Leipzig: Höfe am Brühl (eröffnet)

  • ...nichts zudanken :D

    Ich denke, bis nächste Woche wird uns das Kaufhaus am Brühl noch erhalten bleiben >>


    Blick vom Brühl in Richtung Richard-Wagner-Platz.


    Vom Richard-Wagner-Platz zum Halleschen Tor und Brühl.


    Am Richard-Wagner-Platz.


    Ein Stück "Kaufhaus (am Brühl)" steht noch am Tröndlinring.

    Weitere Bilder von heute auf http://www.stadtbild-leipzig.de <<

  • Schade,schade.Ein Erhalt hätte mir mehr zugesagt! Übrigens: Danke an Dave LE für die vielen aktuellen Bilder. Ich war zwar selber oft schauen,aber man hat ja nicht immer Zeit.

  • eg ist es ja schade, den brühl wieder zu zubauen, wenn man das jetzt so sieht.
    so eine schöne fassadenfront, südlich des brühls. endlich sieht man sie mal in voller pracht. hat auf mich noch nie derart gewirkt, wie jetzt.

  • ^ Ja, die Brühlnordseite, wiederauferstanden in den 1990er-Jahren, ist ganz wunderbar. Trotzdem, bitte, auch wenn's sicher mit einem Augenzwinkern zu verstehen war, hier sollten wir nicht auf LVZ-Leserkommentarniveau fallen, und luftige Freiflächen in der Innenstadt propagieren. Es wird auch nichts "zugebaut", sondern mit den Höfen am Brühl lediglich die historischen Baufluchten wieder aufgenommen.

    Ähnliche Stimmen, die eine Freifläche propagierten, gab es übrigens schon beim Bau der gemäcklerten Marktgalerie, als nach dem Abriss des Messeamts am Markt auf einmal die architektonisch höchst anspruchsvolle Klostergasse vom Markt aus frei einsehbar war, wie hier im Bild angedeutet.

  • ach nein, das hast du schon ganz richtig verstanden, das war mit einem ganz großen augenzwinkern ;) als jemand, der aus dem wirtschaftlichen bereich kommt, bin ich der letzte, der für übermäßige freiflächen tendiert, die keinen nutzen erzielen ;) wollte damit nur einmal betonen, dass man die gelegenheit nutzen soll, sich an der schönheit über die gesamte breite zu erfreuen, und zu wertschätzen, da bald dies eben nicht mehr möglich sein wird (was auch gut so ist :) )

  • Unter der Überschrift "Unsere Stadt ist ein kostbares Gut: Bürgerinitiative Kaufhaus Brühl schreibt Brief an den Stadtrat" widmet sich die LiZ einmal mehr dem Abriss des alten Kaufhauses am Brühl. Neben der uns inzwischen bekannten Intention der Bürgerinitiative und der Kontroverse Moderne vs. Tradition gibt der Artikel auch Aufschluss über den Denkmalschutz der alten Hänsel-Fassade. Besagte Fassade stand tatsächlich bis 2008 unter Denkmalschutz. Lange stand sie aber wahrscheinlich nicht unter diesem Schutz, und ohnehin nur deshalb, weil die Stadt beide Fassaden erhalten wollte, was aber der mfi - verständlicherweise muss ich sage - nicht passte und dagegen vorging.

    http://www.l-iz.de/Politik/Brennp…r-Stadtrat.html

  • Fotos des Fotografenpaars Renate und Roger Rössing vom Brühl, entstanden Anfang der 1950er Jahre.


    Das Romanushaus. Erkennbar ist, dass nach dem Zweiten Weltkrieg am Brühl noch Gebäude gestanden hatten.



    Quelle: Wikipedia (bzw. Deutsche Fotothek


    Quelle: Wikipedia (bzw. Deutsche Fotothek)


    Blick vom Brühl in die Katharinenstraße, rechts das Romanushaus und dj tinitus hat darauf hingewiesen, dass links am Lotterhaus der Erker zur Einlagerung geborgen wird. Danke für den Hinweis!


    Quelle: Wikipedia (bzw. Deutsche Fotothek)


    Links im Hintergrund ist das alte Brühlkaufhaus erkennbar.


    Quelle: Wikipedia (bzw. Deutsche Fotothek)

    Einmal editiert, zuletzt von Stahlbauer (30. Juni 2010 um 09:15) aus folgendem Grund: Hinweis eingearbeitet.

  • tausend dank für diese aufnahmen!
    auf dem dritten bild ist zu sehen, dass beim abbruch des lotterhauses der erker geborgen und eingelagert wurde, um ihn in einen späteren neubau zu integrieren.

    dieser neubau wird eines tages der vierte museumswinkel sein. bleibt zu fragen, ob dieser erker heute noch existiert und ob er tatsächlich wieder an seinen alten platz zurückkehren wird.

  • TSCHÜSS! Kaufhaus am Brühl

    ...nun ist es endlich passiert, es stehen nur noch die 15 Meter, welche man erhalten will >>


    Am Brühl.


    An der Hainstraße.

    Weitere Bilder auf http://www.stadtbild-leipzig.de <<

    Man hat bereits mit dem Erdaushub auf der Brühl-Baustelle begonnen. Natürlich werde ich auch vom Bau der "Höfe am Brühl" im DAF und bei SBL berichten.

