Goetheplatz, Roßmarkt und Rathenauplatz

  • Goetheplatz, Roßmarkt und Rathenauplatz

    Darf's auf dem Goetheplatz auch etwas kleiner sein?


  • Zitat

    Original geschrieben von Chewbacca
    Schaut eigentlich noch irgendwer hin und wieder im DWF vorbei?


    eher in den internationalen foren. oder gleich auf skyscraperpage.com

  • Na gut, wenn drüben keiner mehr vorbeischaut, dann zitiere ich mich zu dem Thema mal selber aus dem DWF:




    "Ich muss gestehen , Mäcklers Argumente in Bezug auf die Frage nach der Unterbringung der mít der Tiefgarage verbundenen Bauten sind stichhaltig, und der Gedanke, den Goetheplatz streng zu fassen, anstatt der derzeitigen verhältnismäßig undefinierten räumlichen Situation finde ich auch nicht ganz reizlos. Aber unterm Strich in den dabei entstehenden Dimensionen, und der räumlichen Kleinteiligkeit finde ich das Ergebnis eher einer 70.000 Einwohner-Stadt angemessen, als einer 700.000 Einwohner-Stadt.


    Aus ähnlichen Gründen finde ich übrigens auch den immer wieder aufblubbernden Gedanken, die Konstablerwache von der Kurt-Schumacher-Strasse durch einen Riegel zu trennen ganz fürchterlich!


    Wenn es Frankfurt an irgendetwas wirklich mangelt, dann an Grossräumigkeit."






    Ich bin heute mal mitsamt meiner camera obscura dort vorbeigekommen.




    Der Neue Gebäuderiegel würde den vorderen Teil des Platzes wohl ungefähr auf Höhe der einmündenden Junghofstraße (links hinter dem Denkmal) vom hinteren Teil des Platzes abschneiden.




    Genau von der anderen Seite aus, also von der imaginären Neubebauung aus fotografiert:




    Das wäre dann der Blick in den anderen dabei entstehenden Platz:





    Und jetzt der Dimensionen halber für Ortsunkundige noch der Blick von derselben Stelle wie ganz oben zur Hauptwache (links), und der Straße auf der platzabgewandten Seite.


  • da ich am sonntag abend im maredo (direkt hinter dem denkmal im ersten foto) an diesem platz saß, und es mir beim essen gründlich überlegte,


    WARUM ein so schöner platz mitten in der stadt so ausgestorben und leer sein muss,


    habe ich gleich auch eine mögliche antwort darauf:


    erstens gibt es in den gebäuden um den platz zu wenig gastronomie/einzelhandel. gerade im mittleren bereich, wo es am meisten platz gibt, stehen sich zwei oder drei bankfilialen gegenüber. da kommen vielleicht 20-30 omas am tag, um sich kohle am schalter zu holen, und nach 18:00 ist tote hose...


    zweitens, die grünanlagen auf dem platz sind zwar schön und sauber, aber gar nicht so einladend gestaltet, wie es sein könnte un müsste. es ist ziemlich schwierig, den platz in irgendeiner richtung zu durchqueren, weil an jeder seite der durchgang begrenzt ist - entweder durch zäune, oder durch büsche & co.


    insgesamt denke ich, dass durch wenige durchgedachte und oberflächliche maßnahmen da ein lebendiger knotenpunkt mitten in der stadt geschafft werden kann.


    eine trennung durch riegel würde das nicht nur vernichten, sondern würde auch ein klarer versuch sein, Frankfurt wieder ins mittelalter zurückzuschicken, und wieder daraus eine kleine provinzstadt zu machen.


    ich verstehe einfach nicht, was für leute das sind, die diese entscheidungen treffen.


    eins ist aber klar: offenbar sind sie bisher zu arm gewesen, um ein wenig durch europa zu reisen, und sich andere großstädte anzuschauen. ander ist dieser schwachsinn nicht zu erklären.


    vielleicht ist es zeit, eine spendenaktion zu starten und den leuten ein paar flugtickets zu besorgen...

  • Tja, das sind halt so "renomierte" Architekten und Stadtplaner die sich da austoben wollen. Tatkräftig unterstützt von denjenigen, die dabei verdienen.
    Frankfurt Plätze sind (außer Alter Oper und Römer) sicherlich nicht besonders schön. Frankfurt hat aber viel zu wenige freie Räume, als dass man diese noch zersplittern sollte. Frankfurt wirkt aufgrund der engen Straßen (ist ja fast alles Einbahn) eh schon sehr bedrückend. In einer Hochhausschlucht mag das ja geil sein, aber es fehlt dann der Ausgleich.

  • Goetheplatz-Bebauung wohl gescheitert:
    GOETHEPLATZ


    Grüne entscheiden sich gegen Bebauung




    Die Grünen im Römer haben sich in ihrer Fraktionssitzung am Mittwochabend gegen eine Bebauung des Goetheplatzes entschieden. Damit hat nach monatelanger Diskussion dieses umstrittene Projekt keine politische Mehrheit im Römer gefunden, der Platz bleibt frei.


