Beiträge von sebastian c

    Ein Hochhaus ist doch gar nicht nötig wenn ein größeres Grundstück zur Verfügung steht.

    Und die Mitsprachemöglichkeiten der Belegschaft bei längerfristig angekündigten Umzügen sind begrenzt. Fragt nach bei den Karstadt/Kaufhof Angestellten die größtenteils keine andere Wahl hatten als aus der Kölner Zentrale nach Essen zu wechseln.


    Mit Gleichgültigkeit sollte man den Plänen also sicher nicht begegnen. Aber es besteht ja nun die Hoffnung dass man zumindest in ein planmäßiges Verfahren eingestiegen ist..

    Umweltspur auf den Hauptstraßen im Hüttental

    Für die Autostadt Siegen schon eine Revolution:

    Die Hauptstraßen durchs Tal sollen eine Umweltspur für Radfahrer und Busse bekommen, der Autoverkehr hat damit auf den meisten Abschnitten nur noch eine Spur pro Richtung zur Verfügung:

    https://www.wp.de/staedte/sieg…ehrsader-id237452517.html


    Ich finde es überraschend da entlang der Sieg und Ferndorf bereits ein gut ausgebauter Radweg durch das Tal existiert, teilweise "überdacht" durch die Schnellstraße Hüttentalstraße. (Und das Ganze passiert mit CDU-Mehrheit ohne grüne Regierungsbeteiligung)

    Kann mir aber auch vorstellen dass durch eine Verkehrsberuhigung entlang der jeweiligen bebauten Straßenseite die Attraktivität für Läden, Cafés usw zunimmt.


    Edit: Vor einigen Monaten hat man zudem ein E-Bike-Verleihsystem etabliert, was vielleicht angesichts der zahlreichen Siegener Hügel - auch die Uni befindet sich bislang überwiegend eher "am Berg" - eine gute Ergänzung darstellt. Das Klima ändert es aber natürlich nicht, die Region Siegerland/Sauerland/Bergisches Land gehört zu den regenreichsten Deutschlands..

    Herrengarten


    Zwischenzeitlich ist der Abriss des ehemaligen Einkaufszentrums Herrengarten am Siegufer abgeschlossen worden. Auf der freien Fläche entsteht, der historischen Nutzung entsprechend, ein Park.

    Neben einzelnen kleinen Highlights (Trampolin, Tanzfläche, besondere Beleuchtung in Teilen der Wege usw) soll dieser vorallem aus einer frei zugänglichen Wiese bestehen.

    Provisorisch wurde nun bereits Rasen gesäht, bevor bis Herbst 2023 die Umgestaltung entsprechend der Wettbewerbsergebnisse erfolgt sein soll.


    https://www.siegen.de/leben-in…buergerpark-herrengarten/


    https://www.siegen.de/leben-in…garten-wird-herrengarten/


    Mit dem Auto am neugestalteten Siegufer vorbeizufahren wird wie auch jetzt in der Bauphase auch später nicht mehr möglich sein, rund um Ufer und Park herrscht künftig Durchfahrverbot, sodass zb Abholer von Reisenden am Hauptbahnhof aufgrund der bestehenden Einbahnstraßenregelungen sich an Umwege gewöhnen müssen.

    Die nächste große Brücke im Siegerland ist "gefallen"; die Talbrücke Rinsdorf. Bis Ende 2024 soll dann der sechsspurige Nachfolger fertiggestellt werden.

    https://www1.wdr.de/nachrichte…nsdorf-sprengung-110.html

    Interessant, wie viel Aufmerksamkeit die Sprengung doch bekommen hat, angesichts von 38 großen Brücken die auf dieser Strecke in NRW komplett neu gebaut werden, werden wir ja noch einige solche Termine erleben..in Hessen kommen umfangreiche Bauarbeiten dazu.

    Es war allerdings die höchste Brücke die in Deutschland bisher gesprengt würde.

