Beiträge von OlympiaFlo

    Revitalisierung und Erweiterung Sonnenstraße 20


    die AZ berichtet:


    https://www.abendzeitung-muenc…nze-ermittelte-art-758063


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    Quelle: Abendzeitung, ABG Real Estate


    Bis Ende 2023 soll das Vordergebäude revitalisiert werden und im Innenhof ein neues Bürogebäude entstehen.


    Die Fassade zur Sonnenstraße soll eine "markante Struktur" erhalten.


    Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss, darüber Büroflächen und in den obersten zwei Etagen 8 "Penthousewohnungen".


    Der künftige Bau wird, nach der 80er Jahre Serie Monaco Franze, die zum Teil in dem Gebäude gespielt hat, Franz genannt werden.


    Kein Quantensprung, aber das Dachgeschoss wird ausgebaut und wenns danach frischer und wertiger aussieht, kann das der Sonnenstraße nur gut tun.

    Ein bisschen Spaß muss sein :D


    Aber ernsthaft, braucht es in Frankfurt solche dekadenten Geschmacklosigkeiten wirklich? Ich finde sowas kann man ruhig Dubai oder Shanghai überlassen. 😅


    Die Gestaltung des Gebäudes lässt auch eher einen Mittelklasse-Wohnturm vermuten.


    Das Europa Center gefällt mir dafür recht gut, auch wenn ich den Namen etwas übertrieben finde für so ein Türmchen in nem Gewerbegebiet.


    Frage in die Runde: Wie schätzt ihr die Realisierungschancen des Hadid Turms ein? Um den ist es ja sehr still geworden.

    ^ soweit ich das hier bisher mitbekommen hab, hat hier noch nie jemand Vorkriegsbebauung mit Naziarchitektur gleichgesetzt.


    Maximal wurde der Wunsch nach Rekonstrukionen mit einem konservativen bis reaktionären Weltbild in Verbindung gebracht und das trifft auf einzelne! Mitforisten auch zu, würde ich meinen.


    Was das Haus der Statistik angeht, bin auch ich kein Fan davon, aber man sieht auf den ersten Blick, dass es keine Standardplatte ist. Die metallenen Reliefs sollte man allerdings auf jeden Fall erhalten, damit würde man dem Gebäude mit seiner schieren Masse (und dem Passantenauge) einfach einen großen Gefallen tun.


    Warum wurde der begrünte Vorbau nochmal eingespart? Mit das größte Problem dieser Ecke ist ja die endlose Leere, welche jede Aufenthaltsqualität raubt. Der hätte man damit ein wenig entgegenwirken können und zusätzlich wäre es ein kleines Highlight gewesen.

    ^ ich hab jetzt gerade leider nicht die Preise von Grand und Eden im Kopf, aber kann sich dort ein Versicherungskaufmann und eine Krankenpflegerin zusammen eine 2-3 Zimmer Wohnung leisten? Ich befürchte nicht und dann kann man schon langsam auch von Luxus und nicht mehr nur gehoben sprechen.

    So toll ich das ganze Projekt finde, aber dieser Quartiersplatz sieht alles andere als einladend aus.


    Kein Grün, kein Brunnen, nicht mal eine Skulptur, nur ein gepflasterter Platz bei dem ich jetzt keine spezielle Aufenthaltsqualiät erkennen kann.


    Zudem besteht die Gefahr, dass der Platz sehr zugig wird, wobei ich da zumindest hoffe, dass dies bei der Planung ausreichend berücksichtigt wurde.


    Hier wäre meiner Meinung nach mehr dringewesen.

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    Mir ist sie neu.


    Auf jeden Fall erkennt man auf ihr die Fassade viel besser, die Sägezahnform der Fassade, dass der Sockel ein wenig anders gestaltet ist, die "Pergola" am Rücksprung etc.


    Wenn OPES klotzt und nicht kleckert, den Turm komplett in Naturstein verkleidet und sich für einen geschmackvollen Goldton entscheidet, dann wird das vielleicht keine Designikone, aber doch was sehr ordentliches.

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    Ich muss sagen, der Grün-Aubergine-Farbenen Block an der Welfenstraße gefällt mir sehr gut. Hohe Dichte, gefällige Farben und mal runde Formen - find ich gut.


    Nockherberg Mitte dagegen ist mir zu beige im wahrsten Sinne des Wortes... Wenn man schon den Eindruck von Kleinteiligkeit erwecken will, müssten die Fassaden und die Farbgestaltung unterschiedlicher sein.

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    Wenn man das gut macht und ein wenig Mut beweist, könnte das ein Münchner Highline Park werden.


    Mit geschwungenen Rampen, Aufzügen und weiteren Fußgänger- und Radkreuzungen. Ob dass dann allerdings so viel günstiger als ein Tunnel wird?


    Ich befürchte es könnte aufgrund der angespannten Haushaltssituation eher ein halbgarer Entwurf werden, der Nymphenburg dann endgültig trennen wird...

    Eine kleine, vll naive Frage in die Runde:


    Hätte es den Denkmalschutz irgendwie tangiert, wenn man das Dach der Nationalgalerie begrünt hätte?


    Ich meine, die Fläche schreit ja quasi danach und vom Staßenniveau würde man es ja nicht sehen.

    Ich pflichte jan85 jetzt mal bei.


    Ich denke keiner hat den Entertainment District und seine Gebäude je in den Himmel gelobt. Viel zu mittelmäßig sind selbst die gelungeneren Gebäude hier.


    Was aber im Laufe des Stranges auch mir aufgefallen ist, ist wie überheblich Kritik zuweilen an den Restaurants und anderen Etablissements geübt wurde.


