Verkehrsinfrastruktur

  • Verkehrsinfrastruktur

    Da wir zwei Threads zum selben Thema hatten, habe ich die Themen "Kölner Infrastruktur Projekte" und "Verkehrsinfrastruktur" hier verschmolzen. Alle Beiträge zum Thema "Verkehrsinfrastruktur" bitte hier sammeln.


    Habe jetzt mal einen eigenen Thread eröffnet, in dem die zahlreichen Kölner Infrastruktur Maßnahmen gelistet werden sollen.
    Ich beginne mit einem Rundumschalg um einen Überblick zu bieten:


    1. Nord-Süd-Stadtbahn (U/C)
    http://www.nord-sued-stadtbahn.de



    2. Ausbau A3 auf 6 bzw. 8 Fahrstreifen zwischen Dreieck Heumar und Kreuz Köln Ost (U/C)
    http://www.strassen.nrw.de/projekte/k-ring/a3ausbau.html



    3. Ausbau der A1/A4 im Bereich Kölner Ring, Erweiterung und Verlegung der Trasse der A4 in Richtung Aachen
    (Baumfällarbeiten schon abgeschlossen)


    Eine kleine Übersichtskarte:


    Hierzu lesenswert folgender Artikel:


    (...) Der weitere Ausbau des Kölner Autobahnrings (A 1) sowie die Erweiterung der Autobahn in Richtung Aachen (A 4) sind finanziell endgültig abgesichert.(...)
    (...) Stolpe unterstrich, A 1 und A 4 im Kölner Raum „absoluten Vorrang“. (...)
    (...) Im Schnitt seien auf dem Kölner Ring pro Tag 180 000 Fahrzeuge unterwegs (...)


    Artikel aus dem KSTA von heute:
    http://www.ksta.de/html/artikel/1109243522753.shtml



    http://www.Strassen.nrw.de hat zur besseren Übersicht folgende Grafik heraus gegeben.

    http://www.strassen.nrw.de/projekte/k-ring/chpt1.html

  • Autobahn 3 wird achtspurig ausgebaut

    (...) Die Autobahn 3 soll zwischen der Anschlussstelle Köln-Dellbrück und dem Autobahnkreuz Köln-Ost auf acht Fahrstreifen verbreitert werden. (...)


    Quelle

  • Der Strassenbahn Ausbau auf der Aachener Strasse bis zur Bonnstr. ist auch u/c. An der neuen Endhaltestelle wird es eine neue S-Bahn Station geben.


    Köln bekommt eine neue S-Bahn-Station. Für die Haltestelle Köln-Weiden West wurde am Nachmittag der erste Spatenstich gemacht.



    Die Station an der Kreuzung Aachener Straße - Bonnstraße soll bis zur Fußball-WM 2006 fertig sein und sei dafür auch besonders wichtig, sagte uns Landesverkehrsminister Axel Horstmann.


    An der S-Bahn-Station sollen die Fahrgäste dann zur WM in die KVB-Linie 1 zum Stadion einsteigen können


    Quelle:http://www.radiokoeln.de

  • DB baut den Knoten Köln

    Hier eine Aufstelung zum Bauprojekt der DB unter dem Namen "Knoten Köln"


    Fortführung der Neubaustrecke zwischen Steinstraße und Bahnhof Köln-Deutz mit eigenen Gleisen
    zweigleisiger Ausbau Köln Deutz tief - Deutzerfeld (Höhe
    Gummersbacher Straße)
    kreuzungsfreie Einfädelung in Köln-Mülheim Richtung Düsseldorf
    (Vollendung der Maßnahme Neubaustrecke Köln - Frankfurt)
    Neubau von zwei Gleisen in Köln Hbf und Erweiterung der Hohenzollernbrücke um zwei zusätzliche Gleise
    zusätzliche Blockteilung auf der Hohenzollernbrücke auf den heutigen S-Bahn-Gleisen
    Erweiterung der Nutzbarkeit der Gleise zwischen Köln-Nippes und Köln-Longerich
    viergleisige Nutzbarkeit der Ringbahn bis Hürth-Kalscheuren inklusive möglichst kreuzungsfreier Ausfädelung Richtung Euskirchen


    in Köln bewegt sich momentan wirklich einiges in vielfältigen Bereichen - sehr schön

  • Zitat

    Erweiterung der Hohenzollernbrücke um zwei zusätzliche Gleise


    Die Erweiterung der Hohenzollernbrücke ist auch bitter nötig. Gibt es dazu schon konkrete Pläne?

