X Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Da ja nicht alle Gebaeude abgerissen werden sollen sondern nur 4 von 7, kommt ein Schwenken nicht in Frage. Uebriges handelt es sich bei Haesern um die beiden ganz links und das mit dem geschwungenen Dach, also den optisch reizvollsten.
    Ich finde es aber nicht umbedingt problematisch, wenn die Haeuser hinter den alten Fassaden neu gebaut werden. Es handelt sich nicht um historisch wertvolle Gebauede, sondern nur um ein relativ schoenes Essamble, dass in seinem aesseren Erscheinungsbild ja erhalten bliebe.

  • Ich habe mal die Renderings und Modellfotos des Siegers verkleinert und hier eingestellt. Voila:

    Bildquelle jeweils: Pressemitteilung Kock Architekten Generalplaner GmbH und FFH (rote Hervorhebung von mir, damit man besser erkennt um welche Gebauede es geht)

    Aus der Mitteiung:

    Im Rahmen des verfügbaren Budgets sollen zunächst zwei Baukörper an der Bundesstraße und an der Ecke Sedanstraße und Bundesstraße realisiert werden. Der im städtebaulichen Gesamtkonzept vorgesehene dritte Baukörper nördlich an der Sedanstraße soll in einem nächsten Bauschritt errichtet werden. Auf rund 17.800 qm steht jetzt an der Kreuzung von Sedanstraße und Bundesstraße die Realisierung zentraler Nutzungen an: die Bibliothek, die Mensa und neue zentrale Lehrflächen werden für diesen Hochschulstandort wichtige Impulse setzen und schon frühzeitig einen lebendigen Mittelpunkt schaffen.

    Edit: Da es ja an der Uni an absehbarer Zeit losgeht, zwei unverbindliche Anregungen: Vielleicht koennte ja jemand aus Hamburg der sich an einem sonnigen Sonntagnachmittag langweilt dieses Jahr noch einmal mit der Kamera eine ausgiebige Ist-Zustand Dokumentation machen, bevor irgendwann die Abrissbagger rollen. Ausserdem koennte man sicherlich ein paar Beitraege aus diesem Thread (mit Beginn Vorstellung Mantelbebauung Geomatikum - also sowas hier und aehnliche) abspalten und einen eigenen Uni-Campus Neubau-Thread aufmachen(?) Vom Volumen her waere das sicherlich inzwischen angemessen.

    Einmal editiert, zuletzt von Midas (16. Oktober 2012 um 16:04)

  • Motel One, Messe

    Das alte Messehochhaus ist weg, nun beginnt die Gründung.



    Momentan werden gerade neue Versorgungsleitungen verlegt oder die alten Versorgungsleitungen entfernt:confused:

  • Nun kann man auch erahnen, was anstelle des Messeturms entsteht:

    Die B&L Gruppe realisiert nach dem Entwurf von ingenhoven architects (die auch die neue Messe entworfen haben) einen Neubau eines Intercity Hotels:

    Bild und Daten


    Enttäuscht mich leider eher... Hätte mir lieber einen schlanken Turm statt zwei "Hochhausscheiben" gewünscht... Und die Architektur wird zwar wohl bei ingenhoven ganz gelungen sein - als InterCity schaut es aber doch eher nach saniertem 70er Jahre Klotz aus... Schade, an so prominenter Stelle...:nono:

  • Bezugnehmend auf diesen Beitrag und folgende.

    Der Investor der Neubauten in Eppendorf wird ggf das Projekt einstellen. Er aergert sich ueber Anwohnerinitiativen, die 'ihm das Wort im Mund herumdrehen'. Egal was man von den Neubauten haelt: Die Aussagen der Anti-Initiative sind in der Tat intellektuell 'unterste Schublade'. Man spricht dort reflexhaft von 'Glaspalesten', was leider ziemlich plume Stimmungsmache ist. Bericht hier.

