Leipzig: St. Trinitatis (realisiert)

  • Zweistufiger Wettbewerb für St. Trinitatis-Neubau

    Die LVZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über die Details des Wettbewerbs zur Gestaltung des Neubaus der katholischen St. Trinitatis Kirche, der im Übrigen das größte Bauvorhaben der katholischen Kirche im Osten seit dem Zusammenbruch der DDR ist.


    Es wird einen zweistufigen Wettbewerb geben, um die Interessen von Kirche und Kommune besser aufeinander abzustimmen. In Etappe eins bewertet die Jury Skizzenentwürfe hinsichtlich Repräsentativität der Kirche sowie städtebaulicher Verträglichkeit. In Etappe zwei werde mit den Architekten kommunikativ weitergearbeitet. Zu den bereits nach dem Workshop ausgewählten zwölf Büros sind noch einmal acht dazugekommen. Diese Top 20 sollen am 18. Mai bekannt gegeben werden. Am 7. Dezember 2009 tage das Preisgericht, ab 13. Dezember könnten die Bürger die besten Entwürfe in einer Ausstellung sehen. 2010 soll dann das Projekt vorangetrieben werden, evtl. ist dann auch schon der Baustart vorgesehen, eröffnet werden soll jedenfalls 2012.


    In den Neubau sollen auch einzelne Elemente aus dem derzeitigen Gebäude, die bereits vorm Vorvorgänger in der Rudlophstraße stammen, integriert werden. Die Bausumme wird weiterhin mit 10 Mio. Euro plus X angegeben.


    Grüße,
    *D

  • Die Lizzy hat jetzt auch einen Artikel zum gestarteten Architektenwettbewerb veröffentlicht. Morgen werden ja die Teilnehmer veröffentlich, gleichzeitig werden diese dann Gelegenheit für Rückfragen zu den Teilnahmebedingungen, die am 4. Mai versandt wurden, haben. Laut Artikel sind Architekturbüros aus London, Leipzig und Lugano, Münster, München, Köln und Karlsruhe beteiligt.

  • Die 20 Architekturbüros, die in einem zweistufigen Verfahren zum Neubau St. Trinitatis ihre Entwürfe erarbeiten, sind nun veröffentlicht. Die Büros haben bis zum 06. November Zeit, ihre Arbeiten einzureichen. Am 07. Dezember fällt das Preisgericht die Entscheidung, am 13. Dezember werden alle Entwürfe in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



    Die 20 Teilnehmer des zweistufigen Architekturwettbewerbs


    Pressemitteilung der katholischen Probsteikirche zum internationalen Architekturwettberwerb

  • Die Kirchengemeinde St. Trinitatis hat bereits 2.000.000,00 EUR Spenden erhalten. Weitere 600.000,00 EUR sind bei den Kollegen in Dresden eingegangen.


    Ende Juli kamen alle Architektenentwürfe an der Trinitatiskirche an. Am 24. August 2009 soll die Auswertung stattfinden. Das Ergebnis wird am 7. Dezember 2009 verkündet.


    Baubeginn ist glücklicherweise im Herbst 2010 und die Eröffnung 2013 geplant.


    Quelle: LVZ

  • Die 1. Phase des Wettbewerbs zum Neubau der Probsteikirche ist jetzt beendet. 18 von 20 eingeladenen Architekturbüros hatten fristgerecht ihre Entwürfe eingereicht. Die Aufgabe der Jury bestand darin, eine Negativauswahl vorzunehmen, also die Ideen "auszusortieren", die aus verschiedenen Gründen nicht den gemachten Vorgaben und/oder Vorstellungen entsprechen - nur 8 Entwürfe sind übrig geblieben. Äußerst schwache Leistung seitens der Architekturbüros, wie ich finde. Die acht verbliebenen Büros werden jetzt informiert und haben bis Ende des Jahres Zeit, die Aufgabenstellung der zweiten Phase umzusetzen.


