Verkehrsinfrastruktur

  • Ein weiterer Grund ist, dass der der schmale Bahnsteig für die Gleise 10 und 11 vom Strom der Reisenden stark entlastet würde.
    Es gab schon Tage, an denen der Bahnsteig wegen Überfüllung gesperrt werden musste.
    Schon an normalen Arbeitstagen kommt es an den Aufgängen zu erheblichen Gedränge. Die Bahn hat bereits die Gepäckbänder an den Treppen entfernen lassen, um mehr Platz zu schaffen.
    Durch den Ausbau würde das Ein- und Aussteigen deutlich flüssiger und ungefährlicher werden, wodurch weitere Zeit eingespart werden könnte.

  • Das die Gleise gesperrt wurden ist mir noch nie untergekommen (zumindest nicht mit dieser Begründung)... und ich hab da schon heftigsten Ansammlungen gesehen, gerade zu Karneval.
    Die Gepäckbänder gab es meine ich noch nie zu den Gleisen 10/11 weil diese ja nur den Nahverkehr bedienen und für diesen Gepäckbänder recht sinnlos sind.
    Aber ich kann mich Irren. Aber wenn es die gab muss das schon ARG viele Jahre her sein . :lach:

  • Verlängerung Line 3: Görlinger Zentrum

    In der Anlage 1 der Ratsdrucksache findet man einen aktualisierten Plan der Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 um eine Station ins "Görlinger Zentrum".


    Allerdings entspricht dieser Plan nicht dem letzten Stand der Planung; die Brücke über den Militärring entfällt und wird durch eine LSA ersetzt.


    Ratsinformationssystem der Stadt Köln


    Leider werden keine Termine genannt; mein letzter Stand ist Eröffnung Ende 2013.

  • Im Zuge der "Sanierung" (bzw. des Neubaus) von Brückenbauwerken durch die DB bis zum Jahre 2025 möchte die Stadt die Fahrbahnen auf Zülpicher Str. und Luxemburger Str. verbreiten, um Engstellen zu beseitigen. Die Bahn verlangt hierfür eine Kostenbeteiligung von der Stadt von 6 Mio. Euro und drängt auf eine schnelle Entscheidung.


    Da die Bahn nicht plant, die bestehenden Stahlkonstruktionen zu sanieren, sondern diese durch schlichte Betonkonstruktionen ersetzen will, könnten diese auch verbreitert werden, wenn die Stadt dies wünsche.


    So sollen, nach Wünschen der Stadt, die Zülpicher Str. um 3,50 Meter, die Luxemburger Str. um 1,25 Meter im Bereich der Brückenbauwerke verbreitert werden. Diese sei im "elementaren Interesse der Stadt" - so Baudezernent Streitberger - um "die Unterführungen sicher, leistungs- und zukunftsfähig auszubauen". Streitberger räumte ein, dass die neuen Brückenbauwerke Betonbrücken in 08/15 - Ausführung der Bahn sein werden.


    Dies biete die Chance, den Bahnsteig auf der Zülpicher Str. als Mittelbahnsteig zu realisieren und zusätzlich Radwege unter der Unterführung anzulegen. Zusätzlich möchte die Stadt einen neuen Zugang von der Zülpicher Str. zum Südbahnhof schaffen und einen Aufzug bauen.


    Da die Bahn auf eine Entscheidung der Stadt drängt, wurde im Hauptauschuss des Rates zwar beschlossen, 400.000,- € für Planungskosten bereitzustellen - ein Beschluss für eine Verbreiterung der Unterführungen wurde jedoch noch nicht getroffen.


    In der Prinausgabe des KStA ist zudem vermerkt, dass die Denkmalbehörde die beiden Brücken in die Schutzliste aufnehmen will.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1326106298860.shtml
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1326202524880.shtml


    Zülpicher Str.
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#134709
    Luxemburger Str.
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#62629
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/62629#59262
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#17625


    Der Kommentar der Rundschau warnt vor übereilten Beschlüssen und gesichtslosen Neubauten:
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1326202524883.shtml

  • Was bitte ist denn so besonders an den Brücken das die jetzt auch noch "schnell schnell" unter Denkmalschutz gestellt werden. Das sind einfach nur Bahnbrücken mitten in Wohn bzw. Büro/Industrie gebieten und für mich auf keinen Fall Erhaltenswert.