    Die Initiative ist ausserdem sehr unfair, das sie In Eppendorf irrefuehred ein historisches Foto von achtzehnhundert-sowieso neben dem Rendering der geplanten Neubauten zeigt und nicht - was fair waere - ein Bild des tatsaechlichen Baubesatandes neben dem geplanten Bestand. Das ist schlicht irrefuehrend und unfair. Offenbar gelten fuer Gegner von Projekten nicht die selben Spielregeln wie fuer Befuerworter...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Nun kann man auch erahnen, was anstelle des Messeturms entsteht:

    Die B&L Gruppe realisiert nach dem Entwurf von ingenhoven architects (die auch die neue Messe entworfen haben) einen Neubau eines Intercity Hotels:

    Bild und Daten


    Enttäuscht mich leider eher... Hätte mir lieber einen schlanken Turm statt zwei "Hochhausscheiben" gewünscht... Und die Architektur wird zwar wohl bei ingenhoven ganz gelungen sein - als InterCity schaut es aber doch eher nach saniertem 70er Jahre Klotz aus... Schade, an so prominenter Stelle...:nono:

    Ich ahne, was der Architekt sich dabei gedacht hat: Das soll eine Synthese aus Grindelhochhäusern und Plaza-Hotel am Dammtor werden. Die sind ja beide von dem Standort in fußläufiger Entfernung, so ca. 15minütiger Spaziergang schätze ich.
    Der erste Blick weckte in mir die Assoziation "Grindelhochhäuser". Das Verhältnis LxBxH sieht sehr ähnlich aus. Dann der zweite Blick: Das ist ja in Scheiben unterteilt, wie beim Plaza-Hotel...

  • Die Telekom soll am Turm endlich sanieren, was zu sanieren ist und anschließend die Aussichtsplattform wieder eröffnen sowie das Restaurant verpachten. Wenn sie kurzfristig draufzahlen, dann ist das so und sie werden es verschmerzen.

  • ^^
    Midas, was ist das dritte Horrorprojekt, neben der Seilbahn und dem jetzt gestorbenen Hotelprojekt?

    Ich freue mich auf jeden Fall, das der "Telemichel" so erhalten bleibt wie er ist.
    Er ist in seinem Erscheinungsbild so einzigartig wie sonst nur noch sein Berliner Pedant!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Telekom soll am Turm endlich sanieren, was zu sanieren ist und anschließend die Aussichtsplattform wieder eröffnen sowie das Restaurant verpachten. Wenn sie kurzfristig draufzahlen, dann ist das so und sie werden es verschmerzen.

    Wir hier schon mehrfach diskutiert wurde ist eben genau das nicht moeglich. Der Turm hat nur ein Treppenhaus und das laesst sich aufgrund seiner Form auch nicht ohne weiteres aendern. Nach aktuellen Brandschutzrichtlinien ist eine oeffentliche Nutzung in 130m Hoehe ohne zweites Fluchttreppenhaus nicht mehr zulaessig. Waere die Restauration seit Bau des Turmes durchgehend geoeffnet geblieben, dann wuerde es gehen weil die alte Bau- und Betriebserlaubnis weiterhin 'Bestandsschutz' geniessen wuerde. Die Genehmigung ist jedoch nach Jahren der Schliessung erloschen und es muesste eine neue Betriebserlaubnis her - die kann jedoch nur nach altuellen Kriterien vergeben werde, nicht nach denen von 1968. Somit ist die von Dir verlangte Nutzung unmoeglich.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Midas, was ist das dritte Horrorprojekt, neben der Seilbahn und dem jetzt gestorbenen Hotelprojekt?

    Die Busbeschleunigung - kostet einen dreistelligen Millionenbetrag und wird absehbar groesstenteils in ihrer Wikung verpuffen. Ausserdem zementiert sie auf Jahrzehnte die falsche und m.E. nicht zukunftsfaehige OePNV-Fixierung auf den Bus - und toetet damit sinnvolle Projekte schon im Keim. Sie wirft den OePNV in Hamburg von der Logik und Ausrichtung in die 70er Jahre zurueck.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wir hier schon mehrfach diskutiert wurde ist eben genau das nicht moeglich. Der Turm hat nur ein Treppenhaus und das laesst sich aufgrund seiner Form auch nicht ohne weiteres aendern. Nach aktuellen Brandschutzrichtlinien ist eine oeffentliche Nutzung in 130m Hoehe ohne zweites Fluchttreppenhaus nicht mehr zulaessig. Waere die Restauration seit Bau des Turmes durchgehend geoeffnet geblieben, dann wuerde es gehen weil die alte Bau- und Betriebserlaubnis weiterhin 'Bestandsschutz' geniessen wuerde. Die Genehmigung ist jedoch nach Jahren der Schliessung erloschen und es muesste eine neue Betriebserlaubnis her - die kann jedoch nur nach altuellen Kriterien vergeben werde, nicht nach denen von 1968. Somit ist die von Dir verlangte Nutzung unmoeglich.

