Park Tower - Umbau und Aufstockung auf 116 m (bis 2028)

  • An der Nord- und Westseite sind die Sandstein-Fassadenplatten bereits vollständig entfernt worden; lediglich an der Ostseite hängen noch großflächig Platten. Nach Süden hin ist die Glasfassade noch weitgehend vorhanden. Insgesamt merkt man aber: Die Arbeiten nehmen spürbar Fahrt auf.

    Bemerkenswert ist dabei, mit wie wenig Platz man vor Ort auskommen muss. Zwischen Bestandsgebäuden, Parkanlage, Straßenraum und laufender Baustellenlogistik bleibt kaum Spielraum.


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    Bilder: Adama

  • Aus dem Park Tower dringen Baugeräusche, aber es kann von außen nicht so richtig beobachtet werden, was gearbeitet wird. Vom Main Tower aus lässt sich das Geschehen durch ein starkes Teleobjektiv von noch weiter oben, als auf Europäers Foto im Vorbeitrag beobachten.

    Die Hochhausspitze wird abgetragen. Erst werden Kernbohrungen an den Wänden durchgeführt, danach werden die Kranaufhängungen durch die Löcher geführt, mit Trennscheiben wird das entsprechende Segment herausgeschnitten und der Kran hebt das Teil erst einmal auf das Hochhausdach. Das alles lässt sich auf dem folgenden Bild erkennen, wenn man es vergrößert (Draufklicken).

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    Kurze Zeit vorher war das Segment noch an seinem ursprünglichen Ort (rechts).

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    Fotos: Beggi

    Einmal editiert, zuletzt von Beggi (31. Juli 2026 um 09:00)

  • Ein sehr interessantes Interview über die Revitalisierung des Parktowers mit Sonja Gallo vom Architekturbüros Caspar und Erik Simon von der DWS:


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    Der verlinkte Podcast enthält einige interessante Details zur laufenden Revitalisierung des Parktowers, die teilweise über die bisherigen Pressemitteilungen hinausgehen.

    DWS investiert demnach mehr als 100 Mio. Euro in den Umbau und ist dabei zunächst erheblich ins Risiko gegangen: Zum Start der Revitalisierung war noch kein Mietvertrag unterschrieben. Inzwischen steht KPMG als alleiniger Nutzer fest. Das Unternehmen hat den gesamten Parktower mit mehr als 20.000 m² für 15 Jahre angemietet und zusätzlich rund 12.800 m² im benachbarten OpernTurm.

    Der 1972 fertiggestellte ehemalige SGZ-Turm erlebt damit faktisch bereits seine dritte grundlegende neue Fassung. Nach dem großen Umbau 2005 bis 2007 wird das Gebäude nun erneut weitgehend transformiert. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Der Turm wächst dabei um etwa fünf Meter auf künftig rund 116 Meter.

    Architektonisch besonders interessant sind die beiden vertikalen Einschnitte in der Fassade, die sogenannte Opernfuge zum Opernplatz und die Parkfuge zum Rothschildpark. Dort entstehen begrünte, windgeschützte Loggien, die sich über die Geschosse verteilen. Dadurch soll künftig jede Büroetage über einen Außenbereich verfügen. Gleichzeitig möchte man den bislang erstaunlich abgeschotteten Turm stärker mit dem Rothschildpark verbinden. Vorgesehen ist sogar ein direkter Zugang zum Wegenetz des Parks, wobei dies zumindest zum Zeitpunkt der Podcastaufnahme noch mit dem Grünflächenamt abgestimmt werden musste.

    Auch die Turmspitze wird komplett neu organisiert. Flächen, die bislang überwiegend von Gebäudetechnik belegt waren, werden freigeräumt, weil ein Teil der Technik kompakter angeordnet beziehungsweise in die Erschließungskerne verlagert wird. Im 28. Geschoss entsteht dadurch eine Skybar, darüber im 29. Geschoss ein Dachgarten beziehungsweise Skygarden.

    Technisch bemerkenswert ist vor allem die neue Doppelfassade mit integrierter Photovoltaik. Sie soll unter günstigen Bedingungen bis zu 200.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Ursprünglich war offenbar sogar eine noch wesentlich größere PV-Fläche vorgesehen. Das scheiterte laut Podcast jedoch teilweise an baurechtlichen Vorgaben; zeitweise stand sogar eine Fassadenlöschanlage im Raum, was das gesamte Konzept erheblich erschwert hätte.

    Der Primärenergiebedarf soll durch den Umbau von derzeit rund 243 auf etwa 79 kWh pro Quadratmeter und Jahr sinken. Auch die betrieblichen CO₂-Emissionen sollen deutlich reduziert werden. Angestrebt wird BREEAM "Excellent“.

    Im Inneren wird ebenfalls stärker eingegriffen, als man bei einer klassischen Sanierung erwarten würde. Durch die Neuorganisation unter anderem des zweiten Rettungswegs entstehen offenere und zusammenhängende Büroflächen mit bis zu etwa 650 m² pro Geschoss. Insgesamt sind rund 17.000 m² flexible Büro- und Konferenzflächen auf 25 Geschossen vorgesehen.

    Wenn man sich den Umfang anschaut, ist "Sanierung“ für das Projekt eigentlich fast zu klein gegriffen. Tragstruktur und große Teile des Bestands bleiben zwar erhalten, Fassade, Energiekonzept, Erschließung, Grundrisse, Außenbereiche und Turmabschluss werden aber erneut grundlegend verändert. Der Park Tower wird damit nach dem Umbau der 2000er-Jahre praktisch ein zweites Mal neu erfunden.

  • Übrigens wirkt der Park Tower inzwischen schon ziemlich angenagt und hat durch den fortschreitenden Rückbau sichtbar an Höhe eingebüßt, aber er wächst ja bald wieder:



    Bild: © Adama

  • Perspektive aus dem Four - einmal entkernen bitte. Die Totale deswegen, um drei große Baustellen im Umkreis von 400m zu zeigen. Es könnte viel mehr sein, aber wenig ist auch nicht gerade los, was unsere Hochhäuser betrifft.


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  • Rund 3 Wochen nach meiner letzten Gesamtansicht sind die Abbrucharbeiten weit vorangeschritten, wie schon im vorstehenden Beitrag von Europäer erkennbar ist. Am oberen Bildrand schwebt gerade ein ausgesägtes stattliches Betonsegment.

    Die am unteren Bildrand auf dem Dach der Bockenheimer Anlage 46 ("Oper 46") lagernden Big Bags, vermutlich mit Abfällen einer Dachsanierung, warten dort schon mindestens seit Anfang des Jahres auf ihren Abtransport. Leider verfärbt sich auch die Fassade immer weiter und harrt seit vielen Jahren einer Grundreinigung.


    Bild: Pepper

  • Damit es niemandem entgeht: Das Architekturbüro caspar. hat auf Instagram kürzlich ein interessantes Projektupdate zum Park Tower mit zahlreichen Fotos und informativer Caption zum Fortschritt der Arbeiten veröffentlicht.

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  • Und schon geht es wieder in die Höhe. Wie man sich nun gut vorstellen kann, entsteht durch die Lösung mit den beiden Fugen ein ordentlicher Flächengewinn für die Außenbereiche:


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    Bilder: © Adama