    Quelle: Lizzy

  • http://mephisto976.uni-leipzig…kommt-unterstuetzung.html
    Mi, 21. Oktober 2009
    Neubau von katholischer Kirche bekommt Unterstützung
    Der geplante Neubau einer katholischen Kirche in Leipzig erhält prominente Unterstützung.


    Es wird eine Internetkampagne von Persönlichkeiten unter anderem aus Kultur und Politik geben, mit der zu Spenden für den Bau der neuen Kirche aufgerufen wird. Zu den Fürsprechern gehört unter anderem Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
    Der Sieger des Architekturwettbewerbes wird Anfang Dezember bekannt gegeben. Der Bau soll dann im nächsten Jahr beginnen.

  • In der LVZ findet sich heute ein bemerkenswert nichtssagendes Interview mit Probst Lothar Vierhock. Ein paar Infos gibt es trotzdem:


    • Bauzeitraum ist wie gehabt Herbst 2010-2012
    • Kosten jetzt 12 Mio. Euro plus X, finanziert durch die Liga-Bank in Dresden
    • Bisher 2,7 Mio. Euro Spendengelder
    • Architekturwettbewerb im Plan: 8 Büros noch im Rennen, Sieger wird am 7. Dezember gekührt, am 17. eröffnet eine Ausstellung mit sämtlichen Entwürfen


    Ich bin weiterhin gespannt und vermute, das gibt im Anschluss wieder ellenlange Diskussionen in der Stadt, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit ein moderner Bau entstehen wird.

  • ^ Wie Propst Viereck schon zu Beginn der Planungen gesagt hat, wird die neue Kirche gegenüber des Neuen Rathauses eine sehr moderne Architektur erhalten. In gewisser Weise finde ich das auch konsequent, denn schon die alte Propsteikirche in der Emil-Fuchs-Straße wurde ja, dem Zeitgeschmack der 1980er-Jahre entsprechend, sehr modern errichtet.

  • Die ZEIT hatte bislang für Österreich und die Schweiz Sonderseiten veröffentlicht, die es nur in den betreffenden Ländern zu kaufen gibt. Seit November gibt es auch Sonderseiten für den Freistaat Sachsen.:D



    In der aktuellen Ausgabe der "ZEIT FÜR SACHSEN" findet sich ein ARTIKEL über den geplanten Neubau der St. Trinitatiskirche in Leipzig.


    Dieses Projekt wird als absolute Ausnahme bezeichnet.


    Die Kirche soll auf alle Fälle einen Kirchturm erhalten. Aber es soll eine Kirche für das dritte Jahrtausend gebaut werden. Ausdrücklich wird betont, dass der Neubau der katholischen Kirche von allen Fraktionen im Leipziger Stadtrat -auch von den LINKEN- unterstützt wird.


    Der Neubau wird als Teil der Wiedergutmachung und als wichtiges Symbol bezeichnet.



    Noch ist nicht alles nötige Geld beschafft. Der Kölner Kardinal Meisner soll jedoch angedeutet haben, er könne sich eine zweite oder sogar eine dritte bundesweite Kollekte zugunsten der Leipziger Kirche vorstellen.



    Insgesamt ein sehr positiver Artikel zum Thema "Leipzig" und "Religion". Schon fast zu positiv für die ZEIT.;)




    Aber Evelyn Finger hat in der selben Ausgabe- und zwar in der Deutschlandausgabe:lach:- einen Kommentar veröffentlichen dürfen, der das Ganze wieder richtig stellt. Die Leipziger sind feige, haben ein schlechtes Gewissen und befinden sich auf einem säkularisierten Sonderweg.


    Was haben die Leipziger (Wer sind eigentlich DIE Leipziger?) in den Augen von Frau Finger verbrochen? Sie ziehen einen Neubau einer Rekonstruktion der Unikirche vor!:daumen:

    2 Mal editiert, zuletzt von Stahlbauer () aus folgendem Grund: Fehler behoben.

  • Was haben die Leipziger (Wer sind eigentlich DIE Leipziger?) in den Augen von Frau Finger verbrochen? Sie ziehen einen Neubau einer Rekonstruktion der Unikirche vor!:daumen:


    Vielleicht weil es in Leipzig fast keine Katholiken gibt?


