• Deutschlandradio Kultur 28.01.2013: Von Brest nach Leipzig.

    Deutschlandradio Kultur 28.01.2013
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/reportage/1991488/

    Von Brest nach Leipzig
    Junge Franzosen in Deutschland
    Von Miranda Schiller

    Launiger Bericht über drei junge Franzosen, die nach Leipzig gezogen sind, um hier Musik zu machen. Und über die Probleme, auf die sie und andere stoßen: schwindende Freiräume, mangelnde Proberäume, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, vergleichsweise hohe Krankenkassenbeiträge etc.

  • Dunkel_Ich

    Als Mann vom Lande beobachte ich interessiert, wie die drei großen Städte im Freistaat vereint das Umland aussaugen. Wenn Halle das auch noch schafft, wird es in der Leipziger Tieflandsbucht wohl dunkel werden.

    Unser Dresden ist da aber doch etwas besonderes. Die Jagd nach Titeln wie "Weihnachtshauptstadt" wird nur noch von der Erfindung merkwürdiger Orden (demnächst wird ja wieder der Dresdner St. Georgs Orden verliehen) übertroffen.

    Während Landtag und Regierung des Freistaates in Dresden die TU, die Hochschulen, neue Universitäten und Forschungsinstitute massiv fördern, haben Landtag und Regierung in Leipzig geschlossen:

    - Deutsche Hochschule für Körperkultur
    - Handelshochschule
    - Literaturinstitut Leipzig .


    Zuletzt wurde die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft nach Nossen bei Dresden verlegt. Der Regierungsbezirk Leipzig wurde verkleinert; Döbeln an Mittelsachsen angeschlossen und damit Chemnitz zugeschlagen. Dadurch werden in Leipzig kleinere Behörden benötigt. Gut bezahlte Jobs fallen in Leipzig weg.

    Umso mehr erstaunt, dass - neben Dresden - auch Leipzig wächst und zwar obwohl es dort kaum Landesbeschäftigte gibt. Dank derer haben die Dresdner auch ein höheres Einkommen und die Arbeitslosigkeit ist geringer - sagt die Sächsische Zeitung aus Dresden.


    Wenn bei uns auf dem Land mal wieder kein Geld für öffentliche Projekte aus Dresden ankommt, können wir uns wenigstens in Dresden an den Einrichtungen des Freistaates erfreuen. Und gleichzeitig die Touristikzahlen der Landeshauptstadt verbessern.

    3 Mal editiert, zuletzt von Stahlbauer (23. Februar 2013 um 12:11)

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Als Mann vom Lande beobachte ich interessiert wie die drei großen Städte im Freistadt vereint das Umland aussaugen. Wenn Halle das auch noch schafft, wird es in der Leipziger Tieflandsbucht wohl dunkel werden.

    Halle verzeichnet seit 2010 einen Bevölkerungszuwachs (2010: +640; 2011: +742 - http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…4290#post364290; 2012 +896 - nach der kommunalen Statistik: http://www.halle.de/de/Rathaus-Sta…t-Hauptw-06101/ ). Bei einem negativen Geburtensaldo (2010: -741; 2011: -724) beruht das auf einer ebenfalls recht hohen Zahl an Zuzügen. 2010 betrug der Wanderungsgewinn bei 10.773 Zuzügen und 9.391 Fortzügen 1.382 ( http://www.halle.ihk.de/linkableblob/1…/_2011-data.pdf ). 2011 waren es bereits 1.458 Zuzüge (insgesamt 11.450) mehr als Fortzüge (9.992 - http://www.halle.ihk.de/linkableblob/2…k_2012-data.pdf ). Ähnliche Zahlen bei der kommunalen Zählung des Fachbereichs Einwohnerwesen:: 2010: 11.219 (+ 1.127); 2011: 11.904 (+1.435); 2012: 11.849 (+ 1.342) (http://www.halle.de/de/Rathaus-Sta…evoelker-06067/)

    Allerdings wildert Halle wohl weniger in der Tieflandsbucht, sondern mehr im Burgenlandkreis (2011: 5.647 Fortzüge), im Landkreis Mansfeld-Südharz (4.009 Fortzüge) und im Saalekreis (6.643 Fortzüge, wohl mehr Fortzüge im ehemaligen Landkreis Merseburg-Querfurt als im ehemaligen Saalkreis).