    Angedacht war eine Häuserzeile quer über den Platz in der Bauflucht der Junghofstraße. Befürworter fand die Bebauung vor allem in der CDU, während die SPD sie ablehnte und die FDP gespalten ist. Die Grünen gaben deshalb den Ausschlag. Stefan Majer, planungspolitischer Sprecher der Fraktion, sagte am Abend, die Grünen befürworteten es allerdings, die Statik der künftigen Tiefgarage unter dem Goetheplatz so zu verstärken, dass die Option für eine Bebauung des Platzes erhalten bleibe. Die derzeitigen Nutzungsvorschläge für die Gebäude, die zwischen Büros, Hotel und Cafe schwankten, rechtfertigten es aber nicht, "einen öffentlichen Platz zu opfern." Majer sagte, die Entscheidung sei nach intensiver Diskussion mit großer Mehrheit gefallen. Die Grünen wollen jetzt einen entsprechenden Antrag für das Stadtparlament einbringen. jg


    Finde ich sehr gut. Plätze sollten nicht zugebaut werden! Ffm hat eh viel zu wenige. Und Bauland gibt es derzeit genug in der Stadt!

  • Das dürfte das erste Mal in meinem Leben sein, daß ich einer Entscheidung der Grünen 100%ig zustimme. :D


    Ich kann mich Megaxel nur anschließen: Auch wenn dieser Platz nicht all zu prall ist, wäre es totaler Quatsch ihn zuzubauen, bei dem Unterangebot an größeren Plätzen in der City.

  • Ich bin gar nicht davon begeistert, unter dem Goethe/Rathenau-Platz eine neue Tiefgarage zu bauen und auch nicht davon, diese Plätze durch einen Gebäuderiegel zu zerteilen. Wir haben wirklich zu wenig Plätze in der Stadt. Und dann wieder mindstens 2 Jahre ein riesen Loch in der Innenstadt.
    Könnte man stattdessen nicht neue Park(hoch)häuser, natürlich mit einem ansprechenden Aussehen und nicht mit 08/15 Billig-Outfit, mit intilligentem Parksystem und Auto-Aufzügen, statt platzfressende Auffahrrampen?
    Ist ja nur ein Vorschlag. Wie denkt ihr drüber?

  • Demnächst wird der Pomodoro-Brunnen verlegt und eingelagert. Wenn die Tiefgarage fertig ist, will die Stadt oben das Goethe-Denkmal aufstellen, das nach dem Krieg in die Taunusanlage wanderte.


    ...das ist aus dem Thread "Neues aus FFM 10/2003".
    Habe mal dazu 2 Fragen. Was meinen die mit eingelagert? Der Brunnen kommt doch wieder an die selbe Stelle? Steht es mittlerweile fest, ob das G-Denkmal auf den Goetheplatz kommt?? :confused:

  • Eine Riegelbebauung wäre meiner Meinung nach totaler Schwachsinn... Es sollte auch in FFM großzügige Plätze geben, die allein schon als räumlicher Ausgleich zu dem dicht bebauten Banken- und Messeviertel reizvoll sind.
    Endlich mal eine Entscheidung der Grünen die WIRKLICH angebracht war. :nono:


    Schade nur das die meistens (um nicht zu sagen immer gegen irgendetwas stimmen - was es auch sein möge)


    Ist das der Platz mit Baustelle der TG ?

  • Jep! Das ist diese Baustelle! Am unteren Bildrand erkennst Du noch ein Stückchen Strasse. Der Riegel war im fortgehenden Verlauf dieser Strasse geplant und hätte den Platz getrennt. Links Goetheplatz, rechts Rathenauplatz! Möchte mich noch mal auf meine 2 Fragen beziehen! Ich glaube dieser Platz könnte ein Schuckstück in der City werden! :daumen:

  • @ futz77
    soweit ich das verstanden habe, wird der jetztige brunnen ("Pomodoro-Brunnen") dort entfernt und dann eingelagert, oder woanders aufgestellt, und das goethe-denkmal kehrt an seinen vorkriegsstandort zurück.

  • Hi Kaiser,
    dass der Pomodoro-Brunnen komplett verschwinden soll, kann ich mir nicht vorstellen. Ich verstehe den Satz so, dass er nur während der Bauarbeiten "eingelagert" wird. Wo ist eigentlich der genaue Vorkriegsstandort des G-Denkmals (wo auf dem Platz/ welche Höhe)? :confused:

  • Der Platz hat so keinen Charakter, er wirkt wie eine überdimensionierte Straße. Die Idee, ihn durch einen Riegel in zwei separate Plätze zu teilen gefiel mir deshalb auch gut.