    Meine Information ist die, dass eine brandschutzkonforme Sanierung des Fernsehturms rund zehn Millionen Euro kosten würde. Jedenfalls finde ich das so in der Presse. Und dann geistern da noch die 30 Jahre durch die Gazetten, die der Turm aufgrund seiner Konstruktion sowieso nur noch habe.

    Wie auch immer – sehr schade, wie mit dem Bau im letzten Jahrzehnt umgegangen wurde.

  • ^^ in gewissen Hinsicht hast Du recht. Ich muss mich also in sofern praezisieren, dass es nicht technisch 'unmoeglich' ist, sondern durch die neuen Sicherheitsauflagen so exorbitant teuer (Bau eines Fluchttreppenhauses ueber 130m Hoehendifferenz) dass es 'de-facto unmoeglich' ist - also unter realistischen Finanzierungsannahmen.

    Es gab angeblich mal einen Sponsor der das ganze bezahlen wollte wenn er dafuer den Turm nachts rosa anstrahlen darf und seinen Namen drauf projezieren darf. Ich glaube allerdings, dass das nie ein erst gemeinter Vorschlag war sondern ein cleverer Schachzug um allein mit der Idee und der daraus resultierenden Sommerlochs-Berichtserstattung Gratis-Werbung fuer den Sponsor zu erziehlen (was nebenbei auch prima geklappt hat).

  • Das muntere Abreißen von Altbauten an der Alster geht weiter.
    Diesmal betrifft es zwei Häuser an der Buchtstraße in Hohenfelde. Wie immer sehr tröstlich: die Fassaden bleiben erhalten...der Rest Luxusappartements und zwei Penthäuser oben drauf....schön.

    http://mobil.abendblatt.de/hamburg/hambur…Hohenfelde.html

    Edit: Besonders unverständlich ist der Einsatz von unserem Oberbaudirektor Walter: "Ursprünglich sollten an der Buchtstraße trotz einer Erweiterung alle Villen erhalten bleiben. Der vorherige Eigentümer hatte vor, sie zu renovieren und aufzustocken. Zwei volle Geschosse sowie ein zurückspringendes Staffelgeschoss waren geplant. Der Bezirk Nord hatte die Genehmigung bereits erteilt, als Oberbaudirektor Jörn Walter sich einschaltete und das Projekt verhinderte. Nachdem die norwegische Investorengruppe das Ensemble vor etwa einem Jahr erworben hatte, handelte er als "Kompromiss" eine niedrigere Aufstockung aus - dafür müssen sie nur zwei Fassaden erhalten und dürfen mehr Fläche bebauen."

    Also die Höhe ist nun wichtiger als der eigentliche Bestand???

  • Man muss ggf auch mal anmerken, dass das Abenblatt und andere Zeitungen derzeit staendig eine 'Stimmungskampagne' fahren und ueber jeden Abriss 'jammern'. Hamburg ist eine Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern und hunderttausenden Gebaueden. Natuerlich werden da im Schnitt jeden Tag mehrere Gebaeude abgerissen. Ich halte das fuer einen natuerllichen Prozess.

    Die Abendblatt Berichterstattung ist teilweise etwas 'schlicht'. Das HA moniert einerseits, dass die Neubauten 'deutlich' hoeher sind als der Bestand - scheint aber gleichzeitig in keiner Weise zu honorieren, dass der Oberbaudirektor Walter eine 'Korrektur' vorgenommen hat um die Neubeuten niedriger zu halten, als das was der Bezirk schon genehmigt hat.

    Ausserdem stoert mich die staendige Vermischung von architektonischer und politisch-sozialen Argumenten:

    Wenn jemand sagt:

    "...städtebaulich bedeutsames Häuserensemble für Luxus-Neubauten geopfert werde."