    PS: Nun schon mehrfach verlinkt, aber es paßt gerade so gut:

    Ruth Schmidt: Woher? Wohin? Zu- und Wegzüge 2011 in Chemnitz, Dresden und Leipzig. In: Statistischer Quartalsbericht III/2012, S. 7-13.
    http://www.leipzig.de/imperia/md/con…en/lz_qb123.pdf

    Leipzig und Dresden ziehen aus ganz Sachsen, neben Mittelsachsen vor allem aus den sächsischen Randlagen wie den Kreisen Görlitz, Bautzen, Erzgebirgskreis und Nordsachsen.

    4 Mal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (29. Januar 2013 um 20:58)

  • Zensus und Bevölkerungsprognosen

    Die ersten Resultat des Zensus, vor allem die Einwohner_innenzahlen für Bund, Länder und Kommunen und die Ergebnisse aus der Gebäude- und Wohnungszählung, wollen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nun im Frühjahr 2013 veröffentlichen. Als Termin wird offenbar der 10. Mai 2013, ein Tag nach Himmelfahrt und zwei Jahre nach dem Beginn der Volkszählung, angepeilt. Stichtag für die Erhebung war der 9. Mai 2011. Die detaillierten Ergebnisse der Auswertung sollen erst ab Frühjahr 2014 veröffentlicht werden.

    https://www.zensus2011.de/SharedDocs/Akt…d333?nn=3065474
    http://www.welt.de/print/die_welt…rg-Kompakt.html

    Anfang des Jahres wurde die 4. Landesprognose zur Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern von 2008 durch die Landesregierung unter Federführung des Landesentwicklungsministers Volker Schlotmann veröffentlicht, die bis 2030 als Planungsgrundlage dienen soll. Danach werden im Jahr 2030 noch rund 1,47 Millionen Einwohner_innen im Land leben. Aktuell sind es rund 1,63 Mio. Die einzige Großstadt, die Hansestadt Rostock, werde der Prognose zufolge bis 2030 einen Anstieg um etwa 10 Prozent erfahren. Von den vier Städten mit zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner_innen, Stralsund, Greifswald, Schwerin und Neubrandenburg, schneide lediglich die mit 95.300 Einwohner_innen knapp unter dieser Grenze liegende Landeshauptstadt mit einem erwarteten Bevölkerungsrückgang um rund 3 Prozent auf etwa 92.300 Einwohner im landesweiten Vergleich noch relativ positiv ab.

    Als Gründe für die Aktualisierung der Prognose aus dem Jahr 2008 wird angegeben, dass für die neuen Landkreise bisher noch keine Bevölkerungsprognosen vorlagen und es zwischenzeitlich neue Entwicklungen bei einigen demografischen Parametern gab. Der Bevölkerungsrückgang wird nicht ganz so dramatisch sein, wie es vor wenigen Jahren noch angenommen wurde. In Meck-Pomm werden demnach 2030 ca. zehn Prozent weniger Menschen als heute leben, allerdings auch rund 1,7 Prozent mehr, als in der vorhergehenden Prognose angenommen worden war. Die Prognose geht davon aus, dass sich die Wanderungsverluste abschwächen werden. Grund dafür ist, dass die die Migration bestimmende Altersgruppe (18- bis 30-Jährige) auf Grund der schwach besetzten Geburtsjahrgänge aus der ersten Hälfte der 90er Jahre deutlich kleiner wird.

    Die Verwendung der mit dem Zensus 2011 erhobenen Datenbestände sei voraussichtlich erst 2015 möglich.

    http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierung….jsp?&pid=42644

    Sachsen veröffentlichte - wie auch Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen -, zuletzt 2010 seine 5. regionalisierte Bevölkerungsprognose.
    http://www.statistik.sachsen.de/bevprog/
    Deren Erwartungen für Leipzig wurden ja hier ein paar Beiträge weiter vorn (# 167 http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…4102#post364102 ) bereits genannt.

    Ebenfalls von 2010 ist die letzte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes:

    Bevölkerung in den Bundesländern, dem früheren Bundesgebiet
    und den neuen Ländern bis 2060
    Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakte…berechnung.html

    Einmal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (31. Januar 2013 um 10:44)

  • Das Wirtschaftsministerium bastelte aus den vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes der Einwohner_innenzahl zum Stichtag 31. Dezember 2012 eine Pressemitteilung. Die Zahl von (hochgerechnet) 542.117 Einwohner_innen in Leipzig und damit 10.300 mehr als am 31. Dezember 2011 wurde ja bereits genannt. Der Anstieg in Leipzig ist nach wie vor allein den Zuzügen zu verdanken. Das seit 1965 herrschende Geburtendefizit fiel noch nie so gering aus wie 2011 - 177 mehr Todesfälle als Geburten. Zahlen für 2012 liegen noch nicht vor.

