Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

  • Auch wenn der Ingenhoven-Entwurf unter den vorhandenen Visualisierungen vom Konzept der "begrünten Hügel" aktuell am interessantesten aussieht.... mich erinnert er irgendwie an ein begrüntes Parkhaus, welches mit abnehmender Pflegeintensität der Hängepflanzen recht schnell vermutlich recht schäbig aussehen wird.

  • Auf dem letzten Bild von Medienhafen - auf dem Lageplan zum Ingenhoven-Konzept - fällt mir an der Stelle des jetzigen H&M Gebäudes südlich vom Kö-Bogen auf, dass Ingenhoven sich dort wohl auch eine alternative Bebauung vorstellt :lach:


    Die dort gezeichnete abgerundete Gebäudefront in Richtung Kö-Bogen gefällt mir persönlich sehr gut, zumal hiermit wieder eine Blick-Beziehung zum Kö-Bogen entsteht, die durch den Ingenhoven-Entwurf aus Richtung Schodowstraße blickend - arg dezimiert wird, wenn das bisherige Gebäude dort stehen bleibt.


    Weiß hier jemand Näheres ? Gehört auch dieser Komplex zum Kö-Bogen 2 und wird erneuert ???

  • Also mir gefällt der Molestina - Entwurf am besten, er hat klare Kanten und Abgrenzungen, die Sichtachsen werden freigehalten und die Baukörper sind meines Erachtens auch nicht zu groß.
    Bei dem Ingenhoven - Entwurf habe ich etwas Bauchschmerzen, die begrünte Fassade bedarf, wenn sie nun mal so üppig bewachsen sein sollte wie auf der Visualisierung, ständiger Pflege.
    Dies kann ohnehin einige Jahre dauern, die Nordseite wird um einiges langsamer wachsen als die Westseite, und wenn man dann noch so große Pflanzen nimmt wie an den Gebäudeeinschnitten der Libeskind-Bauten...:nono:
    Und auf der anderen Seite das abgeschrägte mit Rasen begrünte Dach, auf der man bestenfalls die Mittagssonne genießen könnte, kann ich mir auch nicht vorstellen das dies so angenommen würde.

  • Gehört auch dieser Komplex zum Kö-Bogen 2 und wird erneuert ???


    Bisher war noch nie von neuer Bebauung dieses Teils die Rede - ich würde nicht allzuviel in die eine Zeichnung hinein interpretieren. Als ich am Freitag den Infopavillon aufsuchte, betonte eine Mitarbeiterin des Stadtplanugsamtes, dass selbst die Tuchtinsel zur Planung nicht gehört - obwohl ein Neubau längst im Gespräch ist und sogar auf einigen Entwürfen eingezeichnet wurde.


    An der Stelle darf kein Bau entstehen, der sich demütig dem Dreischeibenhaus und dem Schauspielhaus unterordnet, genau das Gegenteil sollte der Fall sein


    Interessant - lange habe ich versucht, gerade diese Ansicht zu vermitteln. Die RP zitierte schon in einer der Reaktionen auf derer Berichte, dass der Neubau noch niedriger ausfallen sollte - bei etwas Pech wird jemand dies auch im Stadtrat aus wahlpopulistischen Gründen einwerfen. Persönlich hätte ich die südwestliche Ecke des Ingenhoven-Baus etwas höher gemacht (eine-zwei Etagen) - entweder durch größere Neigung der Schräge oder durch einen Sprung, der auch helfen würde, die Südfassade weniger monoton zu gestalten.
    Bei der Länge von über 100 Metern bräuchte man etwas Gliederung, vielleicht Rücksprünge hier und da und/oder stellenweise etwas Steinanteil an der Fassade.


    Ich vermute, dass die Begrünung des Hauptgebäudes in der Praxis ähnlich üppig sein wird wie auf den Kö-Bogen-Fassaden. Beim Rasen auf dem Dach des Foodmarkt-Pavillons könnte es besser werden.

  • Ganz ehrlich? Ich bin für den HPP Entwurf, bisher allerdings bezogen nur auf die Raumnutzung (deren Gebäude(-fronten) selbst sieht man auf dem Entwurf kaum), denn alle Diskussionen und Argumente beziehen sich jetzt auf ein Schauspielhaus, das seit jeher nicht in exponierter Lage steht. Drastischer ausgedrückt: Man hat schon beim Bau auf den falschen Standort gesetzt! Ewig in zweiter Reihe (abgesehen von der Rückfront zum Park), allzeit im Schatten des DSH, noch nie an einer größeren Straße grenzend war es immer schon stiefmütterlich in die Landschaft gesetzt. Zum Vergleich: Die Rheinische Oper an der HHA, der Kaufhof zwischen Kö und HHA oder das Steigenberger an der Nordseite der Kö/ des Corneliusplatzes - so setzt man größere Bauten in Szene!


    Die Schwierigkeit, das Gebäude angemessen zu präsentieren, ist keine Frage der aktuellen Planung. Letztlich wäre eine angemessene Präsentierung nur möglich, wenn bis zur Straße überhaupt kein Gebäude im Weg stünde, quasi ein großes Entrée.


    Es ist ein schönes, ausdrucksstarkes Gebäude, aber es steht in einem Hinterhof.

  • Altstadtjong: Für diese Ausgangslage gibt es allerdings einen besseren Lösungsweg: Der GGP darf eben kein Hinterhof bleiben. Wenn er zu einem wichtigen zentralen Platz wird, dann hat das Schauspielhaus plötzlich die Lage, die es verdient. Im Moment ist der GGP ein unmotivierter Freiraum mit Durchfahrt zu einem Parkhaus.

  • Altstadtjong: Für diese Ausgangslage gibt es allerdings einen besseren Lösungsweg: Der GGP darf eben kein Hinterhof bleiben. Wenn er zu einem wichtigen zentralen Platz wird, dann hat das Schauspielhaus plötzlich die Lage, die es verdient. Im Moment ist der GGP ein unmotivierter Freiraum mit Durchfahrt zu einem Parkhaus.


    Ein Platz wird nicht zum belebten Raum bloß weil er eine Sichtachse bekommt. Solange es nichts gibt, was den Platz anziehend macht (Geschäfte, Cafes, Möglichkeiten zum Verweilen) wird es immer ein Hinterhof bleiben egal wie viele Zugänge er bekommt. Ein schönen Beispiel dafür ist der Stadthafen. Ich persönlich finde den HHP Entwurf auch am Besten. Er schließt die Lücke in der Schadowstraße, schafft eine gute Verbindung zum Kö-Bogen 1 und gibt dem GGP eine angemessen Begrenzung mit der Option für Cafes und Geschäfte. Außerdem steht er nicht in Konkurrenz zum DSH oder dem Schauspielhaus.

  • Das Thema ist mir die Anmeldung und meinen ersten Beitrag hier im Forum wert:)
    Hallo zusammen!


    Meine Favoriten sind die Entwürfe von Molestina und HPP.
    Beim Ingenhoven Entwurf habe ich die Befürchtung, dass wieder eine große, nicht urbane Leere und Durchgangsraum entsteht, wie es vor der Baustelle der Fall war.
    Die Straßenbahn die seine Leere durchkreuzt erzeugt leider auch nicht mehr gemütlich.


    Ich persönlich würde gerne den HPP Entwurf mit einer sich vom COR/Primark Gebäude mehr unterscheidenden Fassade kombiniert mit einem Pavillion a la Molestina oder Ingenhoven realisiert sehen.
    Dabei würde ich den Ingenhoven Pavillon aber spiegeln. Die Liegewiese nach Westen, Cafes in der hohen Seite in Richtung GGP und "neuem" Platz.


    Das gibt beiden Plätzen eine Kante, denn ein innerstädtischer Platz benötigt meiner Meinung nach Gebäude, sollte überschaubar groß sein und "Trubel" erzeugen. Eine direkter Übergang zum Park macht den Platz groß und ungemütlich.


    Bei der Platzgestaltung würde ich Elemente aus dem Molestina Entwurf entnehmen und einen "modernen" Spielbereich, sowie Wasserspiele einplanen. Denn Kinder erzeugen meiner Meinung nach immer Lebensqualität.

  • Ein Platz wird nicht zum belebten Raum bloß weil er eine Sichtachse bekommt. Solange es nichts gibt, was den Platz anziehend macht (Geschäfte, Cafes, Möglichkeiten zum Verweilen) wird es immer ein Hinterhof bleiben egal wie viele Zugänge er bekommt.


    Richtig, Kulturbauten sind eben keine richtig guten Frequenzbringer - siehe Grabbeplatz.


    Und genau da sehe ich eine große Schwäche des Ingenhoven-Entwurfs. Mit dem schrägen "Liegewiesen-Pavillon" schafft er eine tote Platzkante sowohl am Gründgens-Platz als auch am JWP. Nichts, was die Plätze beleben könnte. Allenfalls im Sommer an wirklich schönen Tagen kann die Wiese Menschen anlocken - wenn überhaupt. Denn mit der Ostausrichtung wird sie nur dann interessant, wenn man an heißen Tagen Schatten sucht. Und dann die Aussicht! Man wird von der Liegewiese auf diese Steinwüste von GGP gucken.


    Für die von Ingenhoven beworbenen Kulturfestivals mit Leinwänden an seinem begrünten Gebäude wird er sehr helle Medienwände benutzen müssen - schließlich befindet sich die Leinwand dann in Westausrichtung und wird am Nachmittag stark von der Sonne beschienen.


    Für mich ist es auch fraglich, ob die von Ingenhoven an der Nordseite (des großen Gebäudes) geplante Gastronomie funktionieren wird. Sonne wird zwar von Westen her an seine Nordfassade gelangen. Aber wer ein Cafe besucht, will ja in der Regel auch flanierende Leute beobachten und nicht ein entfernt stehendes Schauspielhaus mit leerem Platz davor. Wirklich gut geeignet, beide Plätze zu beleben wäre dagegen die angedachte Markthalle.


    Weiterer Kritikpunkt: die begrünte Fassade. Sie wird erstens sehr pflegeintensiv werden. Eventuell wird sie schnell unansehnlich. Zweitens frage ich mich, wie Ingenhoven allen Ernstes davon ausgehen kann, dass in diesem begrünten Gebäude Wohnungen zum GGP hin möglich sein sollen. Wer will denn immer in dieses Grünzeug gucken? Außerdem sorgen bewachsene Fassaden immer für sehr viel Insekten in unmittelbarer Fensternähe.


    Am HPP-Entwurf stört mich vor allem, dass er keinen Platz beinhaltet, welcher das P&C-Gebäude angemessen in Szene setzt. Gerade mit der neuen Medienfassade ist der Bau wirklich einen Platz wert.
    In der Infoveranstaltung ist jedoch von Eigentümerseite ausdrücklich gefordert worden, dass an dieser Stelle kein die Passantenströme hindernder Platz entstehen solle. Meines Erachtens dürfte ein Platz die Kunden aber dann nicht aufhalten, wenn er attraktiv genug ist.


    Was Molestina betrifft muss ich sagen, dass mir abgesehen von dem auch ansonsten guten Konzept vor allem auch gefällt, dass dieser sich als einziger mit der Verschönerung des GGP selbst auseinandersetzt - etwas, was dieser Platz nicht nur verdient, sondern auch dringend nötig hat.

  • Denn mit der Ostausrichtung wird sie nur dann interessant, wenn man an heißen Tagen Schatten sucht.


    Wollen wir nicht übertreiben - bei der geringen Neigung wird es dort noch eine-zwei Stunden vor dem Sonnenuntergang direkte Sonnenstrahlen geben.


    Und dann die Aussicht! Man wird von der Liegewiese auf diese Steinwüste von GGP gucken.


    Hier habe ich im Januar vorgeschlagen, den GGP in den zwischen dem Kulturforum (NRW-Forum) und dem HBf geplanten Kulturpfad zu integrieren - mit irgend einer Kunst auf dem Platz. Die wäre schon netter anzusehen als nur Pflasterung. Die Ostseite und die Nordseite werden ladenlos bleiben, wie sie sind, also die Südseite des GGP muss im Neubau unbedingt Gastronomie oder Läden beinhalten.

  • Der Entwurf von Ingenhoven mutet auf den Visualisierungen sicherlich spektakulär an, hat mMn aber einen entscheidenden Fehler: Die massive Fassade zum GGP erzeugt ein ziemliches Unbehagen. Der neue GGP würde nichts von seiner Sterilität und Unwirtlichkeit verlieren - im Gegenteil.
    Die Entwürfe von HPP und Molestina finde ich deutlich freundlicher. Mit Ingenhoven wird der GGP keine Chance haben, sich zu einem lebendigen Zentrum zu entwickeln.

  • Mir sagt der HPP Entwurf ebenfalls am besten zu. Wir haben schon drei Solitäre an der Stelle, Kö-Bogen, DSH und SSH. Ich finde nicht, dass wir einen vierten brauchen und Ingelhoven wäre ein solcher vierter Solitär. Zudem die grüne Fassade die Hälfte des Jahres braun sein wird und somit viel weniger ansehnlich als auf den Bildern. Von der Pflege etc, die eine solche Fassade benötigt, mal ganz zu schweigen.


    Außerdem zweifel ich, dass das Rasendach angenommen werden wird, unabhängig von der Ausrichtung dürfte es einfach zu schräg sein. Ich schließ jetzt mal von mir auf andere, aber man liegt doch am liebsten auf einer ebenen Fläche, ansonsten rollt alles andauernd runter (inklusive man selbst)! Außgehend von den Visualisierungen würde ich mal 15° Steigung schätzen (Bei unterstellter 10 m Höhe und 40 m Länge ziemlich genau 14°). Da liegt niemand gemütlich in der Sonne drauf, weil es einfach zu unangenehm ist.


    HPP dagegen fügt sich ein und gibt der Schadowstraße Form und Richtung. Außerdem hält sich der Entwurf aus dem Zusammenspiel zwischen KöBogen, DSH und SSH heraus und nimmt sich zurück.


    Ich stimme Altstadtjong zu, das SSH steht zu sehr im Hinterhof, als dass der GGP zu einem belebten Platz werden könnte. Dieses Ziel sehe ich aber bei keinem der Entwürfe erreicht. Hier würden vielleicht nur ein Hotel und/oder Wohnungen zum GGP hin im neu zu bauenden Gebäude helfen.

  • Bis Herbst 2017 fertig?

    Außerdem zweifel ich, dass das Rasendach angenommen werden wird, unabhängig von der Ausrichtung dürfte es einfach zu schräg sein.


    Die Neigung entspricht ungefähr jener der Rasen am Berliner Sony-Center, selbst die Google-Satellitenkarte zeigt liegende Bevölkerung dort - und ich habe auch welche im letzten Frühling gesehen.


    Diesem heutigen RP-Artikel nach sagte Elbers auf der Mipim in Cannes, Kö-Bogen II könne bis Herbst 2017 fertig sein. Damit ich den ganzen Artikel hier zusammenfasse - es ist auch über mögliche Entwicklungen des Kaufhofs an der Kö die Rede.

  • ^ Unabhängig davon, ob so eine Rasenfläche angenommen wird, da dürfte die schräge nur einer der Faktoren sein, muss ich Roman insoweit Recht geben, dass die Schräge für den Zweck schon extrem ist.
    Der Vergleich mit dem Rasen am Sony-Center ist aus mehreren Gründen Quatsch:
    Die Fläche ist nicht auf einem Gebäude, sondern neben - als Park angelegt.
    Die Fläche zwar etwas schmaler (ca. 30 m), aber dafür viel länger, der südliche Teil vom Platz aus ca. 130 m und der nördliche ca. 180 m.
    Auch die Neigung ist nicht vergleichbar, die höhste Erhebung ist gerade mal ca. 3 m hoch, zudem nur am südlichen und nördlichen Ende so "extrem".
    In der Parkmitte beginnen die Flächen nördlich waagerecht und südlich mit ca. 0,5 m Gefälle.
    Wenn man sich die Visualisierungen von Ingenhoven auf der Seite der Stadt anschaut, ist der Unterschied gut zu erkennen: http://www.duesseldorf.de/top/…52kb_baufeld4/index.shtml

  • ^ Der Hauptvorteil dieser Visualisierungen - man sieht, wie oft fest vom Tuchtinsel-Hochhaus ausgegangen wird. Noch besser sieht man, dass die Kappung auf etwa 10-12 Etagen gar nicht funktionieren will, sondern die Sache klotzig macht - während doppelt so hoch auf nur einem Teil der Tuchtinsel-Fläche (in einen flächenmässig größeren Sockel eingebunden) ganz nett wirken könnte.


    Wenn Euch schräge Rasen nicht zusagen, könnte man statt solcher Foodhalle aus dem Molestina-Entwurf den zweigeschossigen Pavillon mit einer Rampe an den Wänden übernehmen.

  • Gustaf-Gründgens-Platz

    Wie die RP heute berichtete, die Künstlerin Tita Giese (die bereits den Stresemannplatz umgestaltete) schlägt für den Gustaf-Gründgens-Platz dreieckige Wasserflächen vor. Durch die geringe Tiefe sollte es keine statischen Probleme geben.


    Mir scheint, Vorschläge zur Platzgestaltung vor der Entscheidung zur umliegenden Bebauung sind verfrüht. Dennoch will die FDP Anfang April einen Antrag im Stadtrat stellen.


    Der Ernst-Reuter-Platz am anderen Ende der Berliner Allee (Cornelius-/ Hüttenstraße) soll laut Artikel nach einem Entwurf von Tita Giese mit einer Palmenallee umgestaltet werden - der Artikel beinhaltet eine Visualisierung.