Münchner Biergartenratsch

  • @Munich_2030

    Zustimmung, sollte man so machen. Gerade die Niederlande sind da ein gutes Beispiel, wie sowas auch in einer normalen Demokratie viel schneller funktionieren kann.

    Aber der politische Trend geht ja leider eher dazu, dass man Wachstum verhindern will (v.a. CSU) oder die Preise bekämpfen will, in dem man Wohnungen aufkauft und dann subventioniert von staatlicherseits abgibt (SPD / Linke / Grüne - Willkommen DDR).

    Grundsätzlich sollte man viel stärker fördern, dass man sich eine eigene Eigentumswohnung kaufen kann. Das finde ich viel erstrebenswerter und gesellschaftlich auch lohnenswerter. Wenn viel mehr Menschen ihre Wohnung selbst besitzen, wird man viel seltenerer in irgendeiner Weise heruntergekommene oder schäbig behandelte Wohnungen sehen. Aber leider ist der Eigentumsanteil in Deutschland international betrachtet sehr gering.

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von Munich_2030

    Ja, weil 1.000-2.000 Arbeiter 24/7 daran gebaut haben!

    Gut, dass wir solche Verhältnisse in Deutschland nicht mehr haben.

    Die Arbeiter, die aus Indien, Bangladesch, Pakistan in die VAE oder nach Saudi Arabien kommen (bzw. primär kamen, die massive Einwanderung fand ja im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts statt), machen das nicht, weil es sich dort so schön arbeitet, sondern aus purer Verzweiflung und Perspektivlosigkeit im eigenen Land. Die Hoffnung auf ein besseres Leben ist für sie bei den dort herrschenden Arbeitsbedingungen, den Schulden, die sie für die Anstellung machen müssen, und dem Hungerlohn aber schnell vorbei. Nein, die Leistungen dort, so funkelnd und glitzernd die Fassaden auch sein mögen, sind alles andere als bewundernswert oder ein Vorbild, sie fußen zu einem großen Teil auf Ausbeutung und Missachtung der Menschenrechte.

    Ähnliches gilt für China. Arbeitsschutz und Arbeitsrecht existieren dort abgesehen von ein paar wenigen staatlichen Vorzeigebetrieben im Baugewerbe quasi (noch?) nicht. Urlaub? Mit Glück eine handvoll Tage im Jahr. Das Beispiel Wuhan ist nur eines von vielen, dass im Zweifel die eigene Bevölkerung das Unvermögen der politischen Führung ausbaden muss. In diesem Fall: Ein gigantischer Schwarzmarkt illegaler Wilderei kombiniert mit völlig unzureichenden Hygienevorschriften und -kontrollen und zu allem Überfluss auch noch ein falscher Umgang mit der dann ausgebrochenen Krankheit. Ich gehe davon aus, die Pläne für solche Container-Krankenhäuser liegen seit langem in Pekings Schubläden. An Arbeitskraft mangelt es ja nicht, zur Not werden auch Bauern auf Baustellen gebracht.

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    Da die weitere Bauentwicklung in Warschau seitdem etwas stagniert, gibt es 1.000de von Arbeitern, die sofort für einen absolut fairen Lohn nach München kommen würden.

    Der Anteil der ausländischen Bauarbeiter steigt in Deutschland ohnehin seit Jahren. Die meisten Unternehmen haben gar keine andere Wahl mehr als sich Unterstützung aus Osteuropa zu holen. Dann muss aber auch der Mindestlohn gezahlt und eine Anstellung sozialversicherungspflichtig gemeldet werden. Und was das alles mit dem Brexit zu tun hat: https://www.welt.de/wirtschaft/art…len-helfen.html

  • Nicht nur die Aussage am Ende des Artikels ist nach meiner bescheidenen akademischen Erfahrung etwas dubios.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…titel-1.4822347

    Ein "Dottore" oder "Dottoressa" ist definiv nicht das, was ein "Doktor" in Deutschand ist. Das Führen des Dr.(I) ist daher mindestens zweifelhaft, da allgemein in die Irre führend. Von 100 Befragten würden 99 davon ausgehen, dass Frau Merk tatsächlich ein Promotionsstudium erfolgreich abgeschlossen hat.

  • Das stimmt sicherlich aber so kurz vor der Wahl würde ich auch die Frage stellen, wer der in der Süddeutschen genannte anonyme Tippgeber war und wer durch einen eventuellen Rücktritt von Frau Merk Vorteile hätte.