    In den ersten zehn Monaten des Jahres 2012 zogen 10.117 mehr Menschen nach Sachsen als aus dem Freistaat weg. Damit war der Überschuss zwischen Zu- und Wegzügen dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Allein im Oktober 2012 zogen 4570 Menschen mehr zu als weg - vor allem junge Menschen bis 25 Jahre, die sich an einer der Hoch- und Fachschulen einschrieben. Es ist der höchste Wanderungsgewinn pro Monat seit Januar 1991. Für das gesamte Jahr wird der höchste Wanderungsgewinn seit 1995 erwartet. Dennoch ging die Bevölkerungszahl Sachsens aufgrund des negativen natürlichen Saldos leicht zurück. Die landesweiten Bevölkerungszahlen für 2012 liegen noch nicht vor. Nach Berechnungen der Experten wird die Einwohnerinnenzahl bis 2025 weiter sinken.

    LVZ-Online, 10.02.2013
    Leipzigs Einwohnerzahl klettert auf über 542.000 – Sachsen steuert Rekord bei Zuzügen an
    http://www.lvz-online.de/nachrichten/mi…d-a-173840.html

    BILD, 10. Februar 2013
    Tausende ziehen nach Sachsen
    http://www.bild.de/regional/leipz…66968.bild.html

  • Für Hypezig gibt es eine neue STUDIE der TU Freiberg, erstellt im Auftrag der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.

    Bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Völkerschlachtdenkmal, unangenehm aufgefallen sind die vielen kaputten Gebäude.

    In den nächsten Jahren soll nach Möglichkeit wieder eine Studie erstellt werden, um Tendenzen erkennen zu können.

  • ^ Baufällige Häuser und Baustellen als Problem. Würde mich wundern wenn es da tatsächlich einen Zusammenhang gibt :confused:. Das Eine muss gelöst werden, damit sich das Andere von selbst auflöst. Aber hauptsache das Waffeleis beim Sightseeing schmeckt.

  • ^ Naja, das eine muss doch nicht per se etwas mit dem anderen zu tun haben. Wer über bestimmte Einfallstraßen in die Stadt kommt, sieht auch heute noch viele Ruinen, in der Innenstadt wiederum fallen die Bauarbeiten für den Citytunnel, für die Höfe am Brühl o.Ä. auf. Nur teilweise Zustimmen kann ich beim Thema ÖPNV - 1,60 für eine Kurzstrecke mit 4 Haltestellen vs. 1,40 für eine Kurzstrecke mit 6 Haltestellen in Berlin fällt schon negativ auf, dafür ist die Tageskarte mit 5,50 € im Deutschlandvergleich relativ günstig.

  • Zahlen für 2011 und erstes Halbjahr 2012

    In der kürzlich von der Stadtverwaltung veröffentlichten Präsentation

    Kleinräumiges Monitoring zur Stadtentwicklung
    Wohnungsmarktbeobachtung
    Ausgewählte Entwicklungen 2011/12
    http://www.leipzig.de/imperia/md/con…wohnen_2012.pdf

    gibt es u.a. auch Zahlen und Graphiken zu

    - Einwohnerentwicklung in Leipzig und Umland (2001–11) - Veränderungen zum Vorjahr in %

    - Wanderungsverflechtungen - Beispiele Umland und Alte Bundesländer - seit 2009 gibt es mehr Zuzüge als den Altländern als Fortzüge, 2011 waren es etwa 1000 Menschen mehr. Der Anstieg der Zuzüge aus den Alten Bundesländern betrug 2011 +18%. Gleichzeitig gab es 2011 auch wieder mehr Fortzüge ins Umland (+11%).

    - Wanderungssaldo der Stadt Leipzig gegenüber ausgewählten Gemeinden Westsachsens (2011). Weiterhin Wanderungsverluste ins direkte Umland - Markleeberg (-76), Taucha (-49), Großpösna (-29), Borsdorf (-28), Rötha (-16); höchste Wanderungsgewinne aus Mittelzentren Westsachens - Delitzsch (199), Borna (141), Grimma (110), Eilenburg (80), Oschatz (67).