    Neubau Kreispolizeibehörde

    Die Siegener Polizei bekommt eine neue Zentrale. Wegen "1000qm mehr Raumbedarf". Der in der Pressemeldung genannte bisherige "in die Jahre gekommene Bau" ist nach meiner Kenntnis noch keine 25 Jahre alt und wurde komplett nach den damaligen Bedürfnissen der Polizei geplant. Na gut.

    https://wirsiegen.de/2021/06/n…t-stehen-nun-fest/335418/


    Immerhin wird mit dem Bau eine der letzten Baulücken in der Region geschlossen, die traurige Freifläche die durch den Abriss des ehemaligen Thyssen-Krupp-Hochhauses entstanden ist.

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    Hier noch schöne bewegte Bilder zu aktuellen Städtebauprojekten, unter anderem zur Erweiterung des Schloßparks (in Bau/bald abgeschlossen) und zum geplanten Herrengarten.

    Über den Link aus meinem letzten Beitrag wird man nun zu einer neuen Homepage über die weiteren Planungen der Uni in der Innenstadt geleitet.

    Da durfte wohl noch ein Marketingfachmann ran und alles wird nun neu verpackt unter dem Motto "Siegen - Wissen verbindet" präsentiert.

    Der schon recht klare Zeitplan und die auch für die nicht studentische Bevölkerung wertvollen städtebaulichen "Schmankerl" wie zwei Oberstadtaufzüge oder neue Aufenthaltsbereiche zb am Ufer des Flüsschens Weiß lassen mich das Projekt mit Spannung erwarten.

    Die Uni plant dabei neben dem nun überwiegend fertiggestellten Campus rund um das Untere Schloß zwei weitere Gebäudegruppen in fußläufiger Entfernung dazu, am Löhrtor und entlang der Friedrichstraße. So soll insgesamt ein "Innenstadtcampus" entstehen.

    Die Uni tritt dabei selbst als Bauherr auf und verlässt sich nicht wie in NRW sonst üblich auf den oftmals trägen Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes. Baubeginn soll Anfang 2024 sein (bzw. Ende 2023 mit Einrichtung eines "Student Service Centers" in der Innenstadt), bis 2028 soll dann alles fertiggestellt sein. Parallel dazu soll ja auch der "alte Campus" am Haardter Berg mach und nach zu einem "Science Campus" umgestaltet werden, was auch mit zahlreichen Neubauten verbunden ist. Schon ehrgeizig.


    Dem Siegener "Stadtumbau" als Beispiel für eine erfolgreiche "Neuerfindung" einer kleinen Großstadt (beides etwas übertrieben) - bei dem der Umzug der Uni ins Schloß ja ein wichtiger Teil ist - hat übrigens vergangene Woche das Magazin Stern einen mehrseitigen Artikel ("Von Siegen lernen") gewidmet.


    Unter https://www.runkelbau.de/im-fokus/ findet ihr noch Webcams zu den beiden aktuell in der Innenstadt bedeutsamen Projekten, dem Fürst Johann Moritz Quartier und dem Haus der Musik.

    Neue Website zu den weiteren Planungen der Uni für ihren Innenstadtcampus, einschließlich Wettbewerbsergebnissen:

    https://campusunteresschloss.de/


    Wirkt auf mich sehr durchdacht, und die Aussicht dass sich irgendwann der Hauptteil der Uni um das Untere Schloß herum gruppiert ist eine schöne Perspektive im Vergleich zu dem früheren etwas abgelegenen Hauptcampus. Natürlich dürfen auch die Nachteile einer "Innenstadtuni", zb dass Grundstückserwerb und Bau der ganzen Gebäude nicht günstig werden oder dass es schwieriger sein wird ein ruhiges Lernumfeld zu gewährleisten, nicht ausgeblendet werden.

    Nach längerer Zeit möchte ich das Thema nochmal aktivieren. Wie gesagt denke ich dass es wenig spannend ist, jedes Einzelprojekt im Detail zu beleuchten. Aber wenn es einen Entwurf für die höchste Talbrücke der A45, ehemals sogar größte Straßenbrücke Deutschlands, die Siegtalbrücke, gibt, ist das bestimmt mal ganz interessant.


