• Klingerschule | Sanierung und Neubau Dachgeschoss

    Bald drei Jahre (!) nach sweet_meats Beitrag zur begonnenen "Gesamtsanierung und Neubau Dachgeschoss" bei der Klingerschule sind die Bauarbeiten immer noch im Gange. Das neu aufgebaute Dachgeschoss des denkmalgeschützten Schulgebäudes von 1875 scheint immerhin fertig zu sein, und so schlimm wie befürchtet ist es nicht geworden. Von der Straße nimmt man es kaum wahr. Von der Fichtestraße gesehen ...



    ... und vom Hermesweg:



    Bilder: Schmittchen

  • Bonjour tristesse: Gymnasium West (Am Römerhof)

    Wer möchte da nicht noch einmal Schüler sein? Das von main1a in #199 vorgestellte Provisorium des Gymnasiums West:



    Bild: Schmittchen


    Wurde die isolierte Lage in einem hässlichen Gewerbegebiet, hinter einem Bowlingzentrum, und die schlechte ÖPNV-Anbindung schon erwähnt?

  • Neubau Turnhalle Schillerschule; update

    Anknüpfend an die Vorstellung des Projekts hier, ein kurzes Update:


    Schon vor den Sommerferien war mit dem Bau der neuen Turnhalle im Schulhof der Schillerschule begonnen worden. Angekündigt hatte sich der Baubeginn durch umfangreiche Verkehrsumleitungen westlich des Schweizer Platzes. Der Schulhof wurde in den öffentlichen Straßenraum der Morgensternstraße verlegt, die zu diesem Zweck bis auf weiteres eingezogen und für den Fahrzeugverkehr gesperrt wurde, weil der Schulhof - wie man leicht erkennt - während der Bauarbeiten vollständig entfällt. Mit Ferienbeginn wurden die Tiefbauarbeiten intensiviert, erforderlich ist ein aufwändiger Baugrubenverbau zum Schutz der umliegenden Bebauung, der im Untergrund der Nachbargrundstücke verankert werden muss (die Maschine für die Ankerbohrungen ist schon da). Bewehrt wird der Verbau zu den Gebäuden hin mit Spritzbeton, ansonsten klassisch mit Holzbohlen.




    Der Bau wird wohl aus dem Untergrund aufragen, diese Metallplatten könnten Musterstücke der Fassade sein.



    Bilder von mir

  • Schulcampus Westend

    Nachdem im März 2018 (siehe #200) über die Bau- und Finanzierungsvorlage berichtet wurde, ist jetzt der Auftrag für das kombinierte Gymnasiums- und Grundschulgebäude vergeben worden.


    Lageplan; über die Architektur ist nichts bekannt, lediglich das Flächenprogramm ist veröffentlicht worden.


    Bauen wird den Schulkomplex die Schweizer Firma ERNE AG Holzbau aus Laufenburg, die bereits mit dem Bau des Gymnasiums Nord auf dem Riedberg betraut worden war.


    Zitat

    Neubau schlüsselfertig inklusive anteiligen Planungsleistungen. 6-zügige Grundschule und 6-zügiges Gymnasium mit Klassen- und Betreuungsräumen, Küche, Speiseräumen, Naturwissenschaftliche Fachräumen, Sanitär- und Toilettenräumen, Verwaltungs- und Büroräumen, Nebenräumen. ca. 10.750 m² NF ca. 3.530 m² VF ca. 350 m² TF vorgefertigte Modulbauweise: ca. 16.250 m² BGF ca. 60.000 m³ BRI 3-geschossig, Gebäudeklasse 3, Sonderbau Gründung: ca. 5.400 m² Grundfläche Gründung, Außenwände, Innenwände, Decken, Dächer, Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen, Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische Anlagen, Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, Förderanlagen, Küchentechnische Anlagen, Gebäudeautomation, Sonstige Maßnahmen für technische Anlagen

  • ^ Danke. Auf dem Lageplan ist das ausführende Büro eingetragen: GMP aus Berlin. Wer hätte das gedacht...? Auf ihrer Website findet sich dazu allerdings noch kein Eintrag.