  • Das beeinträchtigt doch total das Gesamtbild... das muss doch sicher irgendwie noch anders gehen, dass die Züge dort in kürzeren Abständen drüberherfahren und danach wieder auf verschiedene Gleise verteilt werden. Ich hoffe ja immernoch, dass irgendwann die Tore und Bastionen zurückkommen aber so wird das nie was.

  • Stadtbahn:


    - Umbau der Haltestellen des Innenstadttunnels auf Hochbahnsteige (z.Z. Dom/ Hauptbahnhof)
    - Ausbau der Linie 5 nach Ossendorf mit Hochbahnsteigen und der Linie 12 nach Zollstock mit Tiefbahnsteigen
    - Aufschotterung der Endhaltestelle der Linie 15 in Chorweiler, so dass dort Niederflurfahrzeuge halten können


    Damit ist die Trennung in ein hochfluriges und ein niederfluriges Netz komplett. Außerdem wird das Stadtbahnnetz weiter wachsen:


    - die Linie 3 soll unterirdisch nach Görlingen Zentrum verlängert werden.

  • Verkehrsinfrastruktur

    Ich eröffne einfach mal ein "neues" Thema.
    Momentan gibt es ja viel zu diesem Thema zu berichten:
    - Nord-Süd-Stadtbahn (Köln)
    - Autobahnausbau (Köln)
    - S13 (Bonn)
    - Hardtbergbahn (Bonn) ...wird hier bereits thematisiert.
    - Ausbau des Bahnknoten Köln
    - Ausbau des Godorfer Hafens
    - ICE Bahnhof Deutz
    - S-Bahn-Westring (Köln)
    - Rheinquerung S13 (Bonn)
    - Ost-West-Stadtbahn (Köln)
    - Tieferlegung Barbarossaplatz (Köln)
    - Stadtbahn-/Strassenbahnverlängerungen (Köln und Bonn)
    - Ausbau des Flughafens Köln/Bonn
    ...


    Eure Meinung zu den einzelnen Punkten ist gefragt. Was ist noch zu ergänzen?

  • Zum Thema S13:
    Ich würde mir eine schnelle Verlängerung wünschen. Toll wäre es parallel zur Verlängerung auch direkt eine neue Rheinquerung für die Bahn zu schaffen, die direkt am Bahnhof Oberkassel an die Gleise anschließt. Bisher ist eine Verbindungskurve von der neuen Strecke zur Südbrücke langfristig angedacht. Damit würde eine Zweisystemstadtbahn entstehen.
    Die linksrheinische Strecke könnte viergleisig ausgebaut und mit LZB versehen werden. Somit wären 200-230 km/h möglich. Wünschenswert wäre ein kombinierter Ausbau von S-Bahn-Westring, Linker Rheinstrecke, S13 und neuer Rheinquerung in Bonn.
    Weitere Vorteile:
    -Eine direkte Schienenanbindung des Flughafens an die Bonner Innenstadt, bei maximaler Leistungsfähigkeit.
    -Mehr Fahrten zwischen Köln und Bonn durch S16 und S13 (deutliche Entlastung der bisher stark überfüllten Regionalbahnen).
    -Der RRX könnte, über den Flughafen hinaus, bis Bonn verlängert werden. Dadurch wäre der Bonner Hbf von zwei RRX Linien erschlossen und nicht nur von einer (faktischer 30min. Takt).
    -Alle Nachteile einer Zweisystemstadtbahn könnten vermieden werden.


    Zur Hardtbergbahn:
    Wünschenswert wäre eine Realisierung als echte Niederflurstrassenbahn ohne Tieferlegung am Hbf. Hochflurstadtbahn und Niederflurstrassenbahn sollten getrennte Systeme bleiben. Die Kosten für eine Tieferlegung sind zudem nicht angemessen für eine Stadt dieser Größe.

  • Hallo!