    Ich komme aus Bayern, bin katholisch getauft und auch wenn ich nicht unbedingt gläubig bin, beschleicht mich doch hin und wieder so eine Art religiöses Gefühl, woraufhin ich das Bedürfnis habe mich in eine Kirche zu begeben. Dort wo ich herkomme, gibt es zahlreiche Kirchen, schöne und alte aber auch ein paar, die nach dem Krieg erstellt wurden. Nie käme ich auf die Idee eine "moderne" Kirche aufzusuchen!


    "eine Kirche für das dritte Jahrtausend"


    Wollen wir mal sehen was dabei raus kommt.

  • ^
    Das wird jetzt off topic.:daumen:


    Leider kann man den aktuellen Kommentar der Frau Finger nicht verlinken. Von der ZEIT so gewollt?;)


    Artikel dieser ZEIT-Mitarbeiterin (stammt übrigens aus Halle an der Saale) führen regelmäßig zu heftigen Leserreaktionen. Hier ein BEISPIEL aus Dresden.



    Wenn man sich die Artikel, na vielleicht nicht die in denen Frau Finger Autos bewertet, ansieht, sind besonders die von der ZEIT-Redaktion zensierten Leserkommentare interessant.:D




    Die ZEIT hat gemerkt, dass man in Sachsen- ähnlich wie in der Schweiz oder Österreich, völlig anders tickt als in Hamburg und will sich nun ein wenig - Wie soll man sagen?- anbiedern.



    Frau Finger meint der Neubau des Paulinums gleiche einem Moskauer Standesamt und im aktuellen Kommentar zum Paulinum behauptet sie, dass man sich nach 1989 rasch über den Abriss des Betontrumms rasch einig wurde. Wann hat der Freistaat Sachsen als Bauherr genau den Abriss am Augustusplatz verfügt? 2004? Die Stadt Leipzig hatte damit überhaupt nichts zu tun. Faktenwissen gehört wohl nicht zur Stärke von Frau Finger.





    Zurück zu St.-Trinitatiskirche.


    Warten wir doch einfach ab, was uns in einer Woche als Siegerentwurf präsentiert wird. Aber auch da gilt: Wir können nur kommentieren. Die Entscheidung liegt beim Bauherrn. Das es die Sankt Trinitatisgemeinde geschafft hat, so ein Projekt an dieser Stelle voranzutreiben -und hoffentlich glücklich zu Ende zu bringen- findet meinen ehrlichen Respekt.



    Eine katholische Kirche an dieser Stelle ist doch großartig!

  • so ist es.


    sehr respektabel, wie pragmatisch diese agile katholische gemeinde an das projekt herangeht. da werden kontakte geknüpft und bundesweit gelder eingeworben, sich gedanken über den tatsächlichen platzbedarf und sogar über ökologisches bauen gemacht.
    ein wohltuender kontrast zu den bestrebungen des paulinervereins, seine sühne- oder fast schon rachegedanken auf staatskosten auszuleben.


    nächste woche werden wir erfahren, inwieweit das bescheidene budget für eine auch städtebaulich überzeugende lösung ausreicht. sicher ist es unter diesen umständen ein schwieriges unterfangen, neben dem gewaltigen neuen rathaus die neue kirche nicht etwas mickrig erscheinen zu lassen. dennoch denke auch ich, dass die standortwahl richtig war.

  • Ich habe mich gestern tatsächlich ein wenig off-topic abtreiben lassen. Der Rotweingenuss bei gutem Essen und späterer Übergang zu Whisky trug wohl dazu bei ;-)


    Auch ich zolle dieser Initiative grundsätzlich Respekt, möchte mit einem abschließendem Urteil aber noch die Entwurfsveröffentlichung abwarten.


    In der Tat scheint es mir ein schwieriges Unterfangen zu sein, mit bescheidenen Mitteln an dieser Stelle eine städtebauliche überzeugende Lösung hinzubekommen!