  • so was man erkennen kann ist Merk recht loyal zur Stadtregierung. Also kann ich mir bis auf Einzelpersonen keine Partei vorstellen, die aus einer beschädigten Merk Vorteile ziehen kann.

  • Nachdem die CSU de facto auch nciht mehr loyal gegenüber dem eigenen Regierungsprojekt ist und bei dem Thema Wachstum mit Frau Merk überkreuz liegt, kann ich ir da schon vorstellen, dass da mehr als Einzelpersonen Interesse haben, Merk zu beschädigen.

  • Wenn ich das alles hier so lese bin ich heilfroh, kaum noch in die Müncher Innenstadt fahren zu müssen. Eingekauft wird online.

  • ^^

    Was für ein Einkauf erfordert eine Fahrt in die Innenstadt? Was ich so als Ultra-Normalo benötige, bekomme ich auch in peripheren Lagen. Im Extremfall reicht ein Einkaufszentrum wie die Pasing Arcaden. Der Einkauf in der Innenstadt ist doch eher "Event". Verbunden mit einem Stück Kuchen, einem Spaziergang oder einem Restaurantbesuch. Natürlich kommen aber auch Leute in Marktredwitz mit Amazon und Co. durchs Leben.

  • Einkaufen war nur ein Beispiel. Früher ging ich zum Klamottenkaufen in die Innenstadt, Hirmer & Co.

    Spar ich mir jetzt. Überteuerte Touri-Restaurants brauche ich auch nicht, da gibt es bessere Alternativen außerhalb. Und auch sonst kann ich auf das Gewusel in der Innenstadt zunehmend verzichten. Persönliche Präferenz und man wird ja nicht jünger.

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    Der Einkauf in der Innenstadt ist doch eher "Event".

    Für mich ist das eher rein praktischer Natur, da es gewisse Geschäfte nur dort gibt oder diese dort ihr größtes Sortiment anbieten.

    Online kaufe ich nur technische Produkte.

  • ^^

    Also dass es nur Touristen-Lokale gibt, stimmt einfach nicht. Ich betrachte hier vielmehr Lagen abseits der Achse Stachus - Isartor. Es gibt immer noch auch für hier Aufgewachsene tolle Möglichkeiten Richtung Max- und Ludwigsvorstadt, Westend oder Neu- bzw. Haidhausen. Alles Orte, die ich gerne mit einem Einkauf gerne verbinde. Auf der anderen Seite ist es mir bekannt, dass es unter den hier Aufgewachsenen sehr weit verbreitet ist, dass man ingesamt in seinem Vorort bleibt und wenn man sich bewegt eher Richtung Umland fährt oder dann für Freizeitaktivitäten Richtung Alpen.

  • Ah geh. Damit wäre die Innenstadt nicht größer als die von Regensburg oder sogar kleiner als die von Augsburg. Die Innenstadt beginnt doch mindestens am Stiglmaierplatz und endet an der Fraunhoferstraße. Ich würde sie sogar vom Rotkreuzplatz bis zum Ostbahnhof spannen und von der Münchner Freiheit zum Harras.

  • Die nächste Internationale Automobilausstellung findet in der Landeshauptstadt München statt!

    Das haben gerade mehrere Medien berichtet, unter anderem die Süddeutsche:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/iaa-muenchen-1.4829407

    Damit hat sich München gegen die anderen Mitbewerber Berlin, Köln und Hamburg durchgesetzt.

    Austragungsorte werden natürlich die Messe, aber auch das Olympiagelände sowie weitere Orte im Stadtgebiet sein.

    Söder will sich für mehr internationale Aussteller (Tesla) einsetzen.

    Nachdem vor allem Daimler und Volkswagen Vorbehalte gegenüber München hatten (Heimat von BMW), hat BMW angeboten, während der Messe das Logo am Hochhaus abzudecken. ^.^

  • Gratulation! Ich hätte die IAA auch gerne in Berlin gesehen aber es ist definitiv nicht unverdient! München steht für Automobilbau und Autolobby gleichermaßen. Es ist daher mutmaßlich der Standort mit dem geringsten Konfliktpotenzial, was im Kontext des Wegzugs aus Frankfurt wohl nicht ganz unerheblich sein dürfte. Und natürlich steht München auch für eine hoch innovative Region. Passt schon.

