Zeil und Nebenstraßen / Konstablerwache

  • Nie mehr 2. Liga, nie mehr, nie mehr....:banana:


    Das Gebäude mit der vorgehängten Glasfassade (Zara,ja aPuma) ist das ehemalige Kaufhaus Ammerschläger und da wurde gerade erst alle neu gemacht. Das Gebäude finde ich auch ganz schick, was nicht heißt, dass es ohne Glas nicht besser aussehen würde. Die Konsti müsste nicht rekonstruiert werden. Man soll's ja auch nicht übertreiben. Wie ich schon oft betont habe, könnte ich mir einen geschlossenen Platz im Stil des Paternoster Square.



  • Zitat von garcia



    Das ist qualitätvolle Architektur, gegen die ich auch als Reko-Fan nichts habe. Das Problem ist nur, dass es die Stadt garantiert niemals zustande bekäme, so ein einheitliches Designkonzept für einen Platz aus der Traufe zu heben. Oder es wird wieder irgendeine Billig-Lösung gesucht und gefunden, die modern und jenseits des guten Geschmacks ist.

  • Da sind uns wohl auch einig was den Paternoster Square betrifft. Von Reko der Konsti hab ich hier sowieso noch nie was gelesen. Aber es wäre halt schön, wenn man wieder die Fassaden der wenigen noch erhaltenen Gebäude (da zählt übrigens angeblich sogar das Woolworth-Teil dazu) ohne Entstellungen erleben könnte. Ansonsten fänd ich so eine Gestaltung wie am Paternoster Square auch für die Konsti als das Optimum.

  • Zitat von Schmittchen

    Außer dem Frankfurter Karstadt soll je ein Haus in Dresden, Hamburg und München diesem erlesenen Kreis angehören. Dies steht unter anderem in diesem Artikel in der FAZ.


    Vom Hamburger Alsterhaus ist da die Rede. Kann das aber gar nicht glaubwürdig finden, denn dessen Lebensmittelabteilung, die zwar dem KaDeWe nicht das Wasser reichen konnte, aber doch recht anständig war, wurde erst vor ein paar Jahren geschlossen. Was das Haus in meinen Augen stark abwertete.

  • Die Fressabteilung wurde wahrscheinlich geschlossen, weil Karstadt in seinem anderen Haus an der Mönckebergstraße, das gerade für über 35 Mio umgebaut wird, auch eine Fressabteilung hat. Und die beiden Häuser sind nur einen Steinwurf von einander entfernt.

  • Ein Bericht in der Online-Ausgabe der FR über die weitere Entwicklung der Zeil.


    Zusammenfassung:

    • die vier Gastronomie-Pavillons werden durch zwei größere Neubauten ersetzt
    • die vier Baumreihen bleiben bestehen und werden lediglich an verschiedenen Stellen unterbrochen bzw. für Plätze gelichtet
    • Aufbau von 20 neuen Fahrradständer (ein Abstellen an den Baumschutzgittern soll dann nicht mehr möglich sein)
    • das Treppenpodest an der Konstablerwache wird entfernt, um Platz für "dauerhafte Außengastronomie" zu schaffen


    http://fr-aktuell.de/frankfurt…/frankfurt/?em_cnt=928313

  • Das liest sich durchgehend gut bis sehr gut. Wir dürfen gespannt sein, wie der neue Schutz für die Bäume (die Gitter werden ja abgebaut) aussehen wird, an den man keine Fahrradschlösser anbringen kann. Mir fällt dazu gar nichts ein, vorausgesetzt es soll auch noch einigermaßen gut aussehen.


    Zum Podest: Ich habe mal gelesen, dass das Podest vor allem gebaut wurde, um Kosten für den Bau der B-Ebene bzw. S-Bahn-Station zu sparen. Die Ersparnis soll sich dadurch ergeben haben, dass die Station nicht so tief gebaut werden musste; eben um diesen geschätzten Dreiviertelmeter weniger tief, den das Podest über dem sonstigen Straßenniveau liegt. Sollte das stimmen, dürfte eine Beseitigung des Podests aber kaum möglich sein, weil die Geschosshöhe der B-Ebene darunter ja dann entsprechend verringert werden müsste (unterstellt, dass nicht einfach die Deckenstärke über der B-Ebene in diesem Maße vermindert werden kann). Wer weiß mehr darüber?

  • Wie die "geeigneten Maßnahmen" des Baumschutzes aussehen sollen, kann ich mir auch noch nicht so richtig vorstellen. Eine Möglichkeit wäre, um alle Bäume eine Sitzbank zu montieren. Oder es wird um jeden Baum ein Graben gezogen (EZB lässt grüßen). :)


    Da nach einem Bericht der FAZ vom 12.3.2003 die Kosten für die Entfernung des Podestes auf 2,5 Millionen Euro geschätzt wurden (zwischenzeitlich sicher 5 Mio.), nehme ich an, dass sich die Verantwortlichen schon in der Vergangenheit Gedanken um die Maßnahmen der bautechnischen Umsetzung gemacht haben. Weitere Details sind mir nicht bekannt.

  • Schmittchen :


    Die Station selbst liegt nicht zu hoch. Soweit ich weiß wurden aber diverse Lüftungseinrichtungen in das Podest integriert, so dass man da umbauen müsste. Der Hauptgrund dürften aber die Bäume auf der Konstablerwache sein. Ohne das Podest hätte man die ganze Station tiefer legen müssen, um genügend Erde zwischen der Oberfläche und der Decke der B-Ebene zu haben. Vermutlich wird man die meisten Bäume mit dem Podest entfernen müssen. Kleinere Botanik in Pflanzkübeln könnte das aber ausgleichen.

  • Also die Bäume an der Konsti wären wirklich kein Verlust. Insgesamt find ich betreffend der Konsti nach wie vor den einen Vorschlag von den Wettbewerbssiegern am besten, also mit Querriegel zur Adenauer-Straße und der "überschwappenden" Ostzeil. Das war nämlich eins der Ergebnisse das wirklich überzeugen konnte, was man von den anderen Teilen ja nicht unbedingt sagen kann.
    Ich finds halt furchtbar, dass alle 4Baumreihen bleiben sollen. Bin nach wie vor dafür mindestens die südliche Reihe komplett zu entfernen um längerfristig auch wieder die alte Straßenbreite herzustellen, und damit die Arkaden vom Saturn bis zum Brockhausbrunnen zu verlängern.

  • Fachwerkhaus lag mit seiner Vermutung richtig.


    Nach einem neuen Bericht der FR wurzeln derzeit die 20 Jahre alten Bäume im Podest. Ohne Podest würde der Platz nicht mehr ausreichen und die Anpflanzung könnte nur noch durch Hochbeete erreicht werden, was aufgrund des hohen Platzverbrauchs eine optimale Nutzung des gesamten Platzes für Veranstaltungen beeinträchtigen könnte.

  • Danke, dann ist das ja geklärt. Hochbeete sind allerdings der Albtraum jeder Fußgängerzone und jedes innerstädtischen Platzes, das wird man doch inzwischen gelernt haben. Außer vielleicht für die dortigen Drogendealer, die freuen sich bestimmt über neue Depots.


    Noch die beste Lösung dürfte es sein, Bäume eben dort einzusetzen, wo auch nach Beseitigung des Podests nach unten noch Platz ist (bzw. geschaffen werden kann). Ansonsten eben keine Bäume, mit sanierten Fassaden entlang der Platzkanten dürfte das auch ganz okay aussehen.

  • hochbeete müssen nicht unbedingt schlecht sein. die hochbeete vor dem rockefeller center in new york sehen nicht nur gut aus, sondern bieten neben platz für bäume und blumen auch sitzgelegenheiten. das ist jetzt das berühmteste beispiel, das mir einfällt. es gibt aber noch sehr viel mehr solcher beispiele. wenn ich nach hause komme, poste ich ein foto aus dubai, das ich vor kurzem gemacht habe, wo die lösung mit hochbeeten besonders attraktiv aussieht.

  • Laut dem oben genannten FR-Artikel will die CDU, dass in der Mitte der Konstabler ein Brunnen gebaut wird. Vorbild soll der Brunnen auf dem Walther-von-Cronenberg-Platz am Deutschherrnufer sein.


    Wie der aussieht, lässt sich auf diesem Bild zumindest erahnen. Nicht besonders spektakulär, aber besser als nichts.

  • Hallo Liebe Freunde,


    auf der Konstablerwache könnte ich mir eine Bebauung nach dem Vorbild des
    Broadgate Circles in London vorstellen.
    Das ist ein auf Stützen gestellter Ring mit einem Restaurant, Bar und einer Terrasse im 1. Obergeschoss.
    Am Wochenende ist dies ein Club.
    Somit hätte man eine Tribüne für Veranstaltungen, eine Überdachung bei Märkten und eine weitere Belebung der Konstablerwache.


    Hab mal versucht darzustellen wie ich es meine.




    Für alle google earth fans
    http://"http://www.oe3d.de/broadgate_circle.kmz

  • Wieder mal ein Bericht in der FR über die Umgestaltung der Konstablerwache. Derzeit wird bereits durch das Stadtplanungsamt eine detaillierte Gestaltungsvorlage vorbereitet.


    • von den bisherigen 92 Platanen sollen 30 im südlichen Bereich des Platzes erhalten bleiben; Bäume in Hochbeeten soll es nicht geben
    • die Errichtung eines Brunnens in der Mitte des Platzes ist fraglich
    • zur Konrad-Adenauer-Straße soll ein dreigeschossiges Gebäude in Leichtbauweise errichtet werden, wobei im Erdgeschoss Gastronomie beabsichtigt ist (ein Investor fehlt noch)


    Außerdem wird erwähnt, dass eine Bürgerinitiative 2000 Unterschriften gegen eine Umgestaltung des Platzes gesammelt hat.

  • Zitat von nanda

    Außerdem wird erwähnt, dass eine Bürgerinitiative 2000 Unterschriften gegen eine Umgestaltung des Platzes gesammelt hat.


    Was geht denn mit denen? Nein nein, wir brauchen keine Verschönerung, erst mit hässlichen Plätzen wird unsere Stadt lebenswert...
    Das Podest ist neben der miserablen Architektur das schlimmste am ganzen Platz und ausgerechnet das wollen die erhalten. Na hoffentlich kriegen dich nicht genug Stimmen zusammen.

  • Ich als "Frankfurtliebhaber" kann mich den Meinungen der Vorredner nur anschließen. Ich würde die "Konsti" als absolut verweist, zum größen Teil ungenutzt und auch als unzumutbar bezeichen. Außer für den Wochenmarkt und für andere wenige Veranstaltungen wird der Platz nicht genutzt. Um das Podest herum herrscht teilweise erdrückende Enge und der Lärm der anliegenden Straße ist absolut unakzeptabel. Es muss eine optische und akustische Abtrennung zur Konrad-Adenauer-Straße her... und man braucht Gastronomie,besonders tagsüber Straßencafés und für die Abende Bars/ Restaurants, damit hätte die unheimliche Verwaisung der Konstablerwache ab 20:00 ein Ende... Niemand, außer ominöse Gestalten, hält sich gerne freiwillig nach 20:00 an der Konstabler auf und das hat bestimmt seinen Grund?!