    ...dann ist das so eine Vermischung: Ich nehme an in den 'charmanten Altbauvillen mit Alsterblick' waren bislang auch keine Sozialwohungen der Saga-GWG?! Ausserdem wird seit einigen Jahren wenn es nach der Presse geht quasi jeder(!) Baubestand ueber Nacht zum "städtebaulich bedeutsamen Ensemble".

    Ein Blick auf's Luftbild zeigt auch, dass der aktuelle Zustand der Villen bis auf die Fassaden zu wuenschen uebrig laesst. Stadt richtiger Daecher gibt es aktuell Dachlandschaften aus Teerpapper und Penhaus-Aufbauten im Baumartk-Stil.

    Wo waren eigentlich die selbsternannten Denkmalschuetzer als diese Plastik-Wintergarten-Scheusslichkeit in dieser From gestaltet wurde (Wesentich unmasssteablicher und haesslicher als die jetzt geplanten hochwertigen Neubauten). Da haette man sie gebraucht!

    Nebenbei: die Gegend hat m.E. rund 100m weiter ganz andere architektonische Problemzonen. Hier wuerde ich viel lieber mal Buerger-Engagement fuer eine Verbesserung sehen...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Eine gute Nachricht aus Ottenen: Der oede Parkplatz am Zeise (Ecke Barnerstrasse und Friedensallee) soll endlich babaut werden. Damit wird eine der haesslichsten Bauluecken in Altona endlich geschlossen. Geplant auf dem etwa 2,600 Quadratmeter großen Parkplatz ein Gebaeude mit bis zu 80 Mietwohnungen auf einer Bruttogeschossfläche von rund 10.000 Quadratmetern.

    Bericht im Abendblatt

    Bing-Birdseye-View

    Vielleicht werden ja auch in Zukunft noch solche Bretterbuden wie der Aldi in Ottensen noch mal durch vernuenftige Bauten ersetzt!

    Noch eine gute Nachricht aus Ottensen!

    Midas, ich denke dein Wunsch geht in Erfüllung, denn die "Bretterbuden" beim Aldi werden wohl bald abgerissen werden. Zumindest steht neuerdings ein Bauzaun vor dem Gebäude mit einem Banner einer Abrissfirma...

  • Danke fuer die Info in wilkommen im DAF. Wenn Du in der Gegend zufaellig mal vorbeikommen solltest, dann kannst du ja vielleicht mal ein Foto machen. Wuerde mich interessieren was da passiert.

  • Toller Fund Waxo

    Bin über die Tatsache, dass dort überhauot etwas am Barmbeker Bahnhof erfreut. Leider betrifft dieser Neubau ja noch nicht den Hertie-Bau :(

    Die Nutzung war ja quasi erzwungen - bzw. ist eher durch Erpressung zustande gekommen. Und ich finde einen 15-Geschosser an dieser Stelle zwar persönlich glaube ich noch nicht sonderlich gelungen.

    Die Architektur ist aber recht gefällig. Und wenn die versprochenen Einzelhandels- und Gastronomie-Flächen in der Passage kommen, kann das für Barmbek eigentlich nur ein Gewinn sein.

    Potentiell hat dieser Hochbau aber durchaus Stadtteilprägend zu werden. Eigentlich genau der richtige Entwurf mitten im "Zentrum" von Barmbek.
    Allerdings fehlt mir hierfür doch einfach die städtebauliche Vision in dem Quartier. Vielleicht zieht man hier ja bald mal nach.


    ---

    P.S. Ohne einen Abriss oder Grundsnierung des alten Hertie-Klotzes wird die Ecke aber nicht besser... Hoffentlich ist der Neubau die Initialzündung zu den laaaaaaaaange seitens des Bezirksamtes angekündigten baulichen Veränderungen.

    Mein Wunsch wäre hier eine spannende Mischung aus Einzelhandel und sozialen Einrichtungen. Quasi eine Rindermarkthalle in klein.

    Unten Marktfläche, Drogerie und großer Supermarkt. Dazu eine KiTa und ergänzende Räumlichkeiten für soziale Nutzungen.
    Das würde hier irklich ein tolles Zentrum schaffen.