    Ebenfalls im Lageplan ersichtlich ist der kammartige Aufbau mit drei Zacken und zwei teilüberdachten Zwischenflächen. 2 kleine Schulhöfe werden zwischen den Zacken übrigbleiben. An der Miquelallee östlich gibt es eine Reservefläche für eine Turnhalle. Südlich davon schließen sich die Sportanlagen und Außenflächen an. Beidseitig wird es reichlich Fahrradstellplätze geben, direkt an der Miquelallee werden 39 PKW-Stellplätze zur Verfügung stehen. Neben dem Gymnasium gibt es die oben erwähnte Grundschule sowie eine Cafeteria mit 180 Sitzplätzen.

  • Sanierungsfall Dahlmannschule (Schwimmbad)

    An dieser Stelle war zuletzt über den Neubau der Dahlmannschule im Ostende berichtet worden. Im Sommer 2017 wurde sie bezogen und machte nicht nur durch die üblichen Kinderkrankheiten von sich Reden (s. z.B. FR vom 15.12.2017).


    Inzwischen ist klar, das komplette Untergeschoss muss saniert werden. Darüber berichtet das zuständige Amt für Bau und Immobilien.


    Zitat

    Nach intensiver und aufwendiger Ursachenforschung hat das Amt für Bau und Immobilien (ABI) der Schulleitung und dem Schulelternbeirat der Dahlmannschule vor Ort das Ausmaß der Schäden und die aktuellen Kenntnisse zur Entstehung im Schwimmbad und Umkleidebereich der Turnhalle vorgestellt. Die Bestandsaufnahme hat ergeben, dass das Untergeschoss im Gebäude vollständig vom Wasserschaden betroffen ist.
    Nach Feststellung des Wasserschadens im November 2017 sind bis heute bereits umfangreiche Arbeiten, wie die Gutachtenerstellung, Probebohrungen, Trocknungsarbeiten, Planungsarbeiten, sowie Ausschreibungen und Beauftragungen durch das ABI erfolgt. Für die weiteren Sanierungsmaßnahmen geht das ABI aktuell von einer Fertigstellung im Herbst 2019 aus.


    Die Sanierung verläuft dabei in den Phasen Rückbau, Technische Untersuchung, gefolgt von der konkreten Sanierung hin zum Wiederaufbau und der abschließender Inbetriebnahme. Zu den konkreten Maßnahmen gehören beispielsweise der Rückbau aller Fliesen sowie der Dämmung, die Untersuchung des Wassernetzes, die Erneuerung des gesamten Estrichs und der Austausch aller Fußböden im Untergeschoss des Schwimmbads und der Turnhallenumkleiden.


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  • Neubau + Erweiterung Jüdische Schule an der Westendstr. 45-47+43

    Der Neubau der Schule an der Westendstraße 45-47 (ich habe nur diesen Beitrag dazu gefunden) ist soweit ich das erkennen konnte im Rohbau abgeschlossen



    nebenan bekommt die Westendstraße 43 eine neue Fassade


  • IGS Riedberg

    Zuletzt hatte @epizentrum 2016 über das Projekt IGS Riedberg berichtet. Jetzt gibt es wieder eine Spur, die Bau- und Finanzierungsvorlage M_223_2018 "Integrierte Gesamtschule Riedberg mit Turnhalle und Regionalem Beratungs- und Förderzentrum". Ihr entnehmen wir viele Details zu Kosten und eine ausführliche Entwurfsbeschreibung, aber nichts bildhaftes.


    Die Gesamtkosten werden mit über 46 Mio € beziffert. Aus der Entwurfsbeschreibung ergibt sich immerhin, dass das Büro h4a-Gessert Randecker Architekten aus Stuttagrt den Entwurf verfasst hat. Auf deren Webseite ist immerhin auch eine bildhafte Spur zu sehen.

  • Neubau Schulcampus Miquelallee - Adorno-Gymnasium und Grundschule

    Auf einem vormals von den US-Streitkräften genutzten Grundstück an der Miquelallee, begrenzt von der Eschersheimer Landstraße und der Hansaallee, plant die Stadt die Errichtung Gymnasiums, einer Grundschule und einer Sporthalle. Bei dem Gymnasium handelt es sich um das derzeit an der Höchster Palleskestraße untergebrachte frühere Gymnasium Nied, im vergangenen Jahr in Adorno-Gymnasium umbenannt. Für dieses Gymnasium wird derzeit für über 50 Millionen Euro ein Provisorium auf dem früheren Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule errichtet, weiter westlich an der Miquelallee gelegen.


    Der neu zu bauende Schulcampus an der Miquelallee und der Hansaallee soll aus dem sechszügigen Gymnasium, einer vierzügigen Grundschule sowie einer Sporthalle bestehen. Auf einer Gesamtfläche von 18.700 Quadratmetern sollen insgesamt rund 2.000 Schüler von rund 150 Lehrkräften unterrichtet werden. Die Sporthalle mit sechs Feldern soll nicht nur von diesen beiden Schulen, sondern auch von der benachbarten Holzhausenschule genutzt werden.


    Für den Neubau wurde ein Realisierungswettbewerb ausgerichtet, der im vergangenen Dezember entschieden wurde. Ein erster Preis wurde unter den 19 zur Auswahl stehenden Entwürfen nicht vergeben. Einen gemeinsamen zweiten Preis erhielten die Bietergemeinschaften h4a Gessert + Randecker Generalplaner und Glück Landschaftsarchitektur (beide aus Stuttgart) sowie Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbH (Frankfurt) und Mijaa Raummanufaktur Architekten (Darmstadt) mit Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin). Mit den Trägern des zweiten Preises wird die Stadt nun jetzt Gespräche führen, um die Entwürfe weiter zu verbessern. Das Projekt soll mit einer der beiden Bietergemeinschaften realisiert werden. Ferner wurde ein dritter Preis wurde an das Büro Hess/Talhof/Kusmierz mit Burger Landschaftsarchitekten (beide München) vergeben. Der vierte Preis ging an Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH (Wien) mit dem Büro HKK Landschaftsarchitektur GmbH (Frankfurt).


    Alle eingereichten Arbeiten des Wettbewerbs sind vom 23. Januar bis 3. Februar 2019 im Atrium des Planungsdezernats, Kurt-Schumacher-Straße 10, ausgestellt.


    Ein zweiter Preis (Visualisierungen lassen sich mit Mausklick vergrößern):

    Bild: h4a Gessert + Randecker Generalplaner und Glück Landschaftsarchitektur


    Der andere zweitplatzierte Entwurf:

    Bild: Wörner Traxler Richter mit Büro Topothek 1 GmbH Landschaftsarchitekten


    Dritter Preis:

    Bild: Büro Hess / Talhof / Kusmierz mit Burger Landschaftsarchitekten


    Vierter Preis:

    Bild: Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH mit Büro HKK Landschaftsarchitektur


    Weiterführende Informationen: Pressemitteilung der Stadt Frankfurt, FNP-Artikel.

  • Zwei 2. Plätze, die zumindest ästhetisch in komplett anderen Ligen spielen.


    Der Entwurf von h4a Gessert + Randecker Generalplaner und Glück Landschaftsarchitektur wirkt stimmig und passt sich perfekt in die neue Campusmeile zwischen Frankfurt School, Bibliothek und Campus Westend ein. Die detailreiche Fassade erinnert mich etwas an das neue historische Museum. Klasse-Entwurf!


    Die Anmutung des Entwurfs von Wörner Traxler Richter mit Büro Topothek 1 ist ernüchternd. Langgezogene Baukörper wie gegenüber beim Polizeipräsidium mögen die pragmatischste Option sein, aber hier wäre aus meiner Sicht eine Chance vertan, der gesamten Straßensituation etwas mehr Leben einzuhauchen.

  • Weil nach dem Standort gefragt wurde, hier rot umrahmt ungefähr die geplante Lage an der Miquelallee, begrenzt von Hansaallee und Eschersheimer Landstraße:



    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 01.2019, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation | Markierung: Schmittchen


    Der provisorische Seminarpavillon der Goethe-Universität im Südwesten des vorgesehenen Baugeländes muss dem Schulcampus natürlich weichen. Die letzten zwei dort verbliebenen Wohnblocks der US-Armee, derzeit als vorläufiges Studierendenwohnheim genutzt (Info), ebenfalls. Das geplante Tauschgeschäft mit dem Land Hessen wurde bereits oben in #189 ff. erwähnt.


    Das ehemalige Sportgelände für das heute schon angesprochene Schulprovisorium ist links im Bild zu sehen. Der temporäre Schulcampus in Holz-Modulbauweise wurde, epizentrum hat es oben erwähnt, von gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner entworfen. Der Bau hat begonnen. Es wird mit Kosten in Höhe von 56 Millionen Euro bei einer geplanten Nutzungsdauer von fünf Jahren gerechnet (Quelle). Visualisierung:



    Bild: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner


    Der frühere Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule Ende März 2018, bereits damals wurden Bäume gefällt:



    Teilansicht des provisorischen Seminarpavillons der Universität, dahinter das seinerzeit noch nicht fertig gestellte Hochhaus des DIPF (mittlerweile umbenannt in "Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation"):



    Bilder: Schmittchen

  • Schön das in Frankfurt endlich mal wieder größere Schulgebäude geplant werden! Bleibt zu hoffen das diese Neubauten, aber auch die anderen Bestandsgebäude, baulich unterhalten werden, damit irgendwann eine Sanierung nicht unwirtschaftlich ist und neu gebaut werden muss.


    Beim Entwurf von h4a Gesser + Randecker finde ich gut das die Gestaltung vom Unicampus aufgegriffen wird. Wenn es bei den beigen Klinkern bleibt sollte noch mehr mit einer Struktur gearbeitet werden. Beim mittleren Gebäude sollten an der Seite die Fensterachsen regelmäßiger gesetzt sein und dann mit Laibungen die Fassade stärker als Relief strukturiert werden. Den diagonalen Stützen im EG bzw. im EG und 1. OG kann ich nichts abgewinnen. Besser rund und mit Anthrazit farbigen Metall verkleiden (farblich Bezug zu den Fenstern nehmen), das wirkt eleganter und ruhiger.
    Das versetzen der Gebäude wirkt der überlangen Straßenfront entgegen schafft aber einen nicht nutzbaren Vorplatz der dann hinten beim Schulhof fehlt.


    Beim Entwurf von Wörner Traxler Richter mit Büro Topothek 1 entstehen keine Vorplätze und ich vermute das sie deswegen wahrscheinlich mehr Schulhoffläche haben. Aber die Gliederung der Straßenfront wirkt sehr unruhig und sie könnte auch anders gestaltet sein damit sie nicht überlang wirkt. Ob die Treppenanlagen und die Foyers von außen so wahrnehmbar sein werden stelle ich in Frage. Nebenbei erinnert mich das an das Neckermann Gebäude in Fechenheim. Die stark zurückgesetzten Räume im EG und 1.OG werden als Unterrichtsräume sicherlich mangels Tageslicht nicht nutzbar sein. Der überdachte Bereich muss zumindest in den Wintermonaten (wahrscheinlich wegen der Bäume ganzjährig) auch tagsüber beleuchtet sein damit Fußgänger und Nutzer sich dort Willkommen fühlen.


    Der letztgenannte Kritikpunkt gilt noch stärker beim Entwurf von Hess / Talhof / Kusmierz weil die zurück gesetzten Räume sich über 2/3 der Gebäudefront erstreckt. Warum auch noch die darüber liegenden Räume mit ihren Nord-Fenstern ein Überdachung, also einen Sonnenschutz, bei dem sehr hohen Baumbestand in der Miquelallee erhalten ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch die „Kaisertreppe“ als zentraler Zugang zum Vorplatz im 2. OG erschließt sich mir nicht. Pluspunkt sind die Pausenflächen auf dem Dach. Die Frage ist aber: Wie weit trägt der „Lärm“ in die Nachbarschaft bei Pausen?


    Beim Entwurf von Dietrich Untertrifaller finde ich die Fensterlaibungen zur Eschersheimer Ldstr. gut und läßt dadurch die Fassade zur Miquelallee noch großflächiger und flacher erscheinen. Die wenigen Fensterflächen steigern diese Wirkung noch. Auch hier scheint es das die Pausenhöfe in die Höhe verlagert aber diese „Eingehaust“ wurden. Gegenüber Hess / Talhof / Kusmierz aber insgesamt gefälliger gelöst und nimmt lobenswerterweise auch Bezug zum Unicampus.

  • Der provisorische Seminarpavillon der Goethe-Universität im Südwesten des vorgesehenen Baugeländes muss dem Schulcampus natürlich weichen.


    Was hier nicht erwähnt wird: Anlässlich der Podiumsdiskussion zur Campusmeile am 26. November 2018 sagte die Uni-Präsidentin, dass der Seminarpavillon provisorisch an einen anderen Standort umziehen soll.

  • ehem. DIPF wird Grundschule (Schloßstraße 29-31)

    Die Stadt will das nach dem Umzug des DIPF frei gewordene Gebäude Schloßstraße 29-31 in eine Grundschule umzubauen. Das jedenfalls legt die Ausschreibung entsprechender Planungsleistungen durch das städtische ABI nahe:



    Entsprechende Überlegungen sind nicht ganz neu, aber wiederholte Sachstandsanfragen aus dem OBR sind immer nur vage beantwortet worden. Konkret wurde das Projekt anscheinend erst Anfang 2018, nach Übergabe der Liegenschaft an die Stadt. (Q)

  • Europäische Schule

    Die Europäische Schule an ihrem Standort zwischen der Nordweststadt und Nierursel (siehe Karte) "platzt aus allen Nähten", berichtet die FAZ heute (EDIT: Artikel hinter Bezahlschranke). Das ist an sich nichts Neues; denn schon mit Bezug des rasch errichteten Erweiterungsbaus 2015 - siehe #170 - war klar, dass langfristig eine größere Lösung her muss. Die Schmerzgrenze scheint schon bald darauf erreicht gewesen zu sein. 2017 schon wollte die für diese Bauten verantwortliche Bundesregierung (hier: das Bildungsministerium) eine Entscheidung für einen Neubau an einem anderen Standort fällen. Das Grundstück muss aber die Stadt stellen. Und dies ist bis heute nicht geschehen.


    Und jetzt könnte wieder einmal eine Frankfurter Posse folgen: Auf der EZB-Wunschliste für einen neuen Schulstandort ganz oben steht das Mainufer gegenüber der EZB-Zentrale. Genauer ist das Sportgelände an der Gerbermühlstraße anvisiert, siehe auf der Karte. Das weitläufige Gelände ist ein Standort von mehreren, welche die Stadt "gleichberechtigt" prüft, zititiert die FAZ den Baudezernenten Jan Schneider. Allerdings würden für dieses Grundstück gleich zwei große Brocken aus dem Weg zu räumen sein. Einerseits nutzen zwei Sportvereine (VfL Germania 1894, SV 1894 Frankfurt/Main-Sachsenhausen) die Anlagen, und außerdem gehört die Fläche zum Grüngürtel. Es wären jeweils Ausgleichsflächen zu finden und bereitzustellen. Das ist eine größere Herausforderung.


    Wenn man sich das Areal von den Mainwasen bis Oberrad allerdings anschaut, sieht man neben den schützenswerten Äckern und Gärtnereibetrieben (bspw. für die Kräuter der Frankfurter Grünen Soße) auch eine den Sportanlagen vergleichbar große Fläche von Kleingartenanlagen in bester Lage am Ufer an der Osthafenbrücke links und rechts der Gerbermühlstraße. Warum stehen nicht diese Flächen zur Debatte?


    Da fragt man sich schon - und einmal mehr! -, ob die Freizeitbelange von in diesem Fall etwa 100 Frankfurter Bürgern Vorrang genießen vor Sport und Bildung für eine deutlich größere Zielgruppe.


    Zur Erinnerung: Um die Kleingartenanlagen, konkret die der KGV Mainwasen (Anlage I) tobte vor dem Bau der Osthafenbrücke ein erbitterter Kampf, weil für den südlichen Brückenkopf einige Gärten weichen mussten.


    Absolut unverständlich, dass die Stadt regelmäßig, wenn es um dieses Thema geht, den Konflikt scheut wie jemand, der eine Leiche im Keller hätte. Ich bleibe dabei: Kleingärten in der zentralen urbanen Zone sind im Jahr 2019 ein Luxusangebot für wenige. Sie sollten am Rand der Stadt liegen. Wenn diese wächst, sollte es kein großes Problem sein, neue Gärten in guter Erreichbarkeit, aber außerhalb der Wohngebiete zu finden.


    Die scheinbare Unantastbarkeit von Kleingartenanlagen hemmt immer wieder eine sinnvolle Stadtentwicklung.

  • Ich stimme hier voll und ganz zu. Kleingärten sind ein Luxus in einer wachsenden Stadt und man muss sehr gut prüfen ob der Nutzen den sie für wenige (Erholung, Selbstversorgung) und für die Allgemeinheit (Frischluftschneisen, Grünflächen)haben, wirklich den Wert für die Allgemeinheit aufwiegen welche diese Flächen hätten wenn man sie anderweitig (Schulen, Wohnraum, Verkehrsflächen) verwenden würde. Es ist eine Diskussion die leider viel zu emotional geführt wird, wo Rationalität nötig ist. Ich bin an dieser Stelle radikal und sage dass alle Kleingärten die in einem Umkreis von 3-4 km um das Stadtzentrum (sagen wir mal definiert durch den Anlagenring) zum Diskurs für eine Umnutzung stehen sollten.
    Dies gesagt, dier Umzug der europäischen Schule hätte auch den Vorteil dass damit die Schneise für die Stadtbahn (RTW) zum Nordwestzentrum wieder frei würde.

  • Das Frankfurter Amt für Bau und Immobilien hält es für möglich, die Europäische Schule auf dem bewussten Areal zu bauen und gleichzeitig das Sportgelände Mainwasen zu erhalten. Das steht in der gedruckten Samstagsausgabe der FAZ. Die Fußballvereine würden dabei einen zweiten Kunstrasenplatz erhalten, der vorhandene bliebe bestehen. Der westliche Teil des Areals stünde einem Neubau der Europäischen Schule zur Verfügung. Gedacht ist an viergeschossige Gebäude mit etwa 48.000 m² Bruttogrundfläche, dies ergibt eine bebaute Fläche von rund 12.000 m². Die beiden Fußballplätze könnten an Werktagen vormittags dem Schulsport dienen und zu den übrigen Zeiten den Fußballvereinen zur Verfügung stehen. Entfallen müsste der Fußballplatz mit Naturrasen, der Hartplatz und der heutige Standort des Vereinsheims samt Funktionsräumen. Letzteres soll ohnehin erneuerungsbedürftig sein, es könnte weiter östlich neu gebaut werden.


    Gleichzeitig ist an eine Verlegung der Gerbermühlstraße nach Süden gedacht, an die Bahnlinie also, bis auf Höhe der Osthafenbrücke. Stadtauswärts würde sich die Straße nach dem Deutschherrnviertel geradeaus fortsetzen. Die beiden engen Kurven würden entfallen. Die Europäische Schule hätte damit direkten Zugang zum Main und erhielte gleichzeitig Flächen für eine mögliche spätere Erweiterung.


    Die Stadt hat sich noch nicht auf einen neuen Standort für die Europäische Schule festgelegt. Sie will verschiedene Grundstücke im Stadtgebiet gleichberechtigt untersuchen. "Es gibt noch keine Vorfestlegung" wird im Artikel ein Sprecher des Baudezernats zitiert. Entsprechendes ergibt sich aus einer =35044654"]Pressemitteilung der Stadt vom 12. Februar.



    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2019, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

  • Schulcampus Westend - Übergangsquartier in Holzmodulbauweise

    Auf einem früheren Sportgelände zwischen der Miquelallee und der Philipp-Holzmann-Schule wird zur Zeit für geplante Kosten von 56 Millionen Euro ein temporärer Schulcampus in Holzmodulbauweise gebaut. Wie oben erwähnt, stammt der Entwurf aus dem Büro gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, in #211 gibt es eine Visualisierung. Heute wurde das letzte Modul eingebaut. Dazu eine Pressemitteilung der Stadt und zwei Fotos:


    [INDENT]Die weltweit größte in Holzmodulbauweise errichtete Schule steht im Rohbau: Am Dienstag, 18. Juni, ist das letzte der rund 350 Holzmodule für den Schulcampus Westend montiert worden. Nach Abschluss des Innenausbaus werden zu Beginn des kommenden Schuljahres mehr als 2000 Schüler des Adorno-Gymnasiums und der Holzhausenschule das Übergangsquartier an der Miquelallee beziehen. „Durch die Verwendung vorgefertigter Holzmodule erhalten wir in kürzester Zeit ein hochwertiges Gebäude mit rund 100 Klassenzimmern, Fachräumen, Mensa und zwei Schulhöfen“, betont Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Dank des großen Engagements aller Beteiligter gelingt es uns, den äußerst ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten.“


    Das Gebäude für die beiden Schulen wird in weniger als einem Jahr Bauzeit errichtet. Im September 2018 begannen die Erdarbeiten auf dem ehemaligen Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule. Seit Anfang 2019 wurden die bis zu 19 Meter langen und 20 Tonnen schweren Holzmodule montiert. Sie wurden im Werk der Firma Erne Holzbau in der Schweiz gefertigt und zeitgenau zur Baustelle in Frankfurt gebracht. Ein Autokran hob sie vom Tieflader und platzierte sie an der vorgesehenen Stelle des Gebäudes. Rund 5000 Kubikmeter Holz aus mitteleuropäischen Wäldern wurden für die Produktion der Module verwendet – eine Menge, die in deutschen Wäldern in nur 30 Minuten nachwächst. „Wir haben hier ein sehr nachhaltiges Gebäude“, betont Schneider. „Ein Holzbau verursacht nur ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen eines vergleichbaren Massivbaus.“


    Nachhaltig ist die Investition von mehr als 50 Millionen Euro auch deshalb, weil die Holzmodule abgebaut und an anderer Stelle verwendet werden können, wenn sie nicht mehr für den Schulcampus Westend benötigt werden. Etwa fünf Jahre lang soll das Übergangsgebäude stehen. Dann wird die Holzhausenschule auf ihr saniertes Gelände an der Bremer Straße zurückkehren und das Adorno-Gymnasium wird seinen endgültigen Standort zwischen Hansaallee und Eschersheimer Landstraße beziehen.[/INDENT]






    Bilder: Bernd Kammerer, © Stadt Frankfurt am Main

  • ^ GMP teilen auf ihrer Website mit, dass bereits am 30. Juli Richtfest gefeiert wurde. Bilder, eine Liste der am Entwurf beteiligten Firmen und weitere Informationen sind dort ebenfalls zu finden.