    Wie auch immer das Thema hier jetzt aufgesplittet wird - ich finds wichtig und spannend, da ich die Pendlermisere zwischen Köln und Bonn kenne: Überfüllte Bahnen und Gezockel durch verstopfte Straßen.


    Meine Frage: Warum richtet die KVB auf dem Gleis der Linie 16 keinen Express-Zug ein, der zwischen Chlodwigplatz und Bonn HBF nur an wenigen Stationen hält und ansonsten durchfährt? Statt 40 Minuten könnte man so vielleicht in 20 in Bonn sein und sich die lästigen Zwischenstopps sparen. Man müsste nicht umständlich zum Südbahnhof, um von dort den Regionalzug zu nehmen.

  • Dazu müssten Überholgleise an verschiedenen Abschnitten nachgerüstet werden. Der Expresszug müsste andere Kurse der Linie16/63 überholen. die Idee ist an sich nicht schlecht, allerdings wäre eine S16 wesentlich leistungsfähiger ;)

  • Linie 5 Butzweilerhof

    Die KVB-Stadtbahnlinie 5 wird wohl bis Ende 2010 um 3 Stationen und 1,85km erweitert.
    Möglich wird dies durch eine Kostenteilung zwischen KVB (13 Millionen) und Investoren des Butzweilerhofes (SPK KölnBonn, IKEA...)
    Eine Haltestelle, die in der Mitte wird auch IKEA heißen.
    Die Güterzuggleise werden mit einer Brücke der Stadtbahn überquert.
    Die CDU träumt sogar jetzt schon vom Ringschluß bis Longerich Bahnhof.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1218660577737.shtml

  • Linie 5:
    Weitere Details zu den Haltestellen:


    Die heutige Haltestelle "Ossendorf" wird aufgegeben. Stadtdessen werden die Bahnen hier auf einer Rampe zur Brücke über die Güterzuggleise fahren.
    Von der derzeitigen Haltestelle "Rektor-Klein-Straße" bis zur ersten neuen Haltestelle "Köhlstraße" werden ca. 660 Meter liegen.
    Nach weiteren 620 Meter Strecke wird die Haltestelle "IKEA" (Bautitel: Butzweiler(hof)) angefahren.
    Nach noch mal 510 Metern wird die Endhaltestelle, voraussichtlich "Ossendorf West", erreicht.
    Die KVB will nun bei der Bezirksregierung ihre Pläne genemigen lassen. So könnte Ende 2009 ein Beschluß gefasst und Anfang 2010 gebaut werden.

  • Weitere Verlängerung der Stadtbahn im Nord-Westen:


    Die Linie 3 soll nun oberirdisch das Görlinger Zentrum anbinden/streifen/völlig um es herum fahren.
    Am 15.01. gibt es eine weitere Bürgerveranstaltung, wo jeder mal die Planung torpedieren darf, damit die Linie 3 am Ende so weit wie möglich von den Einwohnern weg fährt, oder einen Haufen Geld kostet. Sogar die Bezirksvertretung schlägt die teuerste und unsinnigste Linienführung vor.


    Einige interessante Entwürfe zu dem geplanten Strecken:


    http://www.stadt-koeln.de/verk…/artikel/13028/index.html

  • In der Printausgabe des KStA erschien heute ein Artikel unter der Überschrift: "Nur Linie 1 geeignet für Dreifachzüge".
    Der KVB-Chef erklärte, bei steigenden Fahrgastzahlen müsse man sich mit Dreifachtraktion beschäftigen. Laut Verwaltung stößt vor allem die Linie 1 zwischen Kalk und Neumarkt immer öfter an ihre Kapazitätsgrenzen. Da zwischen Deutzer Brücke und Neumarkt teilweise bis zu 5 Bahnen in 10 Minuten fahren, ist hier eine Erhöhung des Taktes nicht mehr möglich. Nun wird überlegt Dreifachzüge fahren zu lassen, nennt es aber gleichzeitig eine 'mittelfristige Lösungsmöglichkeit'.
    Hierfür müssten dann entsprechend die Bahnsteige verlängert, teilweise sogar verlegt werden. Zwischen einer ersten Machbarkeitsstudie und Inbetriebnahme würden ca. 10 Jahre vergehen. Geeignet für eine solche Lösung sei derzeit ohnehin nur die Strecke der Linie 1.


