Hamburger Hafen [Ausbauprojekte und Planungen]

  • Nett - und es kann bestimmt nicht schaden. Ich wuerde aber den Stellenwert solcher 'Partnerschaften' nicht ueberbewerten. In den meisten Faellen sind es nicht viel mehr als nette Betriebsausfluege fuer Funktionaere, bei denen sowas dann unterschrieben wird.

    Bislang (Stand 4. Dezember) war es der Busan Port Authority die neue Partnerschaft noch nicht mal eine Pressemeldung wert: Siehe hier. Und das obwohl man dort sogar ueber allerlei eher Belangloses Pressemeldungen herausgibt.

  • In Pusan möcht ich jedenfalls nicht über dem Zaun hängen. :nono:

    Aber die Partnerschaft bestätigt die Liga, in der Hamburg spielt: die der wichtigen Zweitstädte, die sich durch Handel und Wirtschaft auszeichnen, nicht aber durch Regierungssitz oder Finanzwesen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    In Pusan möcht ich jedenfalls nicht über dem Zaun hängen.

    Das ist jetzt aber etwas unfair... Mit ueber 3 Mio Einwohnern ist Busan ungefaehr so gross wie Berlin und man kann dort sowohl Tags als auch Nachts ohne weiteres eine Weile ganz gut ueber'n Zaun haengen :D

    Ausserdem ist Busan was die (Container-) Haefen angeht auf Platz 5 in der Welt. Hamburg ist inzwischen nur noch auf Platz 16.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das ist jetzt aber etwas unfair... Mit ueber 3 Mio Einwohnern ist Busan ungefaehr so gross wie Berlin und man kann dort sowohl Tags als auch Nachts ohne weiteres eine Weile ganz gut ueber'n Zaun haengen :D

    Ausserdem ist Busan was die (Container-) Haefen angeht auf Platz 5 in der Welt. Hamburg ist inzwischen nur noch auf Platz 16.

    Nun, Pusans Agglomeration hat 4,5 Millionen Einwohner, was in etwa der Hamburger Metropolregion entspricht. Außerdem ist Pusans Hafen recht konkurrenzlos (die dichtesten, größeren Häfen müßten Tianjin und Nagoja sein, die aber für europ. Verhältnisse sehr weit entfernt sind). Deshalb denk ich schon, daß Hamburg und Pusan in etwa in einer Liga spielen. 2009 war der Hafen Hamburg wieder auf Platz 15 (vor Los Angeles) und hat dieses Jahr gut zugelegt. Bin mal gespannt, ob dieses Jahr Antwerpen und Port Kelang überholt werden konnten. An Qingdao und Ningbo wird man wohl nie wieder vorbeikommen.

    Ich war erst zweimal in Pusan, aber war beide male sehr froh, als wir wieder ablegten. Selten so eine triste Stadt gesehen. Da hat Hamburg deutlich die Nase vorn. :D

  • ^^
    Mal sehen - vielleicht Kann HH gegen Port Kelang einen Platz gutmachen. Antwerpen ist wohl kurzfrsitig uneinholbar (dank MSC und der Scheldevertiefung)

    Hier die Zahlen zum Vergleich:

    Hamburg - 2010 Q1 - Q3 = ca, 5,900,000 teu
    Antwerpen - 2010 Q1 - Q3 = ca, 6,340,000 teu
    Port Kelang - 2010 Q1 - Q3 liegt mir leider noch nicht vor.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Außerdem ist Pusans Hafen recht konkurrenzlos (die dichtesten, größeren Häfen müßten Tianjin und Nagoja sein, die aber für europ. Verhältnisse sehr weit entfernt sind)

    Busan leidet massiv unter Konkurrenz (daher standen auch einge Terminals lange leer oder wurden vorzeitig vom Paechter an den Eigner zurueckgegeben ...): Fuer Koreansiche Im- und Exporte in Form des riesigen eigenen Satellitenhafens Busan New Port und des Koreanischen Nachbarhafens Gwangyang. Fuer Transhipment unter dem Wettbewerb der Haefen 'um die Ecke': Dalian und Qingdao (das ziemlich weit noerdlich gelegene Tianjin steht eher nicht in direkter Konkurrenz zu Busan).

    Sorry, der Exkurs nach Korea war jetzt etwas off-topic...

