• Wir können wohl davon ausgehen, dass die Inmobilität stark mit dem gegenwärtigen Bedingungen zusammenhängt. Es ist ja zwischen März und Mai so gut wie nichts passiert.

    Dennoch denke ich, wird es eine mittlere Stagnation im Bevölkerungswachstum in Leipzig geben. Was vorwiegend mit den "Wegzügen" in das direkte Umland zu tun haben wird. Ich gehe nur nicht die doch recht eindimensionale Rechnung von "kostet zu viel in Leipzig, deswegen Umland" mit. Diese ist genau so eindimensional wie jene mit "Leipzig hat billige Mieten, deswegen ziehen dort die Personen hin".

    Es gibt zu viele Faktoren, welche dazu führen das Personen in das direkte Umland ziehen. Einer ist sicher steigende Mietpreise. Andere Faktoren sind aber Lebensansichten, der starke Drang in Deutschland ein Haus und Auto zu besitzen, hektisches Stadtleben, eine bessere Anbindung durch S-Bahn, etc. pp.

  • Unterdessen wurde in Halle die neue "Cyberagentur" des Bundes eingeweiht. Der jetzige Standort in Halle ist ein Interim bis zu einem geplanten Neubau zwischen beiden Städten, am Flughafen. Bei der Agentur sollen rund 100 Fachstellen (+ Verwaltungsangestellte) arbeiten und mit Forschungseinrichtungen der Unis in Leipzig und Halle zusammenarbeiten. Das Volumen wird bis 2023, 350 Mio. Euro betragen. Es soll dem BMI wie auch dem BMVg dienen.


    Im Lokalteil der Nachbarstadt wird immer wieder auf einen fraglichen Neubau und Umzug auf den Flughafen hingewiesen. Warum das so ist, erklärt sich mir nicht wirklich. Soweit ich weiss, ist das so auch in der Absichtserklärung vermerkt.

  • Es war ja schon immer mal Thema, dass man eine Expo in Leipzig ausrichten könnte. Vor allem nach der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012.


    Ich finde die Idee gut. Aber im Gegensatz zu Hannover (wo es mE eher wie eine Messe war) könnte man in Leipzig die ganze Stadt mit einbeziehen. Das Thema "grüner Stadtumbau" in einer wachsenden Stadt ohne die alten Narrative des Städtebaus aus den 1960er bis 1980er zu bedienen, wäre sicher interessant. Im Jahr 2030 wäre man in der Stadt auch noch einmal weiter und könnte das Wachstum bei Einwohnerzahl und Wirtschaft besser definieren als jetzt, wo es noch unklar ist wohin es sich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Definitiv ein möglicher Schritt, Leipzig auf der europäischen Landkarte der mittelgroßen Städte zu etablieren.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Auch wird Leipzig 2020 den sehr vergrößerten EU-China Gipfel abhalten.

    Dazu ist ja dann doch nicht mehr gekommen...

    obwohl sich die Stadt schon seit Jahren in vielerlei Hinsicht auf diesen Höhepunkt für die

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    ...vorbereitet hatte:

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    Die Menschen hätten sich wieder der chinesischen Kultur und Architektur annähern können...

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    die ökonomischen Verflechtungen hätten noch intensiver zum Wohle des gesamten Volkes genutzt werden können...

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    am Mao-Denkmal hätten gegenseitige Grußworte ausgetauscht werden können...

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    ...in denen auch die Ausstellungen im alten Rathaus zu erwähnen gewesen wären,

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    die geschichtlich bedeutsame Momente ins rechte Licht gerückt hätten...

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    Mit freundlicher Unterstützung der auswärtigen Presse...

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    ...hätte man sich auch der Zukunft zugewandt

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    und bspw. Leipzig als Knotenpunkt der Seidenstraße vertraglich absichern können.

    Aber daraus ist nun überraschenderweise nichts geworden...

    Dabei hätte ja auch die Möglichkeit bestanden, das Gipfeltreffen zu verschieben...

    z.B. in den Oktober - dann hätten heute alle zusammen in einer würdigen Feierstunde

    zum Jahrestag der Friedlichen Revolution den Leuschnerplatz in "Platz des himmlischen

    Schweigens" umbenennen können und anschließend im Neuen Rathaus beim

    gemütlichen Beisammensein darüber fabulieren können, wie es hier heute aussehen

    würde, wenn man sich vor 31 Jahren für die chinesische Lösung entschieden hätte...

    Die entsprechenden Transparente zur Begrüßung waren schon vorbereitet:

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    ...wurden aber zwischenzeitlich umweltgerecht entsorgt:

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  • ^ So mal dann auch die ganzen zentralen Sendestudios (also wie ARD/ZDF) in Leipzig sitzen werden. Zumindest von den großen Anstalten aus Europa, Nordamerika, und Asien.

