Leipziger Kaffeeklatsch (plaudern, träumen, ankündigen)

  • Ja ich kenne auch nur die 3 - obwohl es früher auch noch 2 in der Wurzener Straße gegeben haben muß.

    Die Lösung der Wiener finde ich echt spitze - aber dafür dürften unsere Gasometer wohl etwas zu klein sein. Dennoch hat man sich da wirklich Gedanken gemacht und ein mutiges Konzept angepackt - wer kommt schon darauf terassenartige Studentenwohnungen in einen ehemaligen Gasbehälter einzubauen.

    Es soll ja eine Imageoffensive für die sächsischen Unis geben - viell. bekommt man ja da Mittel für so ein attraktives Studentenwohnheit bewilligt :D .

    leipziger: Hoffen wir das die Sanierung in der Fockestraße bald losgeht - ist ein wirklich schönes Haus.

    Viele Grüße,

    AdLEr

  • was ich mal noch fragen wollte, gibt es eigentlich irgendwelche pläne unser städtchen mal etwas fahrradfreundlicher zu gestalten?? und damit meine ich nicht einzelene strecken, sondern ein richtiges gesamtkonzept?
    irgendwie finde ich das da viel zu wenig getan wird und bei den spritpreisen wäre das jetzt ein guter zeitpunkt mal was loszutreten!!
    denke das würde gut zur stadt passen und auch von den leipzigern angenommen werden... soll nicht heißen das jetzt niemand fahrrad fährt, aber da ist doch noch ne menge potenzial nach oben, was sagt ihr dazu??

  • In der LVZ vom Wochenende ist erstmal von einem Vorschlag von CDU & Linkspartei zu lesen - der das Radfahren in den Fußgängerzonen verbieten/stark einschränken soll. :mad:

  • rentner fahren halt nicht rad. die verkehrskonzeption für die innenstadt legt fest, wer künftig wo und womit fahren darf.
    aber wenn im sommer mal gar nichts los ist, werden auch solche pressemitteilungen verschickt.

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    das Radfahren in den Fußgängerzonen verbieten/stark einschränken soll. :mad:

    das ist dann in ordnung, wenn daneben auch mal ein paar radwege angebracht werden würden!!
    und was soll denn heißen das rentner kein rad fahren, bei mir um die ecke fährt ein 90jähriger jeden tag seine runden ;), aber wir sind ja nun keine rentnerstadt sondern eher alternative studentenstadt!

    das würde der stadt echt so gut zu gesicht stehen und ich denke das es kosten-nutzen technisch absolut sinnvoll wäre!!

  • Die Fußgängerzonen sollen weiterhin auch für die Radfahrer da sein! Man stelle sich alle Drahtesel als Autos vor, die irgendwo einen Parkplatz suchen, dann ginge in der City nichts mehr. Ob die CDU das will? Also: Weiterhin die Fahrräder stärken. Ob die ältere Generation Fahhräder nutzt, ist m.E. ganz stark eine Mentalitätsfrage: In einigen Städten wird es gemacht (weil es eben nicht "uncool" ist - z.B. Münster, Freiburg...), in anderen eben nicht (Ruhrgebiet...)
    Von mir aus sollten die Busse und Taxis aus der Mitte der City ganz schnell wieder auf den Ring verschwinden. Die City ist doch klein genug, dass jeder zu Fuß ganz schnell am Ring ist.

    Oder: Man denke an die Uni. Die vielen Fahrradparkplätze waren im neuen Campus schon kaum unterzubringen. Hätte man diese Zahl an Parkplätzen für PKWs gebaut, wäre ein riesiges Parkhaus nötig gewesen. Der ein- oder andere wird sicher die Mega-Uni aus Westdeutschland aus den 70ern kennen, bei denen ein grossteil des Bauvolumens Parkhäuser sind (Beispiel: Ruhruni-Bochum, die „Gesamthochschulen“ wie Wuppertal, Uni Bielefeld u.a.) So was will doch wohl wirklich keiner mehr, oder? Und wenn man in solchen Fällen heute eindeutig "auf Fahrräder" plant, müssen auch die Zuwegungen entsprechend fahrradfreundlich sein. Und zwar aus allen Richtungen.

  • Dass alle Fahrräder sich in Autos umwandeln würden ist doch kein Argument. es geht doch nur darum, dass der Fußgänger in einer Fußgängerzone geschützt sein soll. nicht jeder Radfahrer fährt rücksichtsvoll, leider. und ich hätte als Fußgänger auch keine Lust aufpassen zu müssen beim verlassen eines Geschäfts, ob von rechts oder links jetzt ein Radfahrer ankommt. und der Uni-Campus ist nun wirklich nicht ausschließlich über Fußgängerzonen erreichbar.

