Rund um den Potsdamer Platz

  • Ja, intensiv genutzt wird er - von Kleinkindern und zum sonnen. Nicht, dass die keinen Platz haben sollen, aber das ist kein Park, sondern eine Spielwiese oder so...Unter nem Park verstehe ich was anderes, eben mit Bäumen und Bänken usw.. Hinterm Sony-Center ist ja noch der Henriette-Herz-"Park". Der ist zwar in keinster Weise mit dem anderen zu vergleichen, aber H-H-Platz würde glaube ich eher zutreffen.

  • Der "Park" ist sicher etwas überstrapaziert und müsste besser gepflegt werden, eben damit an den Kanten nichst abbröselt.
    Da geb ich euch völlig recht.


    Ansonsten finde ich ihn nicht soo übel, eben weil es eine Rasenskulptur ist, die man intensiv nutzen und begehen darf. Ein Griff ins Klo ist er daher m. E. nicht. Und zu den strengen, monotonen Parkkolonnaden (die ich viel schlimmer finde) passt er durchaus. Ein paar Bänke am Rand könnten allerdings nicht schaden, denn es gibt ja genügend Tage, an denen das Gras feucht ist... :)
    Aber gepflegte kurparkartige Blümchenanlagen gibt ja ja durchaus genug...


    Das Zitat aus Tannenschnaps' Posting (abwechslungsreiche Raumerlebnisse) ist allerdings wirklich geil und typisches Achitekturkritiker-Gefasel. :lach:


    Zudem ist (oder war in den letzten Tagen) dieser Typ von Grünanlagen ja recht modern: Lustgarten und der bereits genannte H.Hertz-Park sind letztenendes ähnlich schlicht gestaltet (ohne Blumen usw.)


    Ansonsten tröstet euch mit der Tatsache, dass sich eine Grünanlage immer leichter und billiger umgestalten lässt, wenn der Zeitgeschmack sich ändert, als ein missratenes Gebäude.

  • Ich würde den Park weitaus weniger schlimm finden wenn er mal anständig gepflegt werden würde. So ist er halt doch nur eine Art Trampelpfad.


    Ich wünsche mir auch keine Kurparkanlage mit Blümchen :lach: (übrigens wachsen auf dem Rasen sehr viele Gänseblümchen :D), aber irgendwie finde ich den Park so wie er jetzt ist sehr fad. Mir fehlt es da an "Abwechslung" ;)


    Bänke wären zumindest ein Anfang...

  • Wer denkt sich eigentlich diese Namen aus, die man sich nicht merken kann?


    Ich wart noch auf den "Leutheusser-Schnarrenberger Park" ;)


    Das frage ich mich auch??


    Nur weil irgend ´n Furz vor hundert 100 Jahren oder so ne Fahne wogegen oder wofür auch immer gehisst hat, muss man die Republik nicht mit Hähä-ähäh-Straßen und Plätzen plakatieren.

  • ^^ Naja, ob die jeweiligen Persönlichkeiten nur "Fürze" sind oder vielleicht doch eine Bedeutung hatten, sei mal dahingestellt.


    Was ich eher nervig finde, das seit einiger Zeit die blöde Gewohnheit herrscht, Straßen nach Personen mit Vor- und Zunamen zu benennen, denn dadurch werden die Straßennanmen erst zu Wortungetümen.


    Früher hat man sich auch mit Bismarckstr. und Mozartstr. begnügt und nicht "Otto-von-Bismarck-Str." oder "Wolfgang-Amadeus-Mozart-Str." vergeben.


    Warum also nicht Tergit-Promenade statt Gabriele-Tergit-Promenade?

  • ^ nicht holzhammermäßig genug ohne vornamen.


    umerziehung der bevölkerung als anspruch der eigenen "arbeit" dürften so mancher bezirkspolitikerIN nicht unbedingt fremd sein. deren kreuzberger kollegINnen arbeiten wahrscheinlich bereits an einer umbenennung des landwehrkanals. viel zu militärisch, zu martialisch. wie wär's mit "(selbsternannte)naturschützerINkanal"? oder vielleicht "ingrid-anne-krimhild-viola-und-alle freundINnnen-der-bäume-gedächtnis-kanal"? :) mal so ganz ohne nachnamen...

  • In Mitte ist die Situation mit den langen Namen noch recht einfach zu erklären. Der Bezirk hatte vor einiger Zeit - ungeachtet der tatsächlichen historischen Bedeutung ehedem anliegender Persönlichkeiten - beschlossen, nur noch Frauen als Namensgeber zuzulassen. Und damit auch jeder merkt, nach welch edlen Kriterien der Bezirk benennt, mussten die Vornamen also mit rauf. Sonst hätte am Ende noch jemand den Schuster Erwin Tergit oder dessen Schwager, den antifaschistischen Wiederstandskämpfer Erich Tergit für den Namensgeber gehalten. ;)

  • ^ Diese Straßennamen-Regelung in Mitte ist mir bekannt. Es werden zwar nicht "nur noch" Frauennamen zugelassen, sondern nur so lange, bis ein 50/50-Verhältnis besteht. Kommt aber praktisch aufs selbe raus.