  • Dekoratives Anführungszeichen


    ...nun ist es endlich passiert

    Die letzten zwei von dir gezeigten Bilder sind für mich einfach erschütternd.Sicher war das abzusehen,aber das ganze nun so auf aktuellen Bildern zu sehen tut weh.

    Man hätte gekonnt...wenn man gewollt hätte! Und den Leuten die dieses Martyrium "verzapft" haben werfe ich grösste Unfähigkeit in ihrer Tätigkeit vor.Und damit mein ich nicht den Abrißbaggerfahrer,sondern diejenigen welche von Anfang an an Planung,Genehmigungen etc. beteiligt waren.

    Wenn ich mir so überlege was da für ein unästathischer Klotz hingewürfelt werden soll...Das Dingen passt sicher zu unserem "wundervollen" Bildermuseum...keinesfalls aber zu unserer recht schön gewordenen Altstadt.

  • Kulturhistorisch ist dieser Verlust zu verkraften, da Leipzig ja zahlreiche weitere Großbauten, von den Mietskasernen noch ganz abgesehen, besitzt, die im Reformstil ausgeführt sind. Wirklich unbefriedigend ist allerdings die Neubauplanung.

    Klar kann man argumentieren, dass Leipzig für eine deutsche Großstadt einen riesigen Denkmalbestand hat und sich deswegen "mal" moderne Architektur mitten im Stadtkern erlauben kann – aber dann doch bitte etwas richtig Spaciges à la Zaha Hadid oder eben mit Bezugnahme auf die Historie. Aber nicht so Stangenarchitektur wie zumindest laut dem Rendering droht, das Cowboy hier gezeigt hat. Da hat ja das neue Einkaufszentrum in der gründerzeitlichen Fußgängerzone "meines" Frankfurter Vororts Höchst mehr Klasse.

  • ^ Nein, weniger Klasse als dein EKZ in Höchst werden die Höfe mit Sicherheit nicht haben. Mir ist schleierhaft, wozu diese hanebüchenen Vergleiche jedesmal dienen sollen. Als überzeugendes Argument jedenfalls reichlich wenig. Das offene Konzept der Höfe am Brühl mit seinen zahlreichen Zugängen, Passagen, Lichthöfen, wiederhergestellter Plauenscher Straße und den ca. 50 bis 70 geplanten Wohnungen wurde auf eine funktionierende Innenstadt abgestimmt wie kaum ein zweites in Deutschland. Zaha Hadid, so sehr ihre Entwürfe auch zu begeistern wissen, steht für das krasse Gegenteil. Und die Fassade, worüber hier fast ausschließlich diskutiert wird, ist nur ein Aspekt von vielen, weshalb ein Bauvorhaben positiv oder negativ bewertet werden sollte. Die bisher gezeigten Entwürfe sind fassadenspezifisch sicher ausbaufähig, aber man ist ja auch noch in der Experimentierphase. Letzter Stand ist, dass die vorgründerzeitlicher Bebauung wie Roter und Weißer Löwe (Wagners Geburtshaus), Apfel oder, wie auf der Visualisierung ersichtlich, der Plauensche Hof 1:1 aufs Glas geäzt und so der historische Bezug zum Brühl hergestellt wird. Darüber kann man sicher auch geteilter Meinung sein, aber damit wird auch die Fassade alles andere als zur Stangenarchitektur.

  • Da kann man nur beipflichten. Mich nervt es etwas, wenn für ein Bauprojekt dieses Investitionsvolumens und dieses Abstimmungsbedarfes immer solche unsäglich dummen Geschwätzvergleiche angestellt werden.
    Man wird am Ende sehen, daß hier sehr passable Innenstadtarchitektur gemacht wird. Der Bauherr hat sich für diesen Bau verbogen wie nirgends sonst - außer vielleicht bei den "Fünf Höfen" in München. Da kann man sich Vergleiche mit irgendwelchen Frankfurter Vororten verbieten. Einfach mal die Klappe halten.

  • Gestern gingen die Abrissarbeiten an den letzten 15 Meter weiter. Die Fassade am Tröndlinring steht noch, die Stockwerke dahinter sind bereits verschwunden. Konnte gestern Abend (nach 22 Uhr) zumindest durch die Fenster der Fassade einen blauen Nachthimmel erkennen und hatte sich auch heute bei Tageslicht bestätigt >>


    Am Tröndlinring.


    Am Brühl.

    Weitere Bilder morgen auf http://www.stadtbild-leipzig.de <<

    Einmal editiert, zuletzt von DAvE LE (6. Juli 2010 um 11:52)

  • Abrissarbeiten an der Fassade dürfte es nicht mehr geben >>


    Am Tröndlinring.


    Katharinenstraße Ecke Brühl. Freien Blick auf den Richard-Wager-Platz bis zum Ranstädter Steinweg.

    In den nächsten Tagen wird der Schutt vom einstigen Kaufhausgebäude weggetragen.

    Davor jedoch noch ein Blick auf die "Kleinen Preise" >>

    Weitere Bilder von der Fassade und dem Baufeld auf http://www.stadtbild-leipzig.de <<