    Als wären L'Osteria, Sausalitos oder Five Guys der Untergang des kulinarischen Abendlandes 😅. Alles kein Hochgenuss, aber auch kein McDonalds.


    Ich gehe mal soweit, dass eine Pizza in der L'Osteria besser ist, als in 50% der inhabergeführten Läden.


    Wie dem auch sei, der Bereich hat seine Schwächen und ob und wie er in Zukunft funktionieren wird, wird sich noch zeigen.


    Als ich 2017 zu einem Konzert in die Arena gekommen bin, hätte ich mir dieses Umfeld zumindest gewünscht. Da war hier nämlich noch so gut wie nüscht.


    Wenn man Berlin oder Kiez Feeling möchte, kommt man wohl nicht dort hin, dafür ist das Gebiet aber auch nicht gedacht.

    ^ Das mit den Einblicken von den Aufzügen in die Wohnungen hab ich mir auch schon gedacht.


    Ich schließe mich auch der Mehrheit an, der ursprüngliche Entwurf war Alles in Allem schöner anzuschauen und eleganter.


    Meiner Meinung nach hätte man mit realistischen Visualisierungen auch damit die Mehrheit der Münchner mitnehmen können.


    Falls der Entwurf so realisiert wird und auch überhaupt werden kann, (Gibt es etwas ähnliches irgendwo auf der Welt? Kann auf 150 Metern Länge ein Aufzugsschacht mit derart viel Glas wirklich schwingungsresistent und nutzbar sein, ohne alle zwei Wochen auszufallen?) muss man allerdings sagen, dass er sehr großen Wiedererkennungswert hat und wohl weltweit Beachtung finden wird.


    Es ist halt eine sehr marktschreierische Architektur geworden. Das kann gutgehen (BMW) aber es kann halt auch echt schnell, schlecht altern.


    Beim ursprünglichen Entwurf hätte man ja über eine Fassadenbeleuchtung auch ein M/X darstellen können (ähnlich Four Frankfurt) und mit zwei öffentlich nutzbaren Dächern wäre auch (zusammen mit der Halle ansich) einer Öffnung für die Allgemeinheit mehr als Genüge getan.

    ^ Da nehm ich mich mal raus, ich finde die Seniorenresidenz ein gelungeneres Gebäude aus den 70ern - klar es hätte mal nen neuen Anstrich nötig und die Markisen gehören erneuert, aber im Ganzen find ichs gelungen.


    Von den Teilnehmern würde ich als unrealistischen Gewinner immer noch MAD 1010 sehen, dann mit weitem Abstand Behnisch Architekten 1003 auf dem 2. Platz, gefolgt vom Gewinner 1008 und auf Platz 4 Aldinger Architekten 1004.


    Der Rest sind wirklich nur Schachteln mit teils Fassaden bei denen man epileptische Anfälle bekommen kann. Gebäude die es so schon am anderen Ende von München gibt, oder unrealistisch begrünt.

    Davon abgesehen, dass MAD natürlich der (unrealistische) Oberknaller gewesen wäre und quasi ein kleines instant Wahrzeichen, finde ich, dass der Gewinner doch zu Recht ausgewählt wurde.


    Details wie die begrünte Verbindungsebene, die Brücke und die Indoorgärten sind mir bisher noch gar nicht aufgefallen.


    Wenn man bei der Realisierung tatsächlich ein sehr farbloses Glas wählt und die Fassade wenigstens einigermaßen an die Helligkeit der Visualisierung rankommt, könnte das ein Schmuckstück werden.


    Die geknickt V-Form wäre auch mal was anderes und tatsächlich mal kein Vierkantbolzen.

    Aber ist es nicht auch bezeichnend, dass diese Kritik doch regelmäßig auftaucht?


    Ich hatte zum Beispiel auch die neue Kita in der Frankfurter Europacity wegen ihrer kalten und abweisenden Optik kritisiert. Dagegen ist dieser Bau allerdings wirklich fast einladend.


    Ich finde, Kitas oder andere Einrichtungen für Kinder dürfen gerne auch selbst verspielter und bunter sein.


    Dass sich Kinder mit der äußeren Gestaltung nicht beschäftigen oder sich daran gewöhnen finde ich kein gutes Argument. Der Mensch, vor allem jüngere gewöhnen sich schnell an etwas, auch wenn es nicht unbedingt förderlich für ihn ist.


    Ich würde auch behaupten, ein Kind, dass Angst vor dem Kindergarten hat, lässt sich leichter überzeugen, wenn es in ein helles, freundliches Gebäude gehen muss, als in ein anthrazites Ungetüm (aus Sichtweise einer 1,10 großen Person).

    Glatt ein wenig untergegangen, aber nachdem ich heute auf dem Weg ins Büro den neu aufgestellten Bauzaun gesehen habe...


    Es geht weiter am Finanzamt an der Ecke Deroy- und Marsstraße


    https://www.abendzeitung-muenc…ur-steuer-oase-art-707907


    Die Sträucher und Bäume rund um das "Hochhaus" wurden entfernt, ein Bauzaun aufgestellt und ein Bagger ist auch bereits angerollt.


    Schade ist es um den Klotz aus dem Jahre 1977 wirklich nicht.

    Ich könnte mir auch so etwas gut vorstellen:


    https://www.christiandeportzam…_151005-4906-525x1216.jpg

    Quelle: https://www.christiandeportzam…cts/prism-tower-new-york/


    Kristallin, komplett verglast, keine Rasterung der Fassade und nach oben verjüngend. Das wäre eigenständig, ohne zu schrill zu wirken. Für den zeitgenössischen Touch kann man ja noch Dach und Indoorgärten hinzufügen.


    Anmerkung:


    Ich hätte auch einfach The Shard nennen können, wäre irgendwie naheliegender gewesen :D


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