  • Zu der von Cowboy geposteten Studie hatte sich von einigen Wochen der MDR zum Thema #wiewirleben noch einmal der Prognose des Landesamtes gewidmet. Dabei gibt es noch einmal ein paar Grafiken zu den beiden Prognose-Varianten. Merklich ist, dass es bei den signifikanteren Wachstumsraten dann fast ausschließlich der Raum Leipzig oder die Stadt Leipzig selbst zulegen. Dabei zeigt sich noch einmal ganz klar die Entwicklung zu einem klassischen sub-urbanen Gürtel. Mit welchem dann auch infrastrukturell gearbeitet werden muss um keine Fehler der 1970er und 1980er der alten Bundesländer zu wiederholen.

    Die beiden sehr kleinen Gemeinden in der Liste der zehn am höchsten prognostizierten Kommunen oder Landkreise außerdem des Raums Leipzig, würde ich mal durch ihre geringe EW-Zahl zugute halten. Dass selbst im Raum Dresden kaum noch nennenswertes Wachstum vorhergesagt wird, überrascht in der Deutlichkeit dann schon. Dafür sehen die Wachstumsprognosen in der Wirtschaft für das Dreieck Leipzig-Halle-Jena weiter vielversprechend aus. Darin liegt auch sicher das größte Potential der "Metropolregion".


    Der Vergleich, wenn auch in einem ganz anderen Maßstab, zwischen Berlin und Leipzig lohnt natürlich immer. Dabei "schrumpft" Berlin das erste mal seit 15 Jahren wieder. Was aber vorwiegend durch die Wegzüge ins umgebende Brandenburg liegt. Aus eigener Erfahrung konnte ich das bei Kollegen und Bekannten auch schon sehen. Mal sehen ob es in Leipzig auch jene Züge annimmt. Gegenwärtig sehe ich zwar eine Tendenz aber keine sich manifestierende Entwicklung von der Stadt ins Umland. Es gibt noch zu viel Platz in der Stadt selbst.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Das statistische Landesamt in Kamenz legt neue Zahlen in der 7. regionalisierten Bevölkerungsprognose für den Freistaat vor, die bereits am 20. Mai vorgestellt worden sind. Demnach schrumpft die Bevölkerung in Sachsen bis 2035 um 250.000 Einwohner auf nur noch 3,8 Mio Einwohner. Das wären dann etwa 1 Mio Menschen weniger als 1990 und der Altersdurchschnitt wäre um 9 Jahre gestiegen. Hauptgrund seien der anhaltende Geburtenschwund im Freistaat, der sich auch durch weiteren Zuzug nicht aufhalten lässt, zumal sich dieser in den kommenden Jahren abschwächen werde, so die Prognose. Am stärksten von der Ausdünnung betroffen seien der Südwesten und der Osten des Freistaats. Allein der Erzgebirgskreis könnte in den kommenden 15 Jahren bis zu 16 Prozent seiner Bevölkerung verlieren.

    Die Zahl der erwerbsfähigen Sachsen schrumpfe bis 2035 um 10 bis 13 Prozent. In fast allen Landesteilen wird es dann mehr Rentner, Kinder und Jugendliche geben als berufstätige Menschen.

    Soweit nichts Neues, aber für Leipzig sehen die sonst bislang eher sehr konservativen Schätzungen aus Kamenz einen deutlichen Anstieg der Bevölkerung auf bis zu 681.000 Einwohnern in Variante 1 und immerhin 651.670 Einwohner in der 2. Variante aus. Das wären nach der Landesstatistik bis zu knapp 90.000 Einwohner mehr als jetzt. Das überrascht, denn bei der 6. regionalisierten Bevölkerungsprognose der Kamenzer lag Leipzig in der Variante 1 bis 2030 noch bei 617.000 Einwohnern und lächerlichen 609.500 Einwohnern in der 2. Variante. Das überrascht umso mehr, als dass der tatsächliche Anstieg der Einwohnerzahl in der Messestadt in den letzten zwei Jahren doch wieder deutlich zurückgegangen ist und selbst die sehr forsche und zuletzt stark kritisierte städtische Prognose noch deutlicher zurückhaltender geworden ist und seit letztes Jahr nur noch von einem jährlichen Anstieg von etwa 4.000 Einwohnern in Leipzig ausgeht.

    Was ist denn da in Kamenz passiert? Neuer Chef?

    Quellen:

  • In der gestrigen LVZ wurde das umfangreiche Bildarchiv des ehemaligen LVZ-Fotografen Armin Kühne vorgestellt, das nach und nach im Universitätsarchiv digitalisiert wird. Im ersten Schritt sind jetzt Tausende Aufnahmen aus der unmittelbaren Nachwendezeit eingestellt worden. Link: https://einheit.leipzig8990.de

    Eine echte Fundgrube! Mir hat es z.B. dieses Bild des legendären Eiscafés Florenz an der alten Location auf der Südseite der Georg-Schumann-Straße angetan.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Eine echte Fundgrube!

    Stimmt! :)


    Für alle, die jetzt schon auf der Suche nach Geschenken sind, hier eine Anregung:

    Größer - Anker-Steinbaukasten F. Ad. Richter & Cie. Rudolstadt.


    Als Alternative bietet sich dieses kreativitätsfördernde Spiel an:

    ...zumindest bei Architekten und Stadtverwaltern erfreut es sich immer noch großer Beliebtheit. :love: