^ Danke für die Infos. Das Haus Moses Lazarus ist doch historisierender als auf dem Video zu sehen, und passt doch eher in die norditalienischen Städte wie Mailand und Turin als nach London. Die Geschichte des Deutsch-Israelischen Gemeindebundes als einer der Vorläufer des heutigen Zentralrats der Juden in Deutschland, ist auch ziemlich interessant.
Leipziger Kaffeeklatsch
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Zitat von Saxonia
Ich glaube das besagte Eckhaus stand an der vorderen Brandwand Richtung Ranstädter Steinweg.
Ja, es ist die Brandwand des vorderen Gebäudes, und wie hedges später schrieb, streckte sich der heute fehlende Blockrand über beide Brandmauern aus. Heute haben wir an gleicher Stelle diese städtebaulich völlig verhunzte Situation. Das benachbarte Gebäude rechts, das letzte historische im westlichen Ranstädter Steinweg, sieht man im Video bei Minute 11:21 kurz am rechten Bildrand.
Zitat von SaxoniaMich hat vor allem die Markisendichte beeindruckt.
Generell muss man konstatieren, dass es entlang der heute oftmals verwaist wirkenden Magistralen sehr geschäftig zuging, und die ganze Szenerie in dem Video heute so was wie der Höhepunkt urbanen Lebens darstellen würde.
Zitat von hedgesFür mich sind mehrere Aspekte in dem Video ganz interessant. Erstens, die städtebaulich wesentlich ungünstigere, und im historischen Kontext betrachtet extreme, Breite des nördlichen Rings zwischen dem Hotel Astoria und Ranstaädter Steinweg.
Das ist in der Tat schlimm. Bevor Dinge wie ein komplettes Fahrverbot für den Ring diskutiert werden, sollte m.E. eine öffentliche Diskussion darüber stattfinden, den Tröndlin- und Goerdelerring zumindest annähernd wieder auf ihr historisches Maß zurück zu bauen. Die Innenstadt würde dabei an Fläche hinzugewinnen. Bei Minute 10:18 müsste links die verloren gegangene Matthäikirche kurz zu sehen sein.
Beeindruckend auch, wie dicht bebaut die östliche Vorstadt einst war. Der Krystallpalast ist bei Minute 7:45 rechts zu sehen. Folgerichtig, dass das heute meist von Brachen und Ruinen gesäumte Gebiet wieder auf historischem Stadtgrundriss neu bebaut werden wird.
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Hatte beim Lesen der Überschrift schon gehofft, dass es nach über 8 Jahren endlich wieder topaktuelle Streetview-Bilder von Leipzig zu sehen gibt. Aber nach dem aberwitzigen Datenskandal hat Google keine Lust mehr, neues Bildmaterial, das auch dem Forum zugute gekommen wäre, zu veröffentlichen. Und während die Google-Straßenpanoramen in Polen, Tschechien und sogar Botswana jeden Feldweg umfassen, beschränkt sich das Datenmaterial in Deutschland weiterhin nur auf die zwanzig größten Städte.
Google auf Kamerafahrt durch Leipzig: Karten sollen aktualisiert werden
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Eine recht interessante Reportage eines ZDF-Reporterteams über Social Bots und Trolle in den sozialen Netzwerken, wenn es um Stimmungsmache gegen Flüchtlinge geht. Nach intensiven Recherchen taucht dieses Phänomen fast ausschließlich auf rechten Seiten auf: Die Manipulation der öffentlichen Meinung. Angeblich 44 Prozent der Anti-Merkel-Stimmen bei AfD, Pegida & Co. auf Facebook seien Fakes, deren Accounts in den USA liegen. Bei den etablierten Parteien hingegen würde das Problem nicht bestehen. So ergibt sich auf Facebook und Twitter ein Übergewicht von Seiten mit rechtsextremen Gedankengut und verfassungsfeindlichen Inhalten.
Ein weiteres Problem seien "normale" User, die sich ausschließlich in Facebook und auf Twitter informieren und sich im Social Web radikalisieren. Der Bundesvorsitzender der Polizeigewerkschaft sieht demokratische Inhalte auf Facebook inzwischen stark unterrepräsentiert.
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Während der Legida/Pegida-Hochzeiten war ich öfter mal auf deren Facebook-Seiten, das war schon einigermaßen gruselig. Die leben in ihrer ganz eigenen Parallelwelt (oder waren das auch nur Trolle?).
Inzwischen habe ich meinen Facebook-Account gelöscht. Die Seite macht einen bloß kirre und potenziert die Desinformation durch das Internet ins Unendliche. Im Grunde funktioniert Facebook so wie klassische Medien: Negative Meldungen erzeugen mehr Klicks als positive Meldungen. Die soziale Komponente wirkt aber wie ein Verstärker, lässt die Meldungen außerdem plausibler erscheinen, weil sie von befreundeten Individuen kommen, nicht von der "Lügenpresse".
Mir wär's ganz recht, wenn man Facebook komplett den radikalisierten Spinnern überließe. Demokraten sollten sich ganz zurückziehen. Dann wird deutlicher, dass Facebook ein Desinformationsghetto ist.
Soziale Medien galten (zumindest mir) mal als Katalysatoren für Demokratie. Davon ist nix mehr zu erkennen.
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Versteh das Problem nicht so wirklich. Radikale Gruppierungen nutzen halt die Kommunikationsmedien, die ihnen zur Verfügung stehen. Diese Parallelwelten im Internet gibt es nicht erst seit Facebook sondern solang es das Internet selbst gibt. Und gerade bei Facebook ist es eigentlich besonders einfach, Dinge die einen nicht interessieren oder offensichtlich Unsinn sind, auszublenden.
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Schau dir den ZDF-Beitrag an, dann verstehst du vermutlich, was das Problem ist.
Tipp: Das Problem ist natürlich nicht, dass es auf Facebook Unsinn gibt, den man nicht ausblenden könnte. Und das Problem ist auch nicht, dass es im Internet Parallelwelten gibt. Die gab es schon anno dazumal im Usenet.
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Beeindruckend auch, wie dicht bebaut die östliche Vorstadt einst war. Der Krystallpalast ist bei Minute 7:45 rechts zu sehen. Folgerichtig, dass das heute meist von Brachen und Ruinen gesäumte Gebiet wieder auf historischem Stadtgrundriss neu bebaut werden wird.
Das ist mir auch so aufgefallen. Hier muss man auch ganz klar sagen, dass es ohne dortige Kriegszerstörung und Vernachlässigung in den Jahren der DDR, trotzdem städtebauliche Veränderungen in den 1950-1980er gegeben hätte. Eine derart dichte Bebauung hätte die städteplanerischen Konzepte dieser Zeit, trotz Erhalt, nicht überlebt.
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Die Stadt teste mit der JC Decaux/Wall digitale Werbeflächen in der Innenstadt. Auf insgesamt neun Standorten werden digitale Werbeflächen und Boards getestet. Eine Weiterentwicklung wäre hier sicher noch eine Verknüpfung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, "Fahrrädern-to-go", und E-Mobility gewesen. Sodass sich z.B. touristische Ziele mit den Boards als Schnittstellen unter diversen Möglichkeiten (S-Bahn, Tram, Car-Sharing, Fahrrad, oder zu Fuß) am schnellsten/besten erreichen könnten. Eigentlich technische Projekte, mit welcher sich in einer Stadt der kurzen Wege viel anfangen ließe.
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Passend zur Diskussion um Populismus, Politikverdrossenheit und Co. eine neue Umfrage im Auftrag des MDR:
AfD in ganz Mitteldeutschland >20% mit Spitze in Sachsen ...
http://www.mdr.de/nachrichten/po…chland-100.htmlhttp://www.mdr.de/mediathek/vide…s-df360c07.html
(Achtung, im Video steht am *Sternchen unten rechts was von Landtagswahlen Sept. und Juni 2016 in Sachsen und Thüringen, was natürlich Unsinn ist.)Die Zahlen für die AfD zeigen, dass das Potential dieser Partei noch lange nicht ausgeschöpft ist, sollte Merkel Gabriel und Co jetzt ein Jahr nur Wahlkampf betreiben, statt weiter Reformen zu tätigen (Rente, Gesundheit usw.sind wichtige Themen)... ich sehe das Potential der AfD bei bis zu 30%, wenn keine Skandale die Partei erschüttern oder CDU auf einmal AfD-Forderungen deutlich ins Programm aufnimmt... die Partei wäre dann in der Mitte angekommen und ist auch mit 25% Zustimmung keine Randpartei für durchgeknallte Rechte mehr. Vielmehr sammelt sie Frustrierte, ehemalige CDU-Wähler und viele mehr ein.
In Zeiten sprudelnder Kassen müssten Reformen geschehen, nicht in Krisen. Leider haben das Merkel, Siggi und Co. nicht verstanden. Denn jetzt kann man Einschnitte, Veränderungen usw. gut über die Einnahmesituation von Bund-Land-Kommune abfedern. Vielen Menschen geht es (statistisch) gut. Jetzt wäre die Gelegenheit, Reformen umzusetzen. Stattdessen werden wir Wahlkampf und Stillstand bis mindestens Anfang 2018 erleben ... siehe SPD, die schon ein Jahr vor der Wahl auf einmal Einwanderung nach kanadischem Vorbild fordert, obwohl sie seit Schröder fast durchgehend an der Regierung beteiligt ist. Hätte sie also längst einbringen können den Vorschlag. Warum tut sie es nicht, es ist noch fast ein Jahr Zeit?! Jetzt versucht man mit solch durchschaubaren Tricks, AfD-Wähler zurückzuholen. Hoffentlich durchschauen viele diese Schauspieler der SPD.
Besonders pikant, was das Vertrauen sicher stärkt (Ironie!):
Gesponserte Treffen mit SPD-Spitzenpolitikern - Frontal21 - Verdacht auf Verstoß gegen das ParteiengesetzTreffend zu Reformen titelte die Welt schon ...
Merkels Koalition hinterlässt Deutschland als ReformbaustelleNur um das klarzustellen: ich traue der AfD wenig zu, auch sie verfängt sich schon in den Postenspielchen usw., hat teilweise Forderungen, wo man nur den Kopf schüttelt. Trotzdem gibt s z.Z. keine andere Chance, die Unzufriedenheit abzubilden. Demos wären eine Alternative, enden aber oft bei Pegida vs. Antifa. Also nicht zielführend. Die breite Mitte vom Rentner bis zum Arbeiter meckert auch gern, geht aber nicht auf die Straße, sondern tut es zu hause. Nur bei Hartz4 lebte eine Demo-Kultur über Parteigrenzen hinweg auf und ohne extremistische Forderungen. So wie hetue kann sich natürlich nichts verändern. In Frankreich wäre einfach mal Generalstreik, bei uns: rumsitzen und nix tun, so lang es mir noch irgendwie gut geht - Hauptsache das Auto + einmal im Jahr Malle oder Teneriffa kann man sich noch leisten...
Bei der Mentalität der Masse siegen dann immer die Protestwähler (über z.B. 20% AfD, die aber dann keine Machtoption hat) und die, die sich an der Macht halten wollen und weiter wurschteln wie bisher (über alle möglichen Koalitionen von rot rot grün bis schwarz grün rot oder schwarz gelb grün usw.) ... eine echte Veränderung des Politikstils beobachte ich leider nicht, vor allem auf Bundesebene.
Die Stimmen der AfD gehen ungehört unter (siehe Sachsen-Anhalt), die anderen Parteien sortieren sich wie beim Bingo spielen nach irgendwelchen Mehrheiten. Warte nur auf den Tag, an dem außer Schwarz-Rot-Rot nichts mehr geht - FDP/Grüne sind in einigen Bundesländern nur bei um die 5% - und man es macht, nur damit dei AfD nicht an die Macht kommt.
Verlierer ist am Ende nur einer: Der Wähler. -
Bundesgartenschau 2029
Die CDU-Fraktion startet den 3. Anlauf. Nach 2000 und 2013 soll nun der Einstieg in eine Bewerbung für das Jahr 2029 geprüft werden. In ihrem Antrag für den Stadtrat sieht die Fraktion zwei mögliche Schwerpunkte, in denen die BUGA stattfinden lassen könnte. Einmal der Leipziger Osten mit dem Parkbogen Ost und der Parthe mit dem Mariannenpark und dem Abtnaundorfer Park. Sowie der Leipziger Norden (eher der Norden des Zentrums) mit dem Richard-Wagner-Hain und dem Nahleberg (ehemalige Deponie).
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Da auch hier die Wellen hochschlugen, als vor einem Jahr die Erdgeschosswohnung von Justizminister Gemkow in der Leipziger August-Bebel-Straße über Nacht mit Steinen und Buttersäure angegriffen wurde: Zwei Tatverdächtige sind mittels DNA-Spuren überführt worden und es kommt nun zur Anklage. Da gleich von Linksextremisten aus der Connewitzer Szene gesprochen wurde, obwohl es weder Täter gab, noch, anders als gewohnt, Bekennerschreiben, könnte die Gerichtsverhandlung nun evtl. doch einige überraschende Erkenntnisse hervorbringen. Und auch der sächs. Verfassungsschutz blies sofort ins gleiche Horn, woher auch immer er seine Erkenntnisse hat. Bis jetzt halten sich Polizei und Justiz über die beiden mutmaßlichen Täter bedeckt. Es steht nur fest, dass es sich um einen Deutschen und um einen Kirgisen handelt.
Der Justizminister selbst soll lt. LVZ schon mal geäußert haben, dass nach seinem Kenntnisstand nichts den Schluss nahe lege, dass die Tat politisch motiviert gewesen sei.
Anklageerhebung nach Anschlag auf Leipziger Wohnung von Justizminister Gemkow
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Im aktuellen Focus ist ein Interview mit Bahnchef Grube abgedruckt. Darin verspricht er, dass die ICE-Neubaustrecke Berlin - München pünktlich zum 10. Dezember 2017 eröffnet wird. Leipzig spielt allerdings nur zweite Geige hinsichtlich der Linienführung - gemeinsam mit Bitterfeld und Erlangen. Halle und Erfurt hingegen profitieren von den über 300 km/h schnellen Sprintern, die dreimal täglich auf der Strecke eingesetzt werden, und Erfurt ohnehin von stündlichen Verbindungen nach München und Berlin. Leipzig wird nur alle zwei Stunden mittels neuer ICE-Züge der 4. Generation angefahren, deren Geschwindigkeit auf maximal 250km/h begrenzt ist.
Andererseits kann die Messestadt noch froh sein, überhaupt berücksichtigt worden zu sein, trotz dass sie einen Umweg darstellt und über einen Kopfbahnhof verfügt, der wertvolle Zeit kostet. Es gab ernste Überlegungen, die Strecke ausschließlich über Halle zu führen.
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^ Also ich habe den Artikel nicht gelesen, die Infos scheinen mir aber ein wenig verkürzt. Trotz der über Halle fahrenden Sprinter spielt Leipzig (Frankfurt stündlich mit ICE11/ICE50, Berlin stündlich mit ICE11/ICE28.2, München zweistündlich mit ICE28.2) in Sachen Bedienhäufigkeit m.E. keine zweite Geige gegenüber Halle (Berlin stündlich mit ICE15/ICE28.1 + 3 Sprinter mit ICE8, Frankfurt optional zweistündlich mit ICE15, München zweistündlich mit ICE 28.1 + 3 Sprinter mit ICE8) und ist keineswegs mit Bitterfeld (wobei dort m.W. der zweistündliche Halt ebenfalls beibehalten wird) und Erlangen in eine Reihe zu stellen. Erfurt ist nun mal Kreuz und profitiert natürlich am meisten, allerdings verkehren dort im Gegensatz zu Halle und Leipzig auch keine weiteren relevanten Fernverkehrslinien.
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^ Ja, ich bezog mich nur auf die ICE-Verbindung Berlin-München ab Dezember 2017 und auf die Aussagen von Bahnchef Grube dazu. Nach Berlin kommt man deutlich öfter als alle zwei Stunden hin.
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Die LVZ hat dem selben Thema heute gleich eine ganze Beilage gewidmet....
Ich glaube man hat versucht einen Kompromiss zwischen Leipzig und Halle zu finden. Die Sprinter über Halle fahren die Strecke Berlin-München in vier Stunden und erfüllen damit ein Versprechen, dass man die Strecke in dieser Zeit schafft. Über Leipzig wäre dies in der jetzigen Konstellation mit Ein- und Ausfahrt in den Kopfbahnhof schwierig geworden. Es sei denn man macht das ganze große Fass auf und diskutiert über die Streckenführung im Allgemeinen. Aber dafür ist es zu spät. Daher der Halt in Halle. Die älteren Pläne der DB eine Verbindung Leipzig-München nur noch via Umstieg in Erfurt anzubieten sind absurd. Das wird auch die DB erkannt haben. Das Fahrgastaufkommen ist in Leipzig viel höher und hat mit Sicherheit ein größeres Potenzial in der Zukunft. Auch aufgrund der gewsachsenen Funktion eines Eisenbahnknotens. Daher der Halt in Leipzig.
Die großen Verlierer sind Jena und Saalfeld, dazu noch Weimar. Diese Städte gesellen sich jetzt zum Großraum Chemnitz, Zwickau, Plauen und Gera oder das Bermudadreieck des Fernverkehrs in Ostdeutschland. -
^ ist ein bisschen die alter Leier einer föderalistischen Politik, welche der Bahn zu schaffen macht. Nicht jede Stadt braucht einen direkten Anschluss an den Fernverkehr. Ein leistungsfähiges Hochgeschwindigkeitsnetz kann nicht überall halten, sondern nur zentrale Verkehrspunkte ansteuern. Dennoch könnte die Bahn mit einem Ausbau der Strecke Chemnitz-Leipzig der Diskussion aus dem Wege gehen.
Zur ICE Diskussion: die Bahn wollte sich nach einiger Zeit, mit entsprechenden Zahlen, damit abermals auseinandersetzen. Natürlich erwartet man nicht, dass die Zahlen für Halle/Saale sprechen werden. Zu große Unterschiede existieren zwischen beiden Städten. Von der Größe wie der wirtschaftlichen Struktur. Langfristig wird es sicher nur noch einige Züge am Tag - zwischen Berlin und München - über Halle/Saale geben.
Die Möglichkeit der Bahn eine Konkurrenz Situation auf der Strecke Berlin-München zu schaffen wird ohnehin schwierig. Vor allem wenn der neue BER endlich eröffnet wird. Da liegt das Potential schon eher auf den mittleren Strecken ex-Leipzig in den Industrieräume Nürnberg/Fürth, Frankfurt, und München. Sowie ex Berlin in Richtung Erfurt und Nürnberg. Bzw. Berlin zusammengefasst mit Leipzig. Berlin hat mit seiner nord-östlichen Lage den längsten Weg zu allen diesen westlichen Industrieräumen. Was, meines Erachtens, eher für Flugverbindungen spricht.
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^ Das sehe ich nicht so. Natürlich kann und soll ein IC oder IC nicht an jedem Haltepunkt halten. Es bringt mir als Bahnreisender aber nichts wenn ich von Berlin fix in Leipzig bin und samt Wartezeit in Leipzig für die Strecke nach Chemnitz das 1,5 fache benötige. Zudem ist Chemnitz kein Kuhdorf sondern eine Großstadt mit alleine 250.000 Einwohnern plus den verdichteten Raum drumherum. Als Reisender zählt immer das Gesamtpaket. Keine Frage, die ICE-Neubaustrecke ist ein Gewinn. Sie nützt aber vor allem den Städten etwas, die an das Fernstreckennetz der DB angeschlossen sind.
Ich denke schon, dass der ICE zwischen München und Berlin eine Konkurrenz zum Flugzeug sein kann. Ich erinnere mich da immer an Edmund Stoibers radebrechende Rede zum Transrapid zwischen München und Franz Josef Strauß Flughafen. Sowohl in München als auch in Berlin muss man zum Flughafen, einchecken, auf den Flieger warten, fliegen, wieder aussteigen... Das sollte im Zug bequem zu schaffen sein. Zumal es ja bald WLan im zug gibt...
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Wer sich dafür interessiert, kennt die ICE-Linienführungen ab Dezember 2017 über die VDE 8 bereits seit längerem:
ICE Linie 11 Stuttgart - Frankfurt - Erfurt - LEIPZIG - Berlin (2-h-Takt)
ICE Linie 50 Frankfurt - Erfurt - LEIPZIG - Dresden (2-h-Takt)
ICE Linie 28 München - Nürnberg - Erfurt - LEIPZIG - Berlin (-Hamburg) (2-h-Takt)Ergibt von Leipzig Hbf folgendes Programm:
- ICE-Stundentakt nach Berlin (Linien 11 und 28 im Wechsel)
- ICE-Stundentakt nach Frankfurt am Main (Linien 11 und 50 im Wechsel)
- IC/ICE-Stundentakt nach Dresden (Linie 50 und IC-Linie 55)
- ICE-Stunden-/Halbstundentakt nach Erfurt im Wechsel (Linien 11, 28 und 50)
- ICE-Stundentakt nach Nürnberg und München (wobei in jeder zweiten Stunde in Erfurt in direkter Korrespondenz umgestiegen werden muss)
- IC-Stundentakt nach Magdeburg/Hannover durch die zwei sich überlagernde IC-Linien 55 und 56Ich würde sagen, wenn man über dieses Fernverkehrsprogramm jammert, dann ist das jammern auf sehr hohem Niveau...
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Neue Pläne für das Krystallpalast Areal
Laut LVZ soll auf das Krystallpalast Areal für 200 Mio. ein 12.000 Quadratmeter großes "City-Entertainment-Center" entstehen. Es sollen ein Multiplex-Kino mit 2000 Plätzen, "Drive-Inn Shops" und eine "High-Tech-Welt der neuen Medien" ins UG einziehen. Und nicht weit entfernt will die LWB ein eigenes Kino-Zentrum errichten. WAHNSINN!!!
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 23.03.1998, Seite 17
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