Beiträge von Tannenschnaps

    Die Decke auf dem ersten Bild finde ich leider reichlich unpassend, da es imo einfach "unfertig" aussieht. Hier hätte ich die Lösung, auf Baumethoden des 19. Jahrhunderts zurückzugreifen (siehe Tontöpfe im Mittelalterlichen Saal usw.) besser gefunden.


    Besonders stören mich die völlig mit "Edelbeton" ausgestalteten Räume, wie man sie bspw. auf Bens achtem Bild betrachten kann. In Verbindung mit den Glasvitrinen entsteht leider ein sehr karges Gesamtbild. In einem anderen Saal, der vollständig zerstört wurde, ist der Beton wesentlich schöner anzusehen, da er aufgrund der großen Ausstellungsstücke (Grabkammern) in den Hintergrund tritt (und mit den nicht gerade zierlichen Steinblöcken besser harmoniert als mit den angesprochenen Glasvitrinen).



    Ansonsten gefällt mir das Neue Museum echt gut. :daumen:
    (Nur das oberste Stockwerk muss noch etwas ausdünsten. :lach:)

    Ich war heute auch mal vor Ort und habe mir das Gebäude aus der Nähe angesehen.
    Das Ministerium gefällt mir in natura allemal besser als es mich die bisher gezeigten Bilder haben vermuten lassen. Das Fassadenmaterial weist einen schönen Glanz auf und es wirkt bei näherer Betrachtung nicht billig, sondern relativ hochwertig (jedenfalls viel besser als die benachbarten DDR-Gebäude, die ob ihrer Biederkeit auf mich beileibe keinen hellen und freundlichen Eindruck machen) und bietet - je nach Sonnenstand - ein schönes Fotomotiv (da zerspringen keine Kameralinsen ;)). Man kann also Entwarnung geben, indem man sagt, dass keine Dachpappe sondern Naturstein verwendet wurde. Auch die Fenster gefallen mir gut, da die auffallende Farbe dem Bau etwas die Strenge nimmt (eine schwarze Fassade mit schwarzen Fensterrahmen wäre wahrscheinlich wirklich etwas brachial geraten). Meiner Meinung nach hätte der Bau aber noch einen Knick vertragen, da er dann vielleicht nicht ganz so "monoton" wirken würde
    Jetzt muss sich bloß zeigen, wie das Gebäude altert. Wenn der Glanz und die Farbe irgendwann verblasst sein sollten, könnte mein Urteil etwas anders ausfallen.

    Ich finde das Gebäude jetzt auch nicht wirklich schlimm, bloß hätte es etwas kleiner ausfallen können. Außerdem sieht das Fassadenmaterial etwas günstig eingekauft aus. Wirkt wie billiges Styropor bzw. wie übrig gebliebene Reste vom Flachdach. Es würde mir besser gefallen, wenn es ähnlich edel wie das Bundespräsidialamt gestaltet worden wäre. ;)

    Auch ich finde die geplante Straßenbahntrasse weder sonderlich dekorativ noch sinnvoll. Wahrscheinlich sieht der Rasen in ein paar Jahren genauso vermüllt aus wie an der Karl-Liebknecht-Straße. Außerdem ist der "Platzvorteil" ab der Charlottenstraße sowieso nicht mehr gegeben, was spätestens dort für Verkehrsstaus sorgen wird. Ich verstehe also nicht, wieso man ausgerechnet hier nen eigenen Gleiskörper braucht, wo man doch sowieso plant, die bisherige "Verkehrsschneise" zu entschärfen.

    Wohne direkt am S-Bahnhof Wedding (perfekte Verkehrsanbindung) und ich hab noch keine besoffenen Tourihorden gesehen. Sehr angenehm. :daumen:


    Ich versteh auch nicht so ganz wieso man erst in die "Szeneviertel" zieht und sich anschließend über die Infotainment-Muschis, die Urbanen Penner und sonstige spezielle Personenkreise aufregt. Ich such mir ja auch keine Bleibe an der Oranienburger Straße und beschwer mich ne Woche drauf über die Nutten und Heizpilze.