    Im Vergleich zur jetzigen Brücke aus den 60er Jahren wirkt dieser deutlich leichter. Vielleicht auch weniger eindrucksvoll als die jetzige Brücke die mit massiven Betonpfeilern die Straßenzüge im südlichen Siegener Stadtteil Eiserfeld dominiert, aber mit einer gewissen Eleganz ausgestattet hat der neue Entwurf, sofern es so umgesetzt wird, sicherlich auch das Zeug ein regionales Wahrzeichen zu werden.


    https://www.siegener-zeitung.d…ue-siegtalbruecke_a213475


    Edit: Die Planungen sind allerdings noch in einem frühen Stadium. Ich vermute es sind noch alle hier gezeigten Varianten möglich: https://www.strassen.nrw.de/fi…-09-17-siegtalbruecke.pdf

    Erweiterung Schloßpark


    Hier ist der Baubeginn nach Maßgabe der Planungen des Atelier Loidl erfolgt. Der große Kinderspielplatz in Form einer Burg/Wehranlage mit Wasserspielen sowie die erweiterten Liegeflächen, einschließlich Plattform auf einer Aussichtsterrasse, könnten neue Highlights im ohnehin schon sehr beliebten Park werden.

    Bemerkenswert ist meines Erachtens auch die bald erreichte Fertigstellung der Sanierung der kompletten fast zwei Kilometer langen Burgmauer ebenso wie der Stadtmauer außerhalb des Schloßgeländes. Nicht selbstverständlich ein großes mittelalterliches Bauwerk insgesamt in "Topzustand" zu bringen.

    Spatenstich Schloßpark-Erweiterung auf Siegen.de


    (schade ist der nun allerdings schon ein paar Jahre zurück liegende "Verlust" der Jugendherberge an dieser Stelle.)


    p.s. Bei der Neugestaltung der Fissmer-Anlage am Rathaus, bei der das Büro Loidl seit Jahren Planungen für eine eher "piazzaartige" Gestaltung erarbeitet hat, kommt dieses nun endgültig nicht zum Zuge. Es soll der grüne Charakter mit mehreren gemütlichen Terrassen, Beeten usw statt mehr Platzfläche erhalten bleiben, eine Ansicht die sich auch als der überwiegende Bürgerwille herauskristallisiert hatte. Somit kommt es nur zu kleineren Arbeiten an dieser Stelle.

    https://www.google.com/amp/s/w…252822.html%3fservice=amp

    Waldviertel Rodenkirchen

    Die Projektseite gibt noch nicht viel her, aber bis 2022 soll der größte der 3 geplanten Bauabschnitte mit annähernd 300 Wohnungen fertiggestellt sein:
    https://waldviertel-rodenkirchen.de/
    Der erste Bauabschnitt umfasst Mehrfamilienhäuser in einer kleinen parkähnlichen Anlage und eine Kita. Die Erschließung mit dem Auto erfolgt ausschließlich über Tiefgaragen an der Friedrich-Ebert-Straße.


    Aktuell lässt sich über die Baustellen-Webcam noch der Abtransport der vielen Tonnen Schutt des ehemaligen Hochbunkers beobachten.


    In Rodenkirchen scheint insgesamt die gewünschte “Verdichtung“ zu funktionieren, was ich in Bahnnähe und aufgrund einer gewissen vorhandenen Infrastruktur wie zb dem vorhandenen Einzelhandel hier sinnvoller finde als ganz auf der grünen Wiese. Aktuell sind ja mehrere Projekte in Bau.
    Ein Beitrag zu einer “sozialen Stadt“ sind die Neubauten dabei bei den aufgerufenen Mieten oder Kaufpreisen allerdings auch hier nicht.

    Fürst-Johann-Moritz-Quartier

    Gut ein Jahr nach der ersten Ankündigung des Projekts (siehe mein Beitrag 100) soll es nun endgültig beschlossen werden, sodass die Bauarbeiten wohl noch in diesem Jahr starten können.


    https://www.siegener-zeitung.d…ch-in-diesem-jahr_a178744


    Entgegen der ursprünglichen Ankündigung soll auch das Barmenia-Haus komplett abgerissen und das Gelände Teil des neuen Komplexes werden, obwohl das Gebäude nach meiner Kenntnis “funktioniert“. Was nicht alles möglich wird, wenn die Sparkasse Siegen Geld in die Hand nimmt...dann nehmen auch die dort beheimatete Sparda Bank sowie die zahlreichen Büros und Arztpraxen einen Abriss / mehrjährigen Umzug in Kauf..


