2. S-Bahn Stammstrecke [Diskussionsthread]

  • Die Engstirnigkeit die hier manche an den Tag legen finde ich geradezu schockierend. Da wünscht man sich Visionen, kommt aber selbst nicht aus den eigenen kleinkarierten Denkmustern raus.


    Dieser Kommentar ist leider bezeichnend:

    ^^ wunschdenken. entlang des nordrings sind bauhöfe, wertstoffverwertungsanlagen, minetralöllager, grossmärkte und viele brachflächen. damit füllt man keine s-bahnen mit arbeitnehmern. bmw ist der einzige arbeitgeber, der viele fahrgäste anzieht.


    Denk doch mal ein wenig weiter. Mit einem S-Bahnanschluss würde die Gegend extrem aufgewertet. Dadurch könnte man die Flächen umnutzen und z.B. neue Bürostandorte aufmachen oder hochwertiges Gewerbe ansiedeln.


    Der Status Quo ist schließlich nicht für alle Zeit festgelegt. Im Gegenteil, erst mit der Infrastruktur ist eine nachhaltige Aufwertung möglich - das sieht man bei BMW übrigens genauso und macht die Erweiterung des FIZ auch von einem entsprechenden Verkehrsanbindungskonzept abhängig :daumen:

  • Antwort



    Mittlerweile stehe ich fast auf den Standpunkt , dass es schlauer ist es so zu machen wie die in Berlin mit dem BBI..EInfach mal drauf losbaun , und dann sagen es gibt kein Zurück mehr. Weil im Ernst ob jetzt Stadt Land und bund 3 oder 9 Mrd zahlen ist in D total wurscht..letztenendes. Das merkt kein einziger Deutscher. Jeder muss seine Steuern zahlen egal was iwas kostet. Und wegen dem BBi steh kein einziges Strassenschild mehr oder weniger in Bayern oder sonst wo.

  • Also ganz ehrlich meiner bescheidenen Meinung nach macht ein Nordring aus diversen Gründen (unter anderem die Entfernung zum Zentrum) auf der bestehenden Trasse wohl am wenigsten Sinn.


    Aber ich muss sagen die Idee des Südrings gefällt mir immer besser (obwohl eigentlich immer dachte Stamm2 wäre die beste Lösung).


    Erstens weil München dann auch mal so eine coole Innerstätische Hochbahn hätte wie Berlin und Hamburg ;) (aber gut das ist eher zweitrangig).


    Zweitens Mann mehr Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn hat.
    Ob sich jetzt die Passagiere an der Poccistraße oder am Marienhof/Marienplatz in die U3/6 nach Norden quetschen ist auch schon Wurst. Am Heimeranplatz sollte es mit der U4/5 kaum ein Problem geben. Nur beim Kolumbusplatz könnte es kritisch werden.
    (Ich müsste beim Zivi oft morgens um 8.3 mit der U2 kommend an die Frauenhofer raus und hab meistens schon Silberhorn oder Kolumbusplatz angefangen müssen mich an die Tür vor zuarbeiten ☺.)


    Drittens sähe ich insbesondere am Heimeranplatz das potenzial ein echtes das Zentrum entlastende Subzentrum entwickeln zu können. Hierzu eine Frage hat jemand eine Idee wem eigentlich der Grund gehört auf welchem diese Land in Sonne Kleingärten-Kolonien sind?


    Problem sehe ich eigentlich nur beim Lärmschutz ins besondere die Bürger der Au würden wohl ziemlich heftig protestieren. Außerdem müsste die U-Bahn Stationen Poccistraße und Kolumbusplatz so gestaltet werden, dass nicht alle Umsteiger erst ma quer über den Kolumbusplatz bzw. 100m an der Poccistr. entlang hatschen müssten.


    Ich bin zwar kein Experte aber wirklich billiger wie Stamm2 wäre der Südring sicher nicht.


    MFG


  • Zweitens Mann mehr Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn hat.
    Ob sich jetzt die Passagiere an der Poccistraße oder am Marienhof/Marienplatz in die U3/6 nach Norden quetschen ist auch schon Wurst. Am Heimeranplatz sollte es mit der U4/5 kaum ein Problem geben. Nur beim Kolumbusplatz könnte es kritisch werden.