    PS: Aber Du hast recht - Ich wuerde auch lieber in Hamburg am leben als in Busan... ;)

  • Das Abendblatt schreibt heute unter der Ueberschrift Beziehungen zwischen Hamburg und Niedersachsen in Gefahr:

    (Hamburgs) Wirtschaftssenator Ian Karan ist veraergert, weil Niedersachsen die Entscheidung (zur Fahrinnenanpassung) bis nach der Kommunalwahl verschieben könnte.

    Durch den bevorstehenden Kommunalwahlkampf in Niedersachsen wird die umstrittene Elbvertiefung offenbar weiter verzögert. Mit einem Einvernehmen des Landes (...) könne erst nach der Wahl im September 2011 gerechnet werden, heißt es sinngemäß in einem Gesprächsprotokoll aus der Hamburger Wirtschaftsbehörde...

    Wen wundert's - so benimmt sich Niedersachsen seit Jahr(zehnt)en: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nach der Kommunalwahl ist zu kurz vor der Bundestagswahl. Nach der Bundestagswahl ist zu kurz vor der Landtagswahl. Nach der Landtagswahl ist zu kurz vor der Kommunalwahl - und so weiter und so fort...

    Ich glaube es handelt sich (mal wieder) eher um eine politische Retourkutsche weil HH wohl bald anders regiert wird als Niedersachsten und nicht mehr von den Parteilfreunden (nicht das das bislang viel geholfen haette...). Ein Machtwort des Bundes ist laengst ueberfaellig. Niedersachsens politisches Taktieren schadet dem Standort Deutschland ganz massiv.

  • Was hat Niedersachsen (als Land) eigentlich damit zu tun - die Elbe ist doch Bundeswasserstraße? Sicher, die Anrainer-Kommunen sind vom Verfahren betroffen, aber wieso mischen sich da die Länder ein?

  • Richtig - Die Elbe ist Bundeswasserstrasse und Hamburg hat ein Recht (!) diese so auszubauen, dass die jeweils 'typischen' Schiffe im Linienverkehr Hamburg problemlos erreichen koennen. Selbstverstaendlich unter Beruecksichtigung von solchen Dingen wie Umweltvertraeglichkeit und Deichsicherheit. Letzere sind jedoch generell Belange jeder(!) Planfeststellung. Niedersachsen wird als Anlieger lediglich 'gehoert' und kann Eingaben machen und Bedenken auesseren.

    Soweit die Theorie. In der Deutschen Kleinstaaten-Realitaet ist natuerlich jedes groessere Projekt politisch und es gibt Mittel und Wege alles zu verzoegern und zu blockieren was einem nicht gefeallt. Wundersamerweise hat Niedersachsen nur bei der Elbe (die fuer den Konkurrenten Hamburg wichtig ist aber nicht fuer Niedersachsen selbst) angebliche Bedenken in Sachen Sicherheit und Umweltschutz.

    >Die Ems wird waehrendessen fuer die Niedersaechsische Meyerwerft bedenkenlos ausgebaut und es wurde sogar allein fuer diese Werft in Gandersum ein Sperrwerk gebaut.

    >Der Jade Weser Port in Wilhelmshaven wird nicht etwa auf einer der reichlich vorhandenen Konversionsflaechen (der geschlossenen Raffinerien) gebaut, sondern es werden dafuer millionen (!) Quadratmeter Watt- bzw. Wasserflaeche zugeschuttet

    >Entlang der Weser werden massiv die Haefen von Brake und Nordenham in die ehemals landwirtschaftliche Flaeche hinein expandiert.

    >In Cuxhaven entsteht ein riesiger neuer Offshore-Hafen - nicht etwas auf umgenutztem alten Hafengelaende, sondern auf den Wiesen daneben.

    >In Emden werden und wurden bedenkenlos abermillionen Quadratmeter Wiesen asphaltiert um dort den PKW-Umschlag von Volkswagen abzuwickeln (das koennte man genausogut auf bestehenden Bremerhavener Flaechen, aber anders als Niedersachsen ist das Land Bremen nicht Grossaktionaer bei Volkswagen.).

    >In Stade plant Niedersachsen massive Kaianlagen auf bisher naturnahen Uferflaechen suedlich von Stade-Buetzfleet.