    Von dem erhofften Altstadt-Hotel ist jetzt offenbar nicht mehr die Rede, ein Boarding-House ist aber geplant. Vielleicht eine sinnvolle Variante; Räume für längere Aufenthalte von Geschäftsleuten oder Gastwissenschaftlern der Uni werden sicherlich nachgefragt werden.


    Ansonsten habe ich auf meinem sonntäglichen Stadtspaziergang (der letzte in Siegen ist ein paar Monate her) gesehen, dass die anderen Projekte wie die Erweiterung des Schloßparks oder der Bau der neuen Unimensa recht zielstrebig ihrer Vollendung entgegen gehen..nach Abschluss denke ich kommen ein paar Fotos.

    Die Optik ist das Eine, hier kann man sicherlich das Bemühen einzelner Eigentümer anerkennen , die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum das Andere.


    Aufgrund der Historie Kölns sind ja gerade die Innenstadtbereiche innerhalb der Ringe oft “kleinstädtischer“ bebaut als die Viertel drumherum. Wer zum Beispiel südlich des Neumarkts zu Fuß Richtung Griechenmarkt, Ubahn Poststraße usw unterwegs ist, hat angesichts der in der Regel maximal vierstöckigen Bebauung eher das Gefühl, im Außenbereich einer 50.000 Einwohner-Stadt zu stehen als nahe dem Zentrum einer Millionenstadt.
    Dass man die bestehenden Blöcke oft nicht ganz so leicht aufstocken kann, kann ich ja noch verstehen. Zu den in diesen Vierteln üblichen Wohnblöcken kommen aber einige krasse “Baulücken“, Gebäude wo man, etwas überspitzt gesagt, meinen könnte die Weltkriegsbombe hätte erst vor ein paar Wochen getroffen, ohne ausgebautes Dach usw. Das gezeigte Objekt in der Weidengasse ist ein gutes Beispiel, oder die in der genannten Ecke berühmte “Puzsta-Hütte“. Da hätten einfach noch zwei Etagen drauf “gemusst“. Die Stadt ist doch angeblich bemüht, Potentiale zu identifizieren, was auch immer das heißen mag. Ich als Laie wüsste gerne ob es bei solchen Gebäuden oft Probleme mit Statik etc gibt, oder ob es da den Eigentümern einfach an Motivation/Information oder finanziellen Mitteln fehlt, um aus solchen Bauten wieder “großstädtischere“ Objekte zu machen. Warum tut sich so wenig?

    Hochhaus Koblenzer Straße

    80 Wohnungen sowie Laden/Gewerbeflächen entstehen im aktuell leerstehenden Hochhaus des früheren Straßenbauamts am Rande der Innenstadt.
    Sehr schön.


    Das Hochhaus aus den 50ern bleibt weiterhin denkmalgeschützt, sodass das markante Äußere in der Siegener “Skyline“ erhalten bleibt.
    Die Bauarbeiten laufen bereits.


    https://www.wp.de/staedte/sieg…-strasse-id215098045.html


    Ich bin gespannt, ob das Konzept wirtschaftlich für den Investor aufgeht. 80 Wohnungen müssen ja auf dem übersichtlichen Siegener Markt erstmal vermarktet werden und die Sanierung des Baus dürfte sehr teuer sein. Aber Siegen wächst leicht und die Nachfrage geht eher zu neuwertigen Wohnungen Wohnung als dem klassischen oft renovierungsbedürftigen Einfamilienhaus.

    Haus der Musik

    Konkret ist nun wohl auch der Umzug der Philharmonie Südwestfalen nach Siegen:
    Der Kreis leistet sich ja bekanntlich ein eigenes Orchester. Dieses probt bislang jedoch in Hilchenbach, relativ weit entfernt von der nächsten Autobahnauffahrt und räumlich beengt.


    Bis 2020 soll sich das ändern: Die Philharmonie erhält ein Probenhaus in Siegen mit einem 6m hohen Orchesterraum und 10 Stimmzimmern.
    Es sollen auch kleinere Konzerte hier stattfinden können.


    https://www.wr.de/staedte/sieg…estfalen-id214602017.html


    Interessant ist, dass das Gebäude an einen ebenso neu zu errichtenden Kindergarten angrenzt, sodass die städtische Fläche gut ausgenutzt werden kann.


    Architektonisch eher "form follows function".