    Es wird an allen 3 Relationen morgens Richtung Innenstadt nicht nur kritisch sondern schlicht nicht machbar. Selbst eine U4/5 ist zur Stoßzeit bereits am Heimeranplatz (meine Station) richtig überfüllt. Besser wird es in Zunkunft nicht, da wohl im Südringfall politisch dann auch die Verlängerung der U5 nach Pasing (evt. Freiham) kommen wird. U3/6 sowie die U2 stehen praktisch nicht zur Verfügung. Die U1 mag am Kolumbusplatz noch das geringste Problem haben.


    Übrigens ist wie genannt der Heimeranplatz meine Station und meine Arbeit ist in Pasing. Komisch! Dass selbst einer wie ich, der mit großer Ausnahme massivst vom Südring profitieren würde (schön leere S-Bahnen am Morgen Richtung Pasing - abends umgekehrt; massive Zeiteinsparung, kein Umsteigen), der Vernunft wegen gegen diesen ist.

  • Ich muss zugeben ich bin noch nie morgens vom Heimeranplatz mit der U-Bahn Richtung Hbf gefahren.


    Aber für die U3/6 Richtung Norden macht es nun wirklich keinen unterschied ob jetzt die Leute vom Marienhof runter zur U-Bahn Station Marienplatz laufen oder bereits sitzen in der U-Bahn da, sie bereits an der Poccistraße eingestiegen sind.


    Aber das Problem der übervollen U-Bahnen nach Norden löst eine Stamm2 jetzt auch nicht. Da müsste schon ein neuer U-Bahn Tunnel her.


    Zur U4/5 Stammstecke in welchem Takt wird diese eigentlich in Stoßzeiten eigentlich befahren?


    PS: eigentlich ist es mir persönlich egal was von beidem gebaut wird Hauptsache es wird mindesten eins gebaut.


  • wie gesagt: wunschdenken. entlang des nordrings existiert enifach nicht genug potential, um fahrgäste anzulocken.es ist auch nichts geplant und politisch nicht gewünscht.


    nichts wäre mir lieber, als entlang des südrings und des nordrings subzentren und oberzentren zu entwickeln. insbesodere am nodring im bereich lilienthalallee kann ich mir ein echtes zentrum mit nordbahnhof für s- u-bahn und regionalzüge vorstellen.


    zur entlastung dersbahn stammstrecke taugt das aber die nächsten 50 jahre nicht - ist eher kontraproduktiv.


    dann soll man lieber das bauen, was schon durchgeplant ist und die überlasteten strecken im aktuell existierenden strecken im zentrum nachgewiesenermßen am besten entlastet.


    süding/nordring: sobald/falls die münchner endlich kapieren, dass man mehrere zentren braucht.


  • Erstens weil München dann auch mal so eine coole Innerstätische Hochbahn hätte wie Berlin und Hamburg ;) (aber gut das ist eher zweitrangig).


    Das würde sicher nicht der Fall sein. Nachdem die Strecke ausgebaut werden würde, würde sie links und rechts komplett mit Lärmschutzwänden zugebaut sein und somit weder von außen noch aus dem Zugfenster heraus betrachtet ansprechend sein

  • wie gesagt: wunschdenken. entlang des nordrings existiert enifach nicht genug potential, um fahrgäste anzulocken.


    BMW alleine bietet meiner Meinung nach genug Potential zumindest zur Berufsverkehrszeit einen 20 Minuten Takt zu ermöglichen.


    Es muss ja nicht sofort eine 2. Stammstrecke über den Nordring sein.

  • nichts gegen einen S-Bahnanschluss für BMW, gerne sehr bald und vielleicht stößt das anere Entwicklungen um die Nordring-Strecke auch an. Aber das Thema ist hier doch eine Entlastungsstrecke für die 1. S-Bahn-Stammstrecke zu finden. Die hier diskutierten Alternativen bewerte ich so:


    1. Nordring: Indiskutabel. Kann niemals ein Bypass sein, falls die 1. Stammstrecke ausfällt. Dazu müssten kilometerlange neue U-Bahnstrecken gegraben werden und zusätzlich ein Neues Zentrum aus dem Boden gestampft werden.


    2. Südring: Diskutabel, aber nach Abwägung aller Argumente weniger geeignet als:


    3. Innenstadt-Strecke, so wie sie jetzt als 2. Stammstrecke geplant ist.


    In der Perspektive betrachte ich den Südring als Entwicklungsgebiet und evtl irgendwann 3. Stammstrecke. Genauso sieht es beim Nordring aus. Trotzdem wünsche ich mir sehnlichst, dass bei der 2.Stammstrecke durch die Innenstadt endlich mal angefangen wird.