    In dem Falle würde es mich pers. auch nicht Stören sogenannte 0815 Betonbrücken da stehen zu haben da diese Stahlbögen eben auch nicht mehr sind als 0815.


    Stadt sollte zustimmen. Meine Meinung nach.

  • Gerade die Brücke über die Zülpicher Straße kommt noch aus der Anfangszeit des Eisenbahnwestrings. Es wäre eine Schande eine solche Konstruktion nur durch langweilige Betonbrücken zu ersetzen. Der Reiz dieser Ecke der Stadt liegt gerade in diesen alten Stahlbrücken aus der Gründerzeit.
    Dazu muss noch erwähnt werden, dass der Eisenbahnwestring die Berliner Stadtbahn als Vorbild hatte. Dementsprechend aufwändig fiel in der Gründerzeit die Gestaltung der Bahnhöfe West, Süd und der Brücken aus. Diese Ignoranz gegenüber der gebauten Historie ist halt typisch Köln und typisch Bahn. Bei der Sanierung der Berliner Stadtbahn wurden wenigstens einigermaßen hochwertige Elemente verbaut. In Köln sollte das genauso sein! Die Stadt sollte die Brücken unter Denkmalschutz stellen und bei Verhandlungen darauf pochen.

  • Rheingeo: Das sehe ich genauso wie Du. Es wäre ein herber Verlust wenn man diese Stahlkonstruktionen durch 08/15 Stahlbetonbrücken ersetzten würde. Man käme ja auch nie auf die Idee, die Halle des Kölner HBF durch einen profanen Nutzbau "wie die Halle des Münchener HBF" zu ersetzten!

  • ^... oder gar die Hohenzollernbrücke durch eine effiziente, aufbautenlose Betonbrücke auszutauschen :D Ich sehe das genau wie ihr, diese genieteten Stahlkonstruktionen sind für mich irgendwie Ausdruck klassischer Urbanität und alter Ingenieurbaukunst. Zumindest an so markanten Stellen wie hier muss ein Erhalt ja wohl geboten sein.

  • Wobei gerade das Beispiel des Hauptbahnhofes zeigt, dass der Wunsch nach etwas vermeintlich Besseren und Neuerem zwar nicht zum Abriß der Halle, allerdings des repräsentativen Empfangsgebäudes geführt hat.
    Ich gehe daher davon aus, dass bei den Brücken, die vermutlich bei Vielen als unpraktisch, dunkel und wegen der Tauben als dreckig empfunden werden, leider den Argumenten "praktisch, neu und breiter" eine höhere Gewichtung beigemessen wird als Ideen des möglicher Denkmalschutz oder Ästhetik.

  • Mir persönlich geht es gar nicht so sehr um den Ehralt der Brücken, als vielmehr um die Frage durch was sie ersetzt werden. Das die Brücken zu klein sind versteht sich von selbst und eine Aufweitung macht durchaus Sinn. Dann sollte die Stadt aber Mittel und Wege finden, sich 1.) nicht von der Deutschen Bahn über den Tisch ziehen zu lassen und 2.) auf eine ansprechende Neugestaltung der Brückenbauwerke zu bestehen. Inwieweit die Stadt dazu Rechtlich allerdings in der Lage ist, kann ich als Laie aber nur schwer beurteilen.

  • Hm, aber gerade bei der Zülpicher Straße, wo will man denn da an der Straße Platz schaffen? Also Brücke verbreitern okay, aber die weitere Straße kann doch gar nicht mehr verbreitert werden, wegen der Bebauung? :confused:

  • Ich sehe das auch so wie Rheingeo, Rainer CGN, Tilou und Ekletizist. Ein Austausch dieser historischen Brücken durch eine 08/15 Beton - oder Stahlbetonbrücke wäre in meinen Augen ein herber Verlust - und eigentlich ein Skandal! Diese Brücken sind mindestens genauso identitätsstiftend für die Viertel wie die Wohnbebauung der Jahrhundertwende.
    Ich würde das Unterschutzstellen durch die Denkmalbehörde auf jeden Fall befürworten.