    - Einwohnerentwicklung 2011 in den Ortsteilen: Von großem Einwohnergewinn Leipzigs 2011 profitieren viele Ortsteile, Anstieg der Gewinne im Leipziger Osten: Gewinn 4 % und mehr: Ortsteile Altlindenau, Lindenau und Plagwitz, Zentrum-Nord, Schönefeld-Abtnaundorf, Reudnitz-Thonberg, Dölitz-Dösen.

    - Einwohnerentwicklung 1. Halbjahr 2012 in den Ortsteilen: Höchste Gewinne in Leipziger Osten (Zentrum-Ost, Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf - Gewinn 2 % und mehr) und Dölitz-Dösen (maximaler Gewinn aller Ortsteile 3,0 %). Keine Gewinne in Südvorstadt und Schleußig.

  • Wenn man täglich über die Zschochersche Straße hoppelnd in die Stadt fährt, kann man sich eigentlich nur über euphorischen Meldungen und Berichte über Leipzig wundern.

    Das ZDF ist der Meinung "Die ganze Welt wandert nach Leipzig" und fragt ob "das bessere Berlin noch ein Geheimtipp oder schon ein Werbegag" ist.

    Designer Stefan Hölldoble findet Leipzig gut, weil gerade die ganze Welt nach Leipzig ziehen würde. Alles sei im Aufschwung und Stefan Hölldobler ist mittendrin.

    Über die dunklen Seiten Leipzigs berichtet regelmäßig Torsten Büttner

  • Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat die deutsche Hallen-Meisterschaften 2014 nach Leipzig vergeben. Das gab der DLV am Rande der diesjährigen Titelkämpfe in Dortmund bekannt. Leipzig war bereits viermal Austragungsort, zuletzt 2011.

    Vier Tage zuvor hatte der DLV die offizielle Bewerbung für die Freiluft-Europameisterschaften 2018 in Berlin eingereicht. .DLV-Präsident Clemens Prokop: "Wir haben noch einen Konkurrenten und das ist Budapest. Uns steht noch ein langer Weg bevor."

    Die Entscheidung für Budapest oder Berlin wird sicherlich Auschlag geben, ob die Idee von OBM Jung aufgeht, vorher noch die Hallen-Leichtathletik-Europameisterschaft 2017 nach Leipzig holen. Wer will, kann jetzt orakeln, ob und was die Vergabe der deutschen Meisterschaft bereits etwas damit zu tun hat.
    http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…5176#post365176

  • Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2015 findet in Leipzig statt

    Im Jahr darauf wird in Leipzig die Weltmeisterschaft im Hallenhockey stattfinden. Vom 2. bis 8. Februar 2015 werden die je zwölf besten Männer- und Frauenmannschaften der Welt in der Arena Leipzig spielen. Stephan Abel, Präsident des Deutsche Hockeybunds (DHB): „Wir haben mit dem Standort Leipzig bei der Hallen-WM 2003, der Feld-EM 2005 und der Hallen-EM 2012 exzellente Erfahrungen gemacht.“

    Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2013
    Hallen-Hockey-WM 2015 findet in Leipzig statt
    Männer- und Frauenteams zu Gast
    http://www.lvz-online.de/sport/regional…t-a-176865.html

  • Das Rauschen im Blätterwald in Bezug auf die Touristenzahlen 2012 war bereits im Vorfeld laut, jetzt scheint es offiziell: Lt. der Leipziger Touristik und Marketing GmbH (LTM) besuchten 1,34 Millionen Touristen die Stadt letztes Jahr. Das entspricht einem Zuwachs von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen stieg auf 2,48 Millionen, was einem Anstieg von 13,4 Prozent entspricht. Die Anstiege hätten die Prognose der LTM übertroffen. Inzwischen kommen 15,4 Prozent der Besucher aus dem Ausland. (Quelle)

    Erst 2009 sind zum ersten Mal über 1 Millionen Touristen nach Leipzig gekommen, die Zwei-Millionen-Marke bei den Übernachtungen erst 2010 durchbrochen. Der Wachstumstrend geht also steil nach oben. 2015, so das ergeizige Ziel der LTM, will man die 3-Mio-Marke bei den Übernachtungen erreicht haben.

  • ^ Ach Dresden. Nicht so viel die SZ-Jubelpresse lesen, lieber Stahlbauer ;)

    Ich denke, bei Leipzig geht es eher darum, die Stellung als B-Stadt in Sachen Tourismus künftig weiter zu festigen. Berlin, München, Frankfurt und eben auch Dresden bleiben auf lange Sicht unerreicht, zumal alle Großstädte vom Tourismusboom profitieren. Dafür dürfte Leipzig die Cebit-Stadt Hannover letztes Jahr überholt haben (aktuelle Zahlen von letztem Jahr liegen mir nicht vor) und wenn die 3-Mio-Grenze 2015 geknackt sein soll, ist Leipzig dann auch auf Augenhöhe mit dem größeren Stuttgart.