    All das und vieles mehr ist natuerllich (achtung! Sarkasmus!) voellig unproblematisch. Aber wenn Hamburg die Elbe um einen Meter vertiefen will, dann macht Niedersachsen sich ploetzlich sorgen ob Fische die in 14m tiefem Wasser gluecklich sind nicht auf einmal in 15m tiefem Wasser ungluecklich sein werden :nono:

    Die Hamburger Industrie fordert inzwischen von den Hamburger Parteien eine Allianz fuer die Elbvertiefung.

    Anderes Thema: Hier gibt es noch ein Update zum Bau des Kraftwerkes Moorburg.

  • Da ich nicht extra einen neuen Thread eröffnen wollte und es in gewisser weise mit dem Hafen zutun hat poste ich dies mal hier herein.

    Mir ist heute morgen aufgefallen das man im Bereich Walters hof noch zwei von diesen Monster-Windkraftanlagen gebaut hat! Grob geschätzt sehen diese - genau wie die beiden in Altenwerder - auch ca 200 Meter hoch aus.


  • Bild: eigenes Foto

    Die Passagier-Gangway am neuen Altonaer Kreuzfahrtterminal wird grade installiert.


    Bild: eigenes Foto

    Der Hadag-Anleger 'Elbphilharmonie' ist praktisch fertig. Aufgrund des strengen Winters werden die Hafenfaehren wohl aber erst im Fruehjahr anfangen dort anzulegen.

  • ^^ Danke für die Fotos!
    Das dort ein neuer Anleger für die Hadag-Fähren hinkommt, war mir unbekannt. Wird Sandtorhöft dann wegfallen, wenn die diesen aufmachen? Und weiß man schon, wie die Erschließung der Fähren für die weitere HafenCIty aussieht?

  • ^^ Grodon, das Folgende weiss ich auch nur vom Hoerensagen, also keine Garantie:

    Eigentlich sollte der Anleger wohl schon mit dem Fahrplanwechsel (12. 12. 2010) in diesem Winter in Betrieb gehen, aber offenbar kam es wegen des kalten Wetters oder auch aus anderen Gruenden zu Verzoegerungen. Wahrscheinlich wird der Anleger ab Fruehjahr 2011 angelaufen werden. Angeblich plant die Hadag dann die Linie 62 wieder - wie frueher - von Finkenwerder kommend an den Landungsbruecken enden zu lassen. Ab Fruehjahr soll dann eine neue Linie 72 eingerichtet werden die von den Landungsbruecken aus zum neuen Anleger Elbphilharmonie faehrt und dann weiter zum Anleger Arningstrasse. Seit es die Linie 71 nicht mehr gibt wird letzterer mehr schlecht als recht von der 73 mitbedient. Hier kann man sehen, dass er im Linienverlauf der 73 unguenstig liegt. Es kann gut sein, dass der HVV bzw die Stadt als Leistungsbesteller das Fahrplan/Linienkonzept erst noch abnicken muessen...

    Mittelfristig soll dann wohl die neue Linie 72 Stueck fuer Stueck weiter nach Osten verlaengert werden. Als naechtses soll (letzter Stand den ich habe war 2012, aber es kann genausogut erst 2013 werden) ein weiterer Anleger an der Ostseite der Muendung des Mageburger Hafens gebaut werden. Hier (pdf, 3.3 MB) kann man den Aleger neben der Hafencity-Universitaet schon sehen. Irgendwann ein paar Jahre spaeter wird die Linie 72 dann wohl ueber eine noch zu bauende Station auf der Landzunge zwischen Baakenhafen und Elbe bis zum Norderelbbruecken-Zentrum (Chicago-Square) fahren. Dabei muss die Linie aussen auf der Norderelbe gefuehrt werden, da die neue Bruecke ueber den Baakenhafen (fertig 2013 - siehe hier) mit +7,50m ueNN zu eine zu geringe Durchfahrtshoehe fuer eine typische Hadag-Faehre haben wird.

    Der Anleger Standtorhoeft wird wohl bleiben. Ob er allerdings im regelmaessigen Betrieb von der Linie 72 dann noch angelaufen wird weiss ich nicht. Er liegt eigentlich zu nahe am neuen Anleger um einen Anlauf zu rechtfertigen. Vielleicht wird der Anleger in Zukunft nur noch von Rundfahrten oder Ausflugsschiffen genutzt(?), aber nicht mehr von Linienfaehren.

    3 Mal editiert, zuletzt von Midas (22. Dezember 2010 um 19:45) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Offenbar ist vor einiger Zeit der neue Grossschiffs-Liegeplatz am HHLA Terminal CTT in Betrieb gegangen.

    Man kann es auf dem Bild gut erkennen: Die Satelliten-Aufnahme zeigt noch den Zustand ohne den suedlichen Liegeplatz. Die COSCO OCEANIA liegt auf dem bisher einzigen grossen Platz des CTT die vergleichbar grosse COSCO EUROPE auf dem neuen Platz im Sueden.


    Bild: digital-seas.com

  • Elbvertiefung - Ramsauer ueberzeugt: Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr. So steht es jedenfalls im Abendblatt

    Zitate:

    Die Bundesregierung setzt sich weiter für eine schnellstmögliche Elbvertiefung ein. Das hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Montag bei einem Gespräch mit Hamburgs Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) und Wirtschaftssenator Ian Karan (parteilos) deutlich gemacht

    Ich (Raumsauer) rechne damit, dass das Planfeststellungsverfahren zeitig abgeschlossen wird und zum Ende dieses Jahres mit den Ausbauarbeiten für die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe begonnen werden kann, sofern das erforderliche Baurecht vorliegt

    Zitate Ende

  • HPA will mit IT-Technik Staus und Wartezeiten verhindern.
    http://www.verkehrsrundschau.de/hafen-hamburg-…ern-999711.html
    Außerdem steht etwas über den Rückbau der Ecke vom CTT, und das dadurch zwei neue Feeder-Liegeplätze entstehen!?


    Außerdem hat Shell nach zwei Jahren immernoch keinen Käufer für seine Raffinerie in HH-Harburg gefunden. Deshalb steigt Shell jetzt mit der Kraftstoffproduktion an diesem Standort aus und wird stattdessen Mineralölprodukte umschlagen.
    http://www.kn-online.de/schleswig_hols…ie-Kaeufer.html

    Eine Frage dazu: Ist mit der Raffinerie HH-Harburg die bei den Harburger Seehäfen gemeint oder die nördlich der Süderelbe (Hohe Schaar)?

  • Pressemeldung der HPA:

    Hamburg vernetzt seinen Hafen: Freie Fahrt auf Straße, Schiene und dem Wasser. HPA stellt Arbeitsschwerpunkte 2011 vor: IT und Umwelt im Fokus, sowie Ausbau der Einfahrt zum Vorhafen (weiterlesen...)

    Zum Umbau Tollerort (siehe weiter oben):

    Ausbau der Einfahrt zum Vorhafen: Die HPA beabsichtigt den Einfahrtsbereich von der Norderelbe in den Vorhafen gegenüber des Altonaer Balkons auszubauen. Ziel ist, die Aus- und Einlaufbedingungen für Seeschiffe und damit die nautische Erreichbarkeit zu verbessern. Die HPA kommt damit einer Forderung der Hafenlotsen und des hauseigenen Oberhafenamtes nach.

    Der Planfeststellungsbeschluss soll 2011 vorliegen. Bis 2016 könnten dann nach momentanem Planungsstand die Arbeiten abgeschlossen sein. Für den Ausbau plant die HPA rund vier Hektar der Tollerortspitze abzutragen und gleichzeitig etwa vier Hektar des Kohlenschiffhafens zu verfüllen. Die so neu gestaltete Tollerort-Nordseite wird aus einer begrünten Böschung bestehen, die im östlichen Bereich in eine Kaimauer übergeht. Durch den Umbau bietet sich der HPA gleichzeitig die Möglichkeit, dringend benötigte öffentliche Warteplätze für Feederschiffe einzurichten.

  • Costa Kreuzfahrten laesst sich am in Hamburg nieder und schafft 60 Arbeitsplaetze. Costa ist ein Italienischer Ableger des weltgroessten Kreuzfahrtanbieters Carnival und unter anderem Mutter der in Deutschland bekannteren AIDA-Cruises.

    Dieses Jahr wirs auch zum ersten Male in Costa-Schiff in Hamburg positioniert werden. Die COSTA MAGICA wird von Mai an elf mal Kreuzfahrten in Hamburg beginnen. Die Schwestergesellschaft AIDA wird ebenfalls etliche Abfahrten ab Hamburg bieten. So langsam entwickelt sich die Kreuzfahrt in Hamburg zu einem erstzunehmenden Wirtschaftzweig innerhalb Hafen und Schiffahrt...

    Passend dazu auch...Hamburger Hafen in Gunst der Touristen weit vorne