    Andererseits kann ich die Leute schon verstehen, die seit Jahrzehnten an einem Flecken wohnen, der jetzt gentrifiziert wird. Allerdings ist mir ein bisschen "Bewegung" in der Stadt 100mal lieber als dieser ehemalige Dornröschenschlaf. Vielleicht ist ein Entertainmentpark "Berlin 1992" gar keine so schlechte Idee.

    Ben: Da muss ich dir beipflichten. Finde die Konstruktion des Gebäudes zwar ganz interessant, allerdings ist die Farbgebung mal wieder zum Einschlafen (ist wie bei den Autos, alles silberfarben). Ein Gold- oder Bronzeton hätte mir sehr viel besser gefallen (oder einfach irgendeine andere Farbe, von mir aus Braun, Rot, Orange,...). Ich erinnere mich auch an das Gebäude von Grüntuch Ernst Architekten an der Leipziger Straße (Danke für den Hinweis ;)):


    http://bestarchitects.de/wp/wp…uploads/2009/02/205_g.jpg

    Berlin verträgt noch ein paar Hotels. Die Anzahl der Betten ist nicht aussagekräftig, da unter den Hotels auch viel Schrott dabei ist. Hier um die Ecke steht so ein lustiger Laden, bei welchem man sich im Eingangsbereich mit Hilfe von Broschüren erstmal über den "Zorn Gottes" oder "Berlin - Sodom und Gomorrha" informieren kann. Im Zimmer gehts dann weiter mit mind. einem Kreuz an jeder Wand und Co. Kommt bei Touristen sicher unheimlich gut an. ;)


    Was mich viel mehr stört ist diese Einfallslosigkeit bei den Hotelbauten. Das neue all seasons Hotel bietet auch keinen Wow-Effekt. Wenigstens war man beim Dach minimal kreativ.

    In dem "Gammellook" wollen die Kolonnaden nicht so richtig zur Alten Nationalgalerie und zum derzeit entstehenden Park passen. Normalerweise gefällt mir ja so eine Art von Understatement, allerdings ist mir das hier eindeutig zu grau, löchrig und teuer. ;)


    Hoffe man nimmt sich ab Oktober auch die billige Straße vom letzten Bild zur Brust und verhilft der Gegend zu einem gehobeneren Bodenbelag.


    Schön, dass es mit den Museumshöfen endlich voran geht. Vielleicht werden wir es doch noch mal erleben dürfen von der Stadtbahn aus nicht in abgewirtschaftete Hinterhöfe oder auf ranzige Parkplätze blicken zu müssen. :D

    Bis jetzt geht es leider nicht weiter. Die Bestandsaufnahme vor Ort (:D) hat ergeben, dass sich seit 1,5 Jahren nichts getan hat. Ich hoffe wirklich sehr, dass das Projekt bald wieder in Angriff genommen wird. Mit ein paar innovativen Etablissments (und nein, ich meine damit kein Bordell für die Prostituierten der Oranienburger Straße) könnte der Komplex zu einem richtigen Magneten werden.


    Mal sehen was passiert, wenn der Vertrag mit der Charité 2010 ausläuft.

    Wie bereits mehrfach gesagt:


    Wenn man bspw. vom "Upper East Side" Richtung Spreedreieck blickt, so kann man an der Fassade Richtung Friedrichstraße absolut keine Fenster entdecken und es wirkt wie glatter, grauer Beton. Erinnert mich irgendwie an eine Betonstele. Imho wirkt das Gebäude bei bedecktem Himmel doch sehr bedrückend/düster.


    Vielleicht hätte das Gebäude anders gewirkt, wenn es doppelt so hoch wäre. So sieht es leider wie eine Trutzburg aus.

    Was teebone sagt stimmt leider. Ein weiteres Problem des Bodens ist, dass man ihn nicht mit einem Sandstrahler reinigen kann, da er mit Sand verfugt ist.


    Mir ist aufgefallen, dass vor der Galeria Kaufhof ein größeres Rechteck des Belags etwas heller ist als auf dem Rest des Platzes. Da wird wohl abends besonders gründlich geschrubbt. :D