "mit dem Bau von S21 droht das Chaos"
    - Pendlerwege bzw. Umsteigewege verlängern sich von heute max. 600m auf max. 800m
    - laut Bahn verlängert sich die fahrplanmässige Übergangszeit von 9 auf 13min, ohne Fahrplanumstellung wird dies Anschlüsse kosten
    - Ab 2014 (bei Aushebung des Troges) fällt der S-Bahn Zugang von der Fernbahnsteighalle weg --> alle Fahrgäste müssen über den rolltreppenlosen Mittelausgang und dann über Treppe 5 (bereits heute Qualitätsstufe E) oder Treppe 6 (heute Qualitätsstufe C) zur S-Bahn.

    Quelle: http://www.kontextwochenzeitung.de

  • Mensch Ohlsen, richtige Experten können doch gar nicht am Tiefbahnhof rumkritisieren weil doch alles voll dufte ist! Frag doch mal den Herrn Dietrich! Alles subber! Und der kennt sich aus, ganz bestimmt! "Eisenbahn Revue" da kann man ja gleich die Bäckerblume lesen!

    Und da es um die Zukunft der Stadt, ach was sag ich, des ganzen Universums geht kann man doch mal ein Jahrzehnt lang ein paar Behinderungen in Kauf nehmen. Und weil durch die längeren Wege dann alle ganz fit und schlank sind, ist das mit den Bahnsteigen auch kein Problem mehr. Genial! Das ist Cukunft!

    Lieber über die wirklich schlimmen Dinge aufregen, z.B. terroristische Radwegmaßnahmen aus dem Amtsstubenhinterhalt oder wenn gar ein Parkplatz wegfällt (btw.: ist parkplatzschuetzer.de schon reserviert? Könnte bald wichtig werden, wenn die ersten Protestcamps in der Rathausparkhaus aufgeschlagen werden)

    Prosit zusammen, dieser Post kann Spuren von Ironie enthalten.

  • Um ehrlich zu sein, weiss ich nach ein paar Minuten Recherche inzwischen nicht mehr, was ich von Eisenbahn Revue International noch halten soll. Das fängt schon beim Namen an, der zwar auf Internationale Themen hindeutet, obwohl die Zeitschrift laut Wikipedia den Fokus aber auf Europa legt und laut Eigenangabe der Fokus mit Deutschland sogar noch enger ist. "International" hätte man also ruhig aus dem Namen streichen können.

    Interessant ist, dass die Zeitschrift sich laut Wikipedia "kritisch-engagiert" mit Eisenbahnthemen auseinandersetzt, aber die Wörtchen "sachlich", "wissenschaftlich" oder "fundiert" nicht vorkommen. Nun ja, immerhin wirbt der Minirex-Verlag auf seiner Seite damit, dass die Artikel fachlich-fundiert seien - und die Zeitschrift eine hochwertige Illustration besitzt und dazu noch hochwertige Fotos genutzt werden. Na dann...

    Ach ja, auf der Website weisen sie auf Folgendes hin: "Die Redaktion ist von Bahnen und Industrie unabhängig. Im Gegensatz zu vergleichbaren Fachzeitschriften wacht kein „Beirat“ darüber, was publiziert wird und was nicht." Diese Sätze sind für mich ein sofortiges K.O. Eine halbwegs seriöse Zeitschrift muss so einen Blödsinn nicht schreiben.