    Bitte nicht schon wieder einen solchen Murks! Wenn man heute erkennt, dass bei steigenden Fahrgastzahlen das derzeitige System an der Leistungsgrenze ist, sollte man Zeit und Geld in die Entwicklung eines zukunftsfähigen Systems stecken, statt am derzeitigen weiter rumzuflicken.


    Aber wie könnte das für Köln realistisch betrachtet aussehen?

  • Unter die Erde...

    Ich muss dir voll und ganz Recht geben. Wenn ich heute richtiger Weise erkenne das dieses System am Ende der Kapazität ist und ich zehn Jahre brauche um auf die Dreier-Lösung zu wechseln, was dann. 2019 wenn der letzte Bahnsteig für teures Geld umgebaut ist wird dann über vier Wagen nachgedacht?
    Warum also nicht gleich dieses Geld für die Planung der Tieferlegung nehmen?
    Jeder der wie ich täglich auf dieser Strecke unterwegs ist weiß, dass es langfristig keine Alternative gibt.
    Am Heumarkt wird die Haltestelle darauf vorbereitet und am Neumarkt rücken hoffentlich bald auch die Bagger an.
    Weiß jemand ob die Haltestelle Rudolfplatz noch eine weitere Ebene darunter hat (so wie in Deutz)?


    Also liebe Leute ab unter die Erde mit der Bahn.

  • Fänd ich nur richtig wenn alle Bahnen unter der Erde währen.
    Alternativ könnte im Innenstadtbereich über eine Magnetbahn nachgedacht werden, die den Verkehr dort entlasten würde. (eine hochgelegte!)


    Aber wenn sollte doch jetzt darüber nachgedacht werden.


    Am besten fänd ich man würde über eine Tieflegung ALLER Haltestellen nachdenken und so endgültig Barrierefreiheit schaffen.


    Durch eine unterbringung nach unter der Erde wär z.B. entlang der Ringe ein Grüner Gürtel möglich in dem ein schön Fahrradweg und Fussgängerweg untergebracht währen.


    Dies sind so Zukunftsweisende sachen.


    Ich wär übrigens gegen eine Vergrösserung der KVB Bahnen. 2 Sind meiner meinung nach ausreichend, die sind halt zu Rush Hour zeiten sehr voll. Aber das sind alle Strassen in der Stadt auch... und da gibt es sehr wenig entwicklungspotential.


    Gibt es eigentlich Doppeldecker Ubahnen??? Quasi... ein und Aussteigen auf 2 Ebenen... oben und unten. Das wäre eine möglichkeit die Kapazitäten zu erhöhnen... nur leider unter Erde mit massiven ausbau verbunden und deshalb eher nicht realiesierbar.

  • Erstmal ein paar technische Fakten :
    Laut BOStrab (Straßenbahnbetriebsordnung) sind nur Züge bis maximal 75m länge im Straßenraum erlaubt! Eine 3-fach Traktion ist jedoch 90m lang (Doppeltraktionen sind 60m lang). Es gibt hier die Möglichkeit von Ausnahmegenehmigungen. Eine Alternative ist zudem ein modulares Fahrzeugkonzept (gibt es bereits in Frankfurt und Hannover). So könnten durchgehende Mittelflurwagen mit 75m länge im Verkehr eingesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Kapazität der einzelnen Kurse deutlich.


    Die Untertunnelung der Ost-West-Stadtbahn ist die letzte Option. Deutlich besser wäre eine verbesserte städtebauliche Einbindung des Bahnkörpers/ der Haltestellen, mit einer konsequenten Ampelvorrangschaltung, eine Konzentration des Stadtbahnverkehrs in der Aachener Straße und ein Sortiergleis am Neumarkt.
    Potentiale für Stadtbahntunnel sehe ich eher bei den Hochflurstadtbahnstrecken im Bereich Barbarossaplatz und Deutz.
    Wir leben nicht mehr in den 60'er Jahren, sondern in Zeiten von integrierten Verkehrsplanungen. Hierbei zählt der höchste Nutzen mit den geringsten Kosten!!! Eine Tieferlegung der Mittelflurstrecken wäre eine Fortführung der wenig konsequenten Kölner Verkehrsplanung und ist daher keine Option.