  • Die IAA-Entscheidung ist ja nun auf München gefallen....für die Messegesellschaft grundsätzlich sicher eine schöne Sache. Allerdings hätte ich auch wirklich kein Problem damit gehabt, wenn dieser Kelch an München vorübergegangen wäre. Rein objektiv betrachtet ist das Image des Autos als Zukunftsindustrie inzwischen doch sehr angekratzt. Neben den zu erwartenden Protesten von Kritikern gibt es zudem das Problem, dass in München viele Unternehmen, wie BMW, omnipräsent sind. Da die Münchner IAA offenbar im gesamten Stadtgebiet stattfinden soll und gleichzeitig die Neutralität der Veranstaltung gewahrt werden soll, wird deshalb erwogen, z.B. das BMW-Hochhaus und BMW-Logos während der Messe zu verhüllen. Der Freistaat will die zuletzt unter Besucherschwund leidende Messe mit mindestens 15 Mio. Euro bezuschussen.

    https://www.welt.de/print/die_welt…Hauptstadt.html

  • Die geplante Neuausrichtung der IAA macht das Thema nun auch für den Bereich der Stadt- und Verkehrsplanung interessanter.

    U.a. stehen folgende Ideen im Raum:

    • Die U8 soll während des Messezeitraums zwischen Messegelände und Olympiapark verkehren
    • Eine sogenannte "Blue Lane" soll zwischen "Summit" (Messe) und "Open Space" (Olympiapark) eingerichtet werden, auf der Shuttlebusse, E-Autos zum Testen und VIP-Partner fahren dürfen
    • Im Olympiapark sollen die Besucher autonome Fahrzeuge testen können. Dort lässt die MVG ab April auch ihre kleinen autonomen Shuttlebusse fahren.
    • Start- und Landeplätze für sogenannte "Volocopter", also kleine autonome Flugtaxen, sind angedacht
    • Diskussionsforen soll es auch in der Innenstadt geben, nicht zuletzt um Kritiker besser mit einzubeziehen

    Die Stadt München erhofft sich durch die Messe Vorschläge, Ideen und Lösungen für die eigenen Verkehrsprobleme.

    MP Söder drückt es so aus:

    "Es muss ja nicht wie bei Star Wars werden, wo alles automatisch herumfliegt und herumfährt, aber technologieoffen und spielerisch soll das alles schon sein. Ich würde mir wünschen, dass sich die Politik in München mehr begeistert für Veränderung. Die Versöhnung von Klimaschutz und Automobilität, von Ökonomie und Ökologie ist eine lohnende Herausforderung".

    Ein Schelm, wer darin einen kleinen Seitenhieb auf die Wahlkampagne der Kommunal-CSU sieht...

    Dabei beschreibt er auch gleich, wie er sich die künftige Stadtentwicklung vorstellt: Viel unterirdischer Verkehr, ein starker Personennahverkehr mit vielen Radfahrern, dichterer Bebauung, neue Grünschneisen sowie "mehr Ästhetik in der Architektur und weniger Spießigkeit".

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/iaa-m…nzept-1.4830933

    Die möglichen Termine für die erstmals 2021 stattfindende Messe sind:

    7. bis 12. September oder

    13. bis 19. September

    Letzterer würde in den Beginn des Oktoberfests fallen, was je nach Sichtweise Vor- oder Nachteil ist.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…nzept-1.4830936


    Die SZ mit einem PRO IAA:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…38?reduced=true

    und einem CONTRA IAA:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…ontra-1.4830940

  • Die enge zeitliche und räumliche Verknüpfung von Oktoberfest und IAA hat irgendwo Charme. Man könnte (gerade als Tourismuswerber) fast sagen: "Germany in a nutshell". Ich gehe eigentlich ziemlich fest davon aus, dass diese Kombination bei geschickter Umsetzung Synergien erzeugen kann und dann vor allem die IAA davon profitieren wird (und allen voran natürlich BMW, das trotz der verhüllten Logos ein Heimspiel ohnegleichen erhalten wird).

    Dass sich die IAA in München neu erfinden und das verstaubte Konzept abstreifen muss, ist davon abgesehen ohnehin klar. Das hätte sie auch in Frankfurt und an jedem anderen Standort gemusst. Und vielleicht setzt es zugleich die Stadtpolitik mehr unter Zugzwang, auch München selbst ähnlich wie Hamburg in Sachen innovative Mobilitätskonzepte voranzubringen.