  • Am 13.12, ca. 12 uhr wird in der Propstei Leipzig, Emil Fuchs Str 5-7, die Ausstellung zum Wettbewerb eröffnet. Geöffnet von 10-17uhr, regulär vom 14.12 bis zum 3.01.10 (Quelle: Wettbewerbe Aktuell)

  • ^ Die LIZ berichtet ebenfalls über die morgige Tagung des Preisgerichts. Schade, dass dann noch eine Woche bis zur Verkündung des Siegers vergeht, das macht die Sache aber noch spannender. Ich hoffe, dass eine städtebaulich überzeugende Lösung gefunden wird, das Ganze aber trotz aller moderne als Sakralgebäude erkennbar ist. Das Paulinum macht vor, dass dies geht, der momentan entstehende Neubau der Baptisten wäre dagegen eher ein Negativbeispiel. So bitte nicht...

  • ich denke dass an dieser stelle schon ein klarer sakral-artiger bau enstehen wird. schon alleine weil sich die stadt davon offenbar auch eine touristische attraktion erhofft (mein eindruck). spannend wird wahrscheinlich die loesung der versorgungsbauten die zu der blockranbebauung angrenzen/anschliessen sollen. das kann eher gefaerlich werden.

  • im vorfeld sprach sich der propst für einen turm aus, der bischof dagegen.
    man brauchte bis 23 uhr, um sich auf einen siegerentwurf zu einigen.
    seit dem herrscht funkstille.
    wenn man bedenkt, dass bei der "unikirche" die entscheidung nach 5 minuten klar war, gibt es nur 2 möglichkeiten: entweder es gab mehrere überzeugende entwürfe - oder keinen.

  • Schulz & Schulz gewinnt Wettbewerb


    Das Leipziger Architekturbüro Schulz & Schulz hat den Wettbewerb für den Neubau der katholischen Kirche St. Trinitatis gewonnen.





    Bilderquelle: dpa / Modell: Schulz & Schulz

  • Wow, danke für die Chance, den Entwurf mal zusehen.


    Ich hatte mir eigentlich schon gedacht, dasd etwas mit Kirchenschiff kommt. Ein Kirchturm kommt immerhin vor, nur ohne Spitze. Der Bau an der Ecke Peterssteinweg/Martin-Luther-Ring erinnert mich an dem HTWK-Mediencampus an der Karli.


    Wenn ein weiterer Bau kommt, das sich auf dem Modell sehen lässt, sieht diese Kirche leider gar nicht so schlecht an diesem Ort aus.


    Heute findet bekanntlich ein Presse-Opening in der Trinitatiskirche statt, wo bis morgen Sperrfrist angesagt ist. Wenn mal keiner auf die Idee kommt, hierher zuklicken oder einfach die heutige LVZ zulesen. Leider kann ich zurzeit keine PDF-Datei verlinken, mein Browser zeigt mir einen Fehler dieser Datei by LVZ an.


    LVZ-Artikel > http://www.foto-music-film.com/LVZ_121209_Trinitatis.pdf


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    Der Entwurf von Schulz&Schulz erinnert einmal an den aktuellen DDR-Bau in der Emil-Fuchs-Straße und an den HTWK-Mediencampus an der Karl-Liebknecht-Straße. Wer morgen die Ausstellung erkundet, wird sehen, es hätte auch ein besserer Entwurf gewinnen können, als der von Schulz&Schulz. Alleine ein Entwurf sieht bei der morigen Ausstellung nach einer Kirche mit Kichturmspitze aus. Wenn man sich dran gewöhnt, passt der aktuelle Entwurf ins dortige Stadtbild, wiederum passen andere besser dazu.


    Ich werde mich mal an die Sperrfrist der St. Trinitatis bis morgen um 6.00 Uhr halten, danach schalte ich sie hier und woanders online.


    P.S. Es lohnt sich auf jeden Fall! Wer nicht driekt weis, wo sie liegt: An der Angermühlbrücke die Jacobstraße hoch in Richtung Rosental, der Straße immer folgen und dann links abbiegen. Eingang an den Parkplätzen.

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