    Vielleicht denkt man ja auch über einen Kompromiss, Radfahrer an Samstag zu verbieten. Eine Zeit in der weniger Vorlesungen sind und viele Fußgänger das Stadtbild prägen.

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    ich hätte als Fußgänger auch keine Lust aufpassen zu müssen beim verlassen eines Geschäfts, ob von rechts oder links jetzt ein Radfahrer ankommt.

    also das mit der fußgängerzone ist schon in ordnung und wenn sie dann schon mal dabei sind, können sie ja gleich die fahrradfahrer vor den autofahrern schützen! :daumen:

  • Na solange sie überhaupt noch eine Straße für Radfahrer in der Innenstadt lassen - ich hab nämlich keine Lust die Innenstadt zu umfahren oder zu durchlaufen.

    Ein komplettes Radverbot in der Innenstadt wäre wirklich zu viel des Guten.

    Neue Radwege wolles Sie nicht bauen, da dort angeblich die Gefahr von Rasern auf Radwegen droht.

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    Was wird eigentlich in Zukunft aus Leipzigs Gasometern??

    Im größten Gasometer in der Richard-Lehmann Straße ist ja jetzt dieses Rom Panorama drin - aber ich kann mir irgendwie kaum vorstellen, daß sich solche Ausstellungen ewig halten können.

    Die Rom-Ausstellung wird 2008 durch einen Blick in den Regenwald abgeloest. Der Empfangsbereich wurde inzwischen ausgebaut, dies und die Besucherzahlen sprechen dafuer, dass sich das Panorama langfristig etablieren wird.

    Im Gasometer nebenan fanden ja vor kurzem Roemische Spiele stadt, prinzipiell waere so etwas wahrscheinlich ganz gut fuer ein Musical Theater geeignet. Die Gasometer in Wien sind ganz nett, die Wohnungen aber unguenstig geschnitten. Hinzu kommt dort, dass Erdberg, wo die Gasometer stehen, ziemlich weit draussen ist und das ganze nur ueber ein riesen Einkaufscenter mit Multiplex-Kino, dass groesstenteils verwaist ist, finanziert werden konnte. Insgesamt also ein eher schlechtes Beispiel.

    Gruesse,
    *D

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    Neue Radwege wolles Sie nicht bauen, da dort angeblich die Gefahr von Rasern auf Radwegen droht.

    und von wem stammt das? das ist ja an dummheit kaum noch zu überbieten!!:nono:
    also erstens mal sind jawohl auto's viel schneller unterwegs!! es gibt keine zusammenstöße mehr mit fußgängern, also was ist das problem? ohne radwege fahren sie weiter auf der straße und das ist jawohl viel gefährlicher und ich kenne niemanden der langsam auf der straße fährt bzw. aufm radweg schneller fahren würde!!

    kennt sich jemand aus, haben die in den niederlanden das 10fache an fahrradunfällen pro kopf? oder woher kommt dieser stumpfsinn?
    srry, bin etwas gereizt, morgen schon wieder ne prüfung! ;)

  • Ich finde die ganzen Vorschläge zum Radverbot reichlich unsinnig - eine Umsetzung der bestehenden Vorschriften durch die Polizei, würde mehr nützen als neue Verbote.

    Bin auch morgen mit ner Prüfung gebeutelt...:Nieder:

  • ja htwk ist so ne sache, würde mir wahrscheinlich eher liegen, aber habe mich doch für ne uni entschieden...
    was schreibt ihr denn tolles? habe morgen vwl

    achja da kann ich nachlegen, fertig bin ich am 26.09. ;) allerdings liegen da ein paar wochen pause dazwischen!

  • Das Thema *Europäisches Förderprogramm URBAN II im Leipziger Westen* hatten hier schon einige User thematisiert (DAvE LE, Cowboy). Die dazu bis kurzem im Leipziger Rathaus gezeigte Ausstellung ist umgezogen, sie wird seit heute im sächsischen Innenministerium in Dresden gezeigt. Aus diesem Anlass erschien heute eine Pressemitteilung des Ministeriums, die ich ergänzend für lesenswert halte, da sie interessante Eckdaten zur bisherigen Bilanz des Programms enthält:

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    Ausstellung „URBAN II im Leipziger Westen“ im Sächsischen Staatsministerium des Innern vom 29.07.2008 bis zum 30.09.2008, Wilhelm-Buck-Str. 2/4.
    Bilanz und Perspektiven des Stadterneuerungsgebietes in Leipzig

    „Die Umsetzung des europäischen Förderprogramms URBAN II hat den Leipziger Westen verändert,“ so Innenminister Dr. Albrecht Buttolo, “die europäische Hilfe ist für die Revitalisierung und die nachhaltige Entwicklung der einzelnen Stadtteile eine große Chance. Ich freue mich, dass sich die Bürger von Beginn an aktiv an dem Prozess beteiligt haben.“

    Seit dem Jahr 2001 ist das acht km² große Areal mit den Stadtteilen Plagwitz-Lindenau und Altlindau sowie Teilen von Kleinzschocher und Leutzsch eines der 70 Programmgebiete der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II. Allein zwölf Gebiete befinden sich in Deutschland.