    Ich hebe zwar absolut nichts gegen Gleichberechtigung, es wäre m. E. aber sinnvoller gewesen, erst ab Eintreten dieser Regelung Straßen paritätisch nach Männlein und Weiblein zu benennen.


    In der WISTA Adlershof wird das mit den Vornamen für alle, ob Männlein oder Weiblein, durchgezogen. So haben wir jetzt viele nach Wissenschaftlern benannte Straßen doppelt in Berlin, mal mit Vornamen (WISTA) und mal ohne (z. B. Dahlem, FU-Bereich). Wie z. B. Boltzmannstr, in Dahlem und Ludwig-Boltzmann-Str. in der WISTA. Oder Hittorfstr. / Johann-Hittorf-Str. :nono:


    Einer der schönste Namensbandwürmer in der WISTA ist die "Katharina-Boll-Dornberger-Str." :doof:

  • Auf dem WISTA-Gelände bin ich quasi tagsüber "zu hause" (Ernst-Augustin-Straße :D).


    Wobei, die dort angewandte Logik habe ich noch nicht wirklich verstanden. Es gibt auch eine Reihe von Benennungen, die ohne Vornamen auskommen. Damit meine ich nicht die Straßen auf dem alten Akademie-Gelände, die seit Langem so heißen (z. B. Volmer-Straße) sondern solche, die z. B. auf dem ehemaligen Stasi-Gelände liegen und wohl erst vor kurzem benannt wurden (z. B. Hanuschstraße, Gorissenstraße, Rutherfordstraße, Newtonstraße etc.).


    Was hat eigentlich Ernst-Augustin für einen Bezug zu der Gegend, speziell zum alten Fernsehgelände und weshalb muss dann Willi-Schwabe, der nun tatsächlich nicht wenig mit dem DDR-Fernsehen zu tun hatte, mit einer kleinen Sackgasse, die eine bessere Hofzufahrt ist, Vorlieb nehmen? Aber das Absurdeste wird für mich die Frage bleiben, weshalb ein lange eingeführter Name, an dem ich zumal nichts Anstößiges erkennen kann, nämlich die Agastraße, weichen musste, um dem belanglosen "Am Studio" Platz zu machen. Und nicht genug mit der Durchgangsstraße, nein, auch sämtliche Stichstraßen und Fußwege, die irgendwie mit dem Fernsehgelände zutun haben (und teils beachtlicher als die Wili-Schwabe-Straße sind) und an jene Straße angrenzen, heißen auch so.:nono:

  • Der Tagesspiegel berichtet, sowohl DaimlerChrysler als auch Sony wollen die Liegenschaften am Potsdamer Platz verkaufen.


    Daimler soll Merrill Lynch und den Immobilienberater Angermann beauftragt haben nach einem Käufer zu suchen. Sony sei auch am Markt, Experten schätzen den Wert des Sony Centers auf 600 - 700 Mio €.


    Eine Daimler Sprechering wollte die Pläne des Konzerns nicht bestätigen.


    http://www.tagesspiegel.de/wir…amer-Platz;art132,2391609


    Die Morgenpost berichtet weiterhin, Marktbeobachter schätzen den Wert des Daimler Areals auf etwa 1,5 MRD €.


    http://www.morgenpost.de/desk/1229220.html

  • Laut ad-hoc-news soll N24 ins ehemalige Debis Gebäude am Potsdamer Platz ziehen.
    Der führende Nachrichtensender strebt an seine TV-und Multimediaredaktion an diesem neuen Standort Berlin-Mitte zu bündeln und hat zu diesem Zweck 5 Etagen gemietet.
    Der Sender plant für den Herbst 2008 den Gendarmenmarkt zu verlassen und auf 7400 Quadratmeter den modernsten Nachrichtensender Europas, im Herzen der Hauptstadt, entstehen zu lassen.


    http://www.ad-hoc-news.de/Aktu…r+Platz+Ausbau+zu+Europas

  • ^^


    Im ehemaligen Mercedes-Benz Showroom direkt am Marlene-Dietrich-Platz wird auch schon ein Studio eingerichtet, das von außen sichtbar ist.

  • @ teebone


    Ehrlich gesagt, glaub ich aber nicht, dass es sich dabei wirklich um ein Studio von N24 handelt..ich glaub eher das war etwas im Rahmen von Mercedes Benz.

  • Vielleicht wird ja der Einzug von N24 der Beginn einer Belebung für den Potsdamer Platz.
    Wenn eventuell noch andere Sender nachziehen würden oder andere Interessenten sich dort ansiedeln, könnte sich die Situation und der Leerstand endlich zum Positiven entwickeln.

  • ^^


    Der Leerstand war übrigens garnicht so hoch. In einer bereits geposteten Meldung stand etwas von weniger als 10%. Ich denke mal dass das nicht viel ist oder?