    Die Diskussionen vor dem Bau der Münchener U- und S-Bahn dauerten auch gut 40 Jahre. Dazwischen lag ein dämlicher Krieg. Heutzutage reichen ein paar Wutbürgerdeppen um so etwas auf Jahrzehnte hinauszuschieben.


  • Hallo? Sachargumente? Man muss kein CSU Anhänger - in den Gegneraugen "Betonkopf" - sein oder zur Baubranche "Betonlobby" gehören um fachlich korrekte Argumente für zielführend zu halten und weiter zu unterstützen. Ich halte die Dämonisierung von Pro-Tunnelargumente bisweilen einfach nur kontraproduktiv eine möglichst schnell zu realisierende Lösung der ÖPNV-Defizite in München zu finden.

  • Mir ist hier in den letzten Tagen aufgefallen, dass von verschiedener Seite her der Bau der Stamm2 immer mit einem zeitlichen Vorteil gegenüber anderen Varianten angepriesen wird. Das ist mMn zu tiefst bzw höchst je nach Sichtweise unseriös.


    Man sollte mal damit rechnen, dass die Stamm 2 mitden ganzen laufenden Klagen etc. nicht vor 2019 in allen Teilen genehmigt ist. Vielleicht 2018. Ja und dann...dann wird im besten Fall gebaut. Locker 8 Jahre. Mit ein paar Verzögerungen eingeplant. Aber das ist die Version die mit dem Tag der Genehmigung loslegt. Niemand kann wissen ob da nicht noch andere Faktoren reinspielen werden... neue kostenprobleme, weitere Überarbeitungen, neue Sachlage, neue Finazkrise....


    Zunächst sollte man die U9 bauen. Die macht Sinn und sollte schneller fertiggestellt sein.


    Über den Rest wird man sich hier nicht mehr einig :D



    Ein 4 spuriger ausbau der U3 U6 zwischen Poccisstr. und Freiheit wäre ne idee. Aber das ist sicher nicht realisierbar.

  • wären beim bau des südringes denn keine klagen zu erwarten?


    ich denke hier wurden schon viele Klagegründe auf den vorhergehenden Seiten aufgelistet.

  • Da durch die große Koalition in München nun die Verlängerung der U5 nach Pasing beschlossen wurde und mit den Grünen der größte Kritiker der Stamm 2 wegfällt, sehe ich für beide Projekte keine Hindernisse mehr.
    Gut für den Wirtschaftsstandort München wäre es auf jeden Fall und den Südring kann man gerne zusätzlich betrachten, vielleicht ergibt sich da selbst neben den o.g. Projekten noch ein positiver Kosten/Nutzen-Faktor. Die Umsetzung der Maßnahmen muss ja nicht, wie etwa bei den Ringtunnel, zwingend sequentiell erfolgen.
    Die Klagen gegen Stamm 2 halte ich für weitaus weniger fundiert und begründet als etwa gegen die dritte Startbahn und diese Kläger sind auch gescheitert.


    Insofern können wir eigentlich nur noch Wetten darüber abschließen ob die U5 in Pasing oder Stamm 2 zuerst eröffnet werden ;)

  • Mir ist hier in den letzten Tagen aufgefallen, dass von verschiedener Seite her der Bau der Stamm2 immer mit einem zeitlichen Vorteil gegenüber anderen Varianten angepriesen wird. Das ist mMn zu tiefst bzw höchst je nach Sichtweise unseriös.


    Ist nicht unseriös. Im Gegenteil ist das mitunter das zutreffendste Argument. Für Stamm2 besteht für 2 von 3 Planfeststellungsabschnitte Baurecht, für den 3 Abschnitt wird das Baurecht noch in diesem Jahr erwartet!!! Geklagt werden kann natürlich jederzeit und durch jeden. Ob das den Bau beeinflusst, wage ich sehr stark zu bezweifeln. Mit den mir bekannten Punkten wird keine Klage auch nur annähernd durchkommen. Man würde also mit dem Bau auf jeden Fall auch bei offenen Klagen anfangen bzw. weitermachen. Für den Südring gibt es noch nicht einmal eine Entwurfsplanung.



    Zunächst sollte man die U9 bauen. Die macht Sinn und sollte schneller fertiggestellt sein.


    Was bringt denn eine U9 für die Probleme bei der S-Bahn? Mit welcher Argumentation willst du die daher zuerst bauen? Obendrein gibt es auch zur U9 gerade einmal eine Konzeptstudie. Von einem Entwurfsplanung, der Ausführungsplanung und dem Genehmigungsprozess gar nicht zu sprechen.




    Ein 4 spuriger ausbau der U3 U6 zwischen Poccisstr. und Freiheit wäre ne idee. Aber das ist sicher nicht realisierbar.


    Wozu der 4 gleisige Ausbau? Genau daher gibt es doch den Plan der U9!

  • Insofern können wir eigentlich nur noch Wetten darüber abschließen ob die U5 in Pasing oder Stamm 2 zuerst eröffnet werden ;)


    Stamm2



    Im übrigen warte ich gespannt, bis das erste Posting kommt, dass man sich, da die U5 nach Pasing kommt, ja Stamm2 sparen könnte! Daher im Voraus schon mal:

  • Wozu der 4 gleisige Ausbau? Genau daher gibt es doch den Plan der U9!



    Naja um die Kapazität zu verdoppeln. Eine quasi parallele gebaute 2. U6. So meinte ich das. Sicherlich unrealistisch. Weil die vorhandenen u-Bahnhöfe wird ma nsicher nicht auf 4 spuren sprich 2 Plattformen /Bahnsteige ausbauen können. besonders nicht am Marienplatz.


    Wann denken Sie dann könnte mit dem Bau der Stamm2 begonnen werden?


    Ps. Also in den Medien heisst es erst ein Abschnitt sei genehmigt.



    Hier ein Quelle von vor 2 Tagen:


    http://www.tz.de/muenchen/stad…t-zeit-davon-3549823.html


    Ich zitiere die entsprechende Stelle:


    "Doch von den drei Bauabschnitten wurde bislang nur der mittlere am Marienhof genehmigt. Die Unterlagen für den westlichen Abschnitt am Hauptbahnhof hat die Regierung von Oberbayern gerade erst an das Eisenbahnbundesamt (EBA) weitergeleitet, die Unterlagen für den Abschnitt Ost sollen bis Ende Mai folgen".



    2019 klingt absurd.

  • "Doch von den drei Bauabschnitten wurde bislang nur der mittlere am Marienhof genehmigt. Die Unterlagen für den westlichen Abschnitt am Hauptbahnhof hat die Regierung von Oberbayern gerade erst an das Eisenbahnbundesamt (EBA) weitergeleitet, die Unterlagen für den Abschnitt Ost sollen bis Ende Mai folgen".


    Ich dachte für den Westabschnitt gäbe es auch schon Baurecht. Aber da hat sich anscheinend etwas wegen der Einbeziehung des Hauptbahnhofneubaus verzögert bzw. wurde das Verfahren nochmal neu eingeleitet. Dennoch ist dieser Abschnitt ja praktisch der unkomplizierteste und sollte sehr schnell genehmigt werden können. Klagen zu diesem Abschnitt gibt es meines Wissens auch keine. Am Abschnitt Ost hängen Klagen, wobei ich aber vermute, dass sobald Baurecht für diesen Abschnitt herrscht, der Bau begonnen wird, da das Risiko, dass eine der Klagen zu einer Rücknahme der Genehmigung führt wirklich gegen Null tendiert.


    Im Übrigen gibt es auch Überlegungen aus Finanzierungsgründen im westlichen und mittleren Abschnitt zu beginnen auch wenn für Abschnitt Ost noch kein Baurecht herrscht. Ich vermute daher, dass noch in diesem Jahr einige Leistungen im mittleren Abschnitt vergeben werden und Anfang nächstes Jahr mit den Hauptmaßnahmen begonnen werden kann.

  • Wozu der 4 gleisige Ausbau? Genau daher gibt es doch den Plan der U9!



    Naja um die Kapazität zu verdoppeln. Eine quasi parallele gebaute 2. U6. So meinte ich das. Sicherlich unrealistisch. Weil die vorhandenen u-Bahnhöfe wird ma nsicher nicht auf 4 spuren sprich 2 Plattformen /Bahnsteige ausbauen können. besonders nicht am Marienplatz.


    eine U9 bringt da wesentlich mehr: direktverbindungen ohne umsteigen, falls anbindung an theresienstrasse dabei ist, dann sogar auf 2 U-Bahn-Stammstrecken.