    In den letzten sieben Jahren sind rund 19,8 Mio. € in die Sanierung öffentlicher Räume, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Unterstützung wirtschaftlicher Strukturen ge-flossen, davon stammen 14,9 Mio. € von der EU und 4,9 Mio. € waren städtische Eigenmittel. Damit wurden über 110 Projekte unterstützt. So entstanden z. B. neben dem Henriettenpark der Stadtteilpark am „Wasserschloss Leutzsch“ und die Wegeverbindung „Grüne Gleise“ mit attraktiven Grünräumen, Geh- und Radwegen. Das Areal um den Lindenauer Markt wurde aufgewertet und soziale Initiativen konnten sich in den sanierten Räumlichkeiten etablieren.

    Die Beihilfen haben sich auch auf den Arbeitsmarkt positiv ausgewirkt. Für kleinere und mittlere Unternehmen wurden 536 Arbeitsplätze neu geschaffen und über 1000 bestehende Arbeitsplätze gesichert. Förderungen erhielten auch 245 Firmen, von denen sich die Hälfte im Leipziger Westen ansiedelte. Mit den URBAN II - Mitteln und den nationalen Fördermitteln wurden private Folgeinvestitionen von rund 300 Mio. € ausgelöst.


    Der folgende Link führt zu einer Liste der konkreten Einzelprojekte, die im Rahmen des Programms im Bereich „Stadtentwicklung“ bislang realisiert worden sind. Sehr ungewöhnlich (im Sinne von selten) ist meiner Meinung nach das Einzelprojekt * Wiederherstellung Vorgärten Windorfer Staße*. Es sind auch die scheinbaren „Kleinigkeiten“, die den Wohlfühlfaktor im Kiez ausmachen. Für Fotos (zum genannten Einzelprojekt) auf den letzten Anstrich der Liste klicken:

    http://www.urban-leipzig.de/01_urbanII/projekte_stadtraum.htm

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    Im Gasometer nebenan fanden ja vor kurzem Roemische Spiele stadt, prinzipiell waere so etwas wahrscheinlich ganz gut fuer ein Musical Theater geeignet. Die Gasometer in Wien sind ganz nett, die Wohnungen aber unguenstig geschnitten. Hinzu kommt dort, dass Erdberg, wo die Gasometer stehen, ziemlich weit draussen ist und das ganze nur ueber ein riesen Einkaufscenter mit Multiplex-Kino, dass groesstenteils verwaist ist, finanziert werden konnte. Insgesamt also ein eher schlechtes Beispiel
    *D

    Schade, zumindest von den Bildern, sah es da wohnenswert aus. Für unsere Gasometer würde das aufgrund des geringeren Durchmessers sicher eh unmöglich umzusetzbar sein.

    Aber ein schönes Freilichtkino oder -theater wäre doch eine feine Sache.

    Grüße,

    AdLEr

  • ja, da stimm ich adlerhorst zu. etwas amphitheater-mäßiges, wenn sich investoren finden, wäre zb eine idee, die mir gefallen würde. da könnte man sich etwas "altes rom" auch in echt und nicht nur auf leinwand nach leipzig holen.

  • Diese Gasometer sind interessante Gebäude, aus denen man einen besonderen, merkbaren Ort machen kann, mit dem richtigen Konzept. Aber gerade dieses Konzept zu finden, ist sehr schwer. Im Zweifelsfall: Erst mal stehen lassen. Diese Schüsseln stürzen so schnell nicht ein... Immerhin sind alle drei denkmalgeschützt, sie werden z.T. sogar im Kunstdenkmäler-Handbuch von Dehio erwähnt.

    Vielleicht kennt jemand den mächtigen, zylindrischen Ziegelstein-Wasserturm in der Kölner Altstadt (gebaut um 1868/1870), der schon in den siebzigern/Anfang 80er zu einem Hotel ausgebaut wurde. Eine ähnliche Bauaufgabe. Das Konzept haut einen aus heutiger Sicht nicht mehr so richtig vom Hocker, schließlich hat man ja auch den großen innen Raum des Wasserturms für das Hotel teilweise zubauen müssen, aber immerhin hat es damals die Rettung des Bauwerks bedeutet. Trotzdem ingesamt auch heute noch bemerkenswertes Beispiel einer Umnutzung.
    http://www.hotel-im-wasserturm.de/