  • Die Bahn geht erfahrungsgemäß nicht besonders behutsam mit der städtebaulichen Situation um, wie man in Ehrenfeld an der Subbelratherstraße und Venloerstraße ganz gut sehen kann:


    Subbelrather
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/135662#135658
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/135661


    Venloer
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/135661#140940
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/168804


    Dort sind wirklich viele hässliche Ecken entstanden, die nun über viele Generation das Stadtbild verschandeln. Ich hoffe sehr, die Stadt zieht Ihre Konsequenzen daraus.

  • Wieso, mit diesen harmonisch eingefügten Sichtbetonwänden wurden doch wunderbare Flächen geschaffen, auf denen mit stümperhaft dahingesprühten Tags das Stadtbild zusätzlich verschandelt wird. :)

  • Es kann doch nicht sein, dass man nicht auch kosteneffizient ansprechende Verkehrsbauwerke bauen kann. Ich würde mal vermuten, dass es eher im unvermögen der Ingenieure und dem mangelenden ästhetischen Bewusstseins heutzutage liegt? Oder kann mich jemand vom Gegenteil überzeugen?

  • Wenn ich die Qualität der Architektur vergleiche, mit der z.B. um die Jahrhundertwende und aktuell Industriegebäude errichtet werden, dann komme ich leider zu dem Schluß, dass "billig" eindeutig Vorrang vor Ästhetik hat.

  • Umbau Ehrenstraße

    Ich weiß gar nicht, ob Straßenumbauten und -neugestaltung auch in diesen Thread gehören. Jedenfalls berichtet der KStA in seiner heutigen Print-Ausgabe von der Umgestaltung der Ehrenstraße nach Beendigung sämtlicher Tiefbauarbeiten so ab 2015.


    Hierbei soll die Straße gestalterisch ähnlich der Severinstraße verkehrsberuhigt(er) werden, mit breiteren Gehwegen und besseren Querungsmöglichkeiten.


    An sich eine gute Sache, aber ich bin ja mal gespannt, was so eine Gestaltung mit der Ehrenstraße machen wird. Diese derart gentrifizierte Straße lebt bislang doch noch von dem Nimbus seines schnodderigen Erscheinungsbildes, der noch den Hauch dem Hauch des Unangepassten, Glattgebügelten ausstrahlt. Der chaotische (Park-)Verkehr und dieses Gedrängel auf den engen Bürgensteigen macht für viele doch das längst verlorengegangene Flair dieser Straße aus - das Sehen und Gesehenwerden.


    Ich finde inzwischen hat schon wieder der nächste Wandel in der Ehrenstraße eingesetzt. War sie in den letzten Jahren der Standort für neue Marken die Markteinführung in den bundesweiten A-Lagen zu testen, sind solche Ansiedlungen schon wieder rückläufig. Das sieht man doch an den ganzen Bilderläden, die dort in den letzten Monaten eröffnet haben.


    abwarten...

  • Benevolo: Städte die sich nicht verändern, versteinern! Das alles ist doch auch ein Zeichen dafür das die Stadt prosperiert. Die Ehrenstraße mag seinen ursprünglichen Flair verloren haben, dafür erwachen das Belgische Viertel sowie die Ränder der Einkaufsstraßen aus ihrem Dornröschenschlaf. Dort haben in den letzten Jahren viele neue, trendige und inhabergeführte Designerläden, Cafe´s und Einzelhandelsgeschäfte aufgemacht. Ich würde das jetzt gar nicht so negativ sehen. ;)

  • Stadtverkehr in Deutschland!

    Ich habe in Spiegel Online einen interessanten Artikel zum Thema Stadtverkehr gefunden. Der Artikel befasst sich mit dem Thema Autoverkehr in den Städten und das die meisten Kommunen in Deutschland immer noch auf den Ausbau von Straßen setzten. Mobilität heißt in Deutschland vornehmlich Auto- und Bahnverkehr. Das Fussvolk und die Radfahrer werden dabei völlig unterschätzt.


    Grins, meine meine Rede! :D


    Nachzulesen unter:


    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,785915,00.html