  • Bevölkerungswachstum in Dresden, Prognosen und Gründe

    Weil der Blick nach Dresden - an Längenvergleiche mag ich jetzt nicht denken :D - hier mittlerweile üblich ist und ein eigenes Dresden-Forum ja nicht existiert:

    Das Statistische Landesamt Kamenz und die Kommunale Statistikstelle Dresden haben eine neue Einwohner_innenprognose veröffentlich. Dabei gehen sie davon aus, dass im Jahr 2025 rund 556.700 Menschen in Dresden leben werden. Das sind 35.800 mehr, als noch vor einem Jahr vorausgesagt wurden.

    Am 30. Juni 2012 hatte Dresden 525.100 Einwohner_innen, für das Jahresende werden 530.900 bzw. 530.722 erwartet (Landesamt: 535 561). Die Gründe für die positive Entwicklung sind vielfältig und dürften in Leipzig nicht viel anders sein:

    Erstes steigen die Geburtenzahlen seit Jahren. In Dresden sollen sich bis 2025 die Zahlen der Drei- bis Fünfjährigen um 12,7 Prozent erhöhen, die der Sechs- bis 14-Jährigen sogar um 38,8 Prozent. Damit dürften die bisherigen Planungen für Kindertagesstätten und Schulen schon überholt sein. Etwa ab dem Jahr 2025 soll dann aber das späte Echo der niedrigen Geburtenraten um 1994 zu spüren sein und die Bevölkerungszahl stagnieren bzw. wieder sinken.

    Zweitens steigt die durchschnittliche Lebenserwartung, wobei für das Jahr 2021 von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 86,4 Jahren für Frauen und 81,3 für Männer ausgegangen wird.

    Drittens hat auch Dresden einen Zuzug zu verzeichen. Seit 2000 ziehen mehr Menschen in die Stadt als weg, 2011 gab es 27.690 Zuzüge, in diesem Jahr (2012 oder tatsächlich 2013) werden 28.500 erwartet. Im vergangenen Jahr lag das Wanderungsplus bei über 5.000. Fünf Sechstel des Bevölkerungswachstums ging und geht auf Zuwanderer_innen zurück, die Menschen kommen vor allem aus den alten Bundesländern und aus dem Ausland. In der aktuellen Prognose wird davon ausgegangen, dass ab dem nächsten Jahr die Zahl der Zuzüge wieder sinken wird.

    DNN-Online, 01.03.2013
    Neue Prognose für Dresden: Bis 2025 leben über 550.000 Menschen in der Stadt
    http://www.sz-online.de/nachrichten/dr…ht-2515326.html

    SZ, 22.02.2013
    Dresden wächst schneller als gedacht
    http://www.sz-online.de/nachrichten/dr…ht-2515326.html

    DNN-Online, 10.12.2012
    Zahl der Zuzüge nach Dresden auf Rekordniveau
    http://www.dnn-online.de/dresden/web/dr…iveau-217988277

  • Cowboy

    Leipzig hat also ein Ziel vor Augen. Wenn ich mir allerdings vorstelle, ständig Tourigruppen auf dem Markt in Leipzig durchqueren zu müssen.....

    Das ist auf dem Dresdner Neumarkt heute schon so. Dabei ist der deutlich größer als der Markt in Leipzig.

    Die von Dresden bzw. LEIPZIG in Auftrag gegebenen Tourismusstudien zeigen signifikante Unterschiede. Während Leipzig einen erheblichen Anteil an Gästen aufweist, die zum wiederholten Male Leipzig besuchen und nochmals wieder kommen wollen, haben die wenigsten Besucher Dresdens die Absicht, noch einmal nach Dresden zu kommen. Aber sie empfehlen Dresden gerne weiter.

  • Auf "jetzt.de", dem Online-Magazin der Süddeutschen Zeitung
    setzt sich ein Artikel mit dem konstatierten Boom von sogenannten Kollektivhäusern auseinander:


    jetzt.sueddeutsche.de

    Modhinweis Cowboy: Zitat aus der Süddeutschen gelöscht. Bitte gemäß den Richtlinien keine Zitate aus der Presse einbinden.