• Der Budapester Platz oder meinst Du nicht den Mailänder oder den Pariser Platz - das alles sind städtische Verkehrsflächen. Warum sollte sich ein privater Eigentümer aber hier selbst wirtschaftlich enteignen? Wenn ein Platz an der Stelle städtebaulich erwünscht ist, müsste die Stadt diese Fläche zu einem saftigen Preis vom Eigentümer (jetzt: Württembergische) erwerben, um eine solche Freifläche zu schaffen, mit quasi Aussicht auf Nullrendite. Frage ist, ob mit gegenwärtigen und künftig zu erwartenden Fortzügen von Industriebetrieben und Hauptverwaltungen angesichts verschnarcht-restriktiv-konservativer Standortpolitik der Stadt noch Geld für solche Späße bleibt, ich vermute mal nein. Ein bisschen Realismus.

  • ^^Gerber-Außengastronomie verlangt jetzt eher keine städtische Fläche, oder doch?

    Aber gut - Wohnungsbau ist ja jetzt auch nicht ganz verkehrt, auch wenn er (vermutlich) etwas grob daherkommen wird.

  • Es geht ja nicht darum, daß ein privater Besitzer einen Platz spendiert, sondern wenn die Stadt dort einen Platz will, sie die Fläche ihrem privaten Besitzer abkauft.

  • Man könnte aber speziell den Bereich der Paulinenbrücke (vor allem alles unter der Brücke) deutlich ansprechender gestalten ohne dazu zusätzlichen Platz zu brauchen. Während alles Außenrum inzwischen recht ansprechend ist, ist der Bereich unterhalb der Brücke immer noch wirklich furchtbar.

  • Vor kurzem war ja der Abriss der Paulinenbrücke und eine ebenerdige Verkehrsführung in der Diskussion. Ebenso hat man sich über Gastro unter der Brücke Gedanken gemacht. Gastro wollte die Stadt glaube ich nicht, Abriss ist erstmal vertagt worden. Persöhnlich fände ich die Fläche unter der Brücke für Clubs gut geeignet. Die Stadt sieht das wohl anders, schließlich hat man die Tankstelle dort ja extra abgerissen um gerade in den Nachtstunden das Publikum fernzuhalten.

  • Man wollte aber ja vor allem dieses bestimmte Publikum fern halten. Die Idee mit dem Club finde ich gut.
    Ich denke außerdem, dass schon neuer Belag und eine bessere Gestaltung viel helfen könnte. Ein Abriss wäre sicher aber auch zumindest die Diskussion wert.

  • Die fehlende Tankstelle hat da sicher einiges bewirkt aber dieses bestimmte Publikum ist manchmal immer noch recht zahlreich vertreten. Eigentlich müsste man noch die unterirdische Toilette dicht machen. Oder ist sie das schon?

    Die Club-/Gastro-Idee kam mir erst etwas komisch vor, bis ich mir ein in der Nacht lichtdurchflutetes Ding aus viel Glas vorgestellt habe. Den Schallschutz für die Nachbarn sollte man dann aber nicht vergessen.

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Die Club-/Gastro-Idee kam mir erst etwas komisch vor, bis ich mir ein in der Nacht lichtdurchflutetes Ding aus viel Glas vorgestellt habe. Den Schallschutz für die Nachbarn sollte man dann aber nicht vergessen.

    Genau so meine ich das. Das "Bravo Charlie" könnte architektonisch als Vorlage dienen

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Stadthäuser auf dem Einkaufszentrum erinnern nun leicht an genuesische Hang-Palazzi ;)

    Nein, in der Summe ein gelungener Komplex, in allen Teilstücken.

    Neulich, als ich mal dort um das Gerber herum gelaufen bin, ist ein Mann auf Sichtweite der Stadthäuser stehen geblieben und hat zu sich selbst gesagt, hier sieht es aus wie auf Mallorca. :lach:

    Kann ich zwar nicht betätigen, da ich noch nie auf Mallorca war, aber wenn man sich noch einen Pool bei der Baugrube vorstellt, dann könnte das in der Tat eine Hotelanlage sein. ;)

  • Ja, Marketing nimmt im Schwabenland mitunter Groteske Züge an. So schön Florenz übrigens auf Bildern aussieht, so heruntergekommen ist es im echten Leben. Spätestens mit Einbruch der Dunkelheit sollte man sich als Tourist sowieso nichtmehr in der Innenstadt aufhalten.

  • Konzept und Markenmix gefällt mir wesentlich besser als beim Milaneo – hier dürfte es tatsächlich auch die Stuttgarter hinziehen. Der Hipster-Laden Urban Outfitters ist in dieser Gegend auch gut aufgehoben. S-Süd ist ja das Gentrification-